Eine Million Bäume für Berlin

Berlin soll eine Million neue Bäume pflanzen — an Straßen, auf Schulhöfen, in Hinterhöfen und auf Firmengeländen — und Pflege und Unterhalt des Bestands finanziell absichern.

Land Berlin Vorschlag auf Landesebene (Berlin). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite.Wie geprüft wird →

Die Grünen wollen „nicht nur eine Million neuer Bäume pflanzen, sondern auch dafür sorgen, dass Pflege und Unterhalt der Bäume finanziell abgesichert sind“. Das Positionspapier der Fraktion nennt die Standorte: Straßen, Schulhöfe, Hinterhöfe, Parks und Firmengelände, mit Schwerpunkt an den Hitze-Hotspots, finanziert über öffentliche Mittel, Anreize und Nachhaltigkeitszertifikate. Die Ausgangslage hat sich gedreht, ohne dass die Debatte es mitbekommen hätte: Der Straßenbaumbestand fiel von 439.971 im Jahr 2012 auf 432.769 im Jahr 2021 und liegt zum 31. Dezember 2025 wieder bei 439.348 — über den 437.838, die die Senatsverwaltung als Höchststand des Jahres 2016 ausweist; der Wert für 2012 stammt aus einer anderen Senatsantwort, und wegen Nachkartierungen sind die Reihen nicht deckungsgleich. Vom Zielbestand des Berliner Klimaanpassungsgesetzes trennen die Stadt 652 Bäume. Der Zustand ist der eigentliche Befund: Der Anteil der Bäume ohne sichtbare Schäden fiel von 31 % im Jahr 2012 auf 6 % im Jahr 2021. Ein Baum der Stadtbaumkampagne kostet rund 3.500 €; die Globalsumme für Straßenbäume beträgt 2026 rund 7,2 Mio. €. Bewertet wird ein Zeitraum von zwanzig Jahren, weil ein heute gepflanzter Stadtbaum seine volle Krone erst in den 2050er Jahren erreicht.

Bilanz

Ausgeglichen · 0,51 alter Maßstab

Bilanz nach altem Maßstab. Für diese Bewertung liegt die Simulation der Bilanz 2.0 noch nicht vor. Die Kategorie kommt aus dem Anteil der Debatte auf der Pro-Seite (r).

Pro 9,8 · 51 % Contra 9,3 · 49 %
Größenklasse: sehr klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 5 Mio. € pro Jahr. Woran diese Bewertung hängt: Am schwersten wiegen die Pflanz- und Pflegekosten von rund 12 Mio. € im Jahr gegen den Schatten- und Aufenthaltswert der neuen Bäume, angesetzt mit 250 € je ausgewachsenem Baum und Jahr — diese Spanne (100 bis 500 €) rechnet die Bilanz selbst mit, und darin liegt der Vorschlag in vier von zehn Durchläufen vorn. Die erste Scharnierzahl außerhalb der Rechnung ist das Pflanzvolumen, das alle Posten beider Seiten gemeinsam streckt: Bei 15.000 statt 30.000 Bäumen je Jahr läge der Vorschlag in drei von zehn Durchläufen vorn, bei 60.000 in vier — die Menge bewegt die Größe der Bilanz, kaum ihr Vorzeichen. Dasselbe gilt für die Zurechnung auf die Wahlperiode: Zählte man zehn Pflanzjahre statt vier, wie eine frühere Fassung dieser Seite, bliebe es bei vier von zehn, nur mit zweieinhalbfach größeren Zahlen auf beiden Seiten. Die zweite Scharnierzahl ist die Erfolgsaussicht des Hauptnutzens selbst: Liefern die Bäume den Aufenthaltswert in acht statt sechs von zehn Fällen, läge der Vorschlag in fünf von zehn Durchläufen vorn, in vier von zehn Fällen nur in drei. Nicht in der Rechnung enthalten ist der Bewertungszeitraum von zwanzig Jahren; bei zehn Jahren käme die Krone der neuen Bäume kaum zur Wirkung, und die Kostenseite stünde fast allein. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

7 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut +0,5

Argumente — Pro

4 Argumente · Top 3 angezeigt

Schatten, wo es am heißesten ist

7,6von 100

Angesetzt sind 30.000 zusätzliche Bäume je Jahr in vier wirksamen Pflanzjahren der Wahlperiode, also 120.000 Bäume, die über zwanzig Jahre im Mittel 30 % ihrer Endkrone erreichen, bewertet mit 250 € Kühl- und Aufenthaltswert je ausgewachsenem Baum und Jahr. Das ergibt rund 9 Mio. € im Jahr — der Strom besteht fast vollständig aus Aufenthaltsqualität.

Wert 7 · Umwelt & TeilhabeImpact 1,8Plausibilität 6
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Wert

Der Strom betrifft die Umweltqualität der Stadt und damit, wie erträglich der öffentliche Raum in den heißen Wochen ist. Er wirkt breit und ohne Zugangshürde auf alle, die draußen unterwegs sind. Existenz und Gesundheit sind nur am Rand berührt — der Gesundheitsanteil ist gesondert im zweiten Argument gebucht. Der Wert ist hoch: Umwelt und breite Teilhabe am öffentlichen Raum.

Impact

Das ist der Hauptnutzen, und er hängt an zwei Setzungen. Die erste ist die Menge: Angesetzt sind 30.000 zusätzliche Bäume je Jahr in der bebauten Stadt, mit einer Spanne von 10.000 bis 60.000 — gut das Zehnfache der heutigen Pflanzungen [4] und nicht die Million des Vorschlags, weil die Mittel dafür um zwei Größenordnungen fehlen [3]. Gezählt werden vier wirksame Pflanzjahre der Wahlperiode 2026 bis 2031, weil der erste eigene Haushalt 2027 kommt und Baumschulware wie Planungsstellen Anlauf brauchen; das ergibt 120.000 Bäume. Ein 2027 gepflanzter Stadtbaum erreicht seine volle Krone erst in den 2050er Jahren; über zwanzig Jahre liefert der Bestand deshalb im Mittel rund 30 % der Endkrone, mit einer Spanne von 25 bis 40 %. Die zweite Setzung ist der Wert: 250 € Kühl-, Schatten- und Aufenthaltswert je ausgewachsenem Baum und Jahr, Spanne 100 bis 500 — so bewertet, als schenkte jeder ausgewachsene Baum den Menschen in seiner Umgebung zusammen rund 120 frei gewählte Stunden im Jahr. Das ergibt rund 9 Mio. € jährlich, umgerechnet gut 2 € je Berlinerin und Berliner. Eines muss man dabei richtig einordnen: Der Strom besteht fast vollständig aus Aufenthaltsqualität; die vermiedenen Todesfälle durch Hitze und Luftschadstoffe stehen gesondert im zweiten Argument. Der Impact ist sehr klein und der größte Posten der Vorschlagsseite.

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30.000 Bäume/Jahr
zusätzliche Bäume je Jahr in der bebauten Stadt
× 4 Jahre Setzung, Spanne 3–5: erster eigener Haushalt 2027, Baumschulware und Planungsstellen brauchen Anlauf — derselbe Schritt auf beiden Seiten
120.000 Bäume
wirksame Pflanzjahre der Wahlperiode 2026–2031
× 30 % Spanne 25–40 %: volle Krone nach rund 25 Jahren, Pflanzung 2027–2030, Zeitraum bis 2046
36.000 Bäume mit voller Krone
mittlerer Kronenanteil über den Bewertungszeitraum
× 250 € Setzung, Spanne 100–500 €: so bewertet, als schenkte jeder ausgewachsene Baum den Menschen in seiner Umgebung zusammen rund 120 frei gewählte Stunden im Jahr (2,05 € je Stunde); kein Berliner Wert erhoben
9 Mio €/Jahr
Kühl-, Schatten- und Aufenthaltswert je ausgewachsenem Baum und Jahr
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,8
Normalised Impact
Score 1,8 Impact × 7 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 7,6 von 100

Plausibilität

Die Kühlwirkung selbst ist gemessen: 0,4 °C im Sommermittel über 93 europäische Städte mit 57 Mio. Einwohnern [7]. Dass gepflanzte Bäume Schatten werfen und die Straße kühlen, tritt in jedem Fall ein, in dem sie anwachsen — offen ist nicht das Ob, sondern die Höhe, und die steht als Spanne von 100 bis 500 € je Baum in der Rechnung. Kontrafaktum ist dieselbe Straße ohne den neuen Baum; das Design ist mechanistisch, weil kein Berliner Vergleich zwischen begrünten und unbegrünten Straßen vorliegt; die eine Störgröße ist der Standort — Berlin hat mit rund 80 Bäumen je Kilometer Stadtstraße schon heute viele Straßenbäume [5], sodass der zusätzliche Baum meist eine bestehende Reihe verdichtet, und ein erheblicher Teil der Zielzahl soll in Hinterhöfe und auf Firmengelände [2], wo der Schatten weniger Menschen erreicht; beides ist in der Höhe der Setzung berücksichtigt, nicht in P. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Rückleseprobe: In etwa sechs von zehn vergleichbaren Pflanzprogrammen liefert der Bestand den Aufenthaltswert in der angesetzten Größenordnung, im Rest bleibt er durch Ausfälle und schlechte Standorte deutlich darunter. Die Plausibilität ist mittel: gemessene Wirkung, gesetzter Stückwert.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6

Kontrafaktum: dieselben Straßen, Höfe und Gelände ohne die neu gepflanzten Bäume. Design: mechanistisch — Schatten und Verdunstungskühlung sind physikalisch gesichert, die Kühlwirkung über 93 Städte gemessen (0,4 °C), was ein einzelner Baum an Aufenthaltswert liefert, ist eine Setzung mit Spanne. Störgröße: Verdichtung bestehender Reihen und Standorte in Höfen, die weniger Menschen erreichen — in der Höhe der Setzung, nicht in P. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Luft und Hitze, an denen weniger Menschen sterben

1,7von 100

744 europäische Städte: Fünf Prozentpunkte mehr Kronendeckung verhindern rund 5.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr. Auf Berlin und den hier erreichten Zuwachs von 0,24 Prozentpunkten übertragen sind es knapp fünf Fälle durch Luftschadstoffe und ein halber Hitzetoter im Jahr — zusammen rund 43 gewonnene Lebensjahre.

Wert 10 · Leben & GesundheitImpact 0,3Plausibilität 5
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Wert

Der Strom besteht aus vorzeitigen Todesfällen, gezählt in gewonnenen Lebensjahren. Er steht damit auf derselben Stufe wie die vermiedenen Hitzetoten des Hitzeaktionsplans in diesem Bereich und die Verkehrstoten im Tempolimit-Datensatz — nicht auf der Stufe der diffusen Schadenskosten, mit der das Tempolimit Stickoxide und Feinstaub bucht, weil hier nicht die Belastung, sondern der Todesfall gezählt wird. Der Wert ist am höchsten: Leben und Gesundheit.

Impact

Der zweite Kanal ist weniger sichtbar und wiegt je Fall schwerer. Ausgangspunkt ist der Kronenzuwachs aus dem ersten Argument: 36.000 Bäume mit voller Krone im Mittel des Zeitraums, zu 60 m² je Krone (Spanne 40 bis 80), auf 891 km² Stadtfläche — 0,24 Prozentpunkte mehr Kronendeckung. Eine Auswertung von 744 europäischen Städten über die Jahre 2000 bis 2019 kommt zu dem Ergebnis, dass fünf Prozentpunkte mehr Baumkronendeckung rund 5.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr verhindern könnten; der Rückgang verteilt sich auf Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon [8]. Auf die rund 200 Mio. Einwohner dieser Städte bezogen sind das etwa fünf vermiedene Todesfälle je Prozentpunkt und Million Einwohner, mit einer Spanne von drei bis acht, weil die Einwohnerbasis geschätzt ist. Für Berlin mit 3,9 Mio. Einwohnern ergeben sich knapp fünf vermiedene Todesfälle im Jahr, bewertet mit acht verlorenen Lebensjahren je Fall (Spanne 4 bis 12), weil schadstoffbedingte Sterblichkeit überwiegend ältere Menschen trifft: rund 38 Lebensjahre. Hinzu kommt die Hitze: Berlin verzeichnet im Mittel 97 hitzebedingte Sterbefälle im Jahr [6]; bei 15 Prozentpunkten mehr Kronendeckung wäre rund ein Drittel der hitzeinselbedingten Todesfälle vermeidbar [7], linear also 2,2 % je Prozentpunkt — hier ein halber Fall im Jahr zu zwei Lebensjahren, wie beim Hitzeaktionsplan. Mit dem Zuschlag von zehn Prozent für Angehörige sind es rund 43 Lebensjahre im Jahr, zu 40.000 € je Lebensjahr rund 1,7 Mio. €. Der Impact ist sehr klein und betrifft eine kleine Zahl von Menschen sehr stark.

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vermiedene Todesfälle durch Luftschadstoffe im Jahr Kronendeckung: 36.000 Bäume mit voller Krone (erstes Argument) × 60 m² (Setzung, Spanne 40–80) ÷ 891 km² Stadtfläche; 5 Fälle je Prozentpunkt und Million: 5.000 ÷ 5 ÷ rund 200 Mio Einwohner der 744 Städte — Setzung, Spanne 3–8, weil die Einwohnerbasis geschätzt ist [8] 0,242 Prozentpunkte × 5 Fälle je Prozentpunkt und Million Einwohner × 3,9 Mio Einwohner 4,72 Fälle/Jahr
× gewonnene Lebensjahre je Fall Setzung, Spanne 4–12: schadstoffbedingte Sterblichkeit trifft überwiegend ältere Menschen 8 Jahre 37,8 Lebensjahre/Jahr
+ gewonnene Lebensjahre aus weniger Hitzetoten ein Drittel weniger hitzeinselbedingte Todesfälle bei 15 Prozentpunkten mehr Kronendeckung, linear umgelegt; 2 Lebensjahre je Fall wie beim Hitzeaktionsplan (Spanne 0,5–6) [6][7] 97 Hitzetote im Jahr × 2,2 % je Prozentpunkt × 0,242 Prozentpunkte = 0,52 Fälle × 2 Jahre 1,05 Lebensjahre/Jahr
+ Zuschlag für Angehörige Sterbefälle tragen einen zweiten Strom für das Leid der Angehörigen in Höhe von zehn Prozent 10 % der Lebensjahre 3,9 Lebensjahre/Jahr
= gewonnene Lebensjahre im Jahr (Spanne 22–64) 42,75 Lebensjahre/Jahr
× Wert der gewonnenen Lebenszeit Maßstab dieser Seite für ein gewonnenes Lebensjahr 40.000 € je Lebensjahr 1,71 Mio €/Jahr
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 5 Mio € je Punkt 0,34
Score 0,34 Impact × 10 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 1,7 von 100

Plausibilität

Die Beleglage ist für dieses Thema ungewöhnlich breit: 744 Städte über zwanzig Jahre [8], dazu die Kühlwirkung über 93 Städte [7]. Was hier unsicher bleibt, ist zweierlei. Die Höhe — Einwohnerbasis der Studienstädte, Kronenfläche, verlorene Lebensjahre je Fall — steht als Spanne in der Rechnung. Das Ob ist der Rest: Berlins Schadstoffbelastung dürfte unter dem Mittel der untersuchten Städte liegen, und Bäume geben selbst flüchtige Kohlenwasserstoffe ab, die an heißen Tagen Ozon bilden können — ein Teil des Ozonanteils kann sich damit aufheben. Kontrafaktum ist Berlins heutige Sterblichkeit bei heutiger Kronendeckung; das Design ist mechanistisch, weil beide Studien Ablagerung und Kühlung modellieren und kein Pflanzprogramm beobachten; die eine Störgröße ist die Ozonbildung aus Baumemissionen; eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Rückleseprobe: In etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall senkt ein Kronenzuwachs dieser Größe die Sterblichkeit messbar, im anderen geht er in der Schwankung der Belastung unter. Die Plausibilität ist mittel: breite Studienlage, unsichere Übertragung.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6

Kontrafaktum: Schadstoff- und Hitzesterblichkeit Berlins bei heutiger Kronendeckung. Design: mechanistisch — die Studien modellieren Ablagerung und Kühlung über Expositions-Wirkungs-Funktionen, beobachtet wurde kein Pflanzprogramm; die Übertragung auf Berlin läuft über Einwohnerzahl und Flächenanteil. Störgröße: Berlins Schadstoffbelastung unter dem Mittel der Studienstädte und die Ozonbildung aus Baumemissionen, die den Ozonanteil schmälern kann — der Ob-Zweifel dieses Arguments. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Bäume, die stehen bleiben statt ersetzt zu werden

0,3von 100

Nur noch 6 % der Straßenbäume sind ohne sichtbare Schäden. Angesetzt ist, dass gesicherte Pflege in den fünf Haushaltsjahren der Wahlperiode ein Zehntel der rund 5.570 jährlichen Fällungen vermeidet — ein erhaltener Altbaum liefert die volle Krone sofort, ein neuer braucht ein Vierteljahrhundert dafür.

Wert 7 · Umwelt & TeilhabeImpact 0,1Plausibilität 5
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Wert

Der Strom betrifft dieselbe Umweltqualität wie das erste Argument, nur über den Erhalt statt über den Zuwachs. Er wird deshalb mit demselben Gewicht bewertet. Der Wert ist hoch: Umwelt und breite Teilhabe am öffentlichen Raum.

Impact

Der zweite Teil des Vorschlags wird in der Debatte übersehen und ist der wirtschaftlichste: Pflege und Unterhalt sollen finanziell abgesichert werden [1]. Der Bedarf ist belegt und ernst — der Anteil der Straßenbäume ohne sichtbare Schäden fiel von 31 % im Jahr 2012 auf 6 % im Jahr 2021 [4]. Gefällt wurden zwischen 2010 und 2025 insgesamt 89.115 Straßenbäume, rund 5.570 im Jahr [3]. Angesetzt ist, dass gesicherte Pflege ein Zehntel davon vermeidet, also rund 560 Altbäume jährlich, mit einer Spanne von 3 bis 25 %. Gezählt werden die fünf Haushaltsjahre der Wahlperiode, in denen das zusätzliche Pflegegeld fließt — derselbe Schritt wie beim Pflegeposten der Gegenseite —, also rund 2.800 erhaltene Altbäume. Jeder bleibt angesetzt weitere fünfzehn Jahre stehen (Spanne 5 bis 25); über zwanzig Jahre ergibt das einen mittleren Bestand von rund 2.100 erhaltenen Altbäumen. Und ein Altbaum liefert die volle Krone sofort — die vollen 250 € im Jahr, die im ersten Argument ein heranwachsender Baum erst nach einem Vierteljahrhundert erreicht; rund 0,5 Mio. € jährlich. Die vermiedene Ersatzpflanzung ist Geld und steht gesondert im vierten Argument. Der Impact ist sehr klein und der wirksamste Euro dieses Vorschlags.

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5.570 Bäume/Jahr
gefällte Straßenbäume je Jahr
[3]
× 10 % Setzung, Spanne 3–25 %: Sturm, Krankheit und Verkehrssicherung sind nicht abwendbar, Berlin veröffentlicht keine Fällgründe
557 Bäume/Jahr
durch gesicherte Pflege vermeidbar
[4]
× 5 Jahre Setzung, Spanne 4–5: ab dem Haushalt 2027 — derselbe Schritt wie beim Pflegeposten der Gegenseite
2.785 erhaltene Altbäume
Haushaltsjahre der Wahlperiode mit gesichertem Pflegegeld
[1]
× 15 Jahre Setzung, Spanne 5–25: alle innerhalb des Bewertungszeitraums
41.775 Baumjahre
weitere Standjahre je erhaltenem Baum
÷ 20 Jahre Bewertungszeitraum
2.089 Bäume
erhaltene Altbäume im Mittel des Zeitraums
× 250 € dieselbe Setzung wie im ersten Argument (Spanne 100–500 €), hier ohne Kronenabschlag, weil der Altbaum die Krone schon hat
0,52 Mio €/Jahr
voller Kronenwert je Altbaum und Jahr
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,1
Normalised Impact
Score 0,1 Impact × 7 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 0,3 von 100

Plausibilität

Dass ein erhaltener Altbaum mehr liefert als ein neu gepflanzter, ist zwingend — er hat die Krone bereits, während der neue ein Vierteljahrhundert dafür braucht. Der Zustandsbefund stützt den Bedarf deutlich [4]. Offen ist, ob mehr Pflegegeld Fällungen überhaupt in nennenswerter Zahl verhindert: Ein Teil der Fällungen geht auf Sturm, Krankheit und Verkehrssicherungspflicht zurück und wäre auch mit mehr Geld nicht abzuwenden, und Berlin veröffentlicht keine Aufschlüsselung der Fällgründe; wie viele es sind, steht als Spanne von 3 bis 25 % in der Rechnung. Kontrafaktum ist die heutige Pflege mit rund 16 € je Straßenbaum und Jahr; das Design ist mechanistisch, weil kein Vergleich zwischen besser und schlechter gepflegten Berliner Beständen vorliegt; die eine Störgröße ist der Zustand des Bestands, der die Fällungen auch mit mehr Geld weiter steigen lassen kann; eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Rückleseprobe: In etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall senkt gesichertes Pflegegeld die Fällungen messbar. Die Plausibilität ist mittel: zwingender Mechanismus, unbekannter vermeidbarer Anteil.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6

Kontrafaktum: die heutige Pflege mit rund 16 € je Straßenbaum und Jahr und 5.570 Fällungen im Jahr. Design: mechanistisch — gesicherte Pflege verhindert Trockenschäden und Wurzelschäden, ein Anteil der Fällungen geht auf Sturm, Krankheit und Verkehrssicherung zurück und ist nicht abwendbar; Berlin veröffentlicht keine Fällgründe. Störgröße: der Zustand des Bestands, der die Fällungen unabhängig vom Pflegegeld weiter steigen lässt. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Ersatzpflanzungen, die entfallen

0,1von 100

Wo ein Altbaum stehen bleibt, entfällt die Nachpflanzung: rund 1.400 der 2.800 erhaltenen Bäume wären sonst zu 3.500 € ersetzt worden — rund 4,9 Mio. €, auf zwanzig Jahre verteilt 0,24 Mio. € im Jahr.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,1Plausibilität 5
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Wert

Der Strom besteht aus öffentlichen Mitteln, die nicht ausgegeben werden müssen. Er wird deshalb am allgemeinen Maßstab bewertet wie die Kostenposten der Gegenseite — nicht auf dem Wert der Umweltdimension, den der erhaltene Baum selbst im dritten Argument trägt. Der Wert ist mittel: gewöhnliche öffentliche Mittel am allgemeinen Maßstab.

Impact

Die Menge folgt aus dem Argument darüber: rund 2.800 Altbäume, die in den fünf Haushaltsjahren der Wahlperiode stehen bleiben statt gefällt zu werden [3]. Nicht jeder gefällte Baum wird heute ersetzt — 2021 standen 2.972 Pflanzungen 6.269 Fällungen gegenüber [4]; angesetzt ist deshalb, dass die Hälfte der erhaltenen Bäume sonst nachgepflanzt worden wäre, mit einer Spanne von 40 bis 100 %. Eine Nachpflanzung kostet in der Stadtbaumkampagne rund 3.500 € [3]. Das ergibt rund 4,9 Mio. € über die Wahlperiode, auf den Bewertungszeitraum verteilt rund 0,24 Mio. € im Jahr. Der Posten ist bewusst vom Kronenwert des Altbaums getrennt: Dort steht die Umweltwirkung, hier das gesparte Geld. Der Impact ist sehr klein und der kleinste Posten dieser Bewertung.

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2.785 Bäume
erhaltene Altbäume in der Wahlperiode
[3]
× 50 % Setzung, Spanne 40–100 %: 2021 standen 2.972 Pflanzungen 6.269 Fällungen gegenüber
1.393 Nachpflanzungen
Anteil, der sonst nachgepflanzt worden wäre
[4]
× 3.500 € Satz der Stadtbaumkampagne
4,87 Mio €
Kosten je Nachpflanzung
[3]
÷ 20 Jahre einmalige Ersparnis, wie die Pflanzkosten der Gegenseite auf den Zeitraum verteilt
0,24 Mio €/Jahr
auf den Bewertungszeitraum verteilt
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,05
Normalised Impact
Score 0,05 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 0,1 von 100

Plausibilität

Der Posten hängt an derselben Frage wie das Argument darüber: ob gesichertes Pflegegeld Fällungen überhaupt verhindert. Tritt das ein, entfällt die Nachpflanzung zwingend — der Stückpreis ist amtlich [3], die Nachpflanzquote aus den Zahlen des Bestands abgeleitet [4]. Kontrafaktum ist die heutige Praxis mit rund halb so vielen Pflanzungen wie Fällungen; das Design ist mechanistisch, weil die vermiedene Fällung selbst nicht gemessen ist; die eine Störgröße ist die Nachpflanzquote, die mit dem Klimaanpassungsgesetz steigen dürfte — in der Spanne bis 100 %; eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Rückleseprobe: In etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall spart gesichertes Pflegegeld Nachpflanzungen in dieser Größenordnung. Die Plausibilität ist mittel: sicherer Stückpreis, geteilte Eintrittsfrage.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6

Kontrafaktum: heutige Nachpflanzpraxis (2.972 Pflanzungen bei 6.269 Fällungen 2021). Design: mechanistisch — vermiedene Fällung × Nachpflanzquote × Stückpreis, wobei die vermiedene Fällung dieselbe ungemessene Größe wie im dritten Argument ist. Störgröße: die Nachpflanzquote, die mit dem Zielbestand des Klimaanpassungsgesetzes steigt — in der Spanne 40–100 %. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Argumente — Contra

3 Argumente

Was Pflanzung und Pflege kosten

8,5von 100

Pflanzung samt Anwuchspflege 6,6 Mio. €, laufende Pflege der neuen Bäume 3,3 Mio. €, zugesagte Bestandspflege 2,2 Mio. € — zusammen rund 12 Mio. € im Jahr über den Bewertungszeitraum. Die heutige Globalsumme für Straßenbäume beträgt 7,2 Mio. €.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 2,4Plausibilität 7
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Wert

Der Strom besteht aus öffentlichen Mitteln für Pflanzung und Pflege. Ein besonderer Zweck, der ein höheres Gewicht rechtfertigen würde, ist nicht erkennbar; der Umweltzweck steckt bereits im Nutzen der anderen Seite. Der Wert ist mittel: gewöhnliche öffentliche Mittel am allgemeinen Maßstab.

Impact

Drei Posten kommen zusammen, alle für dieselben 120.000 Bäume in vier Pflanzjahren wie auf der Vorschlagsseite. Die Pflanzung samt dreijähriger Anwuchspflege: ein gemischter Satz von 1.100 € je Baum, Spanne 700 bis 1.800 — ein Straßenbaum kostet in der Stadtbaumkampagne rund 3.500 € einschließlich Anwuchspflege [3], ein Baum in Hinterhof, Schulhof oder auf einem Firmengelände mit Pflanzung und Anwuchspflege rund 500 €; angesetzt sind 20 % Straßenbäume und 80 % übrige Standorte. Das ergibt 132 Mio. €, als einmalige Ausgabe auf den Bewertungszeitraum verteilt 6,6 Mio. € im Jahr. Die laufende Pflege der neuen Bäume nach der Anwuchsphase: im Mittel rund 93.000 Bäume über den Zeitraum zu 35 € jährlich, Spanne 15 bis 70 — heute gibt Berlin rund 16 € je Straßenbaum aus (7,2 Mio. € auf 439.348 Bäume [3]), gesicherte Pflege liegt deutlich darüber, Hof- und Geländebäume beim Eigentümer darunter; also 3,3 Mio. €. Die zugesagte Absicherung von Pflege und Unterhalt des Bestands [1]: angesetzt 20 € zusätzlich je Baum für die 439.348 Straßenbäume in den fünf Haushaltsjahren der Wahlperiode, auf den Zeitraum verteilt 2,2 Mio. €. Zusammen rund 12 Mio. € im Jahr, Spanne 7 bis 22. Zum Vergleich: Die Globalsumme für Straßenbäume beträgt 2026 rund 7,2 Mio. € [3]. Wer die Geländebäume über Anreize und Zertifikate von Unternehmen bezahlen lässt, verschiebt den Posten, ohne ihn zu verkleinern — ein Euro der Unternehmen zählt hier wie ein Euro des Landes. Der Impact ist sehr klein und der größte Posten dieser Bewertung.

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Pflanzung samt dreijähriger Anwuchspflege, auf den Zeitraum verteilt Mischsatz, Setzung, Spanne 700–1.800 €: ein Fünftel Straßenbäume zu 3.500 € einschließlich Anwuchspflege, vier Fünftel Hof-, Schulhof- und Geländebäume zu rund 500 €; einmalige Ausgabe auf den Bewertungszeitraum verteilt; 120.000 Bäume wie im ersten Argument [2][3] 120.000 Bäume × 1.100 € ÷ 20 Jahre 6,6 Mio €/Jahr
+ laufende Pflege der neuen Bäume nach der Anwuchsphase Setzung, Spanne 15–70 € je Baum und Jahr: heute rund 16 € je Straßenbaum (7,2 Mio € ÷ 439.348), gesicherte Pflege darüber, Hof- und Geländebäume beim Eigentümer darunter; Bestand ab dem vierten Standjahr bis 2046 [3] 93.000 Bäume im Mittel × 35 € 3,26 Mio €/Jahr
+ zugesagte Bestandspflege, auf den Zeitraum verteilt Setzung, Spanne 10–40 € zusätzlich je Straßenbaum und Jahr; fünf Haushaltsjahre der Wahlperiode — derselbe Schritt wie beim Erhalt der Altbäume [1][3] 439.348 Straßenbäume × 20 € × 5 von 20 Jahren 2,2 Mio €/Jahr
= Kosten im Jahr (Spanne 7–22) 12,1 Mio €/Jahr
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 5 Mio € je Punkt 2,42
Score 2,42 Impact × 5 Wert × 7 Plausibilität ÷ 10 = 8,5 von 100

Plausibilität

Der Stückpreis der Stadtbaumkampagne ist amtlich, und die heutigen Haushaltsansätze stehen im Klartext [3]. Die Ausgaben fallen an, sobald gepflanzt wird — unabhängig davon, was die Bäume später leisten; was offen ist, ist die Höhe, und die steht als Spanne in der Rechnung. Zwei Größen darin sind gesetzt: der Mischsatz für die Standorte außerhalb des Straßenlands, für die es keine veröffentlichten Berliner Zahlen gibt, und die Höhe der Bestandspflege — das Programm sagt „finanziell abgesichert“ [1], nennt aber keine Summe. Kontrafaktum ist die heutige Globalsumme; das Design ist definitorisch, weil die Ausgabe die Maßnahme selbst ist; die eine Störgröße ist die Aufteilung auf Straßen- und Geländebäume; eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Zu beachten ist eine Kopplung, die in beide Richtungen wirkt: Wer bei der Pflege spart, senkt den Nutzen des dritten Vorschlagsarguments und erhöht zugleich die Ausfälle im nächsten Argument. Die Kostenseite lässt sich also nicht drücken, ohne die Nutzenseite mitzusenken. Die Plausibilität ist hoch: amtliche Stückkosten, gesetzte Mischung.

evidence_basis: Präzedenz · P-ceiling 7 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: heutige Globalsumme für Straßenbäume von 7,2 Mio € und rund 3.000 Pflanzungen im Jahr. Design: definitorisch — die Ausgaben fallen an, sobald gepflanzt und gepflegt wird, unabhängig davon, was die Bäume später leisten; die Höhe steht in der Spanne (Mischsatz je Baum, Pflegesatz, Zuschlag für den Bestand). Störgröße: die Aufteilung auf Straßen- und Geländebäume, die den Mischsatz bestimmt — in der Spanne 700–1.800 €. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Bäume, die den Sommer nicht überstehen

0,7von 100

Angesetzt sind 20 % Ausfall in der Anwuchsphase — die Dürresommer 2018 bis 2022 sind der dokumentierte Grund des vorherigen Bestandsrückgangs. 24.000 Ersatzpflanzungen zu 1.100 € sind rund 26 Mio. €, auf den Bewertungszeitraum verteilt 1,3 Mio. € im Jahr.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,3Plausibilität 5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Der Strom besteht aus öffentlichen Mitteln, die zweimal ausgegeben werden müssen. Er wird deshalb wie das vorige Argument bewertet. Der Wert ist mittel: gewöhnliche öffentliche Mittel am allgemeinen Maßstab.

Impact

Berlin weiß aus eigener Erfahrung, was mit jungen Bäumen in Dürresommern passiert: Der Bestandsrückgang bis 2021 ging genau darauf zurück — Stürme und die Dürreperioden zwischen 2018 und 2022 [5]. Angesetzt ist deshalb eine Ausfallquote von 20 % in der Anwuchsphase, mit einer Spanne von 8 bis 40 %. Bei 120.000 Bäumen sind das 24.000, die ersetzt werden müssen — zu demselben gemischten Satz von 1.100 € je Pflanzung samt Anwuchspflege wie im Kostenposten; die auf den ausgefallenen Baum verwendete Anwuchspflege ist dort schon bezahlt und wird hier nicht ein zweites Mal gezählt. Das ergibt rund 26 Mio. €, als einmalige Ausgabe auf den Bewertungszeitraum verteilt rund 1,3 Mio. € im Jahr. Der Posten ist bewusst getrennt gebucht: Im vorigen Argument steht die planmäßige Pflanzung, hier steht der Teil, der ein zweites Mal bezahlt werden muss. Der Impact ist sehr klein.

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120.000 Bäume
gepflanzte Bäume in der Wahlperiode
[3]
× 20 % Setzung, Spanne 8–40 %: Dürresommer 2018–2022 als dokumentierte Ursache des Bestandsrückgangs, Quote nicht veröffentlicht
24.000 Ersatzpflanzungen
Ausfall in der Anwuchsphase
× 1.100 € je Baum derselbe Mischsatz wie im Kostenposten (Spanne 700–1.800 €)
26,4 Mio €
Ersatzpflanzung samt Anwuchspflege
÷ 20 Jahre einmalige Ausgabe, wie die Pflanzkosten verteilt
1,32 Mio €/Jahr
auf den Bewertungszeitraum verteilt
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,26
Normalised Impact
Score 0,26 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 0,7 von 100

Plausibilität

Dass junge Bäume in Trockenjahren ausfallen, ist in Berlin nicht theoretisch, sondern die dokumentierte Ursache des vorangegangenen Bestandsrückgangs [4][5]; dass ein Teil ersetzt werden muss, tritt in jedem Pflanzprogramm ein. Die Quote selbst veröffentlicht Berlin nicht — weder für die Stadtbaumkampagne noch für die regulären Pflanzungen; zwischen 8 und 40 % liegt der Faktor fünf, und er steht als Spanne in der Rechnung, nicht in P. Kontrafaktum ist der Bestand ohne Ersatz; das Design ist definitorisch, weil der Ausfall eines Teils sicher ist und nur seine Höhe offen; die eine Störgröße ist die Anwuchspflege, die die Quote senkt und schon im Kostenposten bezahlt ist; eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Plausibilität ist mittel: belegte Ursache, unveröffentlichte Quote.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: Bestand ohne Ersatzpflanzung, mit den Lücken, die Dürresommer reißen. Design: definitorisch — ein Teil junger Bäume fällt in jedem Pflanzprogramm aus und wird ersetzt; die Quote steht in der Spanne 8–40 %, nicht in P. Störgröße: die Anwuchspflege, die die Quote senkt — bereits im Kostenposten bezahlt. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Wasser, das die Stadt nicht übrig hat

0,1von 100

Rund 54.000 m³ im Jahr über den Bewertungszeitraum, alle in den drei Anwuchsjahren der 120.000 Bäume, bewertet zum Knappheitswert in Trockenjahren. In nassen Jahren liegt der Posten nahe null.

Wert 7 · WasserhaushaltImpact 0,0Plausibilität 5
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Wert

Der Strom betrifft den Wasserhaushalt der Region und damit dieselbe Umweltdimension wie der Nutzen auf der anderen Seite. Er wird deshalb mit demselben Gewicht bewertet, damit sich Nutzen und Kosten innerhalb der Umweltdimension direkt vergleichen lassen. Der Wert ist hoch: Umwelt und Wasserhaushalt.

Impact

Junge Bäume brauchen über Jahre regelmäßige Wassergaben, und zwar genau in den trockenen Sommern, in denen Wasser knapp ist. Angesetzt sind 3 m³ je Jungbaum und Jahr — rund 60 Gießgänge zu 50 l —, mit einer Spanne von 1,5 bis 6, über drei Anwuchsjahre (Spanne 3 bis 5). Bei 120.000 Bäumen sind das rund 1,1 Mio. m³, auf den Bewertungszeitraum verteilt rund 54.000 m³ im Jahr. Bewertet ist nicht der Tarifpreis, der in der Anwuchspflege des Kostenpostens steckt, sondern der Knappheitswert in Trockenjahren obendrauf, angesetzt mit 3 € je Kubikmeter bei einer Spanne von 1 bis 8; der Berliner Trinkwassertarif liegt bei rund 2 €. Das ergibt rund 0,16 Mio. € jährlich, im Mittel über trockene und normale Jahre; in nassen Jahren liegt der Wert nahe null. Der Impact ist sehr klein und der kleinste Posten der Gegenseite.

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120.000 Bäume
gepflanzte Bäume in der Wahlperiode
[3]
× 3 m³ Setzung, Spanne 1,5–6: rund 60 Gießgänge zu 50 l in der Vegetationszeit
360.000 m³/Jahr
Wassergabe je Jungbaum und Jahr
× 3 Jahre Setzung, Spanne 3–5: die Anwuchspflege der Stadtbaumkampagne dauert drei Jahre
1.080.000 m³
Anwuchsjahre mit Bewässerung
[3]
÷ 20 Jahre Bewertungszeitraum
54.000 m³/Jahr
auf den Bewertungszeitraum verteilt
× 3 € je m³ Setzung, Spanne 1–8 €: Mittel über trockene und normale Jahre, obendrauf auf den Tarifpreis von rund 2 €, der in der Anwuchspflege steckt; kein Anker
0,16 Mio €/Jahr
Knappheitswert in Trockenjahren
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,03
Normalised Impact
Score 0,03 Impact × 7 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 0,1 von 100

Plausibilität

Dass Jungbäume gewässert werden, ist unstrittig, und die Menge folgt aus Gießgängen und Anwuchsjahren; was gesetzt ist, ist allein der Knappheitswert, und er steht als Spanne in der Rechnung. Der Knappheitswert ist keine erhobene Größe, und Berlin veröffentlicht keine Bilanz der Baumbewässerung. Kontrafaktum ist der Wasserhaushalt ohne die Anwuchsbewässerung; das Design ist definitorisch, weil die Bewässerung Teil der Pflanzung ist; die eine Störgröße ist ein Effekt, der hier bewusst nicht gegengerechnet ist: Ausgewachsene Bäume halten Regenwasser zurück und geben es über die Verdunstung wieder ab — das ist Teil der Kühlwirkung im ersten Vorschlagsargument; eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Der Wasserposten ist deshalb ein Kostenpunkt der Anwuchsphase, kein dauerhafter. Die Plausibilität ist mittel: sicherer Mechanismus, gesetzter Knappheitswert.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: Wasserhaushalt der Region ohne die Anwuchsbewässerung. Design: definitorisch — Jungbäume werden gewässert, die Menge folgt aus Gießgängen und Anwuchsjahren; offen ist allein der Knappheitswert, der als Setzung mit Spanne in der Rechnung steht. Störgröße: die Rückhaltewirkung der ausgewachsenen Bäume, die im ersten Vorschlagsargument steckt und hier nicht gegengerechnet ist. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Summary

Zwei Dinge muss man über diesen Vorschlag wissen, und beide stehen nicht in der Werbung dafür. Erstens: Der Berliner Straßenbaumbestand schrumpft nicht mehr — er liegt zum 31. Dezember 2025 mit 439.348 Bäumen über dem bisherigen Höchststand [3][5], nur der Zustand hat sich nicht erholt: 6 % der Bäume waren 2021 ohne sichtbare Schäden, 2012 waren es 31 % [4]. Zweitens: Die Zielzahl ist nicht finanzierbar — bewertet sind deshalb 30.000 Bäume je Jahr in vier Pflanzjahren der Wahlperiode, 120.000 statt einer Million, was bereits einer Vervierfachung des heutigen Mitteleinsatzes entspricht [3]. Diesen 120.000 Bäumen stehen rund 12 Mio. € im Jahr an Pflanzung und Pflege gegenüber, und ihr Nutzen kommt langsam: Über zwanzig Jahre erreicht der Bestand im Mittel erst 30 % seiner Endkrone, die knapp fünf vermiedenen Todesfälle durch Luftschadstoffe und der halbe Hitzetote im Jahr wiegen zusammen weniger als der Schatten. Der wirksamste Euro steckt in der weniger beworbenen Hälfte des Vorschlags, der gesicherten Pflege des Bestands: Ein erhaltener Altbaum hat die Krone schon, ein neuer braucht ein Vierteljahrhundert dafür. Das Ergebnis ist offen und hängt an einer einzigen Zahl, die für Berlin niemand erhoben hat: Was ist ein ausgewachsener Stadtbaum den Menschen wert, die an ihm vorbeigehen — angesetzt sind 250 € im Jahr, und zwischen 100 und 500 € wechselt die Antwort.

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Ausgeglichen · 0,51 alter Maßstab
heute Δ +0,5 F1 — mit Eine Million Bäume F0 — Baseline ohne Maßnahme +10 Jahre +20 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. Bündnis 90/Die Grünen Berlin, Wahlprogramm 2026: Ziel, „nicht nur eine Million neuer Bäume zu pflanzen, sondern auch dafür zu sorgen, dass Pflege und Unterhalt der Bäume finanziell abgesichert sind“; Unterstützung des Baumschutzgesetzes und erhöhte Baumpflegebudgets; daneben ein Entsiegelungsprogramm mit dem Ziel der Netto-Null-Versiegelung, Schwammstadt, Sonnensegel, Öffnung klimatisierter Gebäude an heißen Tagen, Trinkbrunnen und Klimainseln. gruene.berlin
  2. Grüne Fraktion Berlin, Positionspapier „1 Million Bäume für Berlin“: Eine Million neue Bäume an „Straßen, Schulhöfen, Hinterhöfen, Parks oder auf Firmengeländen“, besonders an Hitze-Hotspots; finanziert über öffentliche Mittel, Anreize und Nachhaltigkeitszertifikate. gruene-fraktion.berlin
  3. Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/26413 (Antwort vom 6. Juli 2026): 439.348 Straßenbäume zum 31.12.2025; Zielbestand 440.000 nach dem Berliner Klimaanpassungsgesetz; 89.115 gefällte Straßenbäume 2010–2025; für die Stadtbaumkampagne sind „etwa 3.500 Euro erforderlich“ je Baum; Globalsumme Produkt 80988 (Straßenbäume) 2026: 7.200.804 €; Stadtbaumkampagne 2026 rund 4 Mio. €, 2027 rund 5 Mio. €; standortbezogene Abgleiche zu Nachpflanzungen erfolgen im System nicht. pardok.parlament-berlin.de
  4. Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/11445 (14. April 2022): Straßenbaumbestand 439.971 (2012) und 432.769 (2021); Pflanzungen 2.740 (2012) und 2.972 (2021); Fällungen 4.594 (2012) und 6.269 (2021); Waldfläche rund 16.130 ha, nahezu unverändert; rund 2,8 Mio. Jungbäume in der Wiederaufforstung 2012–2021; Bäume in öffentlichen Grünanlagen sind bisher nicht vollständig einzeln im Baumkataster erfasst; zu Bäumen auf privaten Flächen führen weder Senat noch Bezirksämter eine Statistik; Anteil der Bäume ohne sichtbare Schäden sank von 31 % (2012) auf 6 % (2021). pardok.parlament-berlin.de
  5. Senatsverwaltung für Umwelt, Daten und Fakten: Stadtbäume: Weit über 430.000 Straßenbäume, durchschnittlich rund 80 Bäume je Kilometer Stadtstraße; Höchststand 2016 mit 437.838 Bäumen, 1990 rund 370.891, 1946 rund 161.000; Linde rund 33 %, Ahorn rund 20 %, Eiche rund 9 %, Platane rund 6 %, Kastanie rund 5 % des Bestandes (Datenstand 31.12.2023). berlin.de
  6. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (11. Juni 2026): Hitzebedingte Sterbefälle in Berlin: 26 im Jahr 2025 bei acht Hitzetagen, 52 (2024), 110 (2023), 425 (2022), 398 (2018), 877 (1994); im Durchschnitt der Jahre 1985 bis 2025 starben in Berlin 97 Menschen jährlich an Hitze. statistik-berlin-brandenburg.de
  7. Iungman u. a., The Lancet (2023): 93 europäische Städte mit 57 Mio. Einwohnern: 6.700 vorzeitige Todesfälle im Sommer sind höheren Stadttemperaturen zuzuschreiben, 4,3 % der Sommermortalität; bei einer Baumkronendeckung von 30 % wären 2.644 dieser Todesfälle vermeidbar gewesen, rund ein Drittel; die mittlere Kronendeckung liegt bei 14,9 %, die Kühlwirkung bei durchschnittlich 0,4 °C im Sommer. eurekalert.org
  8. The Lancet Planetary Health (2025), EU-LIFE-Projekt „Airfresh“ / ENEA: 744 Städte in 36 europäischen Ländern, Zeitraum 2000–2019: Ein Anstieg der Baumkronendeckung um 5 Prozentpunkte könnte rund 5.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr verhindern, eine Kronendeckung von 30 % bis zu 12.000; Rückgang der schadstoffbedingten Sterblichkeit bei 30 % Kronendeckung: PM2,5 −9,4 %, Stickstoffdioxid −7,2 %, Ozon −12,1 %; Volltext (Lancet Planet Health 2025;9:e1064, DOI 10.1016/S2542-5196(25)00112-3): „each five percentage point increase in tree canopy cover“ — 4.727 vermiedene Todesfälle (95 % KI 2.067–7.475), bei 30 % Kronendeckung 11.974. media.enea.it
Zuletzt geprüft von Claude Fable 5.1 · 14. September 2026 · 4× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 14. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1Record aktualisiert

    Gesamtprüfung 08.09. gegen v2: Lancet-Volltext bestätigt die Prozentpunkt-Lesart in pro-2 (Quelle [8] ergänzt), Höchststand-Satz zu 437.838/439.971 in massnahme_text bereinigt; übrige Befunde durch v2 erledigt; keine Zahländerung, r 0,51.

  2. 10. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Rechenweg, Normalisierung, Identifikation und i_spanne an allen 7 Argumenten; Mengenrahmen auf 30.000 Bäume × 4 Pflanzjahre der Wahlperiode gezogen; con-1 (Anwuchspflege doppelt) und con-3 (Wasser für alle Bäume über 20 Jahre) korrigiert; pro-2 mit Hitzetoten und Angehörigen; neues pro-4 (ersparte Nachpflanzungen); r 0,446→0,513, P(D>0) 0,38 ausgeglichen; offen: V 10 vs. 7 für Schadstoff-Sterblichkeit.

  3. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5neu bewertet

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): 1 Korrektur(en) angewendet (B9); r 0.427 → 0.446. 2 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  4. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/berlin-eine-million-baeume.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →

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