Familien und Pflegende zuerst
Punkte für Kinder, Pflege und systemrelevante Tätigkeit verschieben angesetzte 2.700 Vergaben im Jahr zu diesen Gruppen [1]; wer die Wohnung bekommt, behält ihren Mietvorteil von rund 5.950 € im Jahr über Jahre. Angerechnet wird davon nur der Unterschied in der Bedürftigkeit zwischen Gewinnern und Zurücktretenden: Alle haben einen Wohnberechtigungsschein, der Unterschied ist klein, und ob er überhaupt zugunsten der Bedürftigeren ausfällt, hängt an Gewichten, die das Programm nicht nennt.
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Wert
Der Strom ist Geld: Miete, die einem Haushalt erspart bleibt, weil er eine gebundene statt einer frei angebotenen Wohnung erhält. Er bewegt sich vollständig innerhalb der Gruppe der Wohnberechtigten, also zwischen Haushalten mit ähnlich kleinen Einkommen, weshalb die Gewichte auf beiden Seiten dicht beieinanderliegen und wenig übrig bleibt. Bewertet wird deshalb am Maßstab des Geldstroms selbst. Der Wert ist mittel bis niedrig: ein Geldstrom, der zwischen ähnlich bedürftigen Haushalten wechselt.
Impact
Neben der Wohnsitzdauer vergibt das System Punkte für Kinderzahl, Pflegeverantwortung und Tätigkeit in systemrelevanten Berufen [1]. Diese Merkmale spielen heute eine geringere und je nach Gesellschaft unterschiedliche Rolle. Angesetzt sind 15 % der rund 18.000 Vergaben, also 2.700 im Jahr, die sich zu diesen Gruppen verschieben, mit einer Spanne von 5 bis 30 %. Wer eine gebundene Wohnung bekommt, behält sie in der Regel lange; bei einer Fluktuation von 3,8 % im landeseigenen Bestand [8] laufen die verschobenen Vergaben über die wirksamen Jahre auf: Im ersten Jahr gilt der Vorteil für 2.700 Haushalte, nach sechs Jahren für 16.200, und bis zum Ende des Zehnjahreszeitraums bleibt er bestehen; im Schnitt sind das 8.910 Haushalte, das 3,3-Fache eines Jahrgangs, bei drei bis acht wirksamen Jahren das 2,1- bis 3,6-Fache. Der Mietvorteil einer gebundenen gegenüber einer frei angebotenen Wohnung liegt bei rund 8 €/m² (Spanne 6 bis 10), bei 62 m² also bei rund 5.950 € im Jahr [3]; das sind rund 53 Mio. € Mietvorteil, die zu anderen Haushalten wandern. Angerechnet wird nicht dieser Betrag, sondern nur der Unterschied im Gewicht, mit dem ein Euro bei den Gewinnern und bei den Zurücktretenden zählt: Rund zwei Drittel der Wiedervermietungen gehen an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein (Quote 63 %, 2024 erreicht 66 %) [8], auf beiden Seiten der Verschiebung stehen also überwiegend Haushalte unter den Einkommensgrenzen; Familien mit Kindern und Pflegende liegen im Einkommen je Kopf etwas darunter, Erwerbstätige in systemrelevanten Berufen darüber. Angesetzt ist, falls die Verschiebung netto zu den Bedürftigeren führt, ein Gewichtsunterschied von 0,3 mit einer Spanne von 0,1 bis 0,5, also rund 15,9 Mio. € im Jahr, knapp acht Punkte. Der Impact ist klein: eine Umverteilung innerhalb einer ohnehin bedürftigen Gruppe, die sich aber über Jahre aufsummiert.
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Plausibilität
Dass ein Punktesystem die Reihenfolge verschiebt, ist sicher; das ist sein Zweck. Unsicher ist, ob die Verschiebung zu den Bedürftigeren führt, und das ist hier die Frage, die P trägt. Wer eine gebundene Wohnung sucht, braucht einen Wohnberechtigungsschein und liegt damit unter den Einkommensgrenzen; bei den Gesellschaften gilt das für rund zwei Drittel der Wiedervermietungen (Quote 63 %, 2024: 66 %), und 2024 gingen 61 % der WBS-Wiedervermietungen an Haushalte bis 140 % der Einkommensgrenze [8]. Die Gruppe, die zurücktritt, ist also nicht wohlhabender, sondern nur anders zusammengesetzt. Ein Vorrang für Pflegende und systemrelevante Berufe kann gegenläufig wirken, weil Erwerbstätigkeit mit einem höheren Einkommen einhergeht als der Bezug von Grundsicherung, und ob die Einkommenspunkte niedrige oder hohe Einkommen belohnen, sagt das Programm nicht [1]. Kontrafaktum ist die heutige Vergabe nach Quoten und Dringlichkeit [7]; ein Beleg fehlt, die Kette ist benannt, aber ihr mengentragendes Glied, die Gewichte des Systems, ist ungeprüft; die Störgröße ist die Zusammensetzung der Bewerber, die schon heute überwiegend bedürftig sind; eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Zahl trifft in etwa jedem dritten vergleichbaren Fall zu: Ein Punktesystem mit Kinder- und Pflegepunkten lenkt Wohnungen netto zu Haushalten, deren Euro schwerer wiegt, nur wenn die Erwerbs- und Einkommenspunkte das nicht wieder aufheben. Die Plausibilität ist niedrig: die Verschiebung ist sicher, ihre Richtung nicht.
Kontrafaktum: heutige Vergabe nach KoopV-Quoten und Dringlichkeit der Gesellschaften [7]. Design: mechanistisch, Kette Punkte → Verschiebung der Vergaben (sicher) → Nettoeffekt auf die Bedürftigkeit der Empfänger (offen), kein Messbeleg; Deckel 6,0, der Basis-Deckel 5 bindet. Störgröße: die Zusammensetzung der Bewerber, die schon heute überwiegend bedürftig sind (61 % bis 140 % der Einkommensgrenze [8]); die Richtung des Nettoeffekts steht als Ob-Frage in P, die Größe (Gewichtsunterschied 0,1–0,5, bedingter Wert) in der Spanne. Richtung: keine Umkehrkausalität.
Die Kette ist benannt, aber das mengentragende Glied, die Gewichte des Systems und damit das Vorzeichen des Nettoeffekts, ist ungeprüft; es gibt keinen Beleg und keinen Präzedenzfall mit dieser Kriterienmischung. Rückleseprobe: in etwa jedem dritten vergleichbaren Fall lenkt ein solches System Wohnungen netto zu Haushalten, deren Euro schwerer wiegt.
Offen: Eine veröffentlichte Gewichtung mit Einkommens- und Kinderpunkten, die Erwerbs- und Systemrelevanzpunkte erkennbar überwiegt, würde P auf 5 heben; die Vergabestatistik eines Punktesystems mit gleicher Mischung, ausgewertet nach Einkommen der Empfänger, auf 6.