Verlässlicher Verkehrsfluss auf den Hauptstraßen
Auf den verbliebenen Tempo-30-Abschnitten gälte wieder 50, dazu angesetzt auf der Hälfte der nächtlichen Lärmschutzstrecken. Das sind rund eine Million Fahrzeugstunden im Jahr (Spanne 0,4 bis 1,8), davon neun Zehntel private Fahrten: gut 1,3 Millionen Personenstunden, als Lebenszeit gezählt, zu 30 Prozent verloren. Der größere Teil des Effekts steckt schon in der Ausgangslage: 25 der 41 Abschnitte hebt der Senat ohnehin auf.
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Wert
Gewonnen wird Lebenszeit: Minuten, die Fahrende nicht im Auto, sondern an ihrem Ziel verbringen. Sie steht in derselben Werteklasse wie Leben und Gesundheit, einen Schritt darunter, weil sie teilbar, rückholbar und selbst gewählt ist — dieselbe Einordnung wie beim gegenläufigen Vorschlag von SPD und Grünen, damit beide Seiten derselben Debatte vergleichbar bleiben. Dass es sich um Portionen von Sekunden bei vielen Fahrenden handelt, steckt nicht hier, sondern in der Menge: Im Auto gilt die Stunde nur zu 30 Prozent als verloren. Der dienstliche Teil der Fahrten ist ein eigener Posten, weil er Arbeitszeit ist. Der Wert ist sehr hoch, einen Schritt unter Leben: Lebenszeit, wenn auch in kleinen Portionen.
Impact
Der größte Teil dieses Effekts ist bereits eingetreten, bevor überhaupt gewählt wird: Von 41 Tempo-30-Abschnitten auf Hauptverkehrsstraßen hebt der Senat im Luftreinhalteplan seit August 2025 bis zu 25 wieder auf; sieben bleiben wegen der Luftwerte, neun teilweise aus Verkehrssicherheitsgründen [8]. Was als Delta bleibt, sind angesetzt 25 Kilometer verbliebene Abschnitte (Spanne 10 bis 40) und die nächtliche Lärmschutzregelung auf 230 Kilometern [8]. Tagsüber sind 20.000 Fahrzeuge am Tag angesetzt und ein Zeitgewinn von 15 Sekunden je Kilometer (Spanne 10 bis 20): Messfahrten in anderen Städten finden bei Tempo 30 Reisezeitverluste von 2 Sekunden je 100 Meter, nachts von 0 bis 2 Sekunden [10]; die Rechnung mit freier Fahrt ergäbe 48 Sekunden, trägt aber in einem signalgesteuerten Netz nicht. Das sind rund 760.000 Fahrzeugstunden im Jahr. Nachts kommen bei einem Zehntel der Verkehrsmenge und 10 Sekunden je Kilometer rund 466.000 Stunden hinzu — davon angesetzt die Hälfte, weil das Programm die Nachtregelung nicht nennt und der Lärmaktionsplan einen Teil der Strecken bindet (Spanne 20 bis 100 Prozent): 233.000 Stunden. Zusammen rund eine Million Fahrzeugstunden (Spanne 0,4 bis 1,8 Millionen). Neun Zehntel davon sind private Fahrten mit im Schnitt 1,8 Personen im Wagen [9], in acht von zehn Jahren wirksam: rund 1,3 Millionen Personenstunden, von denen — wie bei jeder Autofahrt — 30 Prozent als verloren gelten, rund 66 Lebensjahre im Jahr. Pro Kopf sind das Sekunden je Fahrt; gezählt ist die verlorene Zeit voll, mit demselben Maßstab wie die Unfallopfer auf der Gegenseite — ein Normalised Impact von 2,6, so viel wie die Unfallfolgen und die Lärmposten der Gegenseite zusammen. Der Impact ist sehr klein: ein Zeitgewinn in Sekundenportionen, dessen größerer Teil schon in der Ausgangslage steckt.
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| Fahrzeugstunden tagsüber auf den verbliebenen Abschnitten 16 der 41 Abschnitte bleiben nach dem Luftreinhalteplan (Setzung 25 km, Spanne 10–40); 15 s je km, Spanne 10–20: gemessene Reisezeitverluste 2 s je 100 m [10], freie Fahrt (48 s) trägt im Ampelnetz nicht [8][10] | 25 km × 20.000 Kfz je Tag × 15 s je km × 365 Tage | 760.000 Stunden | |
| + | Fahrzeugstunden nachts auf den Lärmschutzstrecken Nachtverkehr ein Zehntel der Tagesmenge; nachts 0–2 s je 100 m gemessen [10], Setzung 10 s; freigegeben angesetzt die Hälfte der Strecken (Setzung, Spanne 20–100 %: das Programm nennt die Nachtregelung nicht, der Lärmaktionsplan bindet einen Teil) [8][10] | 230 km × 2.000 Kfz je Nacht × 10 s je km × 365 Nächte × 50 % | 233.000 Stunden |
| = | Fahrzeugstunden im Jahr (Spanne 0,4–1,8 Mio) | 993.000 Stunden | |
| × | private Personenstunden der Dienstanteil von 10 % steht als Geld im Dienstverkehrs-Argument [9] [9] | 90 % privat × 1,8 Personen | 1.608.660 Stunden |
| × | wirksame Jahre im Zeitraum Serien-Setzung Wahlperiode 2026–2031, Spanne 5–9 Jahre: Anordnung und Rückbau in den ersten zwei Jahren, Fortgeltung über die Wahlperiode hinaus unterstellt — derselbe Schritt auf beiden Seiten | 8 von 10 | 1.286.928 Stunden |
| × | Lebenszeit im Jahr 30 % der Wachstunde (6,85 €): frei gewählte Fahrzeit im eigenen Wagen, c = 1 | 2,05 € je Stunde | 2,64 Mio € |
| ÷ | Normalised Impact Maßstab dieser Seite | 1 Mio € je Punkt | 2,64 |
Plausibilität
Dass höhere zulässige Geschwindigkeit auf freier Strecke Zeit spart, ist trivial. Ob sie es im dicht signalgesteuerten Berliner Netz tut, ist es nicht: Dort bestimmt die Ampelkoordinierung die Reisezeit, nicht das Schild, und die Berliner Pilotstrecken zeigen bei Tempo 30 einen deutlich höheren Anteil gleichmäßiger Fahrt. Messfahrten in anderen Städten finden Reisezeitverluste zwischen null und vier Sekunden je 100 Meter [10]; gemessen hat Berlin die Reisezeitwirkung nicht veröffentlicht. Die Reichweite — sieben luftrechtlich gebundene Abschnitte, neun mit Sicherheitsvorbehalt, die Ausnahmen für Kitas, Schulen, Krankenhäuser und Seniorenheime [1][8] und die Frage, welcher Teil der Nachtstrecken freigegeben wird — steckt in der Menge und ihrer Spanne, nicht hier. Was P beurteilt, ist die Ob-Frage: Gegen die Abschnitte unter dem Luftreinhalteplan 2025 als Vergleich, mit einer Wirkungskette ohne Berliner Messung, deren Störgröße die Ampelkoordinierung ist, ohne Umkehrkausalität. Ein Zeitgewinn dieser Größe trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall zu. Die Plausibilität ist mittel: sicherer Mechanismus, im Ampelnetz halb so oft wirksam, wie das Schild verspricht.
Kontrafaktum: die Abschnitte unter Tempo 30 nach dem Luftreinhalteplan 2025 [8]. Design: mechanistisch — Kette Schild → Fahrgeschwindigkeit → Reisezeit, in Berlin nicht gemessen; die Reisezeitverluste je 100 Meter stammen aus Messfahrten anderer Städte [10]. Störgröße: die Ampelkoordinierung, die im dichten Netz die Reisezeit bestimmt — gebucht in P, die Reichweite (verbliebene Abschnitte, Nachtstrecken) in der Spanne. Richtung: keine Umkehrkausalität.