Verbindlicher Personalschlüssel für die Schulsozialarbeit

Jede Schule soll mindestens eine Stelle bekommen. Das wären 395 zusätzliche Stellen und rund 39 Millionen Euro im Jahr, die das Programm nicht beziffert.

Land Sachsen-Anhalt Vorschlag auf Landesebene (Sachsen-Anhalt). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt. Es gibt zwei weitere Seiten zur Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt mit anderen Instrumenten; sie sind nicht zusammengefasst, weil sich Haushaltssicherung und Personalschlüssel unterscheiden.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite.Wie geprüft wird →

Das Landtagswahlprogramm des BSW verlangt auf den Seiten 46 bis 48 einen verbindlichen, landesweiten Personalschlüssel für Schulsozialarbeit und Schulpsychologie, orientiert am Bundesdurchschnitt [1]. Im selben Absatz heißt es: Jede Schule muss dauerhaft mindestens eine Schulsozialarbeiterstelle haben, Förderschulen benötigen angepasste Schlüssel. Zusätzlich sollen Befristungen und die Abhängigkeit von projektgebundener Förderung enden. Ein Rechtsinstrument, ein Zieljahr und ein Betrag stehen nicht im Text. Heute erreicht das Programm Schulerfolg sichern 430 von 850 allgemeinbildenden Schulen mit rund 455 Vollbeschäftigteneinheiten [2][3]. Eine Stelle je Schule bedeutet 850 Stellen und damit 395 zusätzliche. Der zweite Maßstab führt in die Gegenrichtung: Der Bundesdurchschnitt ergäbe rund 426 Stellen, also weniger als heute. Bewertet ist die Lesart mit einer Stelle je Schule, weil sie die einzige überprüfbare Aussage des Programms ist.

Bilanz

Schlechter für die Zukunft · 0,38 alter Maßstab

Bilanz nach altem Maßstab. Für diese Bewertung liegt die Simulation der Bilanz 2.0 noch nicht vor. Die Kategorie kommt aus dem Anteil der Debatte auf der Pro-Seite (r).

Pro 15 · 38 % Contra 24 · 62 %
Größenklasse: sehr klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 5 Mio. € pro Jahr. Woran diese Bewertung hängt: An einer Setzung, die beide Seiten trägt, und an einer Verschiebung, die auf beiden Seiten steht. Eine Stelle Schulsozialarbeit ist hier so bewertet, als wäre sie 21.000 Euro im Jahr wert, gut ein Viertel ihrer Kosten von 80.000 Euro — derselbe Ansatz wie in der Bewertung des SPD-Vorschlags. Bei 45.000 Euro je Stelle stünde die Bilanz bei rund 0,42, bei 80.000 Euro — Nutzen gleich Kosten — bei rund 0,47; bei 10.000 Euro bei rund 0,36. Die rund 23 Mio Euro, mit denen das Land EU-Geld für die bestehenden Stellen ersetzt, stehen als Ausgabe und als frei werdende Mittel in gleicher Höhe auf beiden Seiten: Am Saldo ändern sie nichts, sie ziehen die Kennzahl aber zur Mitte — ohne sie läge sie bei rund 0,21. Die Besetzungsquote von 70 Prozent gilt auf beiden Seiten; bei 40 Prozent Besetzung läge die Bilanz bei rund 0,42, bei 90 Prozent bei rund 0,36. Die Stückkosten von 80.000 Euro folgen der Landesrichtlinie und gelten in beiden Bewertungen zur Schulsozialarbeit dieser Wahl; bei 66.000 Euro je Stelle läge die Bilanz bei rund 0,39, bei 85.000 Euro bei rund 0,38. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

6 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut −9

Argumente — Pro

3 Argumente

EU-Mittel werden frei

12von 100

Was das Land für die bestehenden Stellen übernimmt, zahlen andere nicht mehr. Rund 23 Mio Euro im Jahr, die heute aus dem Europäischen Sozialfonds und aus kommunalen Eigenanteilen in die 455 Stellen fließen, stehen für andere Zwecke zur Verfügung [3][4][5]. Das Geld verschwindet nicht; es wechselt nur die Kasse, aus der die Stellen bezahlt werden.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 4,6Plausibilität 5
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Wert

Bewertet ist Geld der öffentlichen Hand, das an anderer Stelle frei wird. Mittel des Sozialfonds sind dem Land für eine Förderperiode zugewiesen und fließen, wenn sie hier nicht gebraucht werden, in andere Programme; kommunale Mittel in andere Aufgaben der Kreise [4][5]. Ein solcher Euro wiegt so viel wie ein Euro des Landeshaushalts. Deshalb der mittlere Wert, derselbe wie auf der Kostenseite. Ein Abschlag, weil umgeschichtete Fördermittel schlechter eingesetzt würden, ist nicht belegt und wird nicht angesetzt. Beide Seiten heben sich in der Wirkung auf.

Impact

Gegenstück zur Übernahme durch das Land, mit demselben Mengengerüst: 455 Stellen zu 80.000 Euro Vollkosten sind 36,4 Mio Euro [3][25]. 80 Prozent Landesanteil sind 29,1 Mio Euro, abzüglich der heutigen 6 Mio Euro Landesmittel [5] bleiben 23,1 Mio Euro im Jahr (Spanne 12 bis 33 Mio Euro). In dieser Höhe zahlen EU und Kommunen weniger für dieselben Stellen. Gerechnet ist gegen eine Welt, in der die EU-Förderung für die bestehenden Stellen weiterläuft [3][5]. An den Schulen ändert sich dadurch nichts; die Stellen bleiben dieselben. Der Impact entspricht dem Betrag auf der Kostenseite: ein Wechsel der Kasse, kein Gewinn.

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455 Stellen
Bestehende Stellen im Programm Schulerfolg sichern
[3]
× 80.000 € wie im Kostenargument, Spanne 66.000–85.000 €
36,4 Mio €
Vollkosten je Stelle und Jahr
× 80 % Setzung, Spanne 60–100 %: 20–40 % kommunaler Anteil laut Förderdatenbank; das Programm sagt nicht, ob er bleibt
29,12 Mio €
Landesanteil
− 6,0 Mio € (20 % von 30 Mio € Programmkosten) Aufteilung 60 % EU, 20 % Land, 20 % Kommunen
23,12 Mio €
heutige Landesmittel (Spanne 12–33 Mio €)
[5]
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
4,62
Normalised Impact
Score 4,62 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 12 von 100

Plausibilität

Stellenzahl, Richtlinie und heutige Finanzierungsaufteilung sind amtlich oder parlamentarisch belegt [3][4][5][25]. Die Rechnung ist definitorisch: Stellen mal Kosten mal Landesanteil, abzüglich dessen, was das Land schon zahlt. Offen ist das Ob, in derselben Weise wie beim Kostenargument: Das Programm verlangt das Ende der projektgebundenen Förderung, nennt aber weder Instrument noch Betrag [1]. Gemessen wird gegen die bestehenden Stellen bei fortgesetzter EU-Förderung; eine Störgröße gibt es nur in der Höhe, eine Umkehrkausalität nicht. Beide Seiten dieser Verschiebung hängen an derselben Zahl und tragen deshalb dieselbe Einschätzung. Deshalb 5,0 bei einer Obergrenze von 6,0 für Fortschreibungen: trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall in dieser Höhe zu.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: bestehende 455 Stellen weiter mit EU-Anteil. Design: definitorisch — Wechsel des Zahlers aus Stellenzahl, Vollkosten und Landesanteil [3][4][5]. Störgröße: Landesanteil und Kostenbasis, in der Spanne. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Schulsozialarbeit an allen 850 Schulen statt an der Hälfte

2,9von 100

Heute erreicht die Schulsozialarbeit 430 von 850 allgemeinbildenden Schulen, also gut die Hälfte [2][3]. Eine Stelle je Schule hebt die Kapazität von 455 auf 850 Vollzeitäquivalente; im Mittel der Wahlperiode sind davon rund 277 der 395 neuen Stellen besetzt. Die belastbarste Evidenz betrifft Verhalten und Konflikte: In den USA sanken Disziplinarvorfälle bei Jungen um 15 bis 29 Prozent [19], bestätigt über ein Schwellenwertverfahren in einem zweiten Bundesstaat [20].

Wert 7 · Teilhabe & GesundheitImpact 1,0Plausibilität 4
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Wert

Bewertet sind Schulklima, Konfliktbearbeitung und Krisenhilfe. Das betrifft Teilhabe und Wohlbefinden vieler Kinder gleichzeitig und liegt über einem reinen Geldbetrag.

Impact

Der Zubau beträgt 850 minus 455, also 395 Vollzeitäquivalente [2][3]. Besetzt wird nicht jede Stelle: Der Aufwuchs von 87 Prozent trifft auf einen Beruf, in dem 43 Prozent der Fachkräfte binnen eines Jahres den Ausstieg erwogen [9], und in der laufenden Förderperiode blieben 14,3 Mio Euro liegen, weil Stellen unbesetzt waren [23]. Angesetzt sind 70 Prozent besetzte Stellen im Mittel der fünf Jahre (Spanne 40 bis 90 Prozent) — die Setzung deckt Aufbauzeit und Fachkräftemangel zugleich und gilt ebenso für die Gegenargumente zu Kosten und Abwerbung. Das ergibt rund 277 wirksame Stellen. Was eine Stelle bewirkt — Konfliktbearbeitung, Krisenhilfe, Beratung, Entlastung der Lehrkräfte — ist kein Geld; bewertet ist es so, als wäre eine Stelle 21.000 Euro im Jahr wert, gut ein Viertel ihrer Kosten von 80.000 Euro oder rund 85 Euro je Kind bei 249 Kindern je Schule [2] (Spanne 10.000 bis 45.000 Euro je Stelle). Das ist derselbe Ansatz wie in der Bewertung des SPD-Vorschlags zur Schulsozialarbeit. Zusammen 5,8 Mio Euro im Jahr. Nicht jede neue Stelle wirkt voll: Das Programm verlangt mindestens eine Fachkraft je Schule und darüber Stellen nach besonderem Bedarf [1], beziffert ist aber nur die Untergrenze, und nur sie ist hier bewertet; an Schulen unter 100 Kindern liegt eine volle Stelle über dem Bedarf [6]. Angesetzt ist, dass ein Viertel der neuen Stellen an solchen Schulen landet (Spanne 10 bis 40 Prozent) und dort die Hälfte der Stelle ungenutzt bleibt (Spanne 25 bis 75 Prozent); es bleiben 87,5 Prozent, rund 5,1 Mio Euro im Jahr. Kleine Grundschulen im ländlichen Raum, die ein Schlüssel nach Kopfzahl kaum bedacht hätte, sind in dieser Zahl enthalten. Dass die Kinder überwiegend aus Familien unter dem mittleren Einkommen kommen, trägt der Wert, nicht ein zusätzliches Gewicht. Auf der Karte 1,02 — knapp ein Viertel des Kostenarguments (4,4); die Spanne reicht von 0,2 bis 3,1. Der Impact ist klein: Viele Kinder sind erreicht, aber der bewertete Nutzen je Stelle ist bewusst niedrig angesetzt und trägt die Bilanz.

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395 Stellen
Zusätzliche Stellen bei einer Stelle je Schule
× 70 % Setzung, Spanne 40–90 %: Aufbauzeit und Fachkräftemangel — 43 % Ausstiegsneigung, 14,3 Mio € nicht abgeflossen; dieselbe Quote in den Gegenargumenten
277 Stellen
davon besetzt im Mittel der Wahlperiode
× 21.000 € je Stelle Setzung, Spanne 10.000–45.000 €: gut ein Viertel der Stellenkosten von 80.000 €, rund 85 € je Kind — kein Geld, eine Bewertung; gleicher Ansatz wie im SPD-Vorschlag
5,81 Mio €
Nutzen je Stelle und Jahr
[2]
× 87,5 % (1 − 25 % × 50 %) Setzung: ein Viertel der neuen Stellen an Schulen unter 100 Kindern (Spanne 10–40 %), dort die Hälfte über dem Bedarf (Spanne 25–75 %); das Programm beziffert nur die Untergrenze je Schule
5,08 Mio €
Anteil mit voller Wirkung (Spanne 1,1–15,6 Mio €)
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,02
Normalised Impact
Score 1,02 Impact × 7 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 2,9 von 100

Plausibilität

Zwei Auswertungen mit unterschiedlichem Aufbau finden dasselbe Muster [19][20]. Beide betreffen amerikanische Grundschulen und eine andere Berufsgruppe. Die einzige Übersicht zur deutschen Berufsgruppe prüfte 18 Studien, davon nur vier randomisierte, und hält fest, dass Kausalität nicht bestätigt werden kann [21]. Für das Landesprogramm selbst gibt es keine Untersuchung mit Vergleichsgruppe [22]. Die Kette ist geschlossen: eine besetzte Stelle, ein Ansprechpartner an der Schule, weniger Konflikte und Fehltage — jedes Glied benannt, der Gegenmechanismus der unbesetzten Stelle ist in der Menge verrechnet und zieht hier nicht noch einmal ab. Gemessen wird gegen die Schule ohne Sozialarbeit; ein Design gibt es für Deutschland nicht, nur die Mechanik und die amerikanischen Befunde, die Störgröße — Schulen mit Sozialarbeit sind oft auch sonst besser ausgestattet — bleibt dort ungetrennt, eine Umkehrkausalität scheidet aus. Das Argument trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen in dieser Höhe zu. Deshalb 4,0. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: Der Mechanismus ist im Ausland gestützt, für deutsche Schulen aber nicht gemessen.

evidence_basis: Konvergierende Studien · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Kette geschlossen, unbelegt · P 4–5

Kontrafaktum: Schule ohne Schulsozialarbeit. Design: mechanistisch — Kette Stelle → Ansprechpartner → Konflikte und Fehltage; zwei amerikanische Studien mit Schulfixeffekten und Schwellenwertverfahren stützen die Richtung [19][20], ein deutsches Design fehlt [21][22]. Störgröße: Gesamtausstattung der Schulen, ungetrennt. Richtung: keine Umkehrkausalität — die Stelle kommt vor dem Verhalten.

Kette geschlossen: Stelle, Ansprechpartner, Konflikte und Fehltage benannt; die Richtung stützen zwei US-Studien [19][20], für die deutsche Berufsgruppe fehlt der Beleg [21]. Gleicher Ergebnisbegriff: Konflikte, Fehltage, psychosoziale Lage. Rückleseprobe: etwa vier von zehn Fällen. Count-once: der Deckel 6,0 bepreist die fehlende deutsche Messung, das Band die Platzierung darunter.

Offen: Eine Wirkungsmessung des Programms Schulerfolg sichern mit Vergleichsgruppe — etwa Schulen mit und ohne Stelle bei gleicher Sozialstruktur — würde P auf 5 bis 6 heben.

Ende der Projektförderung beendet die Fluktuation

0,3von 100

Das Programm verlangt, Befristungen und die Abhängigkeit von projektgebundener Förderung zu beenden [1]. Der Anlass ist belegt: 19 Prozent der Fachkräfte waren ein Jahr oder kürzer an derselben Schule [22], und 14,3 Mio Euro EU-Mittel blieben liegen, weil Stellen unbesetzt waren [23]. Bundesweit arbeitete nach der Strukturanalyse rund die Hälfte befristet, unabhängig von der Trägerschaft [8].

Wert 6 · VerwaltungsqualitätImpact 0,1Plausibilität 3,5
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Wert

Bewertet ist die Verlässlichkeit eines bestehenden Angebots. Der Posten misst den Teil des vorhandenen Mitteleinsatzes, der heute in Übergängen verloren geht.

Impact

Der Posten betrifft nur die heutigen 455 Stellen [3]; die neuen Stellen wären von Beginn an unbefristet und tragen keinen Vergleichswert. Bei 19 Prozent der Fachkräfte, die ein Jahr oder kürzer an ihrer Schule waren [22], gehen in Einarbeitung, Vakanz und Beziehungsabbruch angesetzt 15 Prozent der Wirkung verloren (Spanne 5 bis 25 Prozent) — rund 68 Stellenäquivalente. Nicht jeder Wechsel hängt an der Befristung: Die Befristungsquote folgt nach der Strukturanalyse nicht der Trägerschaft [8], bundesweit sind inzwischen 85 Prozent unbefristet [9]. Angesetzt ist, dass die Verstetigung die Hälfte des Verlusts vermeidet (Spanne 25 bis 75 Prozent), also 34 Stellenäquivalente. Bewertet mit 21.000 Euro je Stelle wie im Hauptargument und in der Bewertung des SPD-Vorschlags sind das 0,72 Mio Euro. Auf der Karte 0,14 — ein Siebtel des Hauptarguments (1,02); die Spanne reicht von 0,01 bis 0,8. Die frühere Rechnung setzte 15 Prozent des Programmbudgets an, nicht der Wirkung; das überzeichnete den Posten um das Sechsfache. Der Impact ist sehr klein: Der Verlust ist real, aber er betrifft nur einen Teil der bestehenden Stellen und nur den Teil, den die Entfristung erreicht.

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455 Stellen
Bestehende Stellen im Programm Schulerfolg sichern
[3]
× 15 % Setzung, Spanne 5–25 %: 19 % der Fachkräfte ein Jahr oder kürzer an der Schule; Einarbeitung, Vakanz, Beziehungsabbruch
68 Stellenäquivalente
Wirkung, die in Übergängen verloren geht
× 50 % Setzung, Spanne 25–75 %: Befristung folgt nicht der Trägerschaft, bundesweit 85 % unbefristet
34 Stellenäquivalente
davon durch Verstetigung vermeidbar
× 21.000 € je Stelle Setzung wie im Hauptargument, Spanne 10.000–45.000 €
0,72 Mio €
Nutzen je Stelle und Jahr (Spanne 0,06–3,8 Mio €)
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,14
Normalised Impact
Score 0,14 Impact × 6 Wert × 3,5 Plausibilität ÷ 10 = 0,3 von 100

Plausibilität

Der Mechanismus ist an mehreren Fällen dokumentiert [22][23]. Zwei Befunde dämpfen ihn. Erstens hängt die Befristungsquote nach der Strukturanalyse nicht an der Trägerschaft [8]; bundesweit liegt sie inzwischen bei 15 Prozent [9]. Zweitens nennt das Programm kein Rechtsinstrument, weder Gesetz noch Verordnung noch Richtlinie [1]. Ohne benanntes Instrument bleibt offen, wodurch die Verstetigung eintreten soll. Gemessen wird gegen die Fluktuation unter Projektförderung; ein Design gibt es nicht, nur den beobachteten Zusammenhang zwischen befristeter Förderung und Wechseln, die Störgröße — Wechsel aus Gehalt, Belastung und Standort — ist ungetrennt und nach der Strukturanalyse wahrscheinlich groß [8], eine Umkehrkausalität scheidet aus. Das Argument trifft in etwa einem von drei vergleichbaren Fällen in dieser Höhe zu. Deshalb 3,5. Die Plausibilität ist niedrig: Fluktuation ist belegt, ihr Zusammenhang mit der Förderform nicht.

evidence_basis: Mehrere Präzedenzfälle · P-ceiling 5,5 identifikation: Assoziativ · Stufen-Deckel 5,5 befundband: Kette offen · P 3–3,5

Kontrafaktum: Programm unter fortgesetzter Projektförderung. Design: assoziativ — die Fluktuation ist gemessen [22], der Zusammenhang mit der Förderform nur beobachtet; die Strukturanalyse findet Befristung unabhängig von der Trägerschaft [8]. Störgröße: Wechsel aus Gehalt, Belastung und Standort, ungetrennt. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Kette benannt, aber offen: Der Gegenmechanismus — Befristung hängt nicht an der Förderform [8][9] — ist unbeantwortet, und das Programm nennt kein Instrument der Verstetigung [1]. Gleicher Ergebnisbegriff: Wechsel je Jahr an bestehenden Stellen. Rückleseprobe: etwa einer von drei Fällen. Count-once: der Deckel 5,5 bepreist die fehlende Zurechnung, das Band die offene Kette.

Offen: Ein Vergleich der Wechselquoten zwischen projektfinanzierten und dauerhaft finanzierten Stellen desselben Trägers — etwa aus der Programmevaluation [22] — würde die Zurechnung tragen und P auf 4,5 bis 5 heben.

Argumente — Contra

3 Argumente

Landesgeld ersetzt EU-Mittel

12von 100

Von den rund 41 Mio Euro zusätzlicher Landesmittel bezahlt gut die Hälfte keine neue Stelle. Rund 23 Mio Euro im Jahr ersetzen Geld, das heute die EU für die bestehenden 455 Stellen zahlt [3][5]. Mit dem Ende der Projektförderung, das das Programm verlangt, geht dieser Anteil auf den Landeshaushalt über [1]. Die Steuerschätzung erwartet für 2027 und 2028 je rund 260 Mio Euro Mindereinnahmen [24].

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 4,6Plausibilität 5
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Wert

Bewertet ist Geld der öffentlichen Hand, das den Zahler wechselt. Ein Euro des Landes wiegt so viel wie ein Euro aus dem Europäischen Sozialfonds oder aus einem Kreishaushalt: Jeder steht für Leistungen, die an anderer Stelle nicht mehr bezahlt werden. Deshalb der mittlere Wert, derselbe wie beim Kostenargument und bei den frei werdenden Mitteln auf der anderen Seite. Einen Aufschlag für die angespannte Lage des Landeshaushalts gibt es nicht, obwohl die Steuerschätzung Mindereinnahmen erwartet [24]. Beide Seiten heben sich in der Wirkung auf. Sichtbar bleiben sie, weil die Forderung genau diese Verschiebung auslöst.

Impact

Die bestehenden 455 Stellen kosten zu 80.000 Euro Vollkosten 36,4 Mio Euro im Jahr [3][25][26]. Trägt das Land künftig 80 Prozent (Spanne 60 bis 100 Prozent) [4], sind das 29,1 Mio Euro; abzüglich der heutigen Landesmittel von rund 6 Mio Euro [5] bleiben 23,1 Mio Euro im Jahr (Spanne 12 bis 33 Mio Euro). Dieses Geld bezahlt keine zusätzliche Arbeit: Die Stellen gibt es heute schon, sie wechseln nur den Geldgeber. Die Summe liegt etwas über dem heutigen EU-Anteil, weil die Landtagsangabe von 30 Mio Euro Programmkosten ausgeht und nicht von den Vollkosten nach Richtlinie [5]. Was EU und Kommunen dafür nicht mehr zahlen, steht in derselben Höhe auf der anderen Seite. Der Impact ist groß, verschiebt die Bilanz aber nicht: Er steht auf beiden Seiten.

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455 Stellen
Bestehende Stellen im Programm Schulerfolg sichern
[3]
× 80.000 € wie im Kostenargument, Spanne 66.000–85.000 €
36,4 Mio €
Vollkosten je Stelle und Jahr
× 80 % Setzung, Spanne 60–100 %: 20–40 % kommunaler Anteil laut Förderdatenbank; das Programm sagt nicht, ob er bleibt
29,12 Mio €
Landesanteil
− 6,0 Mio € (20 % von 30 Mio € Programmkosten) Aufteilung 60 % EU, 20 % Land, 20 % Kommunen
23,12 Mio €
heutige Landesmittel (Spanne 12–33 Mio €)
[5]
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
4,62
Normalised Impact
Score 4,62 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 12 von 100

Plausibilität

Stellenzahl, Richtlinie und heutige Finanzierungsaufteilung sind amtlich oder parlamentarisch belegt [3][4][5][25]. Die Rechnung ist definitorisch: Stellen mal Kosten mal Landesanteil, abzüglich dessen, was das Land schon zahlt. Offen ist das Ob, in derselben Weise wie beim Kostenargument: Das Programm verlangt das Ende der projektgebundenen Förderung, nennt aber weder Instrument noch Betrag [1]. Gemessen wird gegen die bestehenden Stellen bei fortgesetzter EU-Förderung; eine Störgröße gibt es nur in der Höhe, eine Umkehrkausalität nicht. Beide Seiten dieser Verschiebung hängen an derselben Zahl und tragen deshalb dieselbe Einschätzung. Deshalb 5,0 bei einer Obergrenze von 6,0 für Fortschreibungen: trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall in dieser Höhe zu.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: bestehende 455 Stellen weiter mit EU-Anteil. Design: definitorisch — Wechsel des Zahlers aus Stellenzahl, Vollkosten und Landesanteil [3][4][5]. Störgröße: Landesanteil und Kostenbasis, in der Spanne. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Rund 22 Mio Euro für neue Stellen

11von 100

Der Zielbestand von 850 Stellen kostet bei Vollbesetzung rund 68 Mio Euro im Jahr; zusätzlich aus Landesmitteln wären es rund 48 Mio Euro, im Mittel der Wahlperiode mit 70 Prozent besetzten neuen Stellen rund 41 Mio Euro. Neu bezahlt wird davon die Arbeit der zusätzlich besetzten Stellen, rund 22 Mio Euro im Jahr; der Rest ersetzt EU-Geld für die bestehenden Stellen. Das Programm nennt dafür keinen Betrag, keine Größenordnung und keine Finanzierungsquelle [1]. Die Steuerschätzung erwartet für 2027 und 2028 je rund 260 Mio Euro Mindereinnahmen [24].

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 4,4Plausibilität 5
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Wert

Bewertet ist ein Ausgabenstrom aus Landesmitteln, angesetzt auf der Ebene gewöhnlicher Haushaltsausgaben ohne Zuschlag.

Impact

Der Zubau beträgt 395 Stellen, eine je Schule [1][2][3]. Mit der geteilten Besetzungsquote — 70 Prozent im Mittel der Wahlperiode, Spanne 40 bis 90 Prozent — sind im Schnitt rund 277 neue Stellen besetzt und bezahlt; für unbesetzte Stellen fließt kein Geld, wie die 14,3 Mio Euro nicht abgerufener EU-Mittel zeigen [23]. Angesetzt sind 80.000 Euro Vollkosten je Stelle (Spanne 66.000 bis 85.000), hergeleitet wie in der Bewertung des SPD-Vorschlags aus der Landesrichtlinie: Sie schreibt Entgeltgruppe 10 TV-L vor [25], das sind in Stufe 3 rund 55.200 Euro brutto [26], mit Arbeitgeberanteil rund 66.800 Euro, dazu Sachkosten von 4.200 Euro und eine Verwaltungspauschale von 6 Prozent [25]. Den unteren Rand markieren Thüringen und das Saarland mit rund 52.000 bis 53.000 Euro je Stelle, ohne Sachkosten und vor der Tarifentwicklung [7][14]. Das ergibt 22,1 Mio Euro im Jahr (Spanne 10 bis 30 Mio Euro), gleich ob Land oder Kommunen sie tragen. Der Landeshaushalt zahlt mehr: Mit 80 Prozent Landesanteil (Spanne 60 bis 100 Prozent) [4] und nach Abzug der heutigen Landesmittel von rund 6 Mio Euro [5] sind es rund 40,8 Mio Euro im Jahr, bei Vollbesetzung 48,4 Mio Euro. Rund 23 Mio Euro davon bezahlen aber keine neue Arbeit, sondern ersetzen EU-Geld für die bestehenden 455 Stellen; diese Verschiebung steht als eigenes Argument, die frei werdenden Mittel in gleicher Höhe auf der anderen Seite. Zum Vergleich: Die Steuerschätzung erwartet für 2027 und 2028 je rund 260 Mio Euro Mindereinnahmen [24]. Der Impact ist groß für diese Seite: ein sicher anfallender Betrag für zusätzliche Arbeit, in jedem Haushaltsjahr der Wahlperiode.

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395 Stellen
Zusätzliche Stellen bei einer Stelle je Schule
× 70 % geteilte Setzung, Spanne 40–90 %: für unbesetzte Stellen fließt kein Geld (14,3 Mio € nicht abgerufen)
276,5 Stellen
davon besetzt im Mittel der Wahlperiode
× 80.000 € EG 10 TV-L Stufe 3: 55.200 € brutto, mit Arbeitgeberanteil rund 66.800 €, dazu Sachkosten 4.200 € und 6 % Verwaltungspauschale — Setzung wie in der SPD-Bewertung, Spanne 66.000–85.000 €; Thüringen und Saarland (52.000–53.000 €) als unterer Rand
22,12 Mio €
Vollkosten je Stelle und Jahr (Spanne 10–30 Mio €)
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
4,42
Normalised Impact
Score 4,42 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 11 von 100

Plausibilität

Stellenzahl und Schulzahl sind amtlich [2][3], die Stückkosten aus der Landesrichtlinie und der Tariftabelle hergeleitet [25][26] und an zwei Landesprogrammen geprobt [7][14]. Unsicherheit über die Finanzierungsaufteilung und die Besetzung steckt in den Spannen der Rechnung, nicht hier. Was bleibt, ist das Ob: Das Programm nennt zwei Maßstäbe in einem Satz — den Bundesdurchschnitt, der rund 426 Stellen ergäbe und keinen Zubau, und eine Stelle je Schule [1]. Nur die zweite Lesart erzeugt diesen Posten; welche eine Regierung wählt, sagt der Text nicht, und ein Rechtsinstrument fehlt. Gemessen wird gegen den Landeshaushalt ohne den Schlüssel; die Kostenfolge ist definitorisch, eine Störgröße gibt es nur in der Höhe, eine Umkehrkausalität nicht. Das Argument trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall in dieser Höhe zu. Deshalb 5,0 bei einer Obergrenze von 6,0 für Fortschreibungen. Die Plausibilität ist mittel: Die Rechnung ist geschlossen, offen ist nur, ob die kostenträchtige Lesart gilt.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: heutige 455 Stellen ohne Zubau. Design: definitorisch — Kosten der zusätzlich besetzten Stellen bei der Lesart „eine Stelle je Schule“ [1][2]. Störgröße: nur die Höhe (Besetzung, Stückkosten), in den Spannen. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Die neuen Stellen werden anderswo abgeworben

1,1von 100

395 zusätzliche Stellen bedeuten einen Aufwuchs von 87 Prozent. Im selben Beruf erwogen 43 Prozent der Fachkräfte binnen eines Jahres den Ausstieg [9][10]. Wer die neuen Stellen besetzt, kommt in einem geräumten Markt zu einem guten Teil aus Kitas, Jugendämtern und freien Trägern des Landes — und fehlt dann dort. Das Programm räumt das Problem selbst ein und schlägt als Übergang vor, ehrenamtlich Engagierte, Rentner und pädagogische Fachkräfte einzubinden [1].

Wert 6 · VerwaltungsqualitätImpact 0,5Plausibilität 4
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Wert

Bewertet ist die fachliche Qualität der Betreuung. Das ist eine Systemwirkung auf die Wirksamkeit des gesamten Angebots und kein einzelner Zahlungsstrom.

Impact

Dass ein Teil der Stellen unbesetzt bleibt, ist in allen Argumenten dieser Seite mit derselben Quote verrechnet — 70 Prozent besetzt im Mittel der Wahlperiode, rund 277 Stellen. Hier zählt, was die Besetzung anderswo kostet: In einem Markt, in dem 43 Prozent der Fachkräfte den Ausstieg erwogen [9], entstehen 277 Fachkräfte nicht aus dem Nichts. Angesetzt ist, dass 40 Prozent von ihnen zuvor in der Kinder- und Jugendhilfe des Landes gearbeitet haben — Kitas, Jugendämter, freie Träger — (Spanne 20 bis 60 Prozent), rund 111 Stellen, die dort dann fehlen. Ihre Wirkung am alten Platz ist wie im Hauptargument mit 21.000 Euro je Stelle und Jahr angesetzt (Spanne 10.000 bis 45.000 Euro): 2,3 Mio Euro. Dass es Kinder und Familien in belasteten Lagen trifft, trägt der Wert, nicht ein zusätzliches Gewicht. Auf der Karte 0,46 — knapp die Hälfte des Hauptarguments (1,02); die Spanne reicht von 0,06 bis 1,9. Die fachfremde Besetzung über Ehrenamtliche und Rentner [1] mindert den Nutzen je Stelle und steckt in der Spanne des Hauptarguments, nicht hier. Der Impact ist klein: Eine reale Gegenbewegung, die einen Teil des Hauptnutzens an anderer Stelle wieder aufzehrt.

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395 Stellen
Zusätzliche Stellen bei einer Stelle je Schule
× 70 % geteilte Setzung mit dem Hauptargument, Spanne 40–90 %
277 Stellen
davon besetzt im Mittel der Wahlperiode
× 40 % Setzung, Spanne 20–60 %: geräumter Markt mit 43 % Ausstiegsneigung, aber Zuzug aus anderen Berufen möglich
111 Stellen
davon aus der Kinder- und Jugendhilfe des Landes abgeworben (Spanne 55–166)
× 21.000 € je Stelle Setzung wie im Hauptargument, Spanne 10.000–45.000 €
2,32 Mio €
Entgangene Wirkung am alten Platz je Jahr (Spanne 0,3–9,6 Mio €)
÷ 5 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,46
Normalised Impact
Score 0,46 Impact × 6 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 1,1 von 100

Plausibilität

Die Ausstiegsneigung ist in einer bundesweiten Befragung mit 5.070 Teilnehmenden erhoben [9]. Der Mittelrest im Land ist eine Ministeriumsauskunft [23]. Was fehlt, ist eine Herkunftsstatistik der besetzten Stellen für Sachsen-Anhalt. Zwei Gegenmechanismen sprechen für einen niedrigeren Wert: Unbefristete, landesfinanzierte Stellen können Menschen in den Beruf holen, die sonst nicht gekommen wären, und die neuen Stellen konkurrieren auch mit Berufen außerhalb der Jugendhilfe. Dass der Vorschlag selbst eine Übergangslösung über Ehrenamtliche vorsieht, stützt den Engpass [1]. Gemessen wird gegen den Fachkräftemarkt ohne die 395 Stellen; ein Design gibt es nicht, nur die Mechanik des geräumten Marktes, die Störgröße — Zuzug aus anderen Berufen — steckt in der Spanne, eine Umkehrkausalität scheidet aus. Das Argument trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen in dieser Höhe zu. Deshalb 4,0. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: Der Engpass ist belegt, der Anteil abgeworbener Kräfte eine Annahme.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Kette geschlossen, unbelegt · P 4–5

Kontrafaktum: Fachkräftemarkt der Kinder- und Jugendhilfe ohne die 395 Stellen. Design: mechanistisch — Engpass belegt [9][23], Abwerbung aus der Marktmechanik abgeleitet, nicht gemessen. Störgröße: Zuzug aus Berufen außerhalb der Jugendhilfe, in der Spanne. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Kette geschlossen: Engpass, Besetzung aus der Jugendhilfe, Lücke am alten Platz benannt; der Engpass ist belegt [9][23], der Abwerbeanteil hat weder Stütz- noch Gegenbefund. Gleicher Ergebnisbegriff: besetzte Stellen in der Kinder- und Jugendhilfe des Landes. Rückleseprobe: etwa vier von zehn Fällen. Count-once: der Deckel 6,0 bepreist die fehlende Messung, das Band die ungedeckte Menge.

Offen: Eine Herkunftsstatistik der im Programm Schulerfolg sichern besetzten Stellen — wie viele kommen aus anderen Stellen der Jugendhilfe im Land — würde die Menge decken und P auf 5 bis 5,5 heben.

Summary

Das Anliegen ist nachvollziehbar, die Forderung ist es in dieser Form nicht. Sie nennt zwei Maßstäbe in einem Satz, die auseinanderlaufen: Ein Schlüssel orientiert am Bundesdurchschnitt ergäbe rund 426 Stellen, also weniger als die heutigen 455; eine Stelle je Schule ergäbe 850 [1][2][3]. Zwischen beiden liegt der Faktor zwei. Die Fachdebatte nennt genau diese beiden Kriterien ausdrücklich als Alternativen, nicht als Kombination [11]. Dazu kommt eine Zahl, die nicht zu den Stellen passt. Das Programm nennt rund 9.670 Schülerinnen und Schüler je Fachkraft [1]. Bei 211.854 Schülern und 455 Vollzeitäquivalenten Schulsozialarbeit sind es rund 466 [2][3]; die höhere Zahl beschreibt vermutlich eine andere, viel kleinere Berufsgruppe, denn das Programm fordert im selben Abschnitt auch mehr Schulpsychologie [1]. Als Beleg für die Schulsozialarbeit taugt sie nicht. Das Versorgungsproblem existiert trotzdem: 420 von 850 Schulen haben gar keine Stelle. Die Kosten sind rechenbar, auch wenn das Programm sie nicht nennt. 850 Stellen zu rund 80.000 Euro Vollkosten ergeben 68 Mio Euro im Jahr; nach Abzug des kommunalen Anteils und der heutigen Landesmittel bleiben rund 48 Mio Euro zusätzlicher Landesbedarf bei Vollbesetzung, im Mittel der Wahlperiode mit 70 Prozent besetzten neuen Stellen rund 41 Mio Euro. Die Stückkosten folgen der Landesrichtlinie — Entgeltgruppe 10 TV-L, Sachkosten, Verwaltungspauschale [25][26] — und liegen damit über dem, was Thüringen und das Saarland heute je Stelle zahlen [7][14]. Gut die Hälfte davon, rund 23 Mio Euro, bezahlt allerdings keine neue Stelle, sondern ersetzt EU-Geld für die bestehenden; neu bezahlt werden rund 22 Mio Euro für die zusätzlich besetzten Stellen. Auch das ist mehr, als der bewertete Nutzen einbringt; die Bilanz fällt zu Lasten des Vorschlags aus. Der Ländervergleich ist für die Instrumentenwahl ernüchternd. In keinem Bundesland ist ein Personalschlüssel für Schulsozialarbeit gesetzlich festgelegt [12]. Das Saarland hat das Ziel des BSW trotzdem erreicht, nämlich Fachkräfte an allen allgemeinbildenden Schulen, und zwar über eine Kooperationsvereinbarung, die sich automatisch verlängert [13][14]. Thüringen finanziert seit dreizehn Jahren aus Landesmitteln ohne kommunalen Eigenanteil und liegt beim Versorgungsgrad genau dort, wo Sachsen-Anhalt mit EU-Förderung liegt [7]. Was zu unterscheiden scheint, ist die Dauerhaftigkeit der Mittelzusage und nicht die Rechtsform. Bleibt die Besetzbarkeit. 395 zusätzliche Stellen sind ein Aufwuchs von 87 Prozent in einem Beruf, in dem 43 Prozent binnen eines Jahres über den Ausstieg nachdachten [9]. Das Programm räumt das ein und schlägt als Übergang Ehrenamtliche und Rentner vor [1]. Wer die Stellen besetzt, fehlt zu einem guten Teil in Kitas und Jugendämtern des Landes — der Gewinn an den Schulen wird anderswo zum Teil wieder aufgezehrt.

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Schlechter für die Zukunft · 0,38 alter Maßstab
heute Δ −9,0 F1 — mit Schulsozial-Quote F0 — Baseline ohne Maßnahme +3 Jahre +5 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. BSW Sachsen-Anhalt: Landtagswahlprogramm, beschlossen am 07.03.2026, S. 46 bis 48: verbindlicher, landesweiter Personalschlüssel für Schulsozialarbeit und Schulpsychologie, orientiert am Bundesdurchschnitt; jede Schule muss dauerhaft mindestens eine Schulsozialarbeiterstelle haben, Förderschulen benötigen angepasste Schlüssel; Befristungen und die Abhängigkeit von projektgebundener Förderung, insbesondere aus ESF-Mitteln, müssen beendet werden. st.bsw-vg.de
  2. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Pressemitteilung 21/2026 vom 29.01.2026: 211.854 Schülerinnen und Schüler an 850 allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2025/26. statistik.sachsen-anhalt.de
  3. Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt: Themenseite Schulsozialarbeit: 430 Schulen mit rund 455 Vollbeschäftigteneinheiten im Rahmen des Programms Schulerfolg sichern, dazu 14 Netzwerkstellen. mb.sachsen-anhalt.de
  4. Förderdatenbank des Bundes: Schulerfolg sichern: kommunaler Eigenanteil 20 Prozent bei der Schulsozialarbeit und 40 Prozent bei den Netzwerkstellen, Förderperiode 2021 bis 2027. foerderdatenbank.de
  5. Landtag von Sachsen-Anhalt: Debatte vom 25.02.2022 zur Schulsozialarbeit: Finanzierungsaufteilung von 60 Prozent EU-Mitteln, 20 Prozent Land und 20 Prozent Kommunen. landtag.sachsen-anhalt.de
  6. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Allgemeinbildende Schulen, Bericht 6B101, Schuljahr 2022/23: Schulen und Schülerzahlen nach Schulform, Grundlage der Berechnung durchschnittlicher Schulgrößen. statistik.sachsen-anhalt.de
  7. ganztagsschulen.org: Landesprogramm Schulsozialarbeit Thüringen: seit dem 1. Juli 2013, Start mit 10 Mio Euro für 200 Stellen, Stand 2024 über 26 Mio Euro für rund 500 Fachkräfte an rund der Hälfte von etwa 1.000 Schulen; keine kommunale Kofinanzierungspflicht, Mindestumfang 30 Wochenstunden je Schule, Rechtsform Förderrichtlinie statt Gesetz. ganztagsschulen.org
  8. Zankl, Deutsches Jugendinstitut: Die Strukturen der Schulsozialarbeit in Deutschland, 2017: rund 50 Prozent der Beschäftigten in befristeten Verhältnissen unabhängig von der Trägerschaft; das Bildungs- und Teilhabepaket schuf 2011 bis 2013 rund 3.000 Stellen, die nach Auslaufen der Bundesfinanzierung wegfielen. dji.de
  9. htw saar: Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich, Erhebung März bis Mai 2025 mit 5.070 Befragten: bundesweit 85 Prozent unbefristete Verträge, 43 Prozent erwogen im letzten Jahr den Berufsausstieg; im Saarland liegt die Ausstiegsneigung mit 35,2 Prozent unter dem Durchschnitt. htwsaar.de
  10. correctiv: Fast jeder zweite Schulsozialarbeiter denkt an Jobwechsel, 21.10.2025: Auswertung der bundesweiten Befragung. correctiv.org
  11. GEW: Jenaer Erklärung vom 10. und 11. Oktober 2019, beschlossen von rund 550 Fachleuten: verbindliche Einrichtung an allen Schulen, rechtliche Verankerung im SGB VIII sowie eine Stelle je Schule oder je 150 Schülerinnen und Schüler. gew.de
  12. Peter-Christian Kunkel, Expertise im Auftrag der GEW: Gesetzliche Verankerung von Schulsozialarbeit, Dezember 2016: In keinem Bundesland ist ein Personalschlüssel für Schulsozialarbeit gesetzlich festgelegt; nur Schleswig-Holstein benennt Schulsozialarbeit ausdrücklich im Schulgesetz. kv-schulsozialarbeit.de
  13. wndn.de: Land und Kommunen investieren dauerhaft in Schulsozialarbeit im Saarland, Mai 2026: 256 Fachkräfte an allgemeinbildenden Schulen, seit der Umstrukturierung 2020 verfügen alle allgemeinbildenden Schulen über sozialpädagogische Fachkräfte; Rechtsform ist eine Kooperationsvereinbarung, die sich ab dem Schuljahr 2027/28 jährlich automatisch verlängert. wndn.de
  14. homburg1.de: Saarland sichert Schulsozialarbeit dauerhaft, 23.05.2026: über 3,1 Mio Euro für 29 Stellen in den Schuljahren 2026/27 und 2027/28, dazu rund 600.000 Euro Aufwuchs bei der Regelfinanzierung auf rund 12 Mio Euro für zwei Schuljahre. homburg1.de
  15. table.media: Schulsozialarbeit: Hamburg baut aus, November 2024: Gegenüberstellung des Hamburger Ausbaus mit dem Berliner Kürzungskurs nach zwanzig Jahren Programmlaufzeit. table.media
  16. Senatsverwaltung Berlin: Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen: Landesprogramm seit 2006, heute an über 600 Schulen aller Schularten; Rechtsgrundlage ist eine Rahmenrichtlinie, ein Personalschlüssel besteht nicht. berlin.de
  17. DIE LINKE Sachsen-Anhalt: Wahlprogramm 2026, S. 28: für den Einsatz von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern ab dem Schuljahr 2028/29 einen Personalschlüssel von einer Stelle je 150 Schülerinnen und Schülern festschreiben und somit rund 1.200 Vollzeitstellen zur Verfügung stellen; S. 34: Personalschlüssel im Schulgesetz verbindlich festlegen. dielinke-sachsen-anhalt.de
  18. SPD Sachsen-Anhalt: Wahlprogramm 2026, S. 18: Bei einem Wegfall der EU-Mittel wird ab 01.08.2028 Schulsozialarbeit mit ihren Netzwerkstrukturen dauerhaft über Landesmittel finanziert. spdsachsenanhalt.de
  19. Scott E. Carrell und Mark Hoekstra: Are school counselors an effective education input? Economics Letters 125 (2014): 22 Grundschulen, 44.482 Beobachtungen; Disziplinarvorfälle bei Jungen 15 bis 29 Prozent niedriger. faculty.econ.ucdavis.edu
  20. Randall Reback: Noninstructional Spending Improves Noncognitive Outcomes, Education Finance and Policy 5 (2010): Regressionsdiskontinuität an Schülerzahlschwellen; weniger Disziplinarvorfälle, keine starken Effekte auf Testergebnisse. ideas.repec.org
  21. NASW Press: School-based Social Work Interventions: A Cross-National Systematic Review: 18 Studien, davon vier randomisierte; Kausalität kann nicht bestätigt werden, keine Studie aus dem deutschsprachigen Raum. naswpress.org
  22. Ramboll Management Consulting: Abschlussbericht der Evaluation Schulerfolg sichern, 25.09.2019: 19 Prozent der Fachkräfte waren ein Jahr oder kürzer an derselben Schule; personelle Kontinuität wird als zentrale Voraussetzung für den Erfolg benannt. europa.sachsen-anhalt.de
  23. Volksstimme: 14 Millionen Euro bis jetzt ungenutzt, 05.06.2024: rund 14,3 Millionen Euro EU-Fördergeld nicht abgeflossen wegen Krankheit, Mutterschutz und Elternzeit; Juryauswahl vor jeder Förderperiode. volksstimme.de
  24. Finanzministerium Sachsen-Anhalt: Steuerschätzung Mai 2026: Mindereinnahmen von rund 240 Mio Euro (2026) sowie je rund 260 Mio Euro für 2027 und 2028; Landeshaushalt 2026 rund 15,6 Mrd Euro. dubisthalle.de
  25. Land Sachsen-Anhalt: Richtlinie Schulerfolg sichern, Fassung vom 30.09.2020: Personalausgaben nach Entgeltgruppe 10 TV-L, Sachkosten 300 bis 400 Euro im Monat, Verwaltungskostenpauschale 6 von Hundert. schulerfolg-sichern.de
  26. Entgelttabelle TV-L: Entgeltgruppe 10, Tabelle ab 01.04.2026: Stufe 3 bei 4.599,41 Euro im Monat. tarifvertrag-online.de
Zuletzt geprüft von Claude Opus 5 · 14. September 2026 · 4× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 14. September 2026KI-PrüfungClaude Opus 5neu bewertet

    Gesamtprüfung 08.09. umgesetzt: Einkommensgewicht 1,2 von realen Strömen entfernt, pro-3/con-2 als Doppelbuchung entfernt (Abschlag in pro-1), con-1 auf Realkosten 22,1 Mio € plus Transferpaar con-4/pro-4 (23,1 Mio €); r 0,18 → 0,38 (Saldo weiter negativ).

  2. 5. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Rechenweg an allen 6 Argumenten; geteilte Besetzungsquote 70 % auf Pro, Kosten und Abwerbung; pro-3/pro-2/con-2 als Ableitungen vom Stellenwert 21.000 € neu hergeleitet (Faktor 6–9 kleiner), con-3 = Abwerbung aus der Jugendhilfe; Stückkosten 80.000 € wie SPD-Schwester (Landesrichtlinie, Quellen [25][26]); r 0,32→0,18, Kategorie kippt auf „deutlich schlechter“; offen: w 1,2 vs. 1 und Fluktuationsverlust gegenüber dem SPD-Record.

  3. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5keine Änderung nötig

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): keine Korrektur angewendet. 2 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  4. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/bsw-lsa-schulsozialarbeit-schluessel.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

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