Gut drei Milliarden bleiben bei Käufern
Der Korridor hält die CO₂-Kosten 2027 im Schnitt rund 12 Euro je Tonne unter dem Preis, den das geltende Recht gebracht hätte. Für ein Einfamilienhaus mit Gasheizung und 20.000 Kilowattstunden Verbrauch sind das rund 60 Euro im Jahr 2027, an der Tankstelle 3 bis 4 Cent je Liter. Zusammen bleiben rund 3,4 Milliarden Euro bei den Käufern von Brennstoffen, gut die Hälfte davon bei privaten Haushalten.
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Wert
Der Strom besteht aus Geld, das Käufern von Brennstoffen erspart bleibt — ein gewöhnlicher Kaufkraftgewinn, kein Gut eigener Art. Sein Gewicht hängt daran, bei wem er landet. Das DIW hat das Aufkommen bei 65 Euro je Tonne auf den Verbrauch von 2024 gerechnet: 18,3 Milliarden Euro, davon 10,4 Milliarden bei privaten Haushalten, 7,0 Milliarden bei Unternehmen und 0,9 Milliarden beim Staat [6]. Rund 57 Prozent der Entlastung gehen damit an Haushalte. Gemessen am Einkommen trifft der CO₂-Preis untere Einkommen härter [6]; in absoluten Beträgen zahlen wohlhabendere Haushalte mehr, weil sie größere Wohnungen heizen und mehr fahren. Angesetzt ist ein Verhältnis von eins zu 1,7 zwischen unterstem und oberstem Fünftel — das steht so nicht im Bericht des DIW und ist eine Setzung. Über die ganze Verteilung gerechnet wiegt ein Euro dieser Entlastung bei Haushalten 1,10-mal so viel wie ein durchschnittlicher Euro, bei Betrieben und öffentlichen Stellen genau so viel; zusammen 1,055. Der Wert ist mittel: gewöhnliches verfügbares Einkommen, breit gestreut, mit leichtem Übergewicht bei Haushalten, für die Heizkosten stärker ins Gewicht fallen.
Impact
Ohne die Änderung hätte sich der nationale CO₂-Preis 2027 aus dem Durchschnitt der europäischen Emissionshandels-Auktionen des jeweils vorletzten Quartals errechnet [1]. Der Projektionsbericht der Bundesregierung, auf den sich das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft stützt, setzt dafür rund 80 Euro je Tonne an [5], der Immobilienverband GdW 75 bis 85 Euro [10]. Mit der Änderung gilt der Korridor von 55 bis 65 Euro; die Auktionen 2026 wurden am oberen Rand zugeteilt, angesetzt sind deshalb 65 Euro [9]. Versteigert wird aber nicht die ganze Menge: Von der jährlichen Emissionsmenge von 234,4 Millionen Tonnen gehen 40 Millionen ab, und was darüber hinaus gebraucht wird, kostet 73 oder 75 Euro [1]. Angesetzt ist ein Bedarf von 275 Millionen Tonnen — 2025 wurden rund 294 Millionen Zertifikate verkauft [7] —, davon 195 Millionen zu 65 Euro und 80 Millionen zu rund 74 Euro; das ist eine Setzung mit einer Spanne von 260 bis 290 Millionen Tonnen. Im Schnitt liegt der Preis damit bei knapp 68 Euro, gut 12 Euro unter dem Vergleichspreis, und bei den Käufern bleiben rund 3,4 Milliarden Euro (Spanne: 2,0 Milliarden bei 75 Euro Vergleichspreis bis 4,8 Milliarden bei 85 Euro). Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft nennt mehr als 4 Milliarden Euro, gerechnet aus der alten Finanzplanung [5]; der Gesetzentwurf selbst beziffert den Betrag nicht und spricht nur von veränderten Erlöserwartungen [1]. Für ein Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Gas sind es rund 60 Euro, gemessen an einem vollen CO₂-Anteil von 263 bis 311 Euro im Jahr [8]; je Liter Benzin rechnerisch 3 bis 4 Cent einschließlich Mehrwertsteuer. Die Mehrwertsteuer auf den Haushaltsanteil, rund 0,4 Milliarden Euro, wandert auf demselben Weg vom Kernhaushalt zu den Haushalten; ihr Beitrag zur Bilanz liegt unter einem Hundertstel Punkt und ist nicht gesondert gebucht. Der Betrag fällt einmalig an, weil ab 2028 der europäische Emissionshandel den Preis setzt [10]; über zehn Jahre verteilt und mit dem Gewicht von 1,055 ergibt das auf der Karte einen Normalised Impact von 7,2. Der Impact ist mittel: sehr viele Betroffene, aber ein einmaliger Betrag von rund 60 Euro je Haushalt.
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Plausibilität
Dass die Entlastung ankommt, ist eine Rechtsfolge: Der Preis steht im Gesetz, und der Gesetzentwurf selbst hält fest, dass die Kosten entlang der Lieferkette an die Endverbraucher weitergegeben werden [1]. Niemand muss sein Verhalten ändern, damit das Geld bei den Käufern bleibt. Verglichen wird mit dem geltenden Recht, also mit dem Quartalsdurchschnitt der europäischen Auktionen; gerechnet wird Menge mal Preisabstand. Ein Restrisiko bleibt: Fiele der europäische Preis bis 2027 auf das Niveau des Korridors, schrumpfte der Abstand gegen null; 2025 lag der Auktionspreis im Mittel bei knapp 74 Euro [7]. Offen ist vor allem die Höhe, denn sie ist der Abstand zu einem Preis, den es nun nicht geben wird: Geschätzt sind rund 80 Euro [5] und 75 bis 85 Euro [10]. Dazu kommt die Absatzmenge, die von Wetter und Konjunktur abhängt. Beides steht in der Spanne von 2,0 bis 4,8 Milliarden Euro und senkt die Plausibilität nicht ein zweites Mal. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen — bewertet wird, was es bewirkt, wenn es kommt [2][4]. Die Plausibilität ist sehr hoch: Das Ob steht mit dem Gesetz fest, die Höhe ruht auf einer Preisprognose und steht in der Spanne.
Definitorisch (Eintritt und Höhe getrennt, Julian 02.10.2026): Rechtsfolge des Korridors, Kostenweitergabe laut Gesetzentwurf [1]; P 9,5, Restrisiko: EU-Preis fällt bis 2027 in den Korridor (Umkehr nur unter 68 €/t). Höhe: Projektion des Vergleichspreises (rund 80 €/t [5], 75–85 €/t [10]) und Absatzmenge 260–290 Mio t — in i_spanne 0,211–0,506 (2,0–4,8 Mrd €).