Schatten, wo es am heißesten ist
Angesetzt sind 30.000 zusätzliche Bäume je Jahr in vier wirksamen Pflanzjahren der Wahlperiode, also 120.000 Bäume, die über zwanzig Jahre im Mittel 30 % ihrer Endkrone erreichen, bewertet mit 250 € Kühl- und Aufenthaltswert je ausgewachsenem Baum und Jahr. Das ergibt rund 9 Mio. € im Jahr — der Strom besteht fast vollständig aus Aufenthaltsqualität.
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Wert
Der Strom betrifft die Umweltqualität der Stadt und damit, wie erträglich der öffentliche Raum in den heißen Wochen ist. Er wirkt breit und ohne Zugangshürde auf alle, die draußen unterwegs sind. Existenz und Gesundheit sind nur am Rand berührt — der Gesundheitsanteil ist gesondert im zweiten Argument gebucht. Der Wert ist hoch: Umwelt und breite Teilhabe am öffentlichen Raum.
Impact
Das ist der Hauptnutzen, und er hängt an zwei Setzungen. Die erste ist die Menge: Angesetzt sind 30.000 zusätzliche Bäume je Jahr in der bebauten Stadt, mit einer Spanne von 10.000 bis 60.000 — gut das Zehnfache der heutigen Pflanzungen [4] und nicht die Million des Vorschlags, weil die Mittel dafür um zwei Größenordnungen fehlen [3]. Gezählt werden vier wirksame Pflanzjahre der Wahlperiode 2026 bis 2031, weil der erste eigene Haushalt 2027 kommt und Baumschulware wie Planungsstellen Anlauf brauchen; das ergibt 120.000 Bäume. Ein 2027 gepflanzter Stadtbaum erreicht seine volle Krone erst in den 2050er Jahren; über zwanzig Jahre liefert der Bestand deshalb im Mittel rund 30 % der Endkrone, mit einer Spanne von 25 bis 40 %. Die zweite Setzung ist der Wert: 250 € Kühl-, Schatten- und Aufenthaltswert je ausgewachsenem Baum und Jahr, Spanne 100 bis 500 — so bewertet, als schenkte jeder ausgewachsene Baum den Menschen in seiner Umgebung zusammen rund 120 frei gewählte Stunden im Jahr. Das ergibt rund 9 Mio. € jährlich, umgerechnet gut 2 € je Berlinerin und Berliner. Eines muss man dabei richtig einordnen: Der Strom besteht fast vollständig aus Aufenthaltsqualität; die vermiedenen Todesfälle durch Hitze und Luftschadstoffe stehen gesondert im zweiten Argument. Der Impact ist sehr klein und der größte Posten der Vorschlagsseite.
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Plausibilität
Die Kühlwirkung selbst ist gemessen: 0,4 °C im Sommermittel über 93 europäische Städte mit 57 Mio. Einwohnern [7]. Dass gepflanzte Bäume Schatten werfen und die Straße kühlen, tritt in jedem Fall ein, in dem sie anwachsen — offen ist nicht das Ob, sondern die Höhe, und die steht als Spanne von 100 bis 500 € je Baum in der Rechnung. Kontrafaktum ist dieselbe Straße ohne den neuen Baum; das Design ist mechanistisch, weil kein Berliner Vergleich zwischen begrünten und unbegrünten Straßen vorliegt; die eine Störgröße ist der Standort — Berlin hat mit rund 80 Bäumen je Kilometer Stadtstraße schon heute viele Straßenbäume [5], sodass der zusätzliche Baum meist eine bestehende Reihe verdichtet, und ein erheblicher Teil der Zielzahl soll in Hinterhöfe und auf Firmengelände [2], wo der Schatten weniger Menschen erreicht; beides ist in der Höhe der Setzung berücksichtigt, nicht in P. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Rückleseprobe: In etwa sechs von zehn vergleichbaren Pflanzprogrammen liefert der Bestand den Aufenthaltswert in der angesetzten Größenordnung, im Rest bleibt er durch Ausfälle und schlechte Standorte deutlich darunter. Die Plausibilität ist mittel: gemessene Wirkung, gesetzter Stückwert.
Kontrafaktum: dieselben Straßen, Höfe und Gelände ohne die neu gepflanzten Bäume. Design: mechanistisch — Schatten und Verdunstungskühlung sind physikalisch gesichert, die Kühlwirkung über 93 Städte gemessen (0,4 °C), was ein einzelner Baum an Aufenthaltswert liefert, ist eine Setzung mit Spanne. Störgröße: Verdichtung bestehender Reihen und Standorte in Höfen, die weniger Menschen erreichen — in der Höhe der Setzung, nicht in P. Richtung: keine Umkehrkausalität.