Schulsozialarbeit dauerhaft aus Landesmitteln finanzieren

Rund 455 Stellen an 430 Schulen hängen bislang an EU-Geld. Läuft die Förderung am 31. Juli 2028 aus, soll das Land einspringen und dauerhaft zahlen.

Land Sachsen-Anhalt Vorschlag auf Landesebene (Sachsen-Anhalt). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt. Hinzu kommt hier, dass die Maßnahme erst ab dem vierten Jahr der Wahlperiode wirkt.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite.Wie geprüft wird →

Das Wahlprogramm der SPD Sachsen-Anhalt sagt auf Seite 18 zu, die Schulsozialarbeit mit ihren Netzwerkstrukturen ab dem 1. August 2028 dauerhaft über Landesmittel zu finanzieren, falls die EU-Mittel wegfallen [1]. Der Termin folgt dem Ende des laufenden Förderzyklus am 31. Juli 2028 [6]. Betroffen ist das Programm Schulerfolg sichern: 430 Schulen mit rund 455 Vollbeschäftigteneinheiten, dazu 14 regionale Netzwerkstellen und eine Landeskoordinierungsstelle [2]. Finanziert wird es heute zu 60 Prozent aus EU-Mitteln, der Rest kommt vom Land und von den Kommunen [5][6]. Derselbe Programmabschnitt sagt wenige Zeilen später dieselbe Sicherung noch einmal zu, diesmal ohne Bedingung und mit einem deutlichen Ausbau des Finanzierungsniveaus [1]. Bewertet ist hier die bedingte Fassung mit Datum.

Bilanz

Schlechter für die Zukunft · 0,29 alter Maßstab

Bilanz nach altem Maßstab. Für diese Bewertung liegt die Simulation der Bilanz 2.0 noch nicht vor. Die Kategorie kommt aus dem Anteil der Debatte auf der Pro-Seite (r).

Pro 5,2 · 29 % Contra 13 · 71 %
Größenklasse: sehr klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 5 Mio. € pro Jahr. Woran diese Bewertung hängt: Die Bilanz fällt zu Lasten des Vorschlags aus, und drei Setzungen entscheiden, wie deutlich. Erstens die Bewertung eines zusätzlichen Abschlusses: Gezählt sind 22.000 € ersparte öffentliche Folgekosten je Person [24]; zählte man den Einkommensvorsprung der Betroffenen selbst mit dem Fünf- bis Zehnfachen, läge die Bilanz bei rund 0,40 bis 0,50. Zweitens der Wert einer Stelle: Angesetzt sind 21.000 € im Jahr, gut ein Viertel ihrer Kosten — derselbe Ansatz wie in der Bewertung des BSW-Vorschlags; bei 42.000 € läge die Bilanz bei rund 0,40. Drittens, was die Kommunen auffangen: Fangen sie nichts auf (273 Stellen fallen weg), liegt die Bilanz bei rund 0,26; fangen sie 9 Mio € auf (160 Stellen), bei rund 0,35. Die Kosten je Stelle (80.000 €, Spanne 66.000 bis 85.000 €) verschieben die Bilanz nur zwischen rund 0,29 und 0,32. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

7 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut −7,8

Argumente — Pro

4 Argumente · Top 3 angezeigt

Weniger Konflikte und Krisen an den Schulen

2,8von 100

Die belastbarste Evidenz zur Schulsozialarbeit betrifft Verhalten, Konflikte und Krisen. Zwei unabhängige Auswertungen aus den USA finden dort Wirkung: weniger Disziplinarvorfälle, bei Jungen 15 bis 29 Prozent [18], bestätigt über ein Schwellenwertverfahren in einem zweiten Bundesstaat [19]. Auf Testergebnisse wirkt es dagegen kaum [19].

Wert 7 · Teilhabe & GesundheitImpact 1Plausibilität 4
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Wert

Bewertet sind Schulklima, Konfliktbearbeitung und Krisenhilfe. Das betrifft Teilhabe und Wohlbefinden vieler Kinder gleichzeitig und liegt damit über einem reinen Geldbetrag.

Impact

Ausgangspunkt sind die 236 Stellen, die ohne Landesgeld wegfielen: 60 % der 455 Stellen verlieren mit dem EU-Anteil ihre Finanzierung, davon fangen die Kommunen im Zentralwert 37 auf [2][5][6]; die Spanne reicht von 160 bis 273 Stellen. Was eine Stelle an Konfliktbearbeitung, Krisenintervention, Beratung und Entlastung der Lehrkräfte leistet, ist nirgends in Euro gemessen. Angesetzt sind 21.000 € je Stelle und Jahr (Spanne: 4.000 bis 64.000 €), gut ein Viertel ihrer Kosten von 80.000 €. Die Größenordnung stützt sich auf die beiden Auswertungen, die 15 bis 29 % weniger Disziplinarvorfälle finden [18][19]. Je betreutem Kind sind das rund 90 € im Jahr — so bewertet, als gewönne jedes Kind rund 13 Stunden ohne Konflikt, gerechnet zum Wert einer erzwungenen Stunde von 6,85 €. Zusammen ergibt das rund 5 Mio € im Jahr (Spanne: 1 bis 15 Mio €). Dass die Kinder überwiegend aus belasteten Lagen kommen, trägt hier der Wert, nicht ein zusätzliches Gewicht: Ihr Euro zählt mit 1. Der Impact ist klein: viele Kinder, aber je Kind ein Betrag, der eine Setzung bleibt.

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236 Stellen
Stellen, die der Vorschlag erhält
× 21.000 € Setzung, Spanne 4.000–64.000 €: gut ein Viertel der Stellenkosten von 80.000 €, gestützt auf 15 bis 29 % weniger Disziplinarvorfälle; je Kind rund 90 € — so bewertet wie 13 erzwungene Stunden zu 6,85 €
4,96 Mio €
Wert der Konflikt- und Krisenarbeit je Stelle und Jahr
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1
Normalised Impact
Score 1 Impact × 7 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 2,8 von 100

Plausibilität

Zwei Auswertungen mit unterschiedlichem Aufbau finden dasselbe Muster, das stützt die Richtung [18][19]. Kontrafaktum ist die Schule ohne die Stelle; das Design ist quasi-experimentell — Rotation der Beratungskräfte über Schulen [18] und ein Schwellenwertverfahren an Schülerzahlgrenzen [19] —, die Störgröße ist die Auswahl der Schulen, die beide Verfahren ausschalten; Umkehrkausalität scheidet aus, weil die Stelle vor den Vorfällen kommt. Beide Studien betreffen amerikanische Grundschulen und eine andere Berufsgruppe. Die einzige Übersicht, die die deutsche Berufsgruppe direkt betrachtet, prüfte 18 Studien, davon nur vier randomisierte, und hält fest, dass Kausalität nicht bestätigt werden kann [20]. Keine dieser Studien stammt aus dem deutschsprachigen Raum [20]. Die Richtung ist also getragen, das tragende Glied — die Übertragung auf die hiesige Praxis — hat einen Befund gegen sich. Deshalb 4,0 bei einer Obergrenze von 7,0: trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen zu.

evidence_basis: Konvergierende Studien · P-ceiling 7 identifikation: Quasi-experimentell · Stufen-Deckel 8 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: Schule ohne die Stelle. Design: quasi-experimentell — Rotation der Beratungskräfte mit Schul-Fixeffekten [18], Regressionsdiskontinuität an Schülerzahlschwellen [19]; für Deutschland nur die Übertragung. Störgröße: Auswahl der Schulen, in beiden Designs ausgeschaltet; hierzulande die andere Berufsgruppe. Richtung: keine Umkehrkausalität — die Stelle kommt vor den Vorfällen.

Richtung durch zwei quasi-experimentelle US-Auswertungen gestützt [18][19]; das mengentragende Glied — die Übertragung auf die deutsche Schulsozialarbeit — hat die Übersicht gegen sich, die für diese Berufsgruppe keine bestätigte Kausalität findet [20]. Gleicher Ergebnisbegriff: Disziplinar- und Konfliktvorfälle. Rückleseprobe: etwa vier von zehn Fällen.

Offen: Eine deutsche Auswertung mit Vergleichsschulen zu Konflikt- oder Suspendierungszahlen würde P auf 6 bis 7 heben.

Entlastung der kommunalen Haushalte

1,2von 100

Ohne Landesfinanzierung müssten die Landkreise und kreisfreien Städte einen größeren Teil selbst tragen. Dafür fehlt vielerorts das Geld. Halle hat vier Grundschulanträge abgelehnt und führt elf weitere Schulen für 2028 auf der Streichliste [30]. Dem Landkreis Harz wurde die Haushaltssatzung 2026 nur mit angeordneter Haushaltssperre genehmigt [34].

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,6Plausibilität 4
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Wert

Bewertet ist ein Geldstrom zwischen zwei öffentlichen Ebenen. Angesetzt ist die Ebene gewöhnlicher Haushaltsausgaben ohne Zuschlag; dass mehrere der betroffenen Haushalte unter Auflagen oder Sperre stehen, ändert daran nichts.

Impact

Gegenbuchung zu einem Teil der Landesausgabe. Ohne Landesgeld verlieren 273 der 455 Stellen ihren EU-Anteil [2][5][6]. Angesetzt ist, dass die Landkreise und kreisfreien Städte davon rund 13,5 % selbst weiterfinanzieren (Spanne: 0 bis 40 %), also 37 Stellen zu 80.000 €: rund 3 Mio € im Jahr (Spanne: 0 bis 9 Mio €). Orientierung ist der heutige kommunale Anteil von 10 % im zweiten und 40 % im dritten Förderzyklus [5][6]; die bekannten Fälle liegen am unteren Rand [30][34]. Diese 3 Mio € entfallen mit der Landesfinanzierung. Der Betrag wandert zwischen zwei öffentlichen Ebenen und geht ohne Zuschlag ein; sein Gegenstück steht im Argument, dass das Land zahlt, was die Kommunen trugen. Der Impact ist sehr klein: ein Siebtel des Landesbeitrags, und nur der Teil davon, den die Kommunen tatsächlich aufgebracht hätten.

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273 Stellen
Stellen, die ohne Landesgeld ihren EU-Anteil verlieren
× 13,5 % Setzung, Spanne 0–40 %: heutiger kommunaler Anteil 10 bis 40 %, die bekannten Fälle zeigen eher Rückzug
37 Stellen
davon von den Kommunen selbst weiterfinanziert
× 80.000 € wie im Kostenargument
2,96 Mio €
Vollkosten je Stelle und Jahr
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,59
Normalised Impact
Score 0,59 Impact × 5 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 1,2 von 100

Plausibilität

Die Größe hängt daran, wie viel die Kommunen ohne das Land tatsächlich auffangen würden. Kontrafaktum ist der kommunale Haushalt ohne Landeszusage; ein Design gibt es nicht, der Betrag ist eine Fortschreibung des heutigen Anteils; die Störgröße ist die Kassenlage der Kreise, die in die Gegenrichtung wirkt; Umkehrkausalität scheidet aus. Die bekannten Fälle zeigen eher Rückzug als Aufstockung [30][34]. Der heutige kommunale Anteil von 10 Prozent im zweiten und 40 Prozent im dritten Förderzyklus ist belegt [5][6]. Der Aufstockungsbetrag ist eine Fortschreibung und keine Messung, und das tragende Glied — dass die Kommunen überhaupt aufstocken — hat die Hallenser Ablehnungen gegen sich. Deshalb 4,0 bei einer Obergrenze von 5,0: trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen zu.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 5 identifikation: Unbestimmt · Stufen-Deckel 5 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: kommunale Haushalte ohne Landeszusage. Design: unbestimmt — Fortschreibung des heutigen kommunalen Anteils, keine Beobachtung eines Wegfalls. Störgröße: Kassenlage der Kreise, wirkt in die Gegenrichtung [30][34] — in der Spanne (0–40 %). Richtung: keine Umkehrkausalität.

Richtung gestützt — die Kommunen zahlen heute 10 bis 40 % [5][6] —, aber das mengentragende Glied, dass sie ohne Land aufstocken, hat die Ablehnungen in Halle und die Haushaltssperre im Harz gegen sich [30][34]. Gleicher Ergebnisbegriff: kommunale Ausgaben für Schulsozialarbeit. Rückleseprobe: etwa vier von zehn Fällen.

Offen: Kommunale Haushaltsbeschlüsse für 2028/29, die Schulsozialarbeit ohne Landesmittel fortschreiben, würden die Aufstockung belegen und P auf 5 heben.

Weniger Abgänge ohne Abschluss

0,8von 100

Sachsen-Anhalt hat den höchsten Anteil an Schulabgängern ohne anerkannten Abschluss aller Länder: 2.535 junge Menschen im Schuljahr 2024/25, also 13,4 Prozent [22][23]. Schulsozialarbeit soll genau hier ansetzen. Der Nachweis dafür ist allerdings dünn.

Wert 8 · BildungschancenImpact 0,3Plausibilität 3
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Wert

Bewertet sind Bildungschancen junger Menschen. Ein fehlender Abschluss wirkt über das ganze Erwerbsleben, deshalb liegt die Bewertung eine Stufe über gewöhnlichen Systemwirkungen. Dass die Betroffenen ganz überwiegend aus benachteiligten Lagen kommen, trägt hier der Wert, nicht ein zusätzliches Gewicht: Ihr Euro zählt in der Rechnung mit 1.

Impact

Ohne den Vorschlag fallen im Zentralwert 236 der 455 Stellen weg (Spanne: 160 bis 273) [2][5][6]. Eine Stelle sitzt an einer Schule mit im Landesdurchschnitt 249 Kindern [21]; auf 430 geförderte Schulen und 455 Stellen umgerechnet sind das rund 235 Kinder je Stelle (Spanne: 200 bis 466, falls die geförderten Schulen größer sind als der Durchschnitt) [2]. Über sechs Jahrgänge verteilt erreicht eine Stelle rund 39 Abgänger im Jahr, alle 236 Stellen rund 9.200. Die einzige Kausalstudie mit brauchbarer Größenangabe rechnet je zusätzlicher Beratungsstelle mit 0,8 Prozentpunkten mehr Abschlüssen [17]; übertragen sind das rund 74 zusätzliche Abschlüsse im Jahr. Bewertet mit 22.000 € ersparten öffentlichen Folgekosten je Person [24] — ein Barwert, der nur die Seite der öffentlichen Kassen zählt, nicht den Einkommensvorsprung der Betroffenen selbst — sind das rund 1,6 Mio € im Jahr. Der Vorsprung eines Abschlusses ist dem Jahr zugerechnet, in dem er entsteht: ein Jahrgang je Jahr. Der Impact ist sehr klein: wenige Dutzend Abschlüsse im Jahr, und ihr Wert ist mit dem engsten verfügbaren Maß angesetzt.

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236 Stellen
Stellen, die der Vorschlag erhält
× 235 je Stelle (249 Kinder je Schule × 430 Schulen ÷ 455 Stellen) Landesdurchschnitt 211.854 Kinder an 850 Schulen; Setzung, Spanne 200–466 — die geförderten Schulen könnten größer sein als der Durchschnitt
55.460 Kinder
Kinder im Einzugsbereich aller erhaltenen Stellen
÷ 6 Jahrgänge ein Jahrgang verlässt die Schule je Jahr
9.240 Abgänger
Abgänger je Jahr im Einzugsbereich
× 0,8 Prozentpunkte je Stelle US-Kausalstudie zu Beratungskräften, übertragen
74 Abschlüsse
Zusätzliche Abschlüsse je Jahr
× 22.000 € je Person (Barwert) nur die Seite der öffentlichen Kassen, nicht der Einkommensvorsprung der Betroffenen; Vorsprung dem Abschlussjahr zugerechnet
1,6 Mio €
Ersparte öffentliche Folgekosten
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,32
Normalised Impact
Score 0,32 Impact × 8 Wert × 3 Plausibilität ÷ 10 = 0,8 von 100

Plausibilität

Die Größe stammt aus einer amerikanischen Auswertung von 218.673 Schülern und 613 Beratungskräften [17]. Kontrafaktum ist die Schule ohne die Stelle; das Design ist quasi-experimentell, weil die Beratungskräfte innerhalb der Schule nach Nachnamen zugeteilt werden; die Störgröße ist die Selbstauswahl der Schüler, die dieses Verfahren ausschaltet; Umkehrkausalität scheidet aus. Die Studie benennt ihren Wirkungsweg selbst: Er läuft über Studienberatung und Bewerbungshilfe und ausdrücklich nicht über kurzfristigen Kompetenzaufbau [17]. Dieser Weg existiert an Schulen in Sachsen-Anhalt nicht. Für das Landesprogramm selbst gibt es keine einzige Untersuchung mit Vergleichsgruppe [14][15][16]. Die Landeszahlen sprechen nicht für das Programm: Nach mehr als fünfzehn Programmjahren stieg die Abgangsquote von 10,5 auf 11,4 % [14] und liegt heute mit 13,4 % an letzter Stelle [23]. Ein Gegenbeweis ist das nicht, denn in derselben Zeit änderten sich Schülerschaft, Zuwanderung und Lehrkräfteversorgung, und niemand hat Schulen mit Stelle gegen Schulen ohne verglichen. Deshalb 3,0 bei einer Obergrenze von 5,0: trifft in etwa drei von zehn vergleichbaren Fällen zu.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 5 identifikation: Quasi-experimentell · Stufen-Deckel 8 befundband: Kette offen · P 3–3,5

Kontrafaktum: Schule ohne die zusätzliche Stelle. Design: quasi-experimentell — Zuteilung der Beratungskräfte innerhalb der Schule nach Nachnamen [17]; für Sachsen-Anhalt nur die Übertragung. Störgröße: Selbstauswahl der Schüler, im Design ausgeschaltet; hierzulande der andere Wirkungsweg (keine Studienberatung). Richtung: keine Umkehrkausalität.

Kette benannt, aber offen: Der Wirkungsweg der US-Studie — Studienberatung und Bewerbungshilfe [17] — fehlt an Schulen in Sachsen-Anhalt, und für das Landesprogramm gibt es keine Untersuchung mit Vergleichsgruppe [14][15][16]. Die steigende Abgangsquote im Land [14][23] ist ein Warnzeichen, ohne Vergleichsgruppe aber kein Gegenbefund. Gleicher Ergebnisbegriff: Abgang ohne Abschluss. Rückleseprobe: etwa drei von zehn Fällen.

Offen: Eine Auswertung des Landesprogramms mit Vergleichsschulen, die einen Rückgang der Abgänge ohne Abschluss zeigt, würde P auf 4 bis 5 heben.

Planungssicherheit statt Förderzyklen

0,4von 100

Vor jeder Förderperiode entscheidet eine Jury neu, welche Schulen berücksichtigt werden [29]. Die Folge ist Fluktuation: 19 Prozent der Fachkräfte waren ein Jahr oder kürzer an derselben Schule [14]. Die Evaluation nennt personelle Kontinuität als zentrale Voraussetzung für den Erfolg [14]. Eine dauerhafte Finanzierung beendet diesen Zyklus.

Wert 6 · VerwaltungsqualitätImpact 0,1Plausibilität 5
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Wert

Bewertet ist die Verlässlichkeit eines bestehenden Angebots. Der Posten misst keinen neuen Nutzen, sondern den Teil des vorhandenen Mitteleinsatzes, der heute in Übergängen verloren geht.

Impact

Mit einer dauerhaften Finanzierung endet der Förderzyklus für alle 455 Stellen [2]. Angesetzt ist, dass heute rund 15 % ihrer Wirkung in Übergängen, Vakanzen und Neustarts verloren gehen (Spanne: 5 bis 33 %), rund 68 Stellen. Zwei Belege stützen die Größenordnung: 19 % der Fachkräfte waren ein Jahr oder kürzer an derselben Schule [14], und 14,3 Mio € EU-Mittel flossen in der letzten Periode nicht ab, weil Stellen unbesetzt blieben [29]. Nicht jeder Wechsel hängt am Förderzyklus, denn Krankheit, Mutterschutz und Elternzeit bleiben auch mit Landesgeld [29]; angesetzt ist deshalb, dass die dauerhafte Finanzierung die Hälfte des Verlusts vermeidet (Spanne: 25 bis 75 %), rund 34 Stellen. Bewertet ist deren Arbeit wie im Argument zu Konflikten und Krisen mit 21.000 € je Stelle und Jahr (Spanne: 4.000 bis 64.000 €) — derselbe Ansatz wie in der Bewertung des BSW-Vorschlags. Zusammen sind das rund 0,72 Mio € im Jahr (Spanne: 0,02 bis 7 Mio €); auf der Karte 0,14, ein Siebtel des Arguments zu Konflikten und Krisen (1,0). Die frühere Fassung bewertete den Verlust mit den vollen Kosten der Stellen; was eine Stelle kostet, ist aber nicht, was ihre Arbeit bewirkt. Der Impact ist sehr klein: ein Teil der Wirkung von wenigen Dutzend Stellen.

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455 Stellen
Stellen im Programm
[2]
× 15 % Setzung, Spanne 5–33 %: 19 % der Fachkräfte ein Jahr oder kürzer an der Schule, 14,3 Mio € nicht abgeflossene EU-Mittel
68 Stellen
Wirkung, die heute in Übergängen, Vakanzen und Neustarts verloren geht
× 50 % Setzung, Spanne 25–75 %: Vakanzen aus Krankheit, Mutterschutz und Elternzeit bleiben auch mit Landesgeld
34 Stellen
davon durch dauerhafte Finanzierung vermeidbar
× 21.000 € Setzung wie im Argument zu Konflikten und Krisen und in der BSW-Bewertung, Spanne 4.000–64.000 €
0,72 Mio €
Wert der Arbeit je Stelle und Jahr (Spanne 0,02–7 Mio €)
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,14
Normalised Impact
Score 0,14 Impact × 6 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 0,4 von 100

Plausibilität

Der Mechanismus ist an mehreren Fällen dokumentiert: der Juryauswahl vor jeder Periode, dem Stellenabbau in Schönebeck und den elf Hallenser Schulen auf der Streichliste für 2028 [29][30]. Die Evaluation und der Kinder- und Jugendring benennen Kontinuität übereinstimmend als Bedingung [14][32]. Kontrafaktum ist das Programm in weiteren Förderzyklen; das Design ist mechanistisch, denn Fluktuation und Vakanzen sind beobachtet, der Wirkungsverlust selbst ist nicht gemessen; die Störgröße sind Vakanzen aus Krankheit, Mutterschutz und Elternzeit [29], die auch mit Landesfinanzierung bleiben — sie stecken im Anteil, den die dauerhafte Finanzierung vermeidet; Umkehrkausalität scheidet aus. Was fehlt, ist eine Messung, wie groß der Verlust tatsächlich ist. Deshalb 5,0 bei einer Obergrenze von 6,0: trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall zu.

evidence_basis: Mehrere Präzedenzfälle · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6

Kontrafaktum: Programm weiter in Förderzyklen mit Juryauswahl. Design: mechanistisch — Fluktuation und Vakanzen an mehreren Fällen dokumentiert [14][29][30], der Wirkungsverlust selbst nicht gemessen. Störgröße: Vakanzen aus Krankheit, Mutterschutz und Elternzeit [29] bleiben auch bei Landesfinanzierung — im vermeidbaren Anteil (50 %). Richtung: keine Umkehrkausalität.

Argumente — Contra

3 Argumente

Dauerhafte Mehrausgabe des Landes

9,5von 100

Das Land müsste den EU-Anteil von 60 Prozent dauerhaft ersetzen. Das sind rund 21,8 Mio Euro im Jahr, und zwar ab genau dem Zeitpunkt, für den die Steuerschätzung 260 Mio Euro Mindereinnahmen erwartet [25]. Die Landesregierung legt derzeit keine neuen Förderprogramme auf [26]. Das Wahlprogramm nennt für die Zusage keine Deckung [1]. Rund 18,9 Mio Euro davon bezahlen Stellen, die sonst wegfielen; der Rest ersetzt Geld, das die Kommunen selbst aufgebracht hätten.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 3,8Plausibilität 5
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Wert

Bewertet ist ein Ausgabenstrom aus Landesmitteln, angesetzt auf der Ebene gewöhnlicher Haushaltsausgaben ohne Zuschlag.

Impact

Das Programm umfasst 455 Vollzeitstellen an 430 Schulen [2]. Eine Stelle kostet rund 80.000 € im Jahr: Die Richtlinie schreibt Entgeltgruppe 10 TV-L vor [3], das sind in Stufe 3 rund 55.200 € brutto [4], mit Arbeitgeberanteil rund 66.800 €, dazu Sachkosten von 4.200 € und eine Verwaltungspauschale von 6 % [3]. Die Gegenprobe über den Landesanteil ergibt 84.600 € je Stelle: 38,6 Mio € geteilt durch 30 % und vier Jahre auf 380 Stellen [5]. Angesetzt sind 80.000 € (Spanne: 66.000 bis 85.000 €), zusammen 36,4 Mio € im Jahr. Davon trägt heute die EU 60 %, Land und Kommunen den Rest [5][6]; der Vorschlag ersetzt genau diesen EU-Anteil, also rund 21,8 Mio € im Jahr (Spanne: 18 bis 31 Mio €), Jahr für Jahr ab August 2028. Nicht der ganze Betrag bezahlt Arbeit, die es sonst nicht gäbe: Rund 3 Mio € ersetzen Geld, das die Kommunen für 37 Stellen selbst aufgebracht hätten; diese Verschiebung steht als eigenes Argument, die Entlastung der Kommunen in gleicher Höhe auf der anderen Seite. Gezählt sind hier die 236 Stellen, die ohne Landesgeld wegfielen, zu 80.000 €: rund 18,9 Mio € im Jahr (Spanne: 11 bis 23 Mio €). Der Impact ist der größte dieser Bewertung: ein sicher fälliger Millionenbetrag für Stellen, die sonst wegfielen.

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273 Stellen
Stellen, die ohne Landesgeld ihren EU-Anteil verlieren
− 37 Stellen (13,5 %) Zentralwert wie in den Nutzenargumenten, Spanne 160–273 erhaltene Stellen; diese 37 Stellen bezahlt das Land statt der Kommunen — eigenes Argument
236 Stellen
davon von den Kommunen selbst weiterfinanziert
× 80.000 € EG 10 TV-L Stufe 3: 55.200 € brutto, mit Arbeitgeberanteil rund 66.800 €, dazu Sachkosten 4.200 € und 6 % Verwaltungspauschale; Gegenprobe aus dem Landesanteil 84.600 € — Setzung, Spanne 66.000–85.000 €
18,88 Mio €
Vollkosten je Stelle und Jahr
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
3,78
Normalised Impact
Score 3,78 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 9,5 von 100

Plausibilität

Der Betrag ist eine Fortschreibung aus veröffentlichten Stellenzahlen und einer festgelegten Entgeltgruppe, von zwei Seiten gegengerechnet [3][4][5]. Die Rechnung ist definitorisch — Stellenzahl mal Tarif mal Finanzierungsanteil —, offen ist nur die Eintrittsbedingung. Er tritt nur ein, wenn die EU-Mittel tatsächlich wegfallen. Das ist wahrscheinlich: Die neue Förderperiode startet voraussichtlich erst Anfang 2029 und mit deutlich kleinerem Budget [8]. Offen bleibt, welchen Teil das Land dann wirklich übernimmt. Deshalb 5,0 bei einer Obergrenze von 6,0 für Fortschreibungen: In etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall übernimmt das Land den vollen Betrag.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: Landeshaushalt ohne die Zusage, EU-Anteil entfällt ab August 2028. Design: definitorisch — Haushaltsfolge aus Stellenzahl, Entgeltgruppe und Finanzierungsanteil [2][3][5]. Störgröße: ob und wie weit die EU-Mittel wegfallen und welchen Teil das Land übernimmt — in der Spanne und in P. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Kommunale Pflichtaufgabe dauerhaft aus Landesmitteln

1,8von 100

Schulsozialarbeit steht im Leistungskatalog der Kinder- und Jugendhilfe. Zuständig sind die Landkreise und kreisfreien Städte; das Bundesrecht regelt seit 2021 nur den Rahmen und keine Finanzierung [33]. Eine dauerhafte Landesfinanzierung trennt die Entscheidung über den Einsatz von der Zahlung. Die CDU zieht daraus die Gegenschlussfolgerung und will die Entscheidung vollständig zu den Kommunen verlagern [9].

Wert 6 · VerwaltungsqualitätImpact 1Plausibilität 3
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Wert

Bewertet ist die Klarheit der Zuständigkeit im Verhältnis von Land und Kommunen. Das ist eine Systemwirkung auf die Steuerungsfähigkeit und kein einzelner Zahlungsstrom.

Impact

Ausgangspunkt ist der Landesbeitrag von rund 21,8 Mio € im Jahr aus dem Kostenargument. Angesetzt ist, dass knapp ein Viertel davon, rund 5 Mio € (Spanne: 0 bis 15 Mio €), an Steuerungswirkung verloren geht: Wenn das Land eine kommunale Aufgabe dauerhaft bezahlt, aber die Kommunen über den Einsatz entscheiden, fehlt der Anreiz, Stellen dorthin zu lenken, wo sie am meisten bringen. Hinzu kommt die Wirkung als Beispielfall — ein Muster für weitere Leistungen der Jugendhilfe. Das ist eine Setzung ohne Messwert; zum Vergleich: 5 Mio € entsprechen den Vollkosten von gut 60 Stellen. Der Impact ist klein: ein Bruchteil des Landesbeitrags, und der Bruchteil ist gesetzt, nicht gemessen.

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21,84 Mio €
Landesbeitrag je Jahr
× 23 % Setzung, Spanne 0–70 %: Zahlung und Einsatzentscheidung dauerhaft auf zwei Ebenen, dazu die Vorbildwirkung für weitere Jugendhilfeleistungen — kein Anker; zum Vergleich die Vollkosten von gut 60 Stellen
5 Mio €
Anteil, der an Steuerungswirkung verloren geht
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1
Normalised Impact
Score 1 Impact × 6 Wert × 3 Plausibilität ÷ 10 = 1,8 von 100

Plausibilität

Die Zuständigkeitslage ist eindeutig [33], die politische Gegenposition ausformuliert [9]. Kontrafaktum ist die Finanzierung in Förderzyklen mit Landes- und Kommunalanteil; ein Design gibt es nicht, nur Rechtslage und Position; die Störgröße ist die Versorgung nach Kassenlage, die in die Gegenrichtung wirkt; Umkehrkausalität scheidet aus. Eine Messung, wie stark getrennte Zuständigkeit die Wirksamkeit senkt, gibt es für dieses Feld nicht. Dagegen steht ein empirischer Einwand: Kommunale Finanzierung erzeugt eine Versorgung nach Kassenlage, wie die Hallenser Ablehnungen zeigen [30]. Die Kette ist benannt, ihr mengentragendes Glied ungeprüft und der Gegenmechanismus unbeantwortet. Deshalb 3,0 bei einer Obergrenze von 5,0: trifft in etwa drei von zehn vergleichbaren Fällen zu.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5 identifikation: Unbestimmt · Stufen-Deckel 5 befundband: Kette offen · P 3–3,5

Kontrafaktum: Finanzierung in Förderzyklen mit Landes- und Kommunalanteil bzw. vollständige kommunale Verantwortung [9]. Design: unbestimmt — keine Messung, wie getrennte Zuständigkeit die Wirksamkeit senkt; nur Rechtslage und Gegenposition [33][9]. Störgröße: Versorgung nach Kassenlage bei kommunaler Finanzierung wirkt in die Gegenrichtung [30], unbeziffert. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Die Kette (dauerhafte Fremdfinanzierung → schwächere Steuerung → weniger Wirkung) ist benannt, ihr mengentragendes Glied ist ungemessen und der Gegenmechanismus der Versorgung nach Kassenlage unbeantwortet [30]. Gleicher Ergebnisbegriff: Wirksamkeit je eingesetztem Euro. Rückleseprobe: etwa drei von zehn Fällen.

Offen: Ein Vergleich von Landesprogrammen mit und ohne kommunale Einsatzentscheidung, der einen Wirkungsunterschied zeigt, würde P auf 4 bis 5 heben.

Land zahlt statt Kommunen

1,2von 100

Ein Teil des Landesgeldes bezahlt keine Stelle, die sonst wegfiele. Wo Landkreise und kreisfreie Städte ohne das Land selbst aufgestockt hätten, übernimmt künftig der Landeshaushalt [5][6]. Das sind im Zentralwert rund 3 Mio Euro im Jahr, bei einem Landeshaushalt, für den die Steuerschätzung ab 2028 Mindereinnahmen erwartet [25].

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,6Plausibilität 4
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Wert

Bewertet ist Geld der öffentlichen Hand, das zwischen zwei Haushalten wandert. Ein Euro des Landes und ein Euro eines Landkreises wiegen gleich: Beide stehen für Leistungen, die an anderer Stelle nicht mehr bezahlt werden können. Deshalb der mittlere Wert, derselbe wie bei der Entlastung der Kommunen auf der anderen Seite [5][6]. Ein Aufschlag für die angespannte Lage des Landeshaushalts wird nicht angesetzt, obwohl die Steuerschätzung Mindereinnahmen erwartet [25]. Die Kreise sind ebenso knapp, wie die Haushaltssperre im Harz zeigt [34]. Beide Beträge heben sich in der Wirkung auf; sichtbar bleiben sie, weil die Zusage genau diese Verschiebung auslöst.

Impact

Ohne Landesgeld verlieren 273 der 455 Stellen ihren EU-Anteil [2][5][6]. Angesetzt ist, dass die Landkreise und kreisfreien Städte davon rund 13,5 % selbst weiterfinanziert hätten (Spanne: 0 bis 40 %), also 37 Stellen zu 80.000 €: rund 3 Mio € im Jahr (Spanne: 0 bis 9 Mio €). Orientierung ist der heutige kommunale Anteil von 10 % im zweiten und 40 % im dritten Förderzyklus [5][6]. Mit der Zusage zahlt diesen Betrag das Land. Er bezahlt keine zusätzliche Stelle, denn die 37 Stellen gäbe es auch ohne das Land; er wechselt nur den Zahler. Die Entlastung der Kommunen steht in derselben Höhe auf der anderen Seite. Der Impact ist sehr klein: dieselben 3 Mio €, die den Kommunen erspart bleiben.

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273 Stellen
Stellen, die ohne Landesgeld ihren EU-Anteil verlieren
× 13,5 % Setzung, Spanne 0–40 %: heutiger kommunaler Anteil 10 bis 40 %, die bekannten Fälle zeigen eher Rückzug
37 Stellen
davon von den Kommunen selbst weiterfinanziert
× 80.000 € wie im Kostenargument
2,96 Mio €
Vollkosten je Stelle und Jahr
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,59
Normalised Impact
Score 0,59 Impact × 5 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 1,2 von 100

Plausibilität

Die Größe hängt an derselben Frage wie die Entlastung der Kommunen: wie viel sie ohne das Land tatsächlich aufgebracht hätten. Kontrafaktum ist der kommunale Haushalt ohne Landeszusage; ein Design gibt es nicht, der Betrag ist eine Fortschreibung des heutigen Anteils von 10 bis 40 Prozent [5][6]; die Störgröße ist die Kassenlage der Kreise, die in die Gegenrichtung wirkt; Umkehrkausalität scheidet aus. Die bekannten Fälle zeigen eher Rückzug als Aufstockung [30][34]. Beide Seiten dieser Verschiebung hängen an derselben Zahl und tragen deshalb dieselbe Einschätzung. Deshalb 4,0 bei einer Obergrenze von 5,0: trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen zu.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 5 identifikation: Unbestimmt · Stufen-Deckel 5 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: kommunale Haushalte ohne Landeszusage. Design: unbestimmt — Fortschreibung des heutigen kommunalen Anteils, keine Beobachtung eines Wegfalls. Störgröße: Kassenlage der Kreise, wirkt in die Gegenrichtung [30][34] — in der Spanne (0–40 %). Richtung: keine Umkehrkausalität.

Richtung gestützt — die Kommunen zahlen heute 10 bis 40 % [5][6] —, aber das mengentragende Glied, dass sie ohne Land aufstocken, hat die Ablehnungen in Halle und die Haushaltssperre im Harz gegen sich [30][34]. Gleicher Ergebnisbegriff: kommunale Ausgaben für Schulsozialarbeit. Rückleseprobe: etwa vier von zehn Fällen.

Offen: Kommunale Haushaltsbeschlüsse für 2028/29, die Schulsozialarbeit ohne Landesmittel fortschreiben, würden die Aufstockung belegen und P auf 5 heben.

Summary

Die Kostenseite dieses Vorschlags ist ungewöhnlich genau zu berechnen. Die Förderrichtlinie schreibt die Entgeltgruppe vor [3], die Stellenzahl ist veröffentlicht [2], und die Landessumme lässt sich gegenrechnen [5]. Heraus kommen rund 21,8 Mio Euro im Jahr, fällig ab genau dem Jahr, für das die Steuerschätzung 260 Mio Euro Mindereinnahmen erwartet [25]. Das Wahlprogramm nennt dafür keine Deckung [1]. Rund 3 Mio Euro davon ersetzen Geld, das die Kommunen selbst aufgebracht hätten; neu bezahlt werden damit rund 18,9 Mio Euro für Stellen, die sonst wegfielen. Die Nutzenseite ist der schwächere Teil. Für das Landesprogramm gibt es nach mehr als fünfzehn Jahren keine einzige Untersuchung mit Vergleichsgruppe; die beiden vorhandenen Evaluationen prüfen Umsetzung und Akzeptanz [14][15]. Die beste internationale Auswertung findet zwar eine Wirkung auf Schulabschlüsse, benennt als Weg dorthin aber die Studienberatung und Bewerbungshilfe an amerikanischen High Schools [17]. Diesen Weg gibt es hier nicht. Näher an der deutschen Praxis liegen die Befunde zu Konflikten und Verhalten, und die sind stabiler [18][19]. Das tragfähigste Argument läuft über etwas anderes. Vor jeder Förderperiode entscheidet eine Jury neu, welche Schulen Geld bekommen [29]. 19 Prozent der Fachkräfte waren ein Jahr oder kürzer an derselben Schule [14], und 14,3 Mio Euro EU-Mittel blieben liegen, weil Stellen unbesetzt waren [29]. Die Evaluation nennt personelle Kontinuität als zentrale Voraussetzung [14]. Dieses Argument ist das am besten belegte der Pro-Seite. Sein Betrag ist allerdings klein: Gezählt ist nur der Teil der Wirkung, der heute in Übergängen verloren geht und den eine dauerhafte Finanzierung tatsächlich vermeidet. Zwei Dinge dämpfen die Erwartung. Der Landtag hat schon am 19. Dezember 2018 ein langfristiges Landesprogramm beschlossen, und es kam nie [27][28]. Und der Programmtext sagt dieselbe Sicherung auf derselben Seite zweimal zu, einmal bedingt und einmal unbedingt mit Ausbauversprechen [1]. Zwischen beiden Fassungen liegen rund 10 Mio Euro im Jahr. Die Bilanz fällt zu Lasten des Vorschlags aus, und sie hängt an einer Setzung: Ein zusätzlicher Abschluss ist hier nur mit den öffentlichen Folgekosten bewertet, die er erspart [24] — nicht mit dem, was er den Betroffenen selbst bringt. Wer das fünf- bis zehnmal höher ansetzt, rückt die Bilanz bis in die Mitte.

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Schlechter für die Zukunft · 0,29 alter Maßstab
heute Δ −7,8 F1 — mit Schulsozialarbeit F0 — Baseline ohne Maßnahme +3 Jahre +5 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. SPD Sachsen-Anhalt: Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026, S. 18: Bei einem Wegfall der EU-Mittel wird ab 01.08.2028 Schulsozialarbeit mit ihren Netzwerkstrukturen dauerhaft über Landesmittel finanziert. spdsachsenanhalt.de
  2. Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt: Themenseite Schulsozialarbeit: 430 Schulen mit rund 455 Vollbeschäftigteneinheiten, 14 Netzwerkstellen, Kofinanzierung durch die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe. mb.sachsen-anhalt.de
  3. Land Sachsen-Anhalt: Richtlinie Schulerfolg sichern, Fassung vom 30.09.2020: Personalausgaben nach Entgeltgruppe 10 TV-L, Sachkosten 300 bis 400 Euro im Monat, Verwaltungskostenpauschale 6 von Hundert. schulerfolg-sichern.de
  4. Entgelttabelle TV-L: Entgeltgruppe 10, Tabelle ab 01.04.2026: Stufe 3 bei 4.599,41 Euro im Monat. tarifvertrag-online.de
  5. dubisthalle: Einschnitte bei der Schulsozialarbeit doch nicht so stark, 29.11.2023: 38,6 Millionen Euro Landesmittel bis 2028, Aufteilung 60 Prozent EU, 30 Prozent Land, 10 Prozent Kommunen. dubisthalle.de
  6. schulerfolg-sichern.de: Ausschreibung Förderzeitraum 2025 bis 2028: 85 weitere Vollbeschäftigteneinheiten, Finanzierung 60 Prozent EU und 40 Prozent kommunale Mittel. schulerfolg-sichern.de
  7. ESF Baden-Württemberg: Ausblick EU-Förderperiode 2028 bis 2034: Kommissionsvorschlag vom 16.07.2025, deutlich geringeres Budget erwartet, Förderstart voraussichtlich erst Anfang 2029. esf-bw.de
  8. CDU Sachsen-Anhalt: Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026, S. 22 f.: Die Schulsozialarbeit soll möglichst erhalten und regelmäßig evaluiert werden, die Entscheidung über den Einsatz geht vollständig an die Landkreise und kreisfreien Städte. cdulsa.de
  9. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt: Programm zur Landtagswahl 2026, S. 57: Sicherstellung der Finanzierung durch enge Zusammenarbeit von Land und Kommunen, Nothilfefonds für verschuldete Kommunen. gruene-lsa.de
  10. BSW Sachsen-Anhalt: Landtagswahlprogramm, S. 45 f.: Befristungen und die Abhängigkeit von projektgebundener Förderung müssen beendet werden. st.bsw-vg.de
  11. AfD Sachsen-Anhalt: Regierungsprogramm 2026, S. 16: Funktionierende Familien machen Schulsozialarbeiter überflüssig. afd-lsa.de
  12. GEW Sachsen-Anhalt: Analyse der Wahlprogramme, 06.07.2026: Belegstellen zu allen sieben Programmen, Kritik an der vollständigen Kommunalisierung. gew-sachsenanhalt.net
  13. Ramboll Management Consulting: Abschlussbericht der Evaluation Schulerfolg sichern, 25.09.2019: Fallstudien als Beispiele guter Praxis, Rücklauf 286 von 361, Abgangsquote 10,5 auf 11,4 Prozent, personelle Kontinuität als zentrale Voraussetzung. europa.sachsen-anhalt.de
  14. Olk, Speck und Stimpel: Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung zum Vorläuferprogramm, November 2012: qualitatives Design ohne Kontrollgruppen, verallgemeinernde Aussagen sind daher nicht möglich. schulerfolg-sichern.de
  15. SEASA-Projekt, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg: Schulabbruch in Sachsen-Anhalt: 148 Schulen, über 3.200 Schülerinnen und Schüler, Fehltage als stärkster Prädiktor, Schulsozialarbeit nicht unter den Empfehlungen. wirtschaftsdidaktik.ovgu.de
  16. Christine Mulhern: Beyond Teachers: Estimating Individual School Counselors' Effects on Educational Attainment, American Economic Review 2023: 218.673 Schüler, 613 Beratungskräfte, eine zusätzliche Stelle hebt die Abschlussquote um 0,8 Prozentpunkte. aeaweb.org
  17. Scott E. Carrell und Mark Hoekstra: Are school counselors an effective education input? Economics Letters 125 (2014): 22 Grundschulen, 44.482 Beobachtungen, Disziplinarvorfälle bei Jungen 15 bis 29 Prozent niedriger. faculty.econ.ucdavis.edu
  18. Randall Reback: Noninstructional Spending Improves Noncognitive Outcomes, Education Finance and Policy 5 (2010): Regressionsdiskontinuität an Schülerzahlschwellen, weniger Disziplinarvorfälle, keine starken Effekte auf Testergebnisse. ideas.repec.org
  19. NASW Press: School-based Social Work Interventions: A Cross-National Systematic Review: 18 Studien, davon 4 randomisierte, Kausalität kann nicht bestätigt werden, keine Studie aus dem deutschsprachigen Raum. naswpress.org
  20. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Pressemitteilung 21/2026 vom 29.01.2026: 211.854 Schülerinnen und Schüler an 850 allgemeinbildenden Schulen. statistik.sachsen-anhalt.de
  21. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Schulabgänger 2024/25, Meldung vom 28.11.2025: 18.879 Abgänger, davon 2.535 ohne anerkannten Abschluss. statistik.sachsen-anhalt.de
  22. correctiv: Neuer Höchststand bei Schulabgängern ohne Abschluss, 20.05.2026: Sachsen-Anhalt mit 13,4 Prozent auf dem letzten Platz im Ländervergleich. correctiv.org
  23. Allmendinger, Giesecke und Oberschachtsiek (WZB für die Bertelsmann Stiftung): Folgekosten unzureichender Bildung, 2011: rund 22.000 Euro Barwert je Person, 70 Prozent entgangene Lohnsteuern. bertelsmann-stiftung.de
  24. Finanzministerium Sachsen-Anhalt: Steuerschätzung Mai 2026: rund 240 Millionen Euro weniger für 2026 und je rund 260 Millionen Euro weniger für 2027 und 2028. dubisthalle.de
  25. HalleSpektrum: Sachsen-Anhalt verhängt Sparkurs, 2026: keine neuen Förderprogramme und keine neuen Baumaßnahmen, Doppelhaushalt 15,1 und 15,6 Milliarden Euro, Schuldenstand knapp 24 Milliarden Euro. hallespektrum.de
  26. Landtag von Sachsen-Anhalt: Schulsozialarbeit langfristig sichern, Beschluss vom 19.12.2018, Drs. 7/3724: Die Landesregierung soll ein langfristiges Landesprogramm ab dem Schuljahr 2020/2021 entwickeln. landtag.sachsen-anhalt.de
  27. Landtag von Sachsen-Anhalt: Aktuelle Debatte Schulsozialarbeit weiter erhalten und fördern, 08.09.2023: Feststellung, dass der Beschluss von 2018 nicht umgesetzt wurde. landtag.sachsen-anhalt.de
  28. Volksstimme: 14 Millionen Euro bis jetzt ungenutzt, 05.06.2024: rund 14,3 Millionen Euro EU-Fördergeld nicht abgeflossen wegen Krankheit, Mutterschutz und Elternzeit, Juryauswahl vor jeder Förderperiode. volksstimme.de
  29. dubisthalle: Stadt Halle lehnt zahlreiche Projekte der Schulsozialarbeit ab, 18.06.2026: vier Grundschulen abgelehnt, elf weitere Schulen für 2028 auf der Streichliste. dubisthalle.de
  30. unser-haneu.de: Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt auf der Kippe, 28.11.2025: bei der Novelle des KJHG LSA im Oktober 2025 trotz Koalitionszusage nicht verankert. unser-haneu.de
  31. Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt: Schulsozialarbeit ist Ländersache, 22.02.2022: Beziehungsarbeit braucht Vertrautheit, Warnung vor massiven Verwerfungen und Abwanderung der Fachkräfte. kjr-lsa.de
  32. Paragraph 13a SGB VIII: Schulsozialarbeit, in Kraft seit 10.06.2021: Das Nähere über Inhalt und Umfang wird durch Landesrecht geregelt, ohne Finanzierungsregel und ohne Rechtsanspruch. dejure.org
  33. Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt: Haushaltssatzung 2026 des Landkreises Harz nur unter Auflagen genehmigt, Haushaltssperre angeordnet. lvwa.sachsen-anhalt.de
  34. Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt: Schulabgänger im Schuljahr 2024/25, 28.11.2025: Produktives Lernen wird nach der EU-Förderung vollständig aus Landesmitteln finanziert, 37 Prozent der Abgänger mit Abgangszeugnis haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. magdeburg-klickt.de
  35. DIE LINKE Sachsen-Anhalt: Wahlprogramm 2026, S. 33 f.: Personalschlüssel auch für Schulsozialarbeit im Schulgesetz verbindlich festlegen (zitiert nach der Analyse der GEW). dielinke-sachsen-anhalt.de
Zuletzt geprüft von Claude Opus 5 · 14. September 2026 · 4× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 14. September 2026KI-PrüfungClaude Opus 5neu bewertet

    Gesamtprüfung 08.09. umgesetzt: pro-3 Fluktuation mit 21.000 € Wirkung statt Vollkosten (i 0,0055 → 0,00072), con-1 in Realkosten 18,9 Mio € + Transferpaar con-3/pro-4 (2,96 Mio €, gleiches P) geteilt, pro-1 P 2 → 3; r 0,38 → 0,29.

  2. 5. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Rechenweg + Normalisierung + Identifikation an allen 6 Argumenten; pro-1 0,0045→0,0016 (235 statt 466 Kinder je Stelle, w 1 count-once), pro-2 0,006→0,0050 (w 1), p_ceilings pro-3 7→6, pro-4 6→5; r 0,423→0,379, Kategorie kippt auf „schlechter" — Scharnier ist die Bewertung eines Abschlusses (nur öffentliche Folgekosten 22.000 €), im massstab_hinweis offengelegt.

  3. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5neu bewertet

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): 1 Korrektur(en) angewendet (B1); r 0.433 → 0.423. 3 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  4. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/spd-lsa-schulsozialarbeit.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

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