Kürzere Wege für kleine Kinder
Schließt die Schule im Ort, verlängert sich der Weg für Sechs- bis Zehnjährige um angesetzt eine halbe Stunde am Tag. Zu Fuß liegt der bundesweite Mittelwert zur nächsten Grundschule bei 49 Minuten, in ostdeutschen ländlichen Gegenden teils über 80 Minuten [10]; der Altmarkkreis empfiehlt höchstens 30 Minuten [11]. Für rund 1.050 Kinder und die Eltern, die sie fahren, sind das rund 75.000 Stunden im Jahr.
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Wert
Verloren ginge gelebte Zeit: Stunden, die Sechs- bis Zehnjährige im Bus oder im Auto der Eltern sitzen statt zu spielen, und Stunden, die Eltern am Steuer verbringen. Ein Schulweg ist kein frei gewählter Weg; deshalb zählt die Stunde hier voll, als wache Stunde ohne Gegenwert. Zeit steht in derselben Werteklasse wie Leben und Gesundheit, einen Schritt darunter, weil sie teilbar und rückholbar ist. Dass die Wege auf dem Land ohnehin lang sind und Familien dort keine Ausweichmöglichkeit haben, trägt die Menge, nicht ein zusätzliches Gewicht. Der Wert ist sehr hoch: Es ist Lebenszeit von Kindern, erzwungen und ohne Gegenwert.
Impact
Angesetzt sind rund 15 Grundschulen, die zwischen 2027 und 2031 an den neuen Mindestzahlen scheitern (Spanne 5 bis 30), mit im Mittel 70 Kindern, also rund 1.050 betroffene Kinder [2][4]; eine Vorausschau des Landes dazu fehlt. Für sie verlängert sich der Weg um angesetzt 30 Minuten am Tag (Spanne 15 bis 60), so viel, wie der Altmarkkreis Salzwedel als Obergrenze für den gesamten Schulweg empfiehlt [11]; bei 190 Schultagen sind das rund 95 Stunden je Kind und rund 100.000 Stunden im Jahr. Ein Viertel der Kinder wird nach einer Schließung von den Eltern gefahren, deren Zeit mitzählt: zusammen rund 125.000 Stunden. Die Regel greift erst ab August 2027, und die Schulen fallen nach und nach unter die Schwelle; im Mittel der Wahlperiode sind 60 % der Wirkung da (Spanne 40 bis 80 %), also rund 75.000 Stunden im Jahr, in Lebenszeit gerechnet rund 13 Jahre wacher Zeit. Die Stunde zählt mit dem Satz dieser Sammlung für aufgezwungene Zeit ohne Gegenwert, 6,85 Euro. Das ergibt den Wert 2,55 auf der Skala dieser Seite, etwa so viel wie der Schulwechsel im dritten Argument und weniger als die Hälfte der Bindekraft-Wirkung im zweiten. Der Impact ist sehr klein, weil es wenige Schulen sind — aber die Wirkung trifft jedes betroffene Kind an jedem Schultag.
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Plausibilität
Dass eine Schließung den Weg verlängert, folgt aus der Sache; unsicher ist, ob die Regel Schulen schließt oder sie als Teilstandort in einem Grundschulverbund weiterlaufen lässt, den die Verordnung mit 40 Kindern zulässt [2]. Die Erreichbarkeitsdaten selbst sind sauber erhoben: bundesweiter Mittelwert von 4,9 Minuten mit dem Auto, 49 Minuten zu Fuß, in ostdeutschen ländlichen Gegenden teils über 80 Minuten [10]. Dass Schließungen in diesem Land genau so wirken, zeigt seine eigene Geschichte: Zum Schuljahr 2000/2001 schlossen 38 Grundschulen [7], und die Kreise regeln seither die Beförderung ab zwei Kilometern [11]. Auch die Wirkung längerer Wege auf das Wohlbefinden von Kindern ist belegt, allerdings über ausländische Befunde [8]. Gemessen wird gegen das Schulnetz nach der Novelle; das Design ist die Wirkungskette Regel, Schwelle, Schließung, Weg, gestützt auf die Schließungswelle von 2000; die eine Störgröße ist der Grundschulverbund, der einen Standort ohne Schließung hält; eine umgekehrte Ursache gibt es nicht. Die Zahl der Schulen und die Minuten sind Spannen der Menge, nicht der Sicherheit. Das Argument trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall in dieser Höhe zu. Die Plausibilität ist mittel: Der Mechanismus ist sicher, offen ist, ob die Regel Schulen schließt oder in Verbünde zwingt.
Kontrafaktum: das Schulnetz nach der Novelle, mit Schließungen ab August 2027. Design: mechanistisch — Kette Regel, Schwelle, Schließung, längerer Weg; die Schließungswelle von 2000/2001 [7] zeigt, dass die Kette in diesem Land läuft. Störgröße: der Grundschulverbund, der einen Standort als Teilstandort hält [2]. Richtung: keine Umkehrkausalität.