Landesmietendeckel

Berlin friert die Mieten von rund 1,5 Mio Wohnungen für fünf Jahre ein und senkt überhöhte Mieten auf Antrag ab.

Land Berlin Vorschlag auf Landesebene (Berlin). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite.Wie geprüft wird →

Der Vorschlag greift die Regelung von 2020 wieder auf: Mietenstopp im Bestand, Obergrenzen bei Wiedervermietung nach einer Tabelle, Absenkungsanspruch bei überhöhten Mieten, Neubau ausgenommen, befristet auf fünf Jahre. DIE LINKE führt ihn im ersten Programmkapitel, die SPD als rechtssicheren Mietendeckel im 100-Tage-Programm, das BSW über eine Bundesratsinitiative. Das Bundesverfassungsgericht hat die Fassung von 2020 am 25. März 2021 für nichtig erklärt, weil dem Land die Gesetzgebungskompetenz fehlt, solange der Bund das Mietpreisrecht regelt. Diese Bewertung unterstellt wie die bundesweite Bewertung desselben Instruments, dass der Bund den Weg öffnet; ohne diese Annahme ist die Maßnahme nicht durchführbar. Bewertet wird ein Zeitraum von zehn Jahren mit fünf Wirkjahren.

Bilanz

Ausgeglichen · 0,52 alter Maßstab

Bilanz nach altem Maßstab. Für diese Bewertung liegt die Simulation der Bilanz 2.0 noch nicht vor. Die Kategorie kommt aus dem Anteil der Debatte auf der Pro-Seite (r).

Pro 43 · 52 % Contra 39 · 48 %
Größenklasse: klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 50 Mio. € pro Jahr. Woran diese Bewertung hängt: Rund 465 Mio € Miete im Jahr wandern unter dem Deckel von den Vermietern zu den Mietern, und die beiden schwersten Posten sind dieselbe Summe von zwei Seiten — wächst sie um die Hälfte, liegt die Maßnahme in fast allen statt gut acht von zehn Durchläufen vorn, fällt der Absenkungskanal ganz weg, in sechs. Was die Bilanz bewegt, sind die Gewichte: Der Euro der Mieterhaushalte zählt mit 1,3, der der Berliner Vermieter mit 0,8 — mehr als die 0,72 der privat geprägten Vermieterschaft anderswo, weil gut ein Drittel der erfassten Wohnungen landeseigenen Gesellschaften und Genossenschaften gehört. Mit 0,72 läge die Maßnahme in neun von zehn Durchläufen vorn, am unteren Rand der Spanne (0,6) in fast allen, am oberen (0,9) in sieben; zählt der Euro der Mieter mit 1,1 statt 1,3 und der der Vermieter mit 0,85, nur noch in drei. Verdoppelt sich der Verlust an Wohnwert durch aufgeschobene Instandhaltung, in knapp sieben. Seit dem 19. September zählt für Menschen, die am Ende der Umzugskette ohne angemessene Wohnung bleiben, der Grundbedarf — die Miete, die das Berliner Sozialrecht als angemessen anerkennt, rund 270 € je Person und Monat — statt eines Mischwerts von 500 €, der Grundbedarf und Komfort zusammenzog; das hat die Gegenseite um rund ein Zehntel verkleinert und die Maßnahme von gut sechs auf gut acht von zehn Durchläufen gehoben. Die angezeigte Kategorie folgt bis zur Umstellung weiter dem Verhältnis der Summen (0,52). Die Geltungsdauer ist auf fünf Jahre gesetzt; ein gerichtlicher Stopp nach 14 Monaten wie 2021 verkleinert alle Posten im selben Verhältnis und ändert die Bilanz nicht. Was er zusätzlich kostet — Nachforderungen bei Haushalten ohne Rücklage, Auszüge, Rückabwicklung, eine umsonst aufgebaute Behörde — ist mit einem Viertel Wahrscheinlichkeit gebucht, obwohl diese Bewertung eine Öffnung durch den Bund unterstellt; bei der Hälfte statt einem Viertel läge die Maßnahme weiterhin in gut acht von zehn Durchläufen vorn, bei einem sicheren Stopp mit dem oberen Rand des Schadens in acht. Der Posten ist zu klein, um die Bilanz zu bewegen; was ein Stopp wirklich kostet, ist die entgangene Wirkung, und die verkleinert beide Seiten gleich. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

13 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut +4

Argumente — Pro

3 Argumente

Fünf Jahre eingefrorene Mieten im Bestand

33von 100

Für rund 1,5 Mio Mietwohnungen wären die Mieten fünf Jahre eingefroren, überhöhte Mieten würden abgesenkt. Im Zehnjahresschnitt bleiben den Haushalten rund 365 Mio € im Jahr; ihr Euro zählt hier mit 1,3. Dasselbe Geld fehlt den Vermietern — das steht als eigenes Gegenargument.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 9,5Plausibilität 7
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Wert

Der Strom ist Geld, das bei den Mieterhaushalten bleibt. Bewertet wird er zum Geldmaßstab, gewichtet danach, wen er erreicht: Berliner Mieterhaushalte stehen überwiegend in den unteren drei Fünfteln der Einkommen, ein Deckel wirkt aber ohne Bedarfsprüfung und entlastet die Rentnerin in Kreuzberg ebenso wie den gut verdienenden Haushalt in derselben Straße. Deshalb zählt ihr Euro hier mit 1,3 — über dem Durchschnitt, aber deutlich unter dem Gewicht einer bedarfsgeprüften Leistung. Das Gewicht kommt allein aus dem Grenznutzen des Einkommens; was die Haushalte mit dem Geld anfangen, ist nicht bewertet. Wer nicht zahlt, sind die Vermieter; ihr Bein steht als eigenes Gegenargument mit dem Gewicht 0,8, und erst der Abstand beider Gewichte ist der Nettoeffekt. Der Verbleib in der Wohnung ist ein eigener Strom und steht in einem eigenen Argument. Der Wert ist mittel: ein Geldstrom, dessen Verteilungswirkung real, aber nicht zielgenau ist.

Impact

Der Mietspiegel 2026 weist einen Median von 7,71 €/m² netto kalt aus, 0,50 € mehr als zwei Jahre zuvor [2]. Bei 62 m² sind das rund 5.736 € Jahresmiete, über 1,5 Mio erfasste Wohnungen (Spanne: 1,3 bis 1,6 Mio) ein Mietvolumen von 8,6 Mrd € im Jahr [2]. Ohne Deckel steigen die Bestandsmieten mit 2,7 % im Jahr (Spanne: 2,0 bis 3,4 %); Vonovia setzt den neuen Mietspiegel mit im Schnitt 4,8 % über zwei Jahre um [7]. Unter dem Deckel wären die Mieten zwei Jahre eingefroren und stiegen danach höchstens mit 1,3 %, im Mittel 0,8 % im Jahr. Die Lücke wächst um 1,9 Prozentpunkte je Jahr und beträgt im Mittel der fünf Wirkjahre 5,7 % der Miete (Spanne: 3,6 bis 7,8 %), also rund 490 Mio € im Jahr. Dazu kommt der Absenkungsanspruch: 2020 lagen nach der Senatsschätzung rund 340.000 der 1,5 Mio Wohnungen über der Tabelle; angesetzt sind 700 € je Wohnung und Jahr (Spanne: 400 bis 1.500 €), zusammen rund 240 Mio €. In den Wirkjahren bleiben so rund 730 Mio € bei den Haushalten (Spanne: 450 bis 1.180 Mio €, aus den Spannen beider Kanäle), im Zehnjahresschnitt mit fünf Wirkjahren rund 365 Mio €. Gewichtet mit 1,3 sind das rund 475 Mio €, auf der Karte 9,5 Punkte — der größte Posten der Bewertung, und derselbe Betrag steht mit dem Gewicht 0,8 auf der Gegenseite. Der Impact ist hoch: Es sind sehr viele Haushalte, und pro Haushalt geht es um mehrere hundert Euro im Jahr.

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Erfasste Mietwohnungen Setzung, Spanne 1,3–1,6 Mio: der Mietspiegel erfasst 1,6 Mio, der Deckel von 2020 rund 1,5 Mio — Neubau und geförderte Wohnungen ausgenommen [2] 1,5 Mio Wohnungen
× Mietvolumen im Jahr Median des Mietspiegels 2026 [2] 7,71 €/m² × 62 m² × 12 Monate = 5.736 € je Wohnung 8,6 Mrd €
× Lücke zum Vergleichspfad im Mittel der fünf Wirkjahre ohne Deckel 2,7 % im Jahr (Spanne 2,0–3,4 %), unter dem Deckel im Mittel 0,8 % (zwei Nullrunden, dann 1,3 %); die Lücke wächst um 1,9 Punkte je Jahr, im Mittel der fünf Jahre 5,7 % (Spanne 3,6–7,8 %) [2][7] 5,7 % der Miete 490 Mio €
+ Absenkung überhöhter Mieten Senatsschätzung 2020: rund 340.000 Wohnungen über der Tabelle; 700 € je Wohnung und Jahr Setzung, Spanne 400–1.500 € 340.000 Wohnungen × 700 € 240 Mio €
= Miete, die in den Wirkjahren bei den Haushalten bleibt (Spanne 450–1.180) 730 Mio €
× Wirksame Jahre Befristung auf fünf Jahre, die Wahlperiode 2026–2031, im Zehnjahreszeitraum; derselbe Faktor auf beiden Seiten — ein gerichtlicher Stopp wie 2021 nach 14 Monaten steht als Szenario im Maßstabs-Hinweis, nicht in der Kette 5 von 10 365 Mio €
× Gewichtet nach Einkommen der Mieterhaushalte Setzung, Spanne 1,1–1,6: Berliner Mieterhaushalte, überwiegend untere drei Fünftel, ohne Bedarfsprüfung — Empfängerseite des Transfers; die Vermieterseite (0,8) steht in con-8 1,3 475 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 50 Mio € je Punkt 9,5
Score 9,5 Impact × 5 Wert × 7 Plausibilität ÷ 10 = 33 von 100

Plausibilität

Dass ein Mietenstopp die Mieten senkt, ist für Berlin gemessen: Das DIW findet für regulierte Wohnungen 7 bis 11 % niedrigere Angebotsmieten als für unregulierte, in einem Differenz-von-Differenzen-Vergleich der Zeit vor und nach dem 23. Februar 2020 [3]. Für den Bestand ist der Stopp zudem eine Rechtsfolge: Wo das Gesetz gilt, darf die Miete nicht steigen, und 2020 hielten sich die Vermieter nahezu vollständig daran [3]. Verglichen wird mit einer Welt, in der die Mieten weiter mit dem Mietspiegel steigen; die Störgröße ist der Vergleichspfad selbst — zwischen 2,0 und 3,4 % im Jahr liegt der Faktor zwei [2][7] —, und sie steckt in der Spanne der Größe, nicht in der Plausibilität. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Offen ist die Reichweite: Wie viele Wohnungen ein neues Gesetz erfasst, hängt von den Ausnahmen für Neubau und geförderte Wohnungen ab. Der Absenkungskanal beruht auf einer Senatsschätzung von 2020 und wurde nie zu Ende vollzogen, weil das Gesetz vorher fiel [1]. Die Wirkung setzt nur ein, wenn der Bund den Weg öffnet; das ist eine Annahme dieser Bewertung, kein Befund, und wie lange das Gesetz gilt, ist als Geltungsdauer in der Größe gesetzt. Dass die Entlastung in der angesetzten Größe eintritt, trifft in etwa sieben von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: Die Richtung ist für Berlin gemessen und rechtlich zwingend, die Größe hängt an Reichweite und Vergleichspfad.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 7 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: Bestandsmieten steigen mit dem Mietspiegel weiter (2,7 % im Jahr, Spanne 2,0–3,4 [2][7]). Design: definitorisch — Mietenstopp und Absenkungsanspruch sind Rechtsfolgen des Gesetzes, die Höhe aus Reichweite × Miete × Lücke; der Preiseffekt ist zusätzlich quasi-experimentell gemessen (DIW Differenz-von-Differenzen [3]). Empfängerbein des Transfers Vermieter → Mieter, Geberbein in con-8. Störgröße: Vergleichspfad und Reichweite — beide in der Spanne von I, nicht in P. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Niedrigere Mieten bei Wiedervermietung

9,3von 100

Der Mietsprung beim Mieterwechsel entfällt weitgehend: rund 105.000 laufende Verträge im Jahresmittel zahlen etwa 9 % weniger, zusammen rund 100 Mio € im Jahr. Das ist der am besten gemessene Effekt der Berliner Episode. Wie viele Verträge zustande kommen, hängt an derselben Angebotsreaktion wie das Gegenargument zu den Suchenden.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 2,7Plausibilität 7
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Wert

Auch hier geht es um Geld, das von Vermietern zu Mietern wandert. Empfänger sind Haushalte, die neu einziehen, also überdurchschnittlich oft jüngere Menschen und Zuziehende ohne Bestandsvertrag. Sie zahlen heute die höchsten Mieten der Stadt und sind die am stärksten belastete Gruppe im Mietmarkt; ihr Euro zählt wie im ersten Argument mit 1,3 — dasselbe Gewicht auf allen Mietströmen dieser Bewertung, hergeleitet aus dem Grenznutzen des Einkommens. Die Vermieterseite steht mit 0,8 im Gegenargument. Wer keine Wohnung findet, taucht in diesem Argument nicht auf, sondern im Gegenargument zum Angebotsrückgang. Der Wert ist mittel: ein Geldstrom an eine Gruppe mit überdurchschnittlicher Belastung.

Impact

Beim Mieterwechsel entsteht heute der größte Sprung: Im Bestand werden im Mittel 14,48 €/m² verlangt, fast doppelt so viel wie der Mietspiegel-Median von 7,71 €/m² [2][6]. Bei 62 m² sind das rund 10.770 € im Jahr statt 5.736 €. Unter dem Deckel gilt für die Wiedervermietung eine Tabelle, der Sprung entfällt weitgehend. Bei 1,5 Mio erfassten Wohnungen und 8 % Fluktuation (Spanne: 6 bis 10 %) gäbe es 120.000 Wechsel im Jahr; ein Teil davon findet unter dem Deckel nicht mehr statt, weil weniger Wohnungen angeboten werden — angesetzt sind 70 % (Spanne: 55 bis 80 %), also 84.000 Verträge je Wirkjahr. Die Verträge aus fünf Wirkjahren sammeln sich an, im Zehnjahresmittel sind es rund 105.000 laufende Verträge (Spanne: 84.000 bis 170.000). Je Vertrag sinkt die Miete um etwa 9 %, also gut 970 € im Jahr, was dem für Berlin gemessenen Bereich von 7 bis 11 % entspricht [3]. Zusammen rund 100 Mio € im Jahr (Spanne: 80 bis 125 Mio €), gewichtet mit 1,3 rund 133 Mio € — auf der Karte 2,65 Punkte, gut ein Viertel des Bestandsarguments. Der Impact ist mittel: Der Effekt je Vertrag ist deutlich, aber er erreicht nur die Haushalte, die tatsächlich umziehen.

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120.000 Verträge
Wiedervermietungen ohne Deckel je Jahr
[2]
× 70 % Setzung, Spanne 55–80 %: gekoppelt an den Angebotsrückgang von 30 % im Gegenargument zu den Suchenden
84.000 Verträge
Davon unter dem Deckel zustande kommend
× 1,25 Jahrgänge: Verträge aus fünf Wirkjahren, je zur Jahresmitte geschlossen (0,5 + 1,5 + … + 4,5 = 12,5 Vertragsjahre) ÷ 10 Jahre Setzung, Spanne 1,0–2,0: nach dem Ende holt die Kappungsgrenze die Miete nur schrittweise zurück
105.000 Verträge
Laufende Verträge im Zehnjahresmittel
× 9 % von 10.770 € (14,48 €/m² × 62 m² × 12) = 970 € gemessen 7–11 % für Berlin (Spanne 80–125 Mio €)
102 Mio €
Minderung je Vertrag und Jahr
× 1,3 dasselbe Gewicht wie im ersten Pro-Argument; Vermieterseite (0,8) in con-8
133 Mio €
Gewichtet nach Einkommen der Neumieter
÷ 50 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
2,65
Normalised Impact
Score 2,65 Impact × 5 Wert × 7 Plausibilität ÷ 10 = 9,3 von 100

Plausibilität

Der Preiseffekt bei Neuverträgen ist die am besten gemessene Größe der ganzen Berliner Episode: Das DIW vergleicht regulierte mit unregulierten Wohnungen vor und nach dem 23. Februar 2020 und findet 7 bis 11 % niedrigere Angebotsmieten [3]. Die Tabellenmiete ist zudem eine Rechtsfolge des Gesetzes. Verglichen wird mit dem heutigen Mieterwechsel zur Angebotsmiete; die Störgröße ist die Verlagerung ins möblierte und unregulierte Segment, die das DIW über das unregulierte Segment selbst abfängt. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Unsicherheit liegt in der Größe: Wie viele Verträge unter dem Deckel überhaupt zustande kommen, hängt an derselben Angebotsreaktion, die das Gegenargument zu den Suchenden trägt — fällt das Angebot stärker, sinkt dieses Pro und steigt jenes Contra; das steckt in der Spanne. Die Tabellenwerte eines neuen Gesetzes sind nicht bekannt und könnten großzügiger ausfallen als 2020. Dass die Entlastung der Neumieter in der angesetzten Größe eintritt, trifft in etwa sieben von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: Der Preiseffekt ist gemessen, die Zahl der Verträge hängt an einer strittigen Angebotsreaktion.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 7 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: Wiedervermietung zur Angebotsmiete von 14,48 €/m² im Bestand [6]. Design: definitorisch — die Tabellenmiete bei Wiedervermietung ist Rechtsfolge, der Preiseffekt quasi-experimentell gemessen (DIW Differenz-von-Differenzen, 7–11 % [3]); Empfängerbein des Transfers, Geberbein in con-8. Störgröße: Zahl der zustande kommenden Verträge (Angebotsreaktion, Setzung 70 %) — in der Spanne von I. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Verdrängungsschutz für Bestandsmieter

0,4von 100

Ein Mietenstopp nimmt für fünf Jahre den Kostendruck, der Haushalte zum Auszug bewegt. Angesetzt sind rund 1.000 vermiedene Auszüge je Wirkjahr, jeder so bewertet, als bliebe der Haushalt sonst ein Jahr ohne angemessene Wohnung. Die Zahl ist geschätzt, weil Auszüge nach Mieterhöhung nirgends erhoben werden.

Wert 7,5 · WohnsicherheitImpact 0,1Plausibilität 5,5
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Wert

Es geht um Menschen, die in ihrer Wohnung und in ihrem Viertel bleiben. Ein erzwungener Umzug bedeutet in einem Markt mit 15,78 €/m² Angebotsmiete meist den Wechsel in eine kleinere Wohnung, in eine andere Lage oder ins Umland [6]. Für ältere Menschen bricht damit das gewachsene Umfeld weg, für Familien der Schulweg. Der Verbleib in der Wohnung ist ein Gut der Teilhabe und der Wohnungsversorgung, nicht des Geldes; deshalb steht der Strom über dem Geldmaßstab und unter der Existenzstufe, die erst der Wohnungsverlust ohne Ersatz erreicht. Den erleidet ein kleiner Teil: Angesetzt ist, dass einer von zwanzig erzwungenen Auszügen in der Wohnungslosigkeit endet, und weil ein solches Jahr fast viermal so schwer wiegt wie ein Jahr in einer zu kleinen Wohnung, trägt dieser Teil knapp ein Drittel des Postens. Der Wert liegt deshalb eine halbe Stufe über dem bloßen Umzug. Wie viele Haushalte es trifft, sagt die Größe, nicht der Wert. Der Mietsprung nach dem Ende des Deckels ist die Spiegelseite und steht als eigenes Gegenargument auf derselben Stufe. Der Wert ist hoch: Es geht um den Verbleib in der eigenen Wohnung, für wenige um das Dach über dem Kopf.

Impact

Wer eine Wohnung hat und sie halten will, ist unter einem Mietenstopp fünf Jahre lang sicher vor Erhöhungen. In Berlin wurden 2024 2.211 Wohnungen zwangsgeräumt, bei mehr als 7.500 Räumungsklagen [10] — das ist nur der gerichtliche Rand; Haushalte, die nach einer Erhöhung wegziehen, weil die Miete nicht mehr passt, zählt keine Statistik. Angesetzt sind 5.000 kostenbedingte Auszüge im Jahr (Spanne: 2.000 bis 10.000), von denen der Deckel ein Fünftel verhindert (Spanne: 10 bis 40 %), weil nur die Auszüge zählen, die eine Erhöhung um 2,7 % im Jahr auslöst — Mietschulden aus anderen Gründen und Eigenbedarf bleiben. Das sind 1.000 Haushalte je Wirkjahr, im Zehnjahresschnitt 500, mit je 2,0 Personen. Der vermiedene Auszug ist so bewertet, als bliebe der Haushalt sonst ein Jahr ohne angemessene Wohnung (Spanne: ein halbes bis zwei Jahre), bewertet mit dem Grundbedarf — der Miete, die das Berliner Sozialrecht als angemessen anerkennt, rund 270 € je Person und Monat [15]. Für einen von zwanzig Haushalten (Spanne: 2 bis 10 %) endet der Auszug nicht in einer schlechteren Wohnung, sondern in der Wohnungslosigkeit: Nach einem Räumungsurteil steigt die Wahrscheinlichkeit einer Notunterkunft auf mehr als das Dreifache [16], und wer die Wohnung einmal verloren hat, kommt schwer zurück — angesetzt sind zwei Jahre (Spanne: eins bis vier), jedes so schwer wie die Unterbringung, die das Land dann bezahlt, plus das entgangene Wohnen. Auf der Karte sind das 0,09 Punkte — rund ein Hundertstel des Bestandsarguments. Der Geldbetrag steckt bereits im ersten Argument; hier zählt allein, dass Menschen in ihrer Wohnung bleiben. Der Impact ist klein: wenige hundert Haushalte im Jahr, für die einzelnen aber eine große Sache.

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Kostenbedingte Auszüge in Berlin je Jahr Setzung, Spanne 2.000–10.000: 2.211 Zwangsräumungen und über 7.500 Räumungsklagen 2024 sind nur der gerichtliche Rand, Auszüge nach einer Mieterhöhung zählt keine Statistik [10] 5.000 Haushalte
× Davon durch den Mietenstopp verhindert Setzung, Spanne 10–40 %: nur Auszüge, die eine Erhöhung um 2,7 % im Jahr auslöst — Mietschulden aus anderen Gründen und Eigenbedarf bleiben 20 % 1.000 Haushalte
× Wirksame Jahre Befristung auf fünf Jahre, die Wahlperiode 2026–2031, im Zehnjahreszeitraum; derselbe Faktor auf beiden Seiten — ein gerichtlicher Stopp wie 2021 nach 14 Monaten steht als Szenario im Maßstabs-Hinweis, nicht in der Kette 5 von 10 500 Haushalte
× Menschen je Haushalt 2,0 1.000 Personen
× Zeit ohne angemessene Wohnung, die der Auszug gekostet hätte Setzung, Spanne 0,5–2 Jahre: kleinere Wohnung, andere Lage oder Umland, bis wieder etwas Passendes gefunden ist 1 Jahr 1.000 Personenjahre
× Grundbedarf Wohnen für die 95 %, die schlechter, aber nicht wohnungslos unterkommen Anker Grundbedarf Wohnen, Berliner Wert: Richtwert der AV Wohnen für zwei Personen, 543,40 € Bruttokaltmiete im Monat, je Person rund 270 € — was das Berliner Sozialrecht als angemessene Miete anerkennt. Was eine Wohnung darüber hinaus wert ist, zählt hier nicht [15] 950 Personenjahre × 3.260 € 3,1 Mio €
+ Wohnungslosigkeit für 5 % der Haushalte Setzung 5 % (Spanne 2–10 %): Ein Räumungsurteil erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Notunterkunft im ersten Jahr um 3,4 Prozentpunkte, mehr als das Dreifache des Ausgangsniveaus — gemessen in New York und Chicago, für Berlin nicht erhoben. Setzung 2 Jahre (Spanne 1–4): Wer die Wohnung einmal verloren hat, kommt schwer zurück. Anker Wohnungslosigkeit, Berliner Wert: Unterbringung rund 770 € je Bett und Monat plus der entgangene Grundbedarf [16] 1.000 Personen × 5 % × 2 Jahre × 12.500 € 4,35 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 50 Mio € je Punkt 0,09
Score 0,09 Impact × 7,5 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,4 von 100

Plausibilität

Dass eingefrorene Mieten Umzüge aus Kostengründen verhindern, folgt unmittelbar aus dem Mechanismus; verglichen wird mit einer Welt, in der die Bestandsmieten weiter mit dem Mietspiegel steigen. Gemessen ist die Kette für Berlin nirgends, weder 2020 noch danach — die Fallzahl ist aus dem Bestandsanteil und den Räumungszahlen geschätzt [10], und die Störgröße sind die Auszüge, die ohnehin stattgefunden hätten (Eigenbedarf, Mietschulden aus anderen Gründen), die der Ansatz von einem Fünftel abzieht. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Gegen den Effekt spricht, dass der Deckel nach fünf Jahren ausläuft und der Druck dann gebündelt zurückkehrt; dieser Gegeneffekt ist als eigenes Contra gebucht und senkt hier nicht. Auch bleibt die Kündigung wegen Eigenbedarf möglich, sie wird vom Mietpreisrecht nicht berührt. Dass der Deckel Auszüge in nennenswerter Zahl verhindert, trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall zu. Die Plausibilität ist mittel: klarer Mechanismus, keine Messung der Fallzahl.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6

Kontrafaktum: Bestandsmieten steigen weiter, ein Teil der Haushalte zieht nach der Erhöhung aus. Design: mechanistisch — Wirkungskette Mietenstopp → keine kostenbedingten Auszüge, kein gemessenes Glied für Berlin; Deckel 6,0. Störgröße: Auszüge aus anderen Gründen (Eigenbedarf, Mietschulden), über den Anteil von einem Fünftel abgezogen. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Argumente — Contra

10 Argumente · Top 3 angezeigt

Entgangene Mieteinnahmen der Vermieter

26von 100

Was die Haushalte unter dem Deckel weniger zahlen, fehlt den Vermietern: rund 365 Mio € im Jahr aus dem Bestand und 100 Mio € aus der Wiedervermietung. Bei den Berliner Vermietern — landeseigene Gesellschaften, Genossenschaften, Wohnungsunternehmen und private Vermieterhaushalte — zählt der Euro mit 0,8: die Kehrseite der beiden Pro-Argumente, dasselbe Geld auf der anderen Seite des Vertrags.

Wert 5 · MieteinnahmenImpact 7,5Plausibilität 7
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Wert

Betroffen sind die Vermieter der rund 1,5 Mio erfassten Wohnungen: private Vermieterhaushalte, die überwiegend im oberen und vierten Fünftel der Einkommen stehen, daneben Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und die sechs landeseigenen Gesellschaften. Für sie ist es entgangenes Einkommen, kein Verlust an Substanz — die Wohnung bleibt, nur der Ertrag fällt kleiner aus. Ein Euro, der einem Haushalt im oberen Fünftel fehlt, wiegt leichter als derselbe Euro beim knappen Budget eines Mieterhaushalts; deshalb zählt er hier mit 0,8 — in Berlin gehört gut ein Drittel der Mietwohnungen landeseigenen Gesellschaften und Genossenschaften, deren Euro voll zählt, was den Mix über die 0,72 der privat geprägten Vermieterschaft anderswo hebt —, und genau dieser Abstand zu 1,3 macht aus der Umschichtung einen Nettoeffekt. Das Gewicht kommt aus dem Grenznutzen des Einkommens der Vermieter; ob sie das Geld für Instandhaltung oder Neubau verwendet hätten, ist hier nicht bewertet, sondern steht als eigenes Argument. Der Wert ist mittel: Geld zum Nennwert, gewichtet danach, wem es fehlt — Vermieter stehen im Schnitt über dem Median.

Impact

Der Deckel schafft kein Geld, er verschiebt es: Was die Mieter weniger zahlen, nehmen die Vermieter weniger ein. Aus dem ersten Pro-Argument sind das im Zehnjahresschnitt rund 365 Mio € im Jahr — 1,5 Mio Wohnungen, deren Miete fünf Jahre lang 5,7 % unter dem Vergleichspfad liegt, plus 340.000 abgesenkte Mieten (Spanne: 225 bis 590 Mio €) [2][3][7] —, aus dem zweiten rund 100 Mio € aus 105.000 gedeckelten Wiedervermietungen (Spanne: 80 bis 125 Mio €) [3][6]. Zusammen rund 467 Mio € entgangene Mieteinnahmen im Jahr (Spanne: 305 bis 715 Mio €). Bei den Vermietern zählt der Euro mit 0,8 (Spanne: 0,6 bis 0,9): rund 25 % der erfassten Wohnungen gehören den landeseigenen Gesellschaften, rund 12 % Genossenschaften, ein weiterer Teil großen privaten Wohnungsunternehmen — bei allen dreien zählt der Euro voll —, der Rest privaten Kleinvermietern, überwiegend im oberen und vierten Fünftel der Einkommen (0,6). Gewichtet sind das rund 374 Mio €, auf der Karte 7,5 Punkte gegen 9,5 und 2,65 auf der Pro-Seite. Das ist die Zahlerseite desselben Stroms; der Nettoeffekt beider Seiten ist der Abstand der Gewichte, rund 0,5 je Euro. Mit den 0,72 der privat geprägten Vermieterschaft anderswo läge das Bein bei 6,7 Punkten; das steht als Szenario im Maßstabs-Hinweis. Der Impact ist hoch: Es ist derselbe Betrag wie bei den beiden Pro-Argumenten, nur bei Empfängern, bei denen der Euro leichter wiegt.

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Miete, die Bestandshaushalte weniger zahlen Spanne 225–590 Mio € [2][3][7] aus dem ersten Pro-Argument: 730 Mio € je Wirkjahr × 5 von 10 Jahren 365 Mio €
+ Miete, die Neumieter bei Wiedervermietung weniger zahlen Spanne 80–125 Mio € [3][6] aus dem zweiten Pro-Argument: 105.000 Verträge × 970 € 102 Mio €
= Entgangene Mieteinnahmen im Jahr (Spanne 305–715) 467 Mio €
× Gewichtet nach Einkommen der Vermieter Setzung, Spanne 0,6–0,9, aus der Berliner Vermieterstruktur: rund 25 % landeseigene Gesellschaften (1), rund 12 % Genossenschaften (1), große private Wohnungsunternehmen (1), private Kleinvermieter (0,6) — Zahlerseite; die Empfängerseite (1,3) steht in den beiden Pro-Argumenten 0,8 374 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 50 Mio € je Punkt 7,48
Score 7,48 Impact × 5 Wert × 7 Plausibilität ÷ 10 = 26 von 100

Plausibilität

Die Rechnung ist die Kehrseite der beiden Pro-Argumente und steht auf denselben Belegen: Der Mietenstopp im Bestand ist eine Rechtsfolge, der Preiseffekt hat das DIW im Differenz-von-Differenzen-Vergleich der Zeit vor und nach dem 23. Februar 2020 gemessen [3]. Verglichen wird mit weiter steigenden Mieten; die Störgröße ist der Vergleichspfad, und sie steckt in der Spanne. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Auch der Zweifel ist derselbe: Wie viele Wohnungen ein neues Gesetz erfasst und wie viele Wiedervermietungen unter dem Deckel stattfinden, bewegt beide Seiten gleich. Wo Vermieter unter dem Deckel Instandhaltung sparen, ist das kein Abzug hier, sondern ein eigenes Gegenargument. Dass die Vermieter Einnahmen in der angesetzten Größe verlieren, trifft in etwa sieben von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: dieselbe Beleglage wie bei den Pro-Argumenten, dieselbe Unsicherheit über die Reichweite.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 7 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: Mieten steigen weiter mit dem Mietspiegel, Wiedervermietung zur Angebotsmiete. Design: definitorisch — Geberbein der Transfers aus pro-1 und pro-2 (Buchungsidentität), Höhe wie dort; Preiseffekt quasi-experimentell gemessen (DIW [3]). Störgröße: Reichweite und Vergleichspfad — in der Spanne, geteilt mit den Pro-Beinen. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Aufgeschobene Instandhaltung und Sanierung

4,1von 100

Eingefrorene Mieten senken die Investitionsbereitschaft, vor allem bei energetischer Sanierung. Angesetzt sind rund 100 € Verlust an Wohnwert je Wohnung und Wirkjahr, im Zehnjahresschnitt 75 Mio €. Die Richtung ist belegt, die Größe geschätzt und von Zinsen und Baukosten überlagert.

Wert 6 · WohnqualitätImpact 1,5Plausibilität 4,5
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Wert

Betroffen sind die Bewohner selbst: kalte Räume, alte Fenster, aufgeschobene Heizungserneuerung. Dazu kommt der Energieverbrauch, der bei verzögerter Sanierung länger hoch bleibt und die Klimabilanz der Stadt belastet. Beides wirkt über Jahre und betrifft sehr viele Haushalte, ohne an die Existenz zu gehen. Deshalb steht der Strom auf der Stufe der Systeme und des Wohlstands. Das Geld, das die Vermieter dabei sparen, ist hier nicht gegengerechnet — es steht ihnen nicht als Gewinn zu Buche, weil es die Wohnung entwertet, die sie behalten. Der Wert ist mittel bis hoch: Wohnqualität und Energieverbrauch, dauerhaft und breit.

Impact

Wenn die Miete fünf Jahre nicht steigen darf, sinkt die Bereitschaft, in den Bestand zu investieren, besonders bei großen energetischen Vorhaben. Das ifo-Institut misst für Berlin bereits heute eine deutlich geringere Bau- und Sanierungstätigkeit größerer Anbieter als in vergleichbaren Städten [5]. Betroffen wären die 1,5 Mio erfassten Wohnungen. Übliche Instandhaltung kostet rund 700 € je Wohnung und Jahr; angesetzt ist ein Rückgang um 30 %, von dem die Hälfte nachholbar ist und nicht jeder unterlassene Euro verlorener Wohnwert ist — zusammen rund 100 € Verlust an Wohnwert je Wohnung und Wirkjahr (Spanne: 30 bis 200 €), also 150 Mio € je Wirkjahr und im Zehnjahresschnitt 75 Mio €, auf der Karte 1,5 Punkte. Wer fünf Jahre nicht streicht, streicht im sechsten; nicht aufholbar ist die verzögerte energetische Sanierung, weil in der Zwischenzeit weiter geheizt wird. Der Impact ist mittel: viele Wohnungen, moderate Wirkung pro Wohnung, teilweise nachholbar.

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1,5 Mio Wohnungen
Erfasste Mietwohnungen
[2]
× 100 € Setzung, Spanne 30–200 €: rund 30 % weniger von 700 € üblicher Instandhaltung, die Hälfte nachholbar, nicht jeder unterlassene Euro verlorener Wohnwert
150 Mio €
Verlust an Wohnwert je Wohnung und Wirkjahr
[5]
× 5 von 10 Befristung auf fünf Jahre, die Wahlperiode 2026–2031, im Zehnjahreszeitraum; derselbe Faktor auf beiden Seiten — ein gerichtlicher Stopp wie 2021 nach 14 Monaten steht als Szenario im Maßstabs-Hinweis, nicht in der Kette
75 Mio €
Wirksame Jahre
÷ 50 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,5
Normalised Impact
Score 1,5 Impact × 6 Wert × 4,5 Plausibilität ÷ 10 = 4,1 von 100

Plausibilität

Die Richtung ist mehrfach belegt, für Berlin und international, unter anderem über den umgekehrten Fall: Nach dem Ende der Mietkontrolle in Cambridge stiegen die Bauinvestitionen deutlich. Verglichen wird mit der heutigen Instandhaltung unter Mietspiegel-Steigerungen; das ifo-Institut stellt Berlin vergleichbaren Städten gegenüber, trennt aber die Wirkung des Mietendeckels nicht sauber von Zinsen, Baukosten und der Enteignungsdebatte [5] — das ist die Störgröße, und sie ist nicht behandelt. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Getragen ist die Richtung, ungedeckt das mengentragende Glied: Wie viel Wohnwert 100 € unterlassene Instandhaltung je Wohnung tatsächlich kosten, hat niemand gemessen. Deshalb ist dieses Argument der schwächste Punkt der Contra-Seite, obwohl sein Mechanismus unstrittig ist; es trifft in etwa vier bis fünf von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist niedrig bis mittel: Richtung belegt, Größe geschätzt, Ursachen vermischt.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 5 identifikation: Kontrolliert · Stufen-Deckel 7 befundband: Deckungslücke · P 4,5

Kontrafaktum: Instandhaltung und Sanierung unter weiter steigenden Mieten. Design: kontrolliert — ifo-Vergleich Berlins mit ähnlichen Städten [5], ohne identifizierten Trägerparameter für die Menge; Deckel 7,0, der bestehende Deckel 5 bindet. Störgröße: Zinsen, Baukosten und Enteignungsdebatte, nicht getrennt. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Befundleiter: Richtung gestützt (ifo für Berlin [5], Cambridge im umgekehrten Fall), das mengentragende Glied — Wohnwertverlust je unterlassenem Instandhaltungs-Euro — ist ungedeckt; gleicher Ergebnisbegriff: Zustand der Wohnungen, nicht Renditen; Rückleseprobe: vier bis fünf von zehn Fällen; Ledger-Test: der Marktaustritt steht als eigenes Argument und senkt hier nicht.

Offen: Eine Auswertung der Instandhaltungsausgaben oder Modernisierungsquoten gedeckelter gegen ausgenommene Bestände 2020/21 würde P auf bis zu 5,5 heben.

Wohnungen verlassen den Mietmarkt dauerhaft

2,5von 100

Rund 1,5 % des erfassten Bestands dürften dauerhaft aus der Vermietung ausscheiden, etwa 22.500 Wohnungen — verkauft an Selbstnutzer oder umgewandelt. Am Ende der Umzugskette fehlt bei rund einem Drittel davon eine Wohnung. Anders als die übrigen Effekte endet dieser nicht mit dem Auslaufen des Gesetzes.

Wert 6 · WohnungsversorgungImpact 0,7Plausibilität 6
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Wert

Der Strom trifft künftige Mieterhaushalte über ein dauerhaft kleineres Angebot: eine Wohnung, die aus der Vermietung geht, fehlt denen, die später suchen. Bewertet wird nicht der Preiseffekt — der steht in den Mietströmen —, sondern die Wohnung als Naturalie: der Haushalt, der am Ende der Umzugskette ohne angemessene Wohnung bleibt. Das ist ein Gut der Wohnungsversorgung und steht auf der Stufe der Systeme und des Wohlstands. Besonders ist allein die Dauerhaftigkeit: Anders als die übrigen Effekte endet dieser nicht mit dem Gesetz. Der Wert ist mittel bis hoch: Wohnungsversorgung mit langem Nachlauf.

Impact

Ein Teil der Eigentümer verkauft an Selbstnutzer oder wandelt in Eigentumswohnungen um, statt weiter zu vermieten. In Berlin stiegen die Kaufannoncen mit dem Inkrafttreten des Deckels deutlich und fielen nach seiner Aufhebung wieder [4]. Angesetzt sind 1,5 % des erfassten Bestands (Spanne: 0,5 bis 3 %), also rund 22.500 Wohnungen, die bis zum Ende der fünf Wirkjahre dem Mietsegment verloren gehen und danach fehlen bleiben — im Mittel des Zehnjahreszeitraums 18.000. Nicht jede davon fehlt dem Wohnen: Wo ein Mieter kauft oder der Käufer selbst eine Mietwohnung frei macht, geht die Kette auf; bei Zweitwohnungen, Leerstand und Käufern von außerhalb steht am Ende ein Haushalt ohne Wohnung — angesetzt bei einem Drittel (Spanne: 15 bis 60 %), also 5.400 Wohnungen mit je 2,0 Personen. Bewertet ist dabei der Grundbedarf — die Miete, die das Berliner Sozialrecht als angemessen anerkennt, rund 270 € je Person und Monat [15]; die entzogenen Wohnungen bleiben genutzt, nur das Angemessene fehlt denen am Ende der Kette. Auf der Karte sind das 0,7 Punkte, etwas mehr als der Angebotsrückgang während der Laufzeit. Der Impact ist mittel: wenige Prozent des Bestands, aber mit dauerhafter Wirkung.

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1,5 Mio Wohnungen
Erfasste Mietwohnungen
[2]
× 1,5 % Setzung, Spanne 0,5–3 %: Kaufannoncen stiegen 2020 mit dem Deckel und fielen nach der Aufhebung; die Befristung macht den Ausstieg weniger attraktiv, der Umwandlungsschutz dämpft
22.500 Wohnungen
Anteil, der dauerhaft aus der Vermietung geht
× 0,8 Rückzug gleichmäßig über die fünf Wirkjahre, danach bleibt der Bestand weg: (1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 5 × 5) ÷ 10 ÷ 5
18.000 Wohnungen
Im Mittel des Zehnjahreszeitraums fehlend
× 30 % Setzung, Spanne 15–60 %: kaufende Mieter und Käufer aus Mietwohnungen netto null; Zweitwohnungen, Leerstand und Käufer von außerhalb ganz verloren
5.400 Wohnungen
Davon fehlt am Ende der Umzugskette eine Wohnung
× 2,0
10.800 Personenjahre
Menschen je Wohnung
× 3.260 € je Person und Jahr Anker Grundbedarf Wohnen, Berliner Wert: Richtwert der AV Wohnen für zwei Personen, 543,40 € Bruttokaltmiete im Monat, je Person rund 270 € — was das Berliner Sozialrecht als angemessene Miete anerkennt. Was eine Wohnung darüber hinaus wert ist, zählt hier nicht
35,2 Mio €
Grundbedarf Wohnen
÷ 50 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,7
Normalised Impact
Score 0,7 Impact × 6 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 2,5 von 100

Plausibilität

Die Richtung ist für Berlin beobachtet: Das ifo-Institut vergleicht die Berliner Kauf- und Mietinserate mit denen ähnlicher Städte vor und nach Februar 2020 und findet mit dem Deckel deutlich mehr Verkaufsangebote [4]; verglichen wird mit dem laufenden Rückgang des Mietbestands durch Umwandlung, der auch ohne Deckel stattfindet. Die Störgröße ist die Rechtsunsicherheit von 2020, die den Ausstieg damals zusätzlich trieb; sie ist im niedrigen Ansatz von 1,5 % berücksichtigt. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Größe stammt aus internationaler Evidenz zu dauerhafter Mietkontrolle [12] und ist mit Vorsicht übertragen: Eine auf fünf Jahre befristete Regelung macht den endgültigen Ausstieg weniger attraktiv, und der Umwandlungsschutz in sozialen Erhaltungsgebieten dämpft. Dass Wohnungen in nennenswerter Zahl dauerhaft ausscheiden, trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: beobachtete Richtung, übertragene Größe.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 7 identifikation: Quasi-experimentell · Stufen-Deckel 8

Kontrafaktum: Umwandlung und Verkauf im laufenden Tempo, Vergleichsstädte. Design: quasi-experimentell — ifo-Vergleich der Berliner Inserate mit ähnlichen Städten vor und nach Februar 2020 [4], San Francisco als Präzedenz für den dauerhaften Abzug [12]; Deckel 8,0, der bestehende Deckel 7 bindet. Störgröße: Rechtsunsicherheit 2020, im Ansatz von 1,5 % abgeschlagen. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Wer sucht, findet keine reguläre Mietwohnung

2,1von 100

Nach dem Deckel von 2020 halbierte sich die Zahl der Mietangebote in Berlin. Für eine rechtssichere Regelung bleiben rund 30 % Rückgang, also 36.000 Verträge je Wirkjahr, die nicht zustande kommen — und Haushalte, die ein Vierteljahr länger ohne angemessene Wohnung bleiben. Der Schaden trifft Wohnungssuchende, nicht die Bewohner der gedeckelten Wohnungen.

Wert 6 · WohnungsversorgungImpact 0,6Plausibilität 6
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Wert

Der Strom trifft Wohnungssuchende, also Menschen ohne Vertrag und ohne Stimme in der Mieterschutzdebatte. Bewertet wird nicht Geld und nicht Zeit — beides steht in eigenen Argumenten —, sondern der Zugang zu einer angemessenen Wohnung: der Haushalt, der länger in der zu kleinen Wohnung, bei den Eltern oder im Umland bleibt. Das ist ein Gut der Wohnungsversorgung und steht auf der Stufe der Systeme und des Wohlstands, über dem Geldmaßstab. Ein Aufschlag auf die Existenzstufe wäre nur begründbar, wenn Wohnungslosigkeit die Regelfolge wäre; das ist nicht gezeigt. Der Wert ist mittel bis hoch: entgangene Wohnversorgung, für einen begrenzten Zeitraum.

Impact

Nach dem Inkrafttreten des Deckels 2020 fiel die Zahl der Mietannoncen in Berlin von über 600 auf rund 300 pro Woche [3]. Das ifo-Institut misst für die Spitze einen Rückgang von bis zu 60 % gegenüber vergleichbaren Städten [4]. Ein Teil davon geht auf die damalige Rechtsunsicherheit zurück, ein weiterer auf die Verlagerung in private Netzwerke, die in Inseratsdaten nicht sichtbar sind. Zerlegt man beides heraus, bleibt für eine rechtssichere Regelung ein Rückgang von rund 30 % des verfügbaren Angebots (Spanne: 20 bis 45 %). Von 120.000 Wiedervermietungen im Jahr kommen so 36.000 je Wirkjahr nicht zustande — dieselben, die im zweiten Pro-Argument fehlen. Die Suchenden bleiben ein Vierteljahr länger ohne angemessene Wohnung (Spanne: ein bis sechs Monate), in einem Markt, der 2025 nur 11.027 Fertigstellungen hatte [9]; wer ins möblierte Segment oder ins Umland ausweicht und dort mehr zahlt, steht im Gegenargument zu den Mieten außerhalb des Deckels. Im Zehnjahresschnitt sind das 9.000 Personenjahre ohne angemessene Wohnung, jedes bewertet mit dem Grundbedarf — der Miete, die das Berliner Sozialrecht als angemessen anerkennt, rund 270 € je Person und Monat [15] —, auf der Karte 0,59 Punkte. Der Impact ist mittel: Der Rückgang ist groß, trifft aber Suchende statt Bewohner, und die Wohnungen verschwinden nicht, sie werden anders vergeben.

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120.000 Verträge
Wiedervermietungen ohne Deckel je Jahr
[2]
× 30 % Setzung, Spanne 20–45 %: Inserate halbiert, ifo bis −60 %; abzüglich Rechtsunsicherheit und Verlagerung in Netzwerke
36.000 Verträge
Rückgang des regulären Angebots
× 5 von 10 Befristung auf fünf Jahre, die Wahlperiode 2026–2031, im Zehnjahreszeitraum; derselbe Faktor auf beiden Seiten — ein gerichtlicher Stopp wie 2021 nach 14 Monaten steht als Szenario im Maßstabs-Hinweis, nicht in der Kette
18.000 Verträge
Wirksame Jahre
× 2,0
36.000 Personen
Menschen je Haushalt
× 0,25 Jahre Setzung, Spanne 0,1–0,5 Jahre: länger in der zu kleinen Wohnung, bei den Eltern oder im Umland; wer ins möblierte Segment ausweicht, steht in con-7
9.000 Personenjahre
Zeit länger ohne angemessene Wohnung
× 3.260 € je Person und Jahr Anker Grundbedarf Wohnen, Berliner Wert: Richtwert der AV Wohnen für zwei Personen, 543,40 € Bruttokaltmiete im Monat, je Person rund 270 € — was das Berliner Sozialrecht als angemessene Miete anerkennt. Was eine Wohnung darüber hinaus wert ist, zählt hier nicht
29,3 Mio €
Grundbedarf Wohnen
÷ 50 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,59
Normalised Impact
Score 0,59 Impact × 6 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 2,1 von 100

Plausibilität

Die Berliner Episode ist die am besten dokumentierte Evidenz zu diesem Effekt überhaupt, mit zwei unabhängigen Auswertungen: Das DIW zählt die Inserate vor und nach dem 23. Februar 2020 gegen das unregulierte Segment und das Umland [3], das ifo-Institut vergleicht Berlin mit ähnlichen Städten [4]. Ihre Schwäche ist der Gegenstand: Inseratsdaten messen Angebote, nicht Vertragsabschlüsse — eine Befragung Berliner Vermieter zeigte, dass die Suche nach Nachmietern verstärkt über private Netzwerke lief, was den gemessenen Rückgang überzeichnet. Die Störgröße ist die Rechtsunsicherheit von 2020, die sich nicht sauber abtrennen lässt; angesetzt sind 30 % für eine rechtssichere Regelung. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die internationale Literatur zu dauerhafter Mietkontrolle findet kleinere, aber gleichgerichtete Effekte. Dass Suchende in der angesetzten Größe länger ohne Wohnung bleiben, trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: Die Richtung ist zweifach gemessen, die Höhe hängt an einer Zerlegung, die nicht beobachtbar ist.

evidence_basis: Präzedenz · P-ceiling 7 identifikation: Quasi-experimentell · Stufen-Deckel 8

Kontrafaktum: Angebot ohne Deckel (unreguliertes Segment, Umland, Vergleichsstädte). Design: quasi-experimentell — DIW-Ereignisstudie [3], ifo-Städtevergleich [4]; Deckel 8,0, der bestehende Deckel 7 bindet. Störgröße: Rechtsunsicherheit 2020 und Verlagerung in Netzwerke, über den Abschlag auf 30 % behandelt. Richtung: keine Umkehrkausalität. Eintrittsgruppe angebot-verduennt mit con-7 und con-9.

Vollzug kostet Verwaltung und Vermieter

1,6von 100

Der Vollzug braucht eine Behörde mit Prüf- und Sanktionsbefugnis und bindet Arbeitszeit der Vermieter für Auskünfte und Berechnungen: rund 39 Mio € je Wirkjahr, im Zehnjahresschnitt 19 Mio €. Der Kostenanfall ist sicher, die Höhe geschätzt. Gegenüber den Mietströmen bleibt es eine Nebengröße.

Wert 5 · Vollzug & VerwaltungImpact 0,4Plausibilität 8
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Wert

Es geht um öffentliche Mittel und um Personal, das an anderer Stelle fehlt, sowie um Dienstzeit der Vermieter, die Obergrenzen berechnen und Auskünfte erteilen müssen. Beides wird zum allgemeinen Maßstab bewertet, ohne Aufschlag — Arbeitskosten des Landes und Betriebssicht der Vermieter, kein Wohlfahrtsgewicht. Die gebundenen Fachkräfte fehlen unter anderem in der Bauverwaltung, die den Wohnungsbau beschleunigen soll; dieser Nebeneffekt ist real und klein. Der Wert ist mittel: gewöhnliche Verwaltungs- und Verfahrenskosten am allgemeinen Maßstab.

Impact

Ein Mietendeckel braucht eine Stelle, die Obergrenzen berechnet, Absenkungsanträge bearbeitet und Verstöße verfolgt. 2020 verteilte Berlin diese Aufgaben auf die Investitionsbank und die Bezirke; der Aufbau dauerte rund ein Jahr, in dem das Gesetz bereits galt [1]. Angesetzt sind 0,3 Dienststunden je erfasster Wohnung und Wirkjahr (Spanne: 0,15 bis 0,6), also 450.000 Stunden oder rund 280 Vollzeitstellen, zu Arbeitskosten des Landes von 45 € je Stunde rund 20 Mio €, dazu ein Viertel für Sachmittel, IT und Gerichte (Spanne: 10 bis 50 %). Auf der anderen Seite des Schreibtischs stehen die Vermieter: eine Viertelstunde je Wohnung und Wirkjahr für Auskunft und Berechnung (Spanne: 6 bis 30 Minuten), zu 36 € je Stunde rund 13,5 Mio €. Zusammen rund 39 Mio € je Wirkjahr (Spanne: 20 bis 75 Mio €), im Zehnjahresschnitt 19 Mio € — auf der Karte 0,39 Punkte, ein Zwanzigstel des Vermieterarguments. Der Impact ist klein: sichere, aber gemessen an der Maßnahme geringe Kosten.

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Dienststunden der Landesverwaltung je Wirkjahr Setzung, Spanne 0,15–0,6 Stunden: Registrierung, Stichproben, Absenkungsanträge, Verfahren; 2020 bei IBB und Bezirken [1] 1,5 Mio Wohnungen × 0,3 Stunden 450.000 Stunden
× Zu Arbeitskosten des Landes Anker Arbeitsstunde, Berliner Verdienstniveau ≈ Bundesniveau — rund 280 Vollzeitstellen 45 € je Stunde 20,25 Mio €
+ Sachmittel, IT und Gerichte Setzung, Spanne 10–50 % 25 % der Personalkosten 5,06 Mio €
+ Dienstzeit der Vermieter für Auskunft und Berechnung Setzung, Spanne 0,1–0,5 Stunden; Betriebssicht 45 € × 0,8 1,5 Mio Wohnungen × 0,25 Stunden × 36 € 13,5 Mio €
= Vollzugskosten je Wirkjahr (Spanne 20–75) 38,8 Mio €
× Wirksame Jahre Befristung auf fünf Jahre, die Wahlperiode 2026–2031, im Zehnjahreszeitraum; derselbe Faktor auf beiden Seiten — ein gerichtlicher Stopp wie 2021 nach 14 Monaten steht als Szenario im Maßstabs-Hinweis, nicht in der Kette 5 von 10 19,4 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 50 Mio € je Punkt 0,39
Score 0,39 Impact × 5 Wert × 8 Plausibilität ÷ 10 = 1,6 von 100

Plausibilität

Dass der Vollzug Geld kostet, ist keine Prognose, sondern Erfahrung aus der Berliner Episode [1]; verglichen wird mit der heutigen Lage, in der die Mietpreisprüfung bei den Mietern selbst und den Gerichten liegt. Die Kosten fielen auch an, wenn der Deckel nichts bewirkte — die Behörde muss stehen, bevor der erste Antrag kommt. Die Höhe ist geschätzt, weil die Kosten von 2020 nie sauber ausgewiesen wurden; die Störgröße ist die Zahl der Absenkungsanträge, an der der Aufwand hängt, und sie steckt in der Spanne. Ein zweiter Anlauf könnte günstiger sein, weil Datenstrukturen und Erfahrung vorhanden sind. Die Plausibilität ist hoch: Der Kostenanfall ist sicher, allein der Umfang ist geschätzt.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 8 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: Mietpreisprüfung bei Mietern und Gerichten, keine Vollzugsbehörde. Design: definitorisch — der Aufwand ist Rechtsfolge des Gesetzes und fiele auch ohne Wirkung an (Präzedenz 2020: IBB und Bezirke [1]); Höhe aus Stunden × Arbeitskosten. Störgröße: Zahl der Absenkungsanträge — in der Spanne von I. Richtung: keine Umkehrkausalität. Abgrenzung: die im Stoppfall versenkten Aufbaukosten stehen in con-10.

Höhere Mieten außerhalb des Deckels

1,4von 100

Nachfrage weicht in Neubau, möbliertes Wohnen und das Umland aus, dort steigen die Mieten — für Potsdam ist ein Anstieg von rund 12 % gemessen. Angesetzt sind rund 45 Mio € Mehrmiete im Jahr, die von Mietern zu Vermietern wandern; als Wohlfahrtsverlust zählt der Abstand der Gewichte.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 0,5Plausibilität 6
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Wert

Der Strom ist Geld, das Haushalte außerhalb des Deckels zusätzlich zahlen — vor allem Zuziehende und junge Haushalte ohne Bestandsvertrag, dieselbe Gruppe, die schon heute die höchsten Mieten trägt. Empfänger sind die Vermieter des Neubaus, des möblierten Segments und des Umlands. Es ist das Spiegelbild des Hauptnutzens in die Gegenrichtung: Der Euro zählt beim zahlenden Mieter mit 1,3, beim empfangenden Vermieter mit 0,8, und nur der Abstand ist der Verlust. Bewertet wird der Strom am allgemeinen Geldmaßstab; ein Aufschlag wäre nur begründbar, wenn die Mehrbelastung Existenzen gefährdete. Der Wert ist mittel: ein Geldstrom nach oben, getragen von einer bereits belasteten Gruppe.

Impact

Wer im gedeckelten Segment nichts findet, sucht im Neubau, im möblierten Angebot oder im Umland. In Potsdam stiegen die Mieten nach Inkrafttreten des Berliner Deckels um rund 12 % [3]; innerhalb Berlins verlagert sich Nachfrage in die ausgenommenen Bestände, vor allem in Neubauten seit 2014. Angesetzt sind 30.000 Neuverträge je Jahr im ausgenommenen Segment (Spanne: 15.000 bis 50.000) [8][9], die sich wie die gedeckelten Verträge über die Wirkjahre ansammeln — im Zehnjahresmittel 37.500 laufende Verträge — und im Neubau 8 % mehr zahlen (Spanne: 3 bis 15 %), bei 11.740 € Neuvertragsmiete [6] rund 940 € im Jahr. Dazu rund 10 Mio € Mehrmiete im Umland (Spanne: 0 bis 30 Mio €). Zusammen rund 45 Mio € (Spanne: 15 bis 100 Mio €), die von Mietern zu Vermietern wandern; als Wohlfahrtsverlust zählt der Abstand der Gewichte, 0,5 je Euro, also rund 23 Mio € — auf der Karte 0,45 Punkte, ein Einundzwanzigstel des Bestandsarguments. Der Impact ist klein: ein spürbarer Preiseffekt auf einem kleinen Teil des Marktes, überwiegend Umverteilung.

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Neuverträge im ausgenommenen Segment je Jahr Setzung, Spanne 15.000–50.000: Neubau seit 2014 rund 150.000 Wohnungen × 8 % plus möblierte Angebote [8][9] 30.000 Verträge
× Laufende Verträge im Zehnjahresmittel 1,25 Jahrgänge, wie im zweiten Pro-Argument 37.500 Verträge
× Mehrmiete im Neubau Setzung, Spanne 3–15 %: Potsdam +12 %, im Neubau dämpft das größere Angebot [3][6] 8 % von 11.740 € (15,78 €/m² × 62 m² × 12) = 940 € 35,3 Mio €
+ Mehrmiete im Umland Setzung, Spanne 0–30 Mio €: Potsdam +12 % [3] 10 Mio €
= Mehrmiete außerhalb des Deckels (Spanne 15–100) 45,3 Mio €
× Wohlfahrtsverlust des Transfers nach oben bei den Mietern zählt der Euro mit 1,3, beim Vermieter mit 0,8 (Berliner Vermieterstruktur, wie in con-8) — im Argument genettet, weil kein Pro-Argument die Empfängerseite trägt 1,3 − 0,8 = 0,5 22,7 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 50 Mio € je Punkt 0,45
Score 0,45 Impact × 5 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 1,4 von 100

Plausibilität

Der Umlandeffekt ist für Berlin gemessen, mit demselben Differenz-von-Differenzen-Ansatz wie der Preiseffekt im gedeckelten Segment: Das DIW vergleicht Potsdam vor und nach dem 23. Februar 2020 mit Berlin und findet rund 12 % [3]. Verglichen wird mit dem parallelen Lauf beider Märkte davor; die Störgröße ist eine vorgezogene Anpassung, die sich später wieder verlaufen könnte — sie steckt in der Spanne. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Für das Neubau- und das möblierte Segment innerhalb Berlins fehlen belastbare Zahlen aus der Episode; der Ansatz von 8 % ist eine Übertragung mit Abschlag. Dass die Ausweichnachfrage die Mieten außerhalb des Deckels in der angesetzten Größe hebt, trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen zu — dieselbe Frage wie beim Angebotsrückgang selbst. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: für das Umland gemessen, für die übrigen Ausweichwege geschätzt.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 7 identifikation: Quasi-experimentell · Stufen-Deckel 8

Kontrafaktum: Potsdam läuft parallel zu Berlin. Design: quasi-experimentell — DIW Differenz-von-Differenzen Potsdam gegen Berlin [3]; Deckel 8,0, der bestehende Deckel 7 bindet. Störgröße: vorgezogene Anpassung statt dauerhafter Effekt, in der Spanne. Richtung: keine Umkehrkausalität. Eintrittsgruppe angebot-verduennt mit con-1 und con-9.

Weniger Umzüge, schlechter passende Wohnungen

0,6von 100

Wer eine gedeckelte Wohnung hat, zieht seltener um, auch wenn sie nicht mehr passt: angesetzt sind 12.000 blockierte Auszüge je Wirkjahr, im Jahresmittel 30.000 Haushalte in einer nicht mehr passenden Wohnung. Der Mechanismus ist in der Forschung gut belegt, für Berlin aber nicht gemessen.

Wert 4 · Wohnraum & KomfortImpact 0,3Plausibilität 5
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Wert

Der Schaden besteht darin, dass Menschen in Wohnungen leben, die nicht zu ihrem Leben passen: zu klein für die Familie, zu groß nach dem Auszug der Kinder, zu weit vom neuen Arbeitsplatz. Das ist spürbar, greift aber weder Existenz noch Gesundheit an, und die Haushalte haben ein Dach über dem Kopf — anders als die Suchenden im Gegenargument zum Angebot. Ein Teil des Nachteils lässt sich durch Tausch oder Untervermietung abfedern. Deshalb steht der Strom unterhalb der Teilhabestufe auf der Komfortstufe. Der Wert ist niedrig bis mittel: ein realer, aber begrenzter Nachteil im Alltag.

Impact

Eine gedeckelte Wohnung aufzugeben, kostet den Preisvorteil von 10 bis 25 % der Miete; deshalb bleiben Haushalte auch dann, wenn die Wohnung nicht mehr passt. In San Francisco blieben unter einem viel härteren, unbefristeten Deckel 19 % mehr Haushalte in ihrer Wohnung [12]; für den auf fünf Jahre befristeten Berliner Deckel sind 10 % weniger Auszüge angesetzt (Spanne: 3 bis 20 %), also 12.000 der 120.000 Auszüge je Wirkjahr. Die blockierten Haushalte sammeln sich in den Wirkjahren an und holen den Umzug danach nach; im Mittel des Zehnjahreszeitraums leben rund 30.000 Haushalte in einer Wohnung, die nicht mehr passt. Der Nachteil ist mit 500 € je Haushalt und Jahr angesetzt (Spanne: 150 bis 1.500 €) — so bewertet wie eine Monatsmiete von rund 480 €. Zusammen 15 Mio € im Jahr, auf der Karte 0,3 Punkte. Wer wegen der blockierten Wohnung länger sucht, steht im Angebotsargument, nicht hier. Der Impact ist klein: viele Betroffene, aber ein moderater Nachteil pro Haushalt.

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120.000 Haushalte
Auszüge je Jahr ohne Deckel
[2]
× 10 % Setzung, Spanne 3–20 %: in San Francisco 19 % mehr Bleiben unter einem viel härteren, unbefristeten Deckel; hier 10–25 % Vorteil für höchstens fünf Jahre
12.000 Haushalte
Auszüge, die der Preisvorteil verhindert
× 2,5 Jahre je blockiertem Auszug Aufbau in den fünf Wirkjahren, Nachholen danach: (1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 4 + 3 + 2 + 1) ÷ 10
30.000 Haushalte
Haushalte, die im Jahresmittel in einer nicht mehr passenden Wohnung bleiben
× 500 € je Haushalt und Jahr Setzung, Spanne 150–1.500 €: so bewertet wie eine Monatsmiete von rund 480 €; kein Anker
15 Mio €
Nachteil der schlechter passenden Wohnung
÷ 50 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,3
Normalised Impact
Score 0,3 Impact × 4 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 0,6 von 100

Plausibilität

Der Mechanismus gehört zu den am besten belegten Befunden der Mietkontrollforschung: Diamond, McQuade und Qian nutzen für San Francisco die Ausweitung der Regulierung auf ältere Gebäude als Differenz-von-Differenzen gegen jüngere Gebäude und finden 19 % mehr Bleiben [12]. Verglichen wird mit dem heutigen Umzugsverhalten bei zwölf Jahren mittlerer Wohndauer. Die Störgröße ist die Dosis: Ein unbefristeter Deckel bindet stärker als einer, der nach fünf Jahren endet — wer weiß, dass der Vorteil ausläuft, plant anders; das steckt im niedrigen Ansatz von 10 %. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Für Berlin fehlt eine eigene Messung, weil der Deckel nach 14 Monaten fiel. Dass der Deckel Umzüge in nennenswerter Zahl blockiert, trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall zu. Die Plausibilität ist mittel: robuster Mechanismus, für Berlin nicht gemessen und durch die Befristung gedämpft.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 7 identifikation: Quasi-experimentell · Stufen-Deckel 8

Kontrafaktum: nicht regulierte jüngere Gebäude in San Francisco (Diamond/McQuade/Qian 2019 [12]). Design: quasi-experimentell — Differenz-von-Differenzen; Kontexttransfer auf einen befristeten Deckel als Abschlag in der Größe; Deckel 8,0, der bestehende Deckel 7 bindet. Störgröße: Dosis der Regulierung (unbefristet gegen fünf Jahre). Richtung: keine Umkehrkausalität.

Mietsprung nach dem Auslaufen

0,4von 100

Nach fünf Jahren endet der Deckel, und die Mieten kehren auf das Marktniveau zurück. Haushalte, die zur Tabellenmiete eingezogen sind oder deren Miete abgesenkt wurde, tragen dann einen Sprung; ein Teil kann ihn nicht tragen und zieht aus — angesetzt sind rund 7.600 Haushalte einmalig. Für Berlin ist dieser Fall nie beobachtet worden, weil der Deckel vorher fiel.

Wert 7,5 · WohnsicherheitImpact 0,1Plausibilität 4,5
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Wert

Betroffen ist der Verbleib in der Wohnung von Haushalten, die sich auf eine niedrigere Miete eingerichtet haben: Wer zur Tabellenmiete eingezogen ist und nach dem Ende des Deckels die Marktmiete nicht tragen kann, verliert die Wohnung und mit ihr Viertel, Schule und Wege des Alltags. Das ist dasselbe Gut wie der Verdrängungsschutz auf der Pro-Seite — Teilhabe und Wohnungsversorgung, über dem Geldmaßstab, für den kleinen Teil, der in der Wohnungslosigkeit endet, auf der Existenzstufe — und steht auf derselben Stufe wie dort. Der Geldbetrag des Sprungs selbst ist kein Schaden gegenüber einer Welt ohne Deckel, in der die Miete von Anfang an so hoch gewesen wäre. Der Wert ist mittel bis hoch: Verlust der Wohnung für einen kleinen Teil der Haushalte.

Impact

Der Deckel endet planmäßig nach fünf Jahren; danach dürfen die Mieten wieder auf das dann geltende Marktniveau steigen. Spürbar trifft das die Haushalte mit deutlich abgesenkter Miete: rund 345.000 mit Absenkungsanspruch und rund 420.000, die in den fünf Wirkjahren zur Tabellenmiete eingezogen sind — zusammen 765.000 (Spanne: 500.000 bis 1 Mio), deren Miete 15 bis 25 % unter dem Marktniveau liegt. Der Sprung kommt gestreckt, weil auch danach die Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren gilt; angesetzt ist, dass 1 % dieser Haushalte ihn nicht tragen kann und auszieht (Spanne: 0,3 bis 3 %), rund 7.650 Haushalte einmalig, im Zehnjahreszeitraum 765 je Jahr mit je 2,0 Personen. Der erzwungene Auszug ist wie auf der Pro-Seite so bewertet, als bliebe der Haushalt ein Jahr ohne angemessene Wohnung (Spanne: ein halbes bis zwei Jahre), bewertet mit dem Grundbedarf — rund 270 € je Person und Monat [15]. Für einen von zwanzig Haushalten (Spanne: 2 bis 10 %) endet der Auszug nicht in einer schlechteren Wohnung, sondern in der Wohnungslosigkeit: Nach einem Räumungsurteil steigt die Wahrscheinlichkeit einer Notunterkunft auf mehr als das Dreifache [16], und wer die Wohnung einmal verloren hat, kommt schwer zurück — angesetzt sind zwei Jahre (Spanne: eins bis vier), jedes so schwer wie die Unterbringung, die das Land dann bezahlt, plus das entgangene Wohnen. Auf der Karte sind das 0,13 Punkte, anderthalbmal der Verdrängungsschutz der Pro-Seite. Das Risiko, dass ein Gericht das Gesetz vorzeitig kippt und Mieten rückwirkend fällig werden wie 2021 [1][11], steht nicht hier, sondern als eigenes Gegenargument mit den Folgekosten des Scheiterns. Der Impact ist klein: eine begrenzte Zahl von Haushalten, für die es aber die Wohnung kostet.

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Haushalte mit deutlich abgesenkter Miete am Ende des Deckels Setzung, Spanne 500.000–1.000.000: Miete 15–25 % unter dem Marktniveau; aus dem ersten und zweiten Pro-Argument 345.000 mit Absenkung + 84.000 × 5 Wirkjahre Wiedervermietung 765.000 Haushalte
× Davon Auszug, weil der Sprung nicht tragbar ist Setzung, Spanne 0,3–3 %: die Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren streckt den Sprung, fünf Jahre Vorlauf zum Einstellen 1 % 7.650 Haushalte
÷ Je Jahr des Zehnjahreszeitraums einmaliger Posten am Ende der Wirkjahre 10 Jahre 765 Haushalte
× Menschen je Haushalt 2,0 1.530 Personen
× Zeit ohne angemessene Wohnung Setzung, Spanne 0,5–2 Jahre, wie beim Verdrängungsschutz der Pro-Seite 1 Jahr 1.530 Personenjahre
× Grundbedarf Wohnen für die 95 %, die schlechter, aber nicht wohnungslos unterkommen Anker Grundbedarf Wohnen, Berliner Wert: Richtwert der AV Wohnen für zwei Personen, 543,40 € Bruttokaltmiete im Monat, je Person rund 270 € — was das Berliner Sozialrecht als angemessene Miete anerkennt. Was eine Wohnung darüber hinaus wert ist, zählt hier nicht [15] 1.454 Personenjahre × 3.260 € 4,74 Mio €
+ Wohnungslosigkeit für 5 % der Haushalte Setzung 5 % (Spanne 2–10 %): Ein Räumungsurteil erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Notunterkunft im ersten Jahr um 3,4 Prozentpunkte, mehr als das Dreifache des Ausgangsniveaus — gemessen in New York und Chicago, für Berlin nicht erhoben. Setzung 2 Jahre (Spanne 1–4): Wer die Wohnung einmal verloren hat, kommt schwer zurück. Anker Wohnungslosigkeit, Berliner Wert: Unterbringung rund 770 € je Bett und Monat plus der entgangene Grundbedarf [16] 1.530 Personen × 5 % × 2 Jahre × 12.500 € 6,65 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 50 Mio € je Punkt 0,13
Score 0,13 Impact × 7,5 Wert × 4,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,4 von 100

Plausibilität

Verglichen wird mit einer Welt, in der die Mieten stetig steigen, ohne Sprung; die Kette lautet: Ende des Deckels → Rückkehr zur Marktmiete, gebremst durch die Kappungsgrenze → Auszug derer, die den Sprung nicht tragen. Jedes Glied ist benannt, keines für Berlin gemessen, weil der Deckel von 2020 nach 14 Monaten fiel und ein planmäßiges Ende nie eintrat [1]. Der Gegenmechanismus ist geprüft: Die Kappungsgrenze streckt den Sprung auf drei Jahre, und wer zur Tabellenmiete eingezogen ist, hat fünf Jahre Zeit, sich darauf einzustellen — deshalb der niedrige Anteil. Die Störgröße sind Auszüge, die ohnehin stattgefunden hätten; eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Dass das Auslaufen Auszüge in der angesetzten Zahl auslöst, trifft in etwa vier bis fünf von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: eine geschlossene Kette ohne Beleg, weil der Fall nie eingetreten ist.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Kette geschlossen, unbelegt · P 4–5

Kontrafaktum: stetig steigende Mieten ohne Sprung. Design: mechanistisch — Kette Deckelende → Marktmiete (Kappungsgrenze) → Auszug, kein gemessenes Glied; Deckel 6,0. Störgröße: Auszüge aus anderen Gründen, über den Anteil von 1 % abgegrenzt. Richtung: keine Umkehrkausalität. Der Gegenfall (gerichtliche Nichtigkeit, Nachzahlung wie 2021) ist nicht mehr hier gebucht, sondern als Erwartungswert in con-10 (Befund LMD-3, Regel 2).

Belegleiter: Kette geschlossen (Deckelende, Kappungsgrenze, Auszug bei untragbarem Sprung), Gegenmechanismus Kappungsgrenze eingerechnet, kein Beleg, weil kein Deckel je planmäßig ausgelaufen ist; gleicher Ergebnisbegriff: Auszüge; Rückleseprobe: vier bis fünf von zehn Fällen; Ledger-Test: der Verdrängungsschutz steht als eigenes Pro und hebt hier nicht.

Offen: Eine Auswertung der Auszugsquoten nach dem Auslaufen von Sozialbindungen in Berlin würde P auf bis zu 6 heben.

Längere Wohnungssuche

0,4von 100

Bei einem Drittel weniger regulärem Angebot kostet jede Wohnungssuche mehr Besichtigungen, Bewerbungen und Absagen. Angesetzt sind zehn zusätzliche Stunden je suchendem Haushalt, zusammen rund 600.000 Stunden im Jahr — erzwungene Lebenszeit, die nirgends gutgeschrieben wird.

Wert 9 · LebenszeitImpact 0,1Plausibilität 6
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Wert

Bewertet wird Zeit, die Menschen nicht freiwillig einsetzen: Wer eine Wohnung braucht, muss suchen, und in einem dünneren Markt dauert das länger. Diese Stunden sind Lebenszeit ohne Gegenwert — kein Geld, keine Dienstzeit —, und sie stehen deshalb auf der Stufe der Lebenszeit, wie in dieser Sammlung jede erzwungene Zeit von Bürgern. Die Vergleichsgröße ist die volle wache Stunde, nicht die frei gewählte. Dass die Suchenden ohnehin die belastetste Gruppe des Marktes sind, ändert an der Stufe nichts; ihr Gewicht trägt die Größe nicht doppelt. Der Wert ist hoch: erzwungene Lebenszeit, wenn auch in kleinen Portionen.

Impact

Nach dem Deckel von 2020 halbierte sich die Zahl der Mietinserate [3]; für eine rechtssichere Regelung bleibt nach Abzug von Rechtsunsicherheit und Verlagerung ein Rückgang von rund 30 % (Spanne: 20 bis 45 %), wie im Gegenargument zu den Suchenden. Ein dünneres Angebot heißt für jede Suche mehr Besichtigungen, mehr Bewerbungen, mehr Absagen. Betroffen sind die rund 120.000 Haushalte, die je Wirkjahr eine Wohnung im erfassten Bestand suchen — ob sie am Ende eine finden oder nicht. Angesetzt sind zehn zusätzliche Stunden je Suche (Spanne: 3 bis 25 Stunden); die bundesweite Bewertung der Mietpreisbremse setzt drei Stunden bei einem nur 1 bis 2 % dünneren Angebot. Im Zehnjahresschnitt mit fünf Wirkjahren sind das rund 600.000 Stunden im Jahr — so viel, wie 70 Menschen ein ganzes Jahr lang rund um die Uhr verlieren; auf der Karte 0,08 Punkte. Der Impact ist sehr klein: Viele sind leicht betroffen, in Stunden, nicht in Wochen.

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120.000 Haushalte
Haushalte, die je Wirkjahr eine Wohnung im erfassten Bestand suchen
[2]
× 10 Stunden Setzung, Spanne 3–25 Stunden: bei einem Drittel weniger Angebot mehr Besichtigungen, Bewerbungen und Absagen; die bundesweite Bremse-Bewertung setzt 3 Stunden bei 1–2 % dünnerem Angebot
1,2 Mio Stunden
Zusätzliche Suchzeit je Haushalt
× 5 von 10 Befristung auf fünf Jahre, die Wahlperiode 2026–2031, im Zehnjahreszeitraum; derselbe Faktor auf beiden Seiten — ein gerichtlicher Stopp wie 2021 nach 14 Monaten steht als Szenario im Maßstabs-Hinweis, nicht in der Kette
0,6 Mio Stunden
Wirksame Jahre
× 6,85 € je Stunde volle wache Stunde ohne Gegenwert, Anker Personenstunde
4,1 Mio €
Erzwungene Lebenszeit
÷ 50 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,08
Normalised Impact
Score 0,08 Impact × 9 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 0,4 von 100

Plausibilität

Dass ein bindender Deckel bei Übernachfrage das Mietangebot verdünnt, ist für Berlin selbst gemessen: Das DIW zählt die Inserate vor und nach dem 23. Februar 2020 gegen das unregulierte Segment und das Umland [3], das ifo-Institut vergleicht Berlin mit ähnlichen Städten [4]. Verglichen wird mit dem heutigen Angebot; die Störgröße ist die Rechtsunsicherheit von 2020, die einen Teil des Rückgangs erklärt und im Ansatz von 30 % abgezogen ist. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die zehn Stunden je Suche sind eine Setzung ohne Messung, und ein Teil der Suche verlagert sich in Netzwerke, die weniger Zeit kosten als Inserate. Dass die Suche in der angesetzten Größe länger dauert, trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen zu — dieselbe Frage wie beim Angebotsrückgang selbst. Die Plausibilität ist mittel bis hoch: Der dünnere Markt ist gemessen, die Stunden je Suche sind geschätzt.

evidence_basis: Präzedenz · P-ceiling 8 identifikation: Quasi-experimentell · Stufen-Deckel 8

Kontrafaktum: Inserate und Suchdauer ohne Deckel. Design: quasi-experimentell — DIW-Ereignisstudie der Inseratszahlen gegen unreguliertes Segment und Umland [3], ifo-Vergleich mit ähnlichen Städten [4]; Deckel 8,0. Störgröße: Rechtsunsicherheit 2020, im Ansatz von 30 % abgezogen. Richtung: keine Umkehrkausalität. Dieselbe Ob-Frage wie con-1 und con-7 (Eintrittsgruppe angebot-verduennt).

Nachzahlung nach gerichtlichem Stopp

0,1von 100

Fällt das Gesetz vor Gericht wie 2021 nach 14 Monaten, werden die zurückbehaltenen Mieten auf einmal fällig, ein Teil der Haushalte hat sie nicht zurückgelegt, Vermieter wickeln 1,5 Mio Verträge zurück und die aufgebaute Behörde war umsonst. Angesetzt ist ein Schaden von rund 100 Mio € mit einem Viertel Wahrscheinlichkeit — im Zehnjahresschnitt 2,3 Mio € im Jahr. Die entgangene Wirkung selbst steht nicht hier, sondern in der Geltungsdauer aller anderen Posten.

Wert 5,5 · Budget & WohnsicherheitImpact 0,1Plausibilität 5,5
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Wert

Betroffen sind drei Güter, und das Geld überwiegt: Der größte Posten ist die Härte einer Einmalforderung bei Haushalten ohne Rücklage — ihr Euro zählt in der Nachzahlung mit 1,6 statt 1,3, weil Raten, Mahnkosten und der Verzicht auf anderes dazukommen —, daneben die Dienstzeit der Vermieter für die Rückabwicklung und die Mittel des Landes für eine Behörde, die ihren Zweck nicht mehr erfüllt, beides am allgemeinen Maßstab. Über dem Geld steht der Verlust der Wohnung für die wenigen Haushalte, die die Forderung nicht tragen: dasselbe Gut wie beim Mietsprung nach dem Auslaufen, Teilhabe und Wohnungsversorgung, eine Stufe über dem Geldmaßstab. Der Wert liegt deshalb zwischen beiden Stufen, näher am Geld, weil es rund vier Fünftel des Schadens trägt. Die Nachzahlung selbst ist kein Schaden: Sie gibt zurück, was in der Geltungszeit nicht gezahlt wurde, und dieser Strom ist in den beiden Mietargumenten gebucht. Der Wert ist mittel: überwiegend Geld und Verfahren, ein kleiner Anteil Wohnsicherheit.

Impact

Der Deckel von 2020 fiel nach 14 Monaten, und weil das Gericht das Gesetz für nichtig erklärte, nicht für künftig unwirksam, waren die zurückbehaltenen Mieten von Anfang an geschuldet [1][11]. Ein Stopp zum selben Zeitpunkt träfe rund 440.000 Haushalte mit einer Nachforderung (Spanne: 300.000 bis 550.000, je nachdem, ob das Gesetz nach 6 oder nach 30 Monaten fällt): 340.000 mit abgesenkter Miete und rund 100.000, die in 14 Monaten zur Tabellenmiete eingezogen sind. Die Forderung liegt bei rund 900 € je Haushalt (Spanne: 500 bis 1.800 €), 14 Monate der Absenkung von 700 € bzw. der Wiedervermietungslücke von 970 € im Jahr — zusammen rund 400 Mio €; zum Vergleich verzichtete Vonovia 2021 auf bis zu 10 Mio € für ihren Berliner Bestand [14]. Dieses Geld ist kein Schaden, sondern die Rückgabe der Entlastung. Schaden entsteht dort, wo die Forderung Haushalte ohne Rücklage trifft: angesetzt ein Viertel (Spanne: 10 bis 40 %; der Senat rechnete 2021 mit 40.000 Haushalten, die Hilfe brauchten [13]), rund 99 Mio € Forderung, deren Härte mit 0,3 bewertet ist (Spanne: 0,15 bis 0,5) — rund 30 Mio €. Dazu kommen 0,3 % der Haushalte (Spanne: 0,1 bis 1 %), die die Forderung nicht tragen und ausziehen, rund 1.300 Haushalte, jeder Fall bewertet wie beim Mietsprung — ein Jahr ohne angemessene Wohnung für 2,0 Personen, für einen von zwanzig Haushalten zwei Jahre Wohnungslosigkeit —, rund 11 Mio €; die Rückabwicklung von 1,5 Mio Verträgen bei den Vermietern mit einer halben Stunde je Wohnung (Spanne: 15 bis 60 Minuten) zu 36 € — 27 Mio €; Mahn- und Gerichtsverfahren samt Beratung — 10 Mio € (Spanne: 5 bis 20); und der Aufbau der Vollzugsbehörde, der nach 14 Monaten keinen Zweck mehr erfüllt, samt Abwicklung und Hilfsfonds — 15 Mio € (Spanne: 5 bis 30). Zusammen rund 93 Mio € im Stoppfall (Spanne: 43 bis 200 Mio €). Dass ein Gericht das Gesetz kippt, obwohl der Bund den Weg geöffnet hat, ist mit einem Viertel angesetzt (Spanne: 10 bis 50 %) — das Urteil von 2021 entschied nur die Zuständigkeit, die Eigentumsfrage blieb offen [1] —, macht rund 23 Mio € erwarteten Schaden, im Zehnjahreszeitraum 2,3 Mio € im Jahr, auf der Karte 0,05 Punkte, ein Achtel der Vollzugskosten. Der Impact ist klein: Der Stoppfall ist teuer, aber er ist nur einer von vier möglichen Verläufen.

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Haushalte mit Nachforderung beim Stopp nach 14 Monaten Setzung, Spanne 300.000–550.000: Stopp nach 6 bis 30 Monaten; 2021 fiel das Gesetz nach 14 Monaten [1][11] 340.000 mit Absenkung + 84.000 × 14/12 Wiedervermietung 440.000 Haushalte
× Nachforderung je Haushalt Setzung, Spanne 500–1.800 €: Absenkung 700 € bzw. Wiedervermietungslücke 970 € je Jahr aus den Pro-Argumenten; Vonovia verzichtete 2021 auf bis zu 10 Mio € für ihren Berliner Bestand [14] 14 Monate × 760 € je Jahr 396 Mio €
× Davon bei Haushalten ohne Rücklage Setzung, Spanne 10–40 %: der Senat rechnete 2021 mit 40.000 Haushalten mit Hilfebedarf, Ratenzahlung bei den Vermietern kam dazu [13] 25 % 99 Mio €
× Härte der Einmalforderung Setzung, Spanne 0,15–0,5: ihr Euro zählt in der Nachzahlung mit 1,6 statt 1,3 — Raten, Zinsen, Mahnkosten, Verzicht auf anderes; die Rückgabe selbst ist kein Schaden 0,3 29,7 Mio €
+ Erzwungene Auszüge Setzung, Spanne 0,1–1 %; Anker Grundbedarf Wohnen und Wohnungslosigkeit (Berliner Werte), bewertet wie beim Mietsprung [15] 440.000 × 0,3 % = 1.320 Haushalte × 2,0 Personen: 95 % × 1 Jahr × 3.260 € + 5 % × 2 Jahre × 12.500 € 11,48 Mio €
+ Rückabwicklung bei den Vermietern Setzung, Spanne 0,25–1 Stunde je Wohnung; Betriebssicht 45 € × 0,8 1,5 Mio Wohnungen × 0,5 Stunden × 36 € 27 Mio €
+ Mahn- und Gerichtsverfahren, Beratung Setzung, Spanne 5–20 Mio €: rund 5 % der Forderungen vor Gericht oder im Mahnverfahren 10 Mio €
+ Versenkter Aufbau der Vollzugsbehörde und Abwicklung Setzung, Spanne 5–30 Mio €: IT, Einrichtung, Schulung, Hilfsfonds-Verwaltung; die laufenden Kosten je Wirkjahr stehen in con-5 15 Mio €
= Schaden im Stoppfall, einmalig (Spanne 43–200) 93,2 Mio €
× Wahrscheinlichkeit eines gerichtlichen Stopps trotz Öffnung durch den Bund Setzung, Spanne 10–50 %: 2021 entschied nur die Zuständigkeit, die Eigentumsfrage blieb offen; geteilter Parameter, als Szenario im Maßstabs-Hinweis, nicht in der Spanne [1] 25 % 23,3 Mio €
÷ Je Jahr des Zehnjahreszeitraums einmaliger Posten 10 Jahre 2,33 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 50 Mio € je Punkt 0,05
Score 0,05 Impact × 5,5 Wert × 5,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,1 von 100

Plausibilität

Die Plausibilität beurteilt hier die Rechnung, nicht das Gerichtsrisiko; das steht bereits in der Größe. Der Ablauf ist einmal eingetreten: Nichtigkeit, Nachforderungen der meisten Vermieter, Hilfsfonds des Senats für Härtefälle, Verzicht eines großen Vermieters [1][11][13][14]. Verglichen wird mit dem Verlauf, in dem das Gesetz die vollen fünf Jahre gilt und keine Forderung entsteht. Jedes Glied der Kette ist benannt, keines ist gemessen: Wie viele Haushalte 2021 in Zahlungsnot gerieten, wie viele auszogen und was die Rückabwicklung kostete, hat niemand erhoben. Die Störgröße ist der Zeitpunkt des Stopps, an dem die Forderung je Haushalt hängt; sie steckt in der Spanne. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Dass der Schaden im Stoppfall in der angesetzten Größe eintritt, trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall zu. Die Plausibilität ist mittel: ein realer Präzedenzfall, dessen Breite nie erhoben wurde.

evidence_basis: Einzelner Präzedenzfall · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6

Kontrafaktum: das Gesetz gilt die vollen fünf Jahre, keine Nachforderung. Design: mechanistisch — Erwartungswert Stoppwahrscheinlichkeit × Schaden; die Kette Nichtigkeit → Nachforderung → Härte/Auszug/Rückabwicklung ist als Präzedenz 2021 belegt, ihre Breite nie erhoben (Deckel 6,0). Störgröße: Zeitpunkt des Stopps (6–30 Monate), in der Spanne der Größe. Richtung: keine Umkehrkausalität. Abgrenzung: die entgangene Wirkung im Stoppfall ist die Geltungs-Setzung der übrigen Argumente, die laufenden Vollzugskosten stehen in con-5; hier nur die Folgekosten des Scheiterns.

Summary

Die mittlere Angebotsmiete in Berlin liegt bei 15,78 €/m², der Mietspiegel-Median bei 7,71 €/m² und stieg zuletzt um rund 7 % in zwei Jahren [2][6]. Der Deckel senkt keine Angebotsmiete und baut keine Wohnung; er hält für fünf Jahre fest, was Bestandsmieter zahlen, und bindet die Wiedervermietung an eine Tabelle — dass er das kann, ist für Berlin gemessen, und im Zehnjahresschnitt bleiben so rund 465 Mio € im Jahr bei den Haushalten, die den Vermietern fehlen [3]. Weil das Geld nur die Seite wechselt, hängt die Bilanz weniger an der Summe als daran, dass ein Euro beim Mieterhaushalt schwerer wiegt als beim Vermieter — und in Berlin ist dieser Abstand kleiner als anderswo, weil gut ein Drittel der Wohnungen landeseigenen Gesellschaften und Genossenschaften gehört. Dagegen stehen ebenso gemessene Befunde: Die Zahl der Mietangebote halbierte sich, Suchende bleiben länger ohne passende Wohnung, ein Teil der Wohnungen verlässt die Vermietung dauerhaft, und die Instandhaltung leidet [3][4][5]. In gut acht von zehn Durchläufen liegt die Maßnahme vorn, in den übrigen nicht: Rückt man die Gewichte von Mietern und Vermietern weiter zusammen, kippt die Bilanz. Das Scharnier liegt außerdem außerhalb Berlins, weil ohne eine Öffnung durch den Bund weder Nutzen noch Schaden eintreten — und selbst mit ihr bleibt das Nachzahlungsrisiko von 2021, das mit einem Viertel Wahrscheinlichkeit als eigenes Gegenargument gebucht ist [1].

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Ausgeglichen · 0,52 alter Maßstab
heute Δ +4,0 F1 — mit Mietendeckel F0 — Baseline ohne Maßnahme +5 Jahre +10 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. Bundesverfassungsgericht: Beschluss vom 25.03.2021, 2 BvF 1/20: Berliner Mietendeckel nichtig. bundesverfassungsgericht.de
  2. t-online / Senatsverwaltung: Berliner Mietspiegel 2026: Median 7,71 €/m², rund 1,6 Mio erfasste Mietwohnungen. berlin.t-online.de
  3. DIW Wochenbericht 8/2021 (Hahn, Kholodilin, Waltl): Die unmittelbaren Auswirkungen des Berliner Mietendeckels. diw.de
  4. ifo Schnelldienst 4/2022: Der Berliner Mietendeckel: Update. ifo.de
  5. ifo Institut: Mietendeckel und Enteignungsdebatte verschärfen Wohnungskrise in Berlin (14.08.2026). ifo.de
  6. Investitionsbank Berlin: IBB Wohnungsmarktbericht 2025, Zusammenfassung. ibb.de
  7. Vonovia: Vonovia setzt Berliner Mietspiegel um (2026). vonovia.com
  8. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Wohnungsbestand Berlin 2024: 2.058.666 Wohnungen. statistik-berlin-brandenburg.de
  9. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Baufertigstellungen Berlin 2025: 11.027 Wohnungen. statistik-berlin-brandenburg.de
  10. Tagesspiegel: 2.211 Zwangsräumungen in Berlin 2024. tagesspiegel.de
  11. CMS Legal Update: Berliner Mietendeckel ist verfassungswidrig — Folgen für Nachzahlungen. cms.law
  12. Diamond/McQuade/Qian: The Effects of Rent Control Expansion on Tenants, Landlords, and Inequality: Evidence from San Francisco. American Economic Review (2019) — Bleibewahrscheinlichkeit +19 %. aeaweb.org
  13. Senatskanzlei Berlin: Pressemitteilung 20.04.2021: Sicher-Wohnen-Hilfe für Mieterinnen und Mieter — zinslose Darlehen über die IBB, Umwandlung in Zuschuss möglich, rund 40.000 Berlinerinnen und Berliner mit Hilfebedarf. berlin.de
  14. Handelsblatt: Aus für Mietendeckel: Vonovia verzichtet auf bis zu 10 Mio € Nachforderungen, Deutsche Wohnen nicht (15.04.2021). handelsblatt.com
  15. Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung Berlin: Rundschreiben Soz Nr. 03/2023 — Richtwerte der AV Wohnen für die angemessene Bruttokaltmiete (zum 01.01.2026 unverändert fortgeschrieben). sozialrecht.berlin.de
  16. Collinson, Humphries, Mader, Reed, Tannenbaum, van Dijk: Eviction and Poverty in American Cities (NBER Working Paper 30382; Quarterly Journal of Economics 2024). nber.org
Zuletzt geprüft von Claude Fable 5.1 · 19. September 2026 · 7× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 19. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Wohnraum-Anker neu gefasst (Julian 17./19.09.2026): Grundbedarf nach Sozialrecht, regional, statt Mischwert 6.000 €. con-1/con-3 mit 3.260 € (I 0,054→0,0293; 0,0648→0,0352); pro-3/con-6/con-10: erzwungene Auszüge mit 5 % Wohnungslosigkeit × 2 Jahre über den neuen Anker (12.500 €), V 7→7,5; Maßstabs-Hinweis neu simuliert; r 0,498→0,521, Kategorie unverändert (Probelauf Bilanz 2.0: 0,65→0,85).

  2. 14. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1keine Änderung nötig

    Gesamtprüfung 08.09. gegen v4 geprüft: Gewichte, Paar-Buchung, 10.770 € und Vollzug 5/10 in v2–v4 erledigt; Gerichtsrisiko nach Julian 10.09. als con-10 verworfen; keine Änderung, r 0,4976.

  3. 13. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Regel 3 (Julian 13.09.): Vermieterbein mit 0,8 statt 0,72 nach Berliner Vermieterstruktur — con-8 i 0,336 → 0,374 (beide Paar-Ströme), con-7 Δw 0,58 → 0,5 (i 0,0263 → 0,0227), pro-1/pro-2-Texte, Szenarien im Maßstabs-Hinweis neu gerechnet; r 0,512 → 0,498, P(D>0) 0,753 → 0,648 (dry-run, besser → ausgeglichen).

  4. 13. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Regel 2 (Julian 10.09.): Gerichtsrisiko als eigenes Con con-10 — Nachforderung ohne Rücklage (Härte 0,3), Auszüge, Rückabwicklung, versenkter Aufbau = 97,5 Mio € × 25 % Stopp ÷ 10 = i 0,00244 (0,05 Punkte); Bestand unverändert, r 0,513 → 0,512, P(D>0) 0,753 (dry-run); offen: 25 % neben Wirkjahren 5/5 und P-Semantik bei Erwartungswerten.

  5. 9. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Rechenweg, Normalisierung, Identifikation, i_spanne an allen 12 Argumenten; Mietströme als Paar (1,3/0,72) mit neuem Vermieterbein con-8, con-3/con-1/pro-3/con-6 über den Anker Zugang zu Wohnraum, Nachzahlungsfall aus con-6 gestrichen, Suchzeit als Lebenszeit ergänzt; r 0,62 → 0,51, P(D>0) 0,75 (dry-run); offen: Berliner Vermietergewicht und die Absenkungs-Quelle.

  6. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5keine Änderung nötig

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): keine Korrektur angewendet. 5 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  7. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/berlin-landesmietendeckel.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →

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