Sonderklassen nach Aufenthaltsstatus

Kinder von Eltern mit befristetem Aufenthalt werden in eigenen Klassen und getrennt von den Regelklassen unterrichtet.

Land Sachsen-Anhalt Vorschlag auf Landesebene (Sachsen-Anhalt). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite.Wie geprüft wird →

Eine AfD-geführte Landesregierung richtet Sonderklassen für Kinder von Eltern mit befristetem Aufenthalt ein. Zugewiesen wird nach dem Aufenthaltstitel der Eltern, ein Übergang in die Regelklasse ist nicht vorgesehen. Schulrecht ist reine Landessache, die Maßnahme wäre also unmittelbar umsetzbar; die geltende Regelung des Landes ordnet dagegen ausdrücklich statusunabhängig zu und verlangt den Wechsel in die Regelklasse möglichst nach einem Jahr. Die drei Wahlkampfdokumente der Partei benennen drei verschieden weite Adressatenkreise; bewertet wird die Fassung des 100-Tage-Sofortprogramms. Bewertet wird die Wahlperiode 2026 bis 2031.

Bilanz

Deutlich schlechter für die Zukunft · 0,10 alter Maßstab

Bilanz nach altem Maßstab. Für diese Bewertung liegt die Simulation der Bilanz 2.0 noch nicht vor. Die Kategorie kommt aus dem Anteil der Debatte auf der Pro-Seite (r).

Pro 6,8 · 10 % Contra 59 · 90 %
Größenklasse: sehr klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 10 Mio. € pro Jahr. Woran diese Bewertung hängt: An der Zahl der Kinder, die die Maßnahme erfasst — und sie schwankt je nach Wahlkampfdokument der Partei um den Faktor sieben. Angesetzt sind 7.000 zu Beginn und 1.000 Nachrücker je Jahr; bei der engsten Lesart mit 2.000 Kindern stünde die Bilanz bei rund 0,09, bei der weitesten mit 14.000 bei rund 0,11, weil Verlust und gesetzter Gewinn mit der Gruppe gemeinsam wachsen. Die Nachrücker bewegen sie etwas mehr: ohne Zugang rund 0,13, bei 2.000 je Jahr rund 0,09. Die Umrechnung des Lernrückstands in Lebenseinkommen und die vier von fünf wirksamen Jahre stehen auf beiden Seiten gleich und verschieben das Verhältnis nicht. Was die Bilanz kippen könnte, sind nicht die Zahlen, sondern ein Nachweis, den die Forschung bisher nicht liefert: dass die verbleibenden Kinder messbar gewinnen. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

7 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut −52,2

Argumente — Pro

3 Argumente

Entlastung der Regelklassen

4,8von 100

Das Programm führt Sonderklassen ausdrücklich als Entlastung für Lehrkräfte und Regelklassen [1]. Die belastbarsten Untersuchungen aus den Niederlanden und Dänemark finden für die verbleibenden Kinder keinen Effekt [11][12], und der Anteil zugewanderter Kinder liegt im Land weit unter der Schwelle, ab der Übersichtsarbeiten überhaupt Wirkungen erwarten. Der Posten ist am oberen Rand der Nullbefunde gesetzt und bleibt trotzdem klein: rund 24 Mio € Lebenseinkommen im Jahr, verteilt auf über 50.000 Kinder je Jahrgang.

Wert 8 · BildungschancenImpact 2,4Plausibilität 2,5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen wären rund 205.000 Kinder, also fast der ganze Jahrgangsverband des Landes. Es geht um dieselbe Sache wie auf der Gegenseite: um Lernzuwachs, Abschlüsse und die Wege, die sich daraus öffnen. Deshalb steht dieser Posten auf derselben Werteebene wie der Verlust der getrennt unterrichteten Kinder; die beiden unterscheiden sich in der Größe, nicht im Gewicht. Bildungschancen wiegen in dieser Bewertung hoch.

Impact

An den allgemeinbildenden Schulen des Landes lernen 211.854 Kinder, davon 24.609 mit ausländischer Staatsangehörigkeit, also 11,6 % [5][6]. Sie verteilen sich auf 8.939 Klassen, im Schnitt knapp drei pro Klasse [5]. Werden rund 7.000 herausgenommen — im Schnitt weniger als eines je Klasse —, sinkt ihr Anteil in den verbleibenden Klassen um rund drei Prozentpunkte. Was das den übrigen Kindern bringt, ist mehrfach untersucht worden, und die Antwort lautet überwiegend: nichts. In den Niederlanden liegen die gemessenen Werte zwischen leicht negativ und leicht positiv, fast alle ohne statistische Bedeutung [11]. In Dänemark ließ sich bei 813.050 beobachteten Schülerjahren kein Effekt nachweisen [12]. Angesetzt ist deshalb ein Gewinn von 0,002 Standardabweichungen je Kind, bewusst am oberen Rand dieser Nullbefunde, mit einer Spanne von 0 bis 0,010. Über ein Arbeitsleben sind das rund 549 € je Kind: 17,8 % Verdienst je Standardabweichung [18] auf ein Lebenseinkommen von 1,542 Mio € (Median 38.553 € × 40 Jahre) [19]. Es zählt jedes Kind, das in der Wahlperiode eine Regelklasse besucht: 204.854 zu Beginn und rund 17.700 Einschulungen in jedem der vier Folgejahre (211.854 ÷ 12 Jahrgänge) [5], im Mittel rund 55.100 Kinder je Jahr. Das sind rund 30 Mio € je Jahr; wirksam ist die Maßnahme in vier von fünf Jahren der Wahlperiode (Spanne 2–5), bleiben rund 24 Mio € im Jahr, mit einer Spanne von 0 bis 120 Mio €. Der Impact ist klein: sehr viele Betroffene, aber eine Wirkung pro Kind nahe null.

▸ Rechenweg anzeigen ▾ Rechenweg ausblenden
0 Standardabweichungen
Leistungsgewinn je verbleibendem Kind (Spanne 0–0,010)
× 17,8 % Lohn je Standardabweichung gepoolte Kompetenzrendite über 23 Länder; der deutsche Wert liegt bei 23,5 %
0,04 % des Lebenseinkommens
Verdienstwirkung je Standardabweichung
× 1,542 Mio € (Median 38.553 € × 40 Erwerbsjahre) Median statt Mittelwert 41.163 € — der konservative Ansatz
549 € je Kind
Mehrverdienst je Kind über ein Arbeitsleben
× (204.854 zu Beginn + 4 × 17.700 Einschulungen) ÷ 5 Jahre jedes Kind zählt einmal, im Jahr seines Eintritts; Einschulungen ≈ 211.854 ÷ 12 Jahrgänge
30,3 Mio €
Kinder in Regelklassen je Jahr der Wahlperiode
× 4 von 5 Jahren Setzung, Spanne 2–5: Aufbau von rund 400 Klassen im ersten Jahr; ein Gericht kann die Praxis früher beenden — Schulrecht ist Landessache, der Anteil des Landes ist voll
24,2 Mio €
wirksame Jahre der Wahlperiode (Spanne 0–120)
÷ 10 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
2,4
Normalised Impact
Score 2,4 Impact × 8 Wert × 2,5 Plausibilität ÷ 10 = 4,8 von 100

Plausibilität

Die beiden methodisch stärksten Untersuchungen finden keinen Effekt [11][12]. Der klarste negative Befund stammt aus Italien und misst, was passiert, wenn ein einheimisches Kind durch ein zugewandertes ersetzt wird; er liegt bei rund 0,16 Standardabweichungen in Sprache und Mathematik [25]. Übersichtsarbeiten setzen den Punkt, ab dem negative Effekte auftreten, bei rund 35 % Anteil zugewanderter Kinder an; Sachsen-Anhalt liegt bei 11,6 % und damit weit darunter [5]. Kontrafaktum: Klassen derselben Schule mit höherem Anteil zugewanderter Kinder. Design: kontrolliert — Vergleiche innerhalb von Schulen über Jahrgänge in den Niederlanden (Ohinata und van Ours 2013) und in dänischen Registerdaten (Hassan u. a. 2023) [11][12]; der italienische Befund nutzt einen Regelsprung bei der Klassenbildung (Ballatore, Fort und Ichino 2018) [25]. Störgröße: die Sortierung von Familien in Schulen, in allen drei Arbeiten über Schulvergleiche abgefangen. Richtung: die Zusammensetzung der Klasse steht vor der Leistung fest, eine Umkehr ist ausgeschlossen. Der angesetzte Gewinn ist also nicht gemessen, sondern gesetzt, und zwar am günstigsten Rand dessen, was die Literatur zulässt. Dass die verbleibenden Kinder in Sachsen-Anhalt messbar gewinnen, trifft in etwa jedem vierten vergleichbaren Fall zu. Für eine Wirkung, die die belastbarste Evidenz nicht findet, ist geringe Plausibilität die Obergrenze.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 5 identifikation: Kontrolliert · Stufen-Deckel 7 befundband: Teilaspekt gestützt · P 2,5–3

Kontrafaktum: Klassen derselben Schule mit höherem Anteil zugewanderter Kinder. Design: kontrolliert — Vergleiche innerhalb von Schulen über Jahrgänge (Ohinata/van Ours 2013 [11], Hassan u. a. 2023 [12]); der Stützbefund aus Italien (Ballatore/Fort/Ichino 2018 [25]) nutzt einen Regelsprung bei der Klassenbildung, quasi-experimentell, aber bei anderen Anteilen. Störgröße: Sortierung von Familien in Schulen, über Schul-Fixed-Effects abgefangen. Richtung: Zusammensetzung vor Leistung, keine Umkehrkausalität. Deckel: Basis studie 9, bestehend 5, Stufe kontrolliert 7 → 5; die Spanne 0–0,010 ist am strittigen Parameter aufgespannt, der Deckel bindet ohnehin nicht (P 2,5).

Stützbefund: negative Zusammensetzungseffekte bei hohen Anteilen (Italien, 0,16 Standardabweichungen) [25]. Gegenbefund: bei Anteilen wie in Sachsen-Anhalt finden die kontextnächsten Studien nichts (Niederlande, Dänemark) [11][12]. Gestützt ist nur ein Teil — Klassen mit hohem Anteil. Gleicher Ergebnisbegriff: Testleistung der übrigen Kinder. Rückleseprobe: etwa jeder vierte Fall. Count-once: der Deckel 5 bepreist die fehlende deutsche Messung, das Band den Gegenbefund.

Offen: Eine deutsche Auswertung, die Leistungen von Regelklassen vor und nach dem Herausziehen zugewanderter Kinder vergleicht, würde die Frage entscheiden; fiele sie positiv aus, könnte P auf 4 bis 5 steigen.

Geschützter Raum für intensiven Spracherwerb in der Sekundarstufe

1,9von 100

Für Jugendliche der Sekundarstufe gibt es einen fachlich anerkannten Fall für Sprachklassen [10]. Er ist an Teilintegration, einen Übergang binnen zwei Jahren und Zuweisung nach Sprachstand gebunden, und der Vorschlag erfüllt keine dieser Bedingungen. Der Posten ist deshalb klein gebucht und schwach belegt.

Wert 8 · BildungschancenImpact 1,2Plausibilität 2
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen wären rund 3.500 Jugendliche, für die der Schulabschluss über Ausbildung und Erwerbsleben entscheidet. Bei später Zuwanderung ist der Zeitdruck real: Wer mit fünfzehn ankommt, hat wenige Jahre bis zum Abschluss. Es geht um dieselbe Größe wie auf der Gegenseite, um Bildungswege und die Chancen, die daran hängen. Bildungschancen wiegen in dieser Bewertung hoch.

Impact

Jugendliche, die spät zuwandern, haben bis zum Abschluss weniger Zeit als Kinder im Grundschulalter. Die Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz hält deshalb fest, dass sie von einer Förderung in Sprachklassen profitieren können, die geschütztes und auf das Bildungsziel ausgerichtetes Lernen ermöglicht [10]. Aus Texas liegt ein Befund vor, nach dem die separat geförderte Gruppe selbst keinen Schaden nimmt: +0,107 Standardabweichungen in Mathematik und +0,040 im Lesen, beides ohne statistische Bedeutung [13]. Angesetzt ist ein Gewinn von 0,05 Standardabweichungen (Spanne 0–0,10) für die Hälfte der Zielgruppe, die Jugendlichen der Sekundarstufe. Über ein Arbeitsleben sind das rund 13.700 € je Kopf: 17,8 % Verdienst je Standardabweichung [18] auf ein Lebenseinkommen von 1,542 Mio € [19]. Es zählt jeder Jugendliche, der in der Wahlperiode neu in eine Sonderklasse kommt: rund 3.500 zu Beginn und rund 500 Zugänge je Folgejahr (Setzung, Spanne 250–1.000), im Mittel 1.100 je Jahr. Das sind rund 15 Mio € je Jahr; in vier von fünf Jahren wirksam bleiben rund 12 Mio € im Jahr, mit einer Spanne von 0 bis 50 Mio €. Der Impact ist klein: eine kleine Gruppe mit einer moderaten Wirkung pro Person.

▸ Rechenweg anzeigen ▾ Rechenweg ausblenden
0,05 Standardabweichungen
Leistungsgewinn je Jugendlichem der Sekundarstufe (Spanne 0–0,10)
× 17,8 % Lohn je Standardabweichung gepoolte Kompetenzrendite über 23 Länder; der deutsche Wert liegt bei 23,5 %
0,89 % des Lebenseinkommens
Verdienstwirkung je Standardabweichung
× 1,542 Mio € (Median 38.553 € × 40 Erwerbsjahre) Median statt Mittelwert 41.163 € — der konservative Ansatz
13.700 € je Kind
Mehrverdienst je Jugendlichem über ein Arbeitsleben
× (3.500 zu Beginn + 4 × 500 Zugang) ÷ 5 Jahre die Hälfte der Zielgruppe ist Sekundarstufe (Spanne 1.000–7.000); Zugang Setzung, Spanne 250–1.000 je Jahr
15,1 Mio €
Jugendliche, die je Jahr neu in eine Sonderklasse kommen
× 4 von 5 Jahren Setzung, Spanne 2–5: Aufbau von rund 400 Klassen im ersten Jahr; ein Gericht kann die Praxis früher beenden — Schulrecht ist Landessache, der Anteil des Landes ist voll
12,1 Mio €
wirksame Jahre der Wahlperiode (Spanne 0–50)
÷ 10 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,2
Normalised Impact
Score 1,2 Impact × 8 Wert × 2 Plausibilität ÷ 10 = 1,9 von 100

Plausibilität

Die Kommission knüpft den Nutzen an drei Bedingungen: Teilintegration mit sozialen Kontakten, vollständiger Übergang in den Regelunterricht spätestens nach zwei Jahren und Zuweisung nach Sprachstand [10]. Der Vorschlag erfüllt keine davon. Die einzige vorliegende Ausformulierung der Partei hält ausdrücklich fest, eine Integration in Regelklassen finde nicht statt. Auch der Texas-Befund betrifft zweisprachigen Unterricht in gemischten Gruppen, nicht eine Trennung nach Herkunft. Kontrafaktum: für die Empfehlung der Kommission keines, sie ist Fachkonsens; für Texas Schulen knapp unter der Schwelle, ab der ein Programm eingerichtet werden muss. Design: der Texas-Befund ist quasi-experimentell (Regelsprung, Chin, Daysal und Imberman 2013) [13], trägt aber nur „kein Schaden“, nicht den Nutzen; der Nutzen selbst steht auf einer Wirkungskette ohne gemessenes Glied. Störgröße: die Zuweisung leistungsschwächerer Jugendlicher in Sprachklassen, in Texas durch den Regelsprung ausgeschaltet, hier durch die Zuweisung nach Aufenthaltstitel gerade nicht. Richtung: die Klasse kommt vor der Leistung. Für dieselbe Altersgruppe weist die Kommission zugleich darauf hin, dass soziale Kontakte für die Lernmotivation wichtig bleiben. Dass Jugendliche unter diesen Bedingungen von der Trennung profitieren, trifft in etwa jedem fünften vergleichbaren Fall zu. Der Nutzen ist an ein Design gebunden, das hier gerade nicht vorgesehen ist, und mehr als geringe Plausibilität trägt das nicht.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 5 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Ohne Träger, aber denkbar · P 1,5–2,5

Kontrafaktum: Fachkonsens der SWK ohne Kontrafaktum [10]; Texas: Schulen unter der Programmschwelle [13]. Design: der Nutzen der Trennung ist eine Verhaltenskette (konzentrierter Spracherwerb → schnellerer Abschluss) ohne identifizierten Trägerparameter — mechanistisch; der quasi-experimentelle Texas-Befund (Chin/Daysal/Imberman 2013) trägt nur die Abwesenheit eines Schadens. Störgröße: Selektion leistungsschwächerer Jugendlicher, hier nicht ausgeschaltet. Richtung: Klasse vor Leistung. Deckel: Basis studie 9, bestehend 5, Stufe 6 → 5.

Keine Studie misst den Nutzen einer dauerhaften Trennung nach Aufenthaltsstatus, kein Präzedenzfall mit vergleichbarer Dosis liegt vor, und die Kette ist an Bedingungen (Teilintegration, Frist, Sprachtest) geknüpft, die der Vorschlag ausschließt. Die Richtung ist denkbar, zeigen lässt sie sich nicht; die Analogie (Sprachklassen mit Übergang) ist nur teils übertragbar. Gleicher Ergebnisbegriff: Lernleistung der Jugendlichen. Rückleseprobe: etwa jeder fünfte Fall.

Offen: Eine Auswertung dauerhaft getrennter Sekundarstufen-Klassen mit Vergleichsgruppe — etwa aus den bayerischen Deutschklassen mit Sprachstandsdaten — würde tragen; positiv könnte P auf 4 bis 5 steigen.

Vorbereitung auf die Rückkehr ins Herkunftsschulsystem

0,1von 100

Für zurückkehrende Kinder wäre ein am Herkunftslehrplan orientierter Unterricht ein Vorteil. Der weit überwiegende Teil der Zielgruppe hat Flüchtlings- oder subsidiären Schutz und bleibt auf absehbare Zeit [21]. Rückkehrquote und Wert sind beide gesetzt; der Posten ist der kleinste der Bewertung, ein Hundertstel des größten.

Wert 8 · BildungschancenImpact 0,1Plausibilität 2
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen wären die Kinder, die das Land wieder verlassen, und ihr Anschluss an das Schulsystem im Herkunftsland. Ein Bildungsweg, der beim Wechsel nicht abreißt, entscheidet dort über dieselben Dinge wie hier: Abschluss, Ausbildung, Beruf. Der Posten steht deshalb auf derselben Werteebene wie die übrigen Bildungsargumente. Bildungschancen wiegen in dieser Bewertung hoch.

Impact

Das Programm nennt als zweiten Zweck, den Kindern Lehrinhalte ihrer Herkunftsschulen zu vermitteln, um den Wiedereinstieg dort zu erleichtern [1]. Für Kinder, die tatsächlich zurückkehren, ist das ein realer Vorteil. Wie viele das sind, ist für Sachsen-Anhalt nicht erhoben. Angesetzt sind 10 % der 7.000 Kinder des Bestands über die Wahlperiode, also rund 700 Kinder, Spanne 200 bis 2.000, im Mittel 140 je Jahr [21]. Der Wert der Lehrplan-Kontinuität je Kind ist ebenfalls gesetzt: so bewertet, als wäre sie jedem Kind 5.000 € wert, ein Achtel eines Jahresverdienstes im Land, Spanne 1.000 bis 15.000 € [19]. Das sind rund 0,7 Mio € je Jahr; in vier von fünf Jahren wirksam bleiben rund 0,56 Mio € — auf der Karte 0,06, ein Hundertstel des Verlusts der getrennt unterrichteten Kinder. Der Impact ist der kleinste dieser Bewertung: wenige Betroffene und ein moderater Vorteil je Kopf.

▸ Rechenweg anzeigen ▾ Rechenweg ausblenden
700 Kinder
Kinder, die in der Wahlperiode zurückkehren (Spanne 200–2.000)
÷ 5 Jahre Wahlperiode 2026–2031
140 Kinder
je Jahr der Wahlperiode
× 5.000 € je Kind Setzung, Spanne 1.000–15.000 €: so bewertet, als wäre der Anschluss jedem Kind ein Achtel eines Jahresverdienstes (41.163 €) wert — kein Anker
0,7 Mio €
Wert der Lehrplan-Kontinuität
× 4 von 5 Jahren Setzung, Spanne 2–5: Aufbau von rund 400 Klassen im ersten Jahr; ein Gericht kann die Praxis früher beenden — Schulrecht ist Landessache, der Anteil des Landes ist voll
0,56 Mio €
wirksame Jahre der Wahlperiode (Spanne 0,04–6)
÷ 10 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,06
Normalised Impact
Score 0,06 Impact × 8 Wert × 2 Plausibilität ÷ 10 = 0,1 von 100

Plausibilität

Gegen die Annahme spricht die Zusammensetzung der Zielgruppe. Ende 2025 hatten in Sachsen-Anhalt 15.710 Personen Flüchtlingsschutz und 10.956 eine Aufenthaltserlaubnis wegen subsidiären Schutzes, gegenüber 2.512 Geduldeten [21]. Der weit überwiegende Teil bleibt also auf absehbare Zeit. Hinzu kommt, dass die Zuweisung nach dem Aufenthaltstitel erfolgt und nicht nach der Rückkehrwahrscheinlichkeit; Kinder, die bleiben, würden nach fremden Lehrplänen unterrichtet. Kontrafaktum: keines — es gibt keine Untersuchung zu herkunftsorientiertem Unterricht und späterem Wiedereinstieg. Design: nicht benennbar, eine Setzung auf beiden Gliedern. Störgröße: die Rückkehr selbst hängt an der Lage im Herkunftsland, nicht am Unterricht hier. Richtung: keine Umkehrkausalität, aber auch kein Nachweis. Dass die Kinder, die zurückkehren, von den Herkunftsinhalten in dieser Größe profitieren, trifft in etwa jedem fünften vergleichbaren Fall zu. Beide Faktoren sind gesetzt, und mehr als geringe Plausibilität trägt eine doppelt gesetzte Größe nicht.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5 identifikation: Unbestimmt · Stufen-Deckel 5 befundband: Ohne Träger, aber denkbar · P 1,5–2,5

Kontrafaktum: keines. Design: nicht benennbar — Rückkehrquote und Wert der Lehrplan-Kontinuität sind beide Setzungen ohne Trägerquelle. Störgröße: Lage im Herkunftsland. Richtung: keine Umkehrkausalität. Deckel: Basis plausibilitaet 5, Stufe unbestimmt 5 → 5.

Weder Studie noch Präzedenzfall noch geschlossene Kette: der Anteil der Rückkehrer ist nicht erhoben, der Wert des Anschlusses nicht gemessen; die Zuweisung nach Titel statt nach Rückkehrwahrscheinlichkeit ist ein ungeprüfter Gegenmechanismus, die Richtung bleibt denkbar. Gleicher Ergebnisbegriff: Bildungsweg der zurückkehrenden Kinder. Rückleseprobe: etwa jeder fünfte Fall.

Offen: Eine Rückkehrstatistik schulpflichtiger Kinder aus Sachsen-Anhalt und ein Beleg für den Anschluss im Herkunftssystem würden die Kette schließen; P könnte dann auf 4 steigen.

Argumente — Contra

4 Argumente · Top 3 angezeigt

Die betroffenen Kinder lernen schlechter

52von 100

Rund 7.000 Kinder würden zu Beginn getrennt unterrichtet, dazu jedes Jahr rund 1.000 weitere. In Hamburg schnitten Kinder nach einer Vorbereitungsklasse messbar schlechter ab als vergleichbare Kinder mit sofortiger Integration, obwohl dort ein Übergang vorgesehen war [8]. Der Posten ist der größte dieser Bewertung; unsicher ist vor allem, wie viele Kinder die Maßnahme erfasst.

Wert 8 · BildungschancenImpact 9,2Plausibilität 7
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Es geht um Kinder, die weder zustimmen noch ausweichen können und deren Schulzeit sich nicht wiederholen lässt. Was verschwindet, ist nicht ein Betrag, sondern der tägliche Kontakt zu deutschsprachigen Gleichaltrigen, aus dem Sprache tatsächlich entsteht, und mit ihm der Abschluss, der später über Ausbildung und Beruf entscheidet. Die Landesverfassung gibt jedem jungen Menschen ohne Rücksicht auf seine Herkunft das Recht auf eine fördernde Erziehung [16], das Schulgesetz wiederholt es wörtlich [17]. Bildungschancen zählen in dieser Bewertung zu den Gütern, die Lebenswege festlegen, und wiegen deshalb hoch.

Impact

Was diese Kinder verlieren, ist in Hamburg gemessen worden. Kinder, die zuerst eine Vorbereitungsklasse besuchten, lagen in Klasse 5 um 0,19 Standardabweichungen hinter vergleichbaren Kindern mit sofortiger Integration, am deutlichsten in Deutsch (0,25) und Mathematik (0,21), und wechselten seltener aufs Gymnasium [8]; angesetzt ist die bevorzugte Schätzung, Spanne 0,10 bis 0,35. Über ein Arbeitsleben gerechnet entspricht das rund 3,4 % geringerem Verdienst — 17,8 % je Standardabweichung [18] — auf ein Lebenseinkommen von 1,542 Mio € (Median 38.553 € × 40 Jahre) [19], also rund 52.100 € je Kind. Betroffen sind zu Beginn rund 7.000 Kinder. Das 100-Tage-Programm nennt alle Kinder von Eltern mit befristetem Aufenthalt [2]; darunter fallen Aufenthaltsgestattung, Duldung und befristete Aufenthaltserlaubnisse. Allein die ukrainische Gruppe umfasst 5.712, die syrische 7.098 Schülerinnen und Schüler [5]. Weil die drei Wahlkampfdokumente drei verschieden weite Gruppen benennen, reicht die Spanne von 2.000 bis 14.000 Kindern. Dazu kommen in jedem Folgejahr Kinder, die neu in eine Sonderklasse kommen — Einschulungen aus der Gruppe und neu zuziehende Kinder —, angesetzt mit 1.000 je Jahr, Spanne 500 bis 2.000. Jedes Kind zählt einmal, im Jahr seines Eintritts: 7.000 plus viermal 1.000, über die fünf Jahre der Wahlperiode im Mittel 2.200 Kinder je Jahr. Das sind rund 115 Mio € je Jahr; wirksam ist die Maßnahme in vier von fünf Jahren (Spanne 2–5), bleiben rund 92 Mio € im Jahr, mit einer Spanne von 10 bis 400 Mio €. Der Hamburger Vergleich betraf Klassen von höchstens einem Jahr; hier ist kein Übergang vorgesehen, der Verlust je Kind dürfte eher am oberen Rand liegen. Der Impact ist der größte dieser Bewertung: viele Kinder, und für jedes eine Wirkung, die das ganze weitere Leben trägt.

▸ Rechenweg anzeigen ▾ Rechenweg ausblenden
0,19 Standardabweichungen
Lernrückstand je getrenntem Kind (Spanne 0,10–0,35)
[8]
× 17,8 % Lohn je Standardabweichung gepoolte Kompetenzrendite über 23 Länder; der deutsche Wert liegt bei 23,5 %
3,4 % des Lebenseinkommens
Verdienstwirkung je Standardabweichung
× 1,542 Mio € (Median 38.553 € × 40 Erwerbsjahre) Median statt Mittelwert 41.163 € — der konservative Ansatz
52.100 € je Kind
Minderverdienst je Kind über ein Arbeitsleben
× (7.000 zu Beginn + 4 × 1.000 Zugang) ÷ 5 Jahre 7.000 nach der Fassung des 100-Tage-Programms, Spanne 2.000–14.000 über die drei Wahlkampfdokumente; Zugang (Einschulungen aus der Gruppe, Neuzuzug) Setzung, Spanne 500–2.000 je Jahr; jedes Kind zählt einmal
114,6 Mio €
Kinder, die je Jahr neu in eine Sonderklasse kommen
× 4 von 5 Jahren Setzung, Spanne 2–5: Aufbau von rund 400 Klassen im ersten Jahr; ein Gericht kann die Praxis früher beenden — Schulrecht ist Landessache, der Anteil des Landes ist voll
91,7 Mio €
wirksame Jahre der Wahlperiode (Spanne 10–400)
÷ 10 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
9,2
Normalised Impact
Score 9,2 Impact × 8 Wert × 7 Plausibilität ÷ 10 = 52 von 100

Plausibilität

Die Hamburger Untersuchung nutzt, dass geflüchtete Familien den Stadtteilen und damit den Schulen weitgehend zufällig zugewiesen wurden, und rechnet mit drei verschiedenen Verfahren, die alle dasselbe Vorzeichen ergeben [8]. Eine zweite Untersuchung findet im bundesweiten ReGES-Panel denselben Zusammenhang beim Wortschatz, allerdings ohne kausale Absicherung [9]. Die Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz hält für das Grundschulalter ausdrücklich fest, dass Kinder von direkter Integration deutlich profitieren [10]. Kontrafaktum: vergleichbare Kinder mit sofortiger Integration in die Regelklasse. Design: quasi-experimentell — Instrumentierung über die Zuweisung der Familien zu Stadtteilen (Höckel und Schilling 2022, Economic Journal 2026) [8]. Störgröße: die Auswahl leistungsschwächerer Kinder in Vorbereitungsklassen, durch die zufällige Zuweisung ausgeschaltet. Richtung: die Klasse kommt vor der Leistung, eine Umkehr ist ausgeschlossen. Gegen die Übertragung spricht wenig: Der Hamburger Fall verglich befristete Klassen mit sofortiger Integration, während hier gar kein Übergang vorgesehen ist; gemessen ist allerdings nur das Grundschulalter. Angesetzt ist die Fortführung über die ganze Wahlperiode, wie der Maßnahmentext sie definiert; dass ein Gericht sie früher beendet, steckt in der Spanne der wirksamen Jahre, nicht hier. Unsicher bleibt die Größe, weil die Zielgruppe je nach Lesart um den Faktor sieben schwankt. Dass die getrennten Kinder in dieser Größenordnung verlieren, trifft in etwa sieben von zehn vergleichbaren Fällen zu. Dass der Effekt existiert, ist gut belegt; wie viele Kinder ihn tragen, deutlich weniger.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 8 identifikation: Quasi-experimentell · Stufen-Deckel 8

Kontrafaktum: vergleichbare Kinder mit sofortiger Integration. Design: quasi-experimentell — Instrumentvariable über die quasi-zufällige Zuweisung geflüchteter Familien zu Hamburger Stadtteilen, Trägerquelle Höckel/Schilling 2022 [8]; ReGES-Panel [9] nur assoziativ, SWK [10] Fachkonsens. Störgröße: Selektion leistungsschwächerer Kinder in Vorbereitungsklassen, durch die Zuweisung ausgeschaltet. Richtung: Klasse vor Leistung. Deckel: Basis studie 9, Stufe quasi-experimentell 8 → 8; Kontexttransfer (Grundschule, befristete Klassen → alle Stufen, kein Übergang) −1 → P 7. Die Spanne der Zielgruppe (2.000–14.000) und der Effektstärke (0,10–0,35) trägt den Größenzweifel, P nur das Ob.

Zusätzliches Personal in einem System mit 93,6 % Unterrichtsversorgung

3,6von 100

Rund 400 zusätzliche Klassen erfordern netto etwa 222 Vollzeitstellen und ebenso viele Räume, gut 12 Mio € im Jahr. Die Rechengrößen stehen im geltenden Erlass, die Besetzbarkeit ist offen: 2024 blieb jede zweite ausgeschriebene Stelle unbesetzt [22]. Wo Stellen fehlen, erscheint der Aufwand als Unterrichtsausfall für alle Kinder im Land.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 1,2Plausibilität 6
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Die Kosten trägt der Landeshaushalt. Mittel, die in zusätzliche Klassen fließen, fehlen an anderer Stelle im Schulsystem, das seine Unterrichtsversorgung ohnehin nicht hält. Wo die Stellen nicht besetzt werden können, wandert der Aufwand als Unterrichtsausfall in die Regelklassen und trifft alle Kinder im Land. Der gebuchte Strom ist die Ausgabenseite und wird als Rechengröße behandelt: ein Euro wiegt so viel wie ein Euro an anderer Stelle. Der Wert ist deshalb mittel.

Impact

Die Klassenfrequenz für Vorbereitungsklassen liegt nach dem geltenden Erlass bei 14 bis 20 Kindern [4]. 7.000 Kinder im Bestand — die Zugänge (rund 1.000 je Jahr) und die Schulabgänge halten ihn über die Wahlperiode nahe an dieser Zahl, Spanne 2.000 bis 14.000 — ergeben bei 17,5 je Klasse rund 400 zusätzliche Klassen. Je Klasse sind 20 Lehrerwochenstunden zugewiesen [4], bei einer Regelstundenzahl von 25 sind das 0,8 Stellen, zusammen 320. Davon abzuziehen sind die 0,35 Wochenstunden je Kind, die heute schon für Sprachförderung fließen [4], also 98 Stellen. Netto bleiben rund 222 zusätzliche Vollzeitstellen und ebenso viele Räume, die hier nicht bepreist sind. Weil sich die betroffenen Kinder heute auf 8.939 Klassen verteilen, im Schnitt weniger als eines pro Klasse [5], löst ihr Herausziehen keine einzige Regelklasse auf; der Bedarf ist fast vollständig zusätzlich. Bei rund 70.000 € je Stelle — Setzung, Spanne 60.000 bis 85.000 €, eine Lehrkraft mit Arbeitgeberanteilen und Versorgung gegenüber 41.163 € Durchschnittsverdienst im Land [19] — sind das rund 15,5 Mio € je Jahr; in vier von fünf Jahren wirksam bleiben rund 12 Mio € im Jahr, Spanne 4 bis 30 Mio €. Der Impact ist spürbar, aber begrenzt: wenige hundert Stellen in einem System mit fast 14.000 Lehrkräften.

▸ Rechenweg anzeigen ▾ Rechenweg ausblenden
7.000 Kinder
Kinder in Sonderklassen im Mittel der Wahlperiode (Spanne 2.000–14.000)
÷ 17,5 Kinder je Klasse Klassenfrequenz 14–20 nach Erlass; Regelklassen lösen sich nicht auf (weniger als ein Kind je Klasse)
400 Klassen
zusätzliche Klassen
× 20 Lehrerwochenstunden ÷ 25 Regelstunden = 0,8 Stellen je Klasse Stundenzuweisung nach Erlass, Regelstundenzahl nach Arbeitszeitverordnung
320 Stellen
Vollzeitstellen brutto
[4]
− 98 Stellen heutige Sprachförderung (7.000 × 0,35 Wochenstunden ÷ 25) die Förderstunden der Regelklassen entfallen
222 Stellen
Vollzeitstellen netto
[4]
× 70.000 € je Stelle Setzung, Spanne 60.000–85.000 €: Lehrkraft mit Arbeitgeberanteilen und Versorgung, gegenüber 41.163 € Durchschnittsverdienst; Räume nicht bepreist
15,5 Mio €
Personalkosten je Jahr
× 4 von 5 Jahren Setzung, Spanne 2–5: Aufbau von rund 400 Klassen im ersten Jahr; ein Gericht kann die Praxis früher beenden — Schulrecht ist Landessache, der Anteil des Landes ist voll
12,4 Mio €
wirksame Jahre der Wahlperiode (Spanne 4–30)
÷ 10 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,2
Normalised Impact
Score 1,2 Impact × 5 Wert × 6 Plausibilität ÷ 10 = 3,6 von 100

Plausibilität

Alle drei Rechengrößen stehen im geltenden Recht: Klassenfrequenz und Stundenzuweisung im Zugewandertenbeschulungserlass, die Regelstundenzahl in der Arbeitszeitverordnung [4]. Der Bedarf folgt daraus zwingend. Offen ist, ob die Stellen besetzt werden können. Die Unterrichtsversorgung lag zum Schuljahresbeginn 2025/26 bei 93,6 % [7], und 2024 blieben 268 von 511 ausgeschriebenen Stellen ohne geeignete Bewerbung [22]. Soweit die Stellen unbesetzt bleiben, entsteht statt der Ausgabe ein Unterrichtsausfall, der alle 211.854 Schülerinnen und Schüler trifft; beide Wege sind hier einmal verbucht. Kontrafaktum: der Erlass in seiner heutigen Form mit Sprachförderung in der Regelklasse. Design: mechanistisch — der Bedarf ist Rechtsfolge, ob er als Ausgabe oder als Ausfall erscheint, hängt am Verhalten des Vollzugsträgers. Störgröße: die Besetzbarkeit der Stellen, die die Aufteilung bestimmt, nicht die Größe. Richtung: keine Umkehrkausalität. Das Programm nennt weder Personal- noch Raumbedarf [1], sodass die Aufteilung eine Vorausschätzung bleibt. Dass der Aufwand in dieser Größe entsteht, trifft in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel: Der Bedarf steht im Recht, der Weg seiner Deckung nicht.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6

Kontrafaktum: Erlass in heutiger Form. Design: mechanistisch — Klassenfrequenz, Stundenzuweisung und Regelstundenzahl sind Rechtsfolge, aber ob der Bedarf als Ausgabe (Stellen) oder als Unterrichtsausfall erscheint, hängt an der Besetzbarkeit (268 von 511 Stellen 2024 unbesetzt [22]); der Betrag, nicht das Thema entscheidet. Störgröße: Besetzbarkeit. Richtung: keine Umkehrkausalität. Deckel: Basis projektion 6, Stufe 6 → 6.

Abschreckung in einem Land, das auf Zuwanderung angewiesen ist

2,7von 100

In einem Land mit der ältesten Bevölkerung Deutschlands und 18 % Einwohnerverlust seit 2000 wirkt eine nach Aufenthaltsstatus getrennte Beschulung als Signal an zuwandernde Familien [23]. Richtung plausibel, Größe unbelegt; angesetzt sind 500 Personen weniger Nettozuzug im Jahr, die sich über die Wahlperiode zu einem Fehlbestand von im Mittel 1.500 aufsummieren — rund 15 Mio € Wertschöpfung im Jahr.

Wert 6 · WirtschaftskraftImpact 1,5Plausibilität 3
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen sind zum einen die Familien, die gehen oder nicht kommen, zum anderen ein Land, dessen Erwerbsbevölkerung schrumpft. Weniger Zuzug bedeutet weniger Beschäftigte in Schulen, Kliniken und Betrieben, die ohnehin Personal suchen. Der Strom berührt weder Leben noch Bildungschancen unmittelbar, sondern die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Landes. Solche Systemwirkungen wiegen in dieser Bewertung mittel bis hoch.

Impact

Sachsen-Anhalt hat mit 48,3 Jahren die älteste Bevölkerung Deutschlands und hat seit 2000 rund 18 % seiner Einwohner verloren [23]. Der Zuzug ist der einzige Faktor, der den Rückgang bremst. Eine nach Aufenthaltsstatus getrennte Beschulung ist ein Signal, das zuwandernde Familien lesen; das Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen berichtete im Juli 2026, wöchentlich verließen zehn Familien das Land. Wie stark Schulpolitik auf Wanderungsentscheidungen wirkt, ist nirgends gemessen. Angesetzt sind 500 Personen im Jahr weniger Nettozuzug, Spanne 150 bis 1.500. Wer in einem Jahr nicht kommt, fehlt auch in den folgenden: Über die fünf Jahre summiert sich das zu einem Fehlbestand von im Mittel 1.500 Personen (Setzung: kein Nachholen, Spanne 1 bis 3 Jahre mittlere Fehldauer). Bei einer Erwerbsquote von 50 % sind das 750 Erwerbstätige; das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigem liegt bei rund 83.100 € (Orientierungswert, Spanne 70.000 bis 90.000), der Nettobeitrag nach Abzug der in Anspruch genommenen Leistungen ist mit 30 % gesetzt (Spanne 15 bis 50 %) — rund 18,7 Mio € je Jahr, in vier von fünf Jahren wirksam rund 15 Mio € im Jahr, Spanne 2 bis 90 Mio €. Der Impact bleibt klein — wenige hundert Personen in einem Land mit 2,14 Mio Einwohnern —, auch wenn er an die zentrale Kennzahl des Landes rührt.

▸ Rechenweg anzeigen ▾ Rechenweg ausblenden
500 Personen
Weniger Nettozuzug je Jahr (Spanne 150–1.500)
× 3 Jahre mittlere Fehldauer ((1 + 2 + 3 + 4 + 5) ÷ 5) wer in einem Jahr nicht kommt, fehlt auch in den folgenden — Setzung: kein Nachholen, Spanne 1–3
1.500 Personen
Fehlbestand im Mittel der Wahlperiode
× 50 % Erwerbsquote Setzung, Spanne 40–60 %: Familien mit Kindern
750 Erwerbstätige
davon erwerbstätig
× 83.100 € je Erwerbstätigem Orientierungswert für das Land ohne Quelle im Record, Spanne 70.000–90.000 €
62,3 Mio €
Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigem
× 30 % Setzung, Spanne 15–50 %: was nach Abzug von Bildung, Gesundheit und Transfers bleibt
18,7 Mio €
Nettobeitrag nach in Anspruch genommenen Leistungen
× 4 von 5 Jahren Setzung, Spanne 2–5: Aufbau von rund 400 Klassen im ersten Jahr; ein Gericht kann die Praxis früher beenden — Schulrecht ist Landessache, der Anteil des Landes ist voll
15 Mio €
wirksame Jahre der Wahlperiode (Spanne 2–90)
÷ 10 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,5
Normalised Impact
Score 1,5 Impact × 6 Wert × 3 Plausibilität ÷ 10 = 2,7 von 100

Plausibilität

Für die Richtung sprechen Aussagen aus dem Land selbst: Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle verweist darauf, dass das Land auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen ist. Für die Größe gibt es keinen Beleg. Wanderungsentscheidungen hängen an Arbeitsmarkt, Wohnraum, Sprache und bestehenden Netzwerken; Schulpolitik ist einer von vielen Faktoren und wirkt vor allem auf Familien mit Kindern. Es existiert keine Untersuchung, die schulische Segregation mit Zuzugs- oder Fortzugszahlen verbindet. Kontrafaktum: keines — die Wanderungszahlen ohne die Maßnahme sind nicht bekannt, geschweige denn mit. Design: nicht benennbar. Störgröße: die allgemeine Zuwanderungspolitik einer solchen Landesregierung, die dasselbe Signal sendet und den Effekt nicht der Schulmaßnahme allein zurechnen ließe. Richtung: Familien, die ohnehin gehen wollen, nennen die Schule als Grund — die Umkehr ist nicht auszuschließen. Dass eine Landesschulmaßnahme den Nettozuzug in dieser Größe senkt, trifft in etwa drei von zehn vergleichbaren Fällen zu. Dass die Richtung stimmt, ist plausibel; dass sie diese Größe hat, ist eine Setzung.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5 identifikation: Unbestimmt · Stufen-Deckel 5 befundband: Kette offen · P 3–3,5

Kontrafaktum: keines. Design: nicht benennbar — keine Untersuchung verbindet schulische Segregation mit Wanderungszahlen; einzelne Aussagen (IWH, Migrantenorganisationen) sind Meinungen, keine Trägerquelle. Störgröße: die übrige Zuwanderungspolitik derselben Regierung. Richtung: Umkehr (Schule als nachgeschobener Grund) nicht auszuschließen. Deckel: Basis plausibilitaet 5, Stufe unbestimmt 5 → 5.

Die Kette ist benannt (Signal → Wanderungsentscheidung → Erwerbstätige → Wertschöpfung), aber das mengentragende Glied — wie viele Familien wegen der Schulzuweisung fernbleiben — ist ungeprüft, und der Gegenmechanismus (dieselbe Regierung sendet das Signal auch ohne Sonderklassen) ist unbeantwortet. Gleicher Ergebnisbegriff: Nettozuzug in Personen. Rückleseprobe: etwa drei von zehn Fällen.

Offen: Eine Wanderungsauswertung nach Haushaltstyp für Länder mit und ohne statusbezogene Schulzuweisung — oder eine Befragung zuziehender Familien zu Schulgründen — würde das Glied schließen; P könnte dann auf 4 bis 5 steigen.

Rechtsstreit und Rückabwicklung

1von 100

Die Zuweisung nach Aufenthaltsstatus statt nach Sprachstand widerspricht dem geltenden Erlass und den Bedingungen, die der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte an getrennte Klassen stellt [15]. Verfahren und Rückabwicklung kosten geschätzt rund 4 Mio € im Jahr.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,4Plausibilität 5
▸ Begründung & Quellen anzeigen ▾ Begründung & Quellen ausblenden

Wert

Betroffen ist der Landeshaushalt und damit alle Steuerzahlenden im Land. Verfahrenskosten und Rückabwicklung binden Mittel und Verwaltungskraft, ohne dass ihnen ein Ertrag gegenübersteht. Der Strom berührt weder Gesundheit noch Bildungschancen unmittelbar, sondern die Verwendung von Landesmitteln. Solche Mittel werden als Rechengröße behandelt, und der Wert ist deshalb mittel.

Impact

Die geltende Regelung knüpft ausdrücklich nicht an den Aufenthaltsstatus an: Der Erlass vom 5. August 2025 gilt unabhängig von Herkunft, Nationalität, Zuwanderungsgrund und aufenthaltsrechtlichem Status [4]. Der Vorschlag kehrt das um und weist nach dem Aufenthaltstitel der Eltern zu, ohne Übergang in die Regelklasse [1][2]. Damit entsteht Angriffsfläche vor Verwaltungs- und Verfassungsgerichten: Klagen von Erziehungsberechtigten, Änderung und mögliche Rückabwicklung der Erlasslage, Einrichtung und Auflösung von rund 400 Klassen. Eine veröffentlichte Kostenschätzung gibt es nicht; beide Posten sind gesetzt. Verfahren und Verwaltung: 2,5 Mio € je Geltungsjahr, Spanne 1 bis 5, in vier von fünf Jahren wirksam also 2 Mio € je Jahr. Einrichtung und spätere Auflösung der Klassen: einmalig rund 10 Mio €, Spanne 5 bis 50 — 25.000 € je Klasse für Räume, Ausstattung, Umzüge und Neuzuordnung —, auf die fünf Jahre verteilt 2 Mio € je Jahr. Zusammen rund 4 Mio € im Jahr, Spanne 2 bis 15 Mio €. Der Impact ist klein: ein sicherer, aber kleiner Posten neben dem, was den Kindern selbst geschieht.

▸ Rechenweg anzeigen ▾ Rechenweg ausblenden
Verfahren vor Verwaltungs- und Verfassungsgerichten, Erlassänderung Setzung, Spanne 1–5 Mio €: Klagen von Erziehungsberechtigten, Normenkontrolle, Verwaltungsaufwand; Geltungsdauer wie in allen Strömen dieser Bewertung [14][15][20][24] 2,5 Mio € je Geltungsjahr × 4 von 5 Jahren 2 Mio €
+ Einrichtung und spätere Auflösung von rund 400 Klassen Setzung, Spanne 5–50 Mio €: 25.000 € je Klasse für Räume, Ausstattung, Umzüge, Neuzuordnung der Kinder [4] 10 Mio € einmalig ÷ 5 Jahre 2 Mio €
= Verfahrens- und Rückabwicklungskosten je Jahr (Spanne 2–15) 4 Mio €
÷ Normalised Impact Maßstab dieser Seite 10 Mio € je Punkt 0,4
Score 0,4 Impact × 5 Wert × 5 Plausibilität ÷ 10 = 1 von 100

Plausibilität

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden, dass eine vorübergehende Trennung wegen fehlender Sprachkenntnisse nicht von vornherein unzulässig ist [15]. Er verlangt dafür aber vier Dinge: eine klare gesetzliche Grundlage, Zuweisungstests, die tatsächlich die Sprachkenntnisse messen, ein vorgeschriebenes Überwachungsverfahren und den sofortigen Übergang, sobald die Sprache ausreicht. Keine dieser Bedingungen erfüllt der Vorschlag. Im Fall D.H. hat derselbe Gerichtshof festgehalten, dass auf den Schutz vor Diskriminierung nach Herkunft nicht verzichtet werden kann, auch nicht durch die Eltern [14]. Drei Rechtswissenschaftler halten das Vorhaben übereinstimmend für verfassungs- und völkerrechtswidrig [20][24]. Kontrafaktum: der geltende Erlass ohne Klagen. Design: mechanistisch — Rechtslage, Klageanreiz und Verfahrensgang sind benannt, die Kosten je Verfahren nicht gemessen. Störgröße: ob und wann geklagt wird, entscheidet über Zeitpunkt und Höhe, nicht über das Ob. Richtung: keine Umkehrkausalität. Dass Verfahren und Rückabwicklung in dieser Größe anfallen, trifft in etwa jedem zweiten vergleichbaren Fall zu. Dass geklagt wird, ist danach wahrscheinlich; wann und mit welchem Aufwand, ist eine Annahme.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6

Kontrafaktum: geltender Erlass. Design: mechanistisch — Kette Rechtsverstoß → Klage → Verfahren und Rückabwicklung ist geschlossen (Oršuš-Bedingungen [15], D.H. [14], drei Rechtsgutachten [20][24]), die Kostenhöhe je Glied ist Setzung. Störgröße: Klagezeitpunkt. Richtung: keine Umkehrkausalität. Deckel: Basis plausibilitaet 5, Stufe 6 → 5; P 5 mit Expertenkonsens als schwacher Stütze.

Summary

Rund 11,6 % der Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt haben eine ausländische Staatsangehörigkeit; der Spracherwerb neu Zugewanderter ist eine reale Aufgabe des Schulsystems [5][6]. Der Vorschlag kehrt die geltende Regel um: Der Erlass vom August 2025 gilt unabhängig vom Aufenthaltsstatus und verlangt den Wechsel in die Regelklasse möglichst nach einem Jahr [4]. Was für die Maßnahme spricht, ist schwach belegt: Die belastbarsten Untersuchungen zur Entlastung der Regelklassen finden keinen Effekt [11][12]. Der fachlich anerkannte Fall für Sprachklassen in der Sekundarstufe ist an Teilintegration und einen Übergang binnen zwei Jahren gebunden, die hier beide fehlen [10]. Was dagegen spricht, ist besser belegt und größer: In Hamburg schnitten Kinder nach einer Vorbereitungsklasse messbar schlechter ab als vergleichbare Kinder mit sofortiger Integration [8]. Die Seiten liegen weit auseinander, weil dieselbe Größe auf beiden Seiten steht und nur eine davon belegt ist: Für rund 7.000 Kinder und ihre Nachrücker ist der Verlust gemessen, für rund 205.000 ist der Gewinn gesetzt. Hinzu kommen rund 400 zusätzliche Klassen in einem System mit 93,6 % Unterrichtsversorgung, in dem 2024 jede zweite ausgeschriebene Stelle unbesetzt blieb [7][22]. Ein Scharnier im Vorzeichen gibt es nicht; die Größe des Abstands hängt daran, welche der drei Zielgruppen-Formulierungen der Partei gilt. Neben dem Score steht ein Befund: Die Trennung ist nach dem Programm selbst das Mittel der Maßnahme und keine Nebenfolge.

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Deutlich schlechter für die Zukunft · 0,10 alter Maßstab
heute Δ −52,2 F1 — mit Sonderklassen F0 — Baseline ohne Maßnahme +3 Jahre +5 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. AfD Sachsen-Anhalt: Regierungsprogramm 2026 „DAS LAND ZUERST.“, Kap. IV Schulbildung, Punkt 30 „Sonderklassen für Flüchtlingskinder!“, S. 87 f.. afd-lsa.de
  2. AfD Sachsen-Anhalt: 100-Tage-Sofortprogramm, Punkt 6 „Unsere Kinder schützen!“. afd-lsa.de
  3. AfD Sachsen-Anhalt: Kernpunkte-Flyer „DAS LAND RETTEN.“, Punkt 6 „Gute Schulen, gute Zukunft“. afd-lsa.de
  4. Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt: Zugewandertenbeschulungserlass, RdErl. vom 5. August 2025 – 25.83133. mb.sachsen-anhalt.de
  5. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Statistischer Bericht 6B101 2025/26: Allgemeinbildende Schulen, Schülerzahlen und Organisationsformen. statistik.sachsen-anhalt.de
  6. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: 0,45 % Schülerinnen und Schüler weniger an allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2025/26. statistik.sachsen-anhalt.de
  7. Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt: Schuljahresbeginn 2025/26: Unterrichtsversorgung 93,6 %, 13.934 Lehrkräfte. bildungsklick.de
  8. Höckel & Schilling: Starting Off on the Right Foot – Language Learning Classes and the Educational Success of Immigrant Children, Ruhr Economic Papers #983 (2022); The Economic Journal 136(676), 2026. rwi-essen.de
  9. Winkler & Carwehl: Institutional conditions and acquisition of language skills among young refugees, Acta Sociologica 69(3), 2026. journals.sagepub.com
  10. Ständige Wissenschaftliche Kommission der KMK: Sprachliche Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche gestalten, Stellungnahme 2025. swk-bildung.org
  11. Ohinata & van Ours: How Immigrant Children Affect the Academic Achievement of Native Dutch Children, IZA DP 6212 (2011); The Economic Journal 123(570), 2013. docs.iza.org
  12. Hassan, Hvidtfeldt, Andersen & Udsen: Do refugee children impair the academic performance of native children in the school? Informative null results from Danish Register Data, European Sociological Review 39(3), 2023. academic.oup.com
  13. Chin, Daysal & Imberman: Impact of bilingual education programs on limited English proficient students and their peers, Journal of Public Economics 107, 2013. meltemdaysal.com
  14. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: D.H. u. a. gegen Tschechische Republik, Große Kammer, Nr. 57325/00, Urteil vom 13.11.2007. hudoc.echr.coe.int
  15. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Oršuš u. a. gegen Kroatien, Große Kammer, Nr. 15766/03, Urteil vom 16.03.2010. hudoc.echr.coe.int
  16. Landtag von Sachsen-Anhalt: Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt, Art. 7 Abs. 3 und Art. 25 Abs. 1. landtag.sachsen-anhalt.de
  17. Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt: Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 1 Erziehungs- und Bildungsauftrag. mb.sachsen-anhalt.de
  18. Hanushek, Schwerdt, Wiederhold & Woessmann: Returns to skills around the world: Evidence from PIAAC, European Economic Review 73, 2015, Tab. 2. hanushek.stanford.edu
  19. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: 2025 verdienten Beschäftigte durchschnittlich 41.163 EUR pro Jahr in Sachsen-Anhalt (Median 38.553 EUR). statistik.sachsen-anhalt.de
  20. Deutsches Schulportal: Rechtsexperte Felix Hanschmann: Was die AfD von ihren Bildungsplänen umsetzen könnte, 26.06.2026. deutsches-schulportal.de
  21. Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung, BT-Drs. 21/4644 vom 06.03.2026: Aufenthaltsstatus nach Ländern, Stichtag 31.12.2025. dserver.bundestag.de
  22. radio SAW: Lehrermangel Sachsen-Anhalt: 268 von 511 ausgeschriebenen Stellen ohne geeignete Bewerbung, 13.06.2024. radiosaw.de
  23. Demografieportal des Bundes und der Länder: Altersstruktur der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt: Durchschnittsalter 48,3 Jahre, höchster Wert aller Länder. demografie-portal.de
  24. CORRECTIV: Schule unter der AfD: die Pläne und was wirklich möglich wäre, 30.07.2026. correctiv.org
  25. Ballatore, Fort & Ichino: The Tower of Babel in the Classroom: Immigrants and Natives in Italian Schools, Journal of Labor Economics 36(4), 2018. journals.uchicago.edu
Zuletzt geprüft von Claude Opus 5 · 14. September 2026 · 4× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 14. September 2026KI-PrüfungClaude Opus 5Record aktualisiert

    Gesamtprüfung 08.09. geprüft: Darstellungsfehler in pro-1 korrigiert (24.609 Kinder auf 8.939 Klassen sind knapp drei je Klasse, erst die 7.000 Herausgenommenen weniger als eines); Rendite-Übertragung und Faktor 4/5 als symmetrische Annahmen belassen; r 0,10 unverändert.

  2. 5. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Rechenweg, Normalisierung und Identifikation an allen 7 Argumenten; con-1 I 0,058→0,092 (jährliche Nachrücker in die Sonderklassen als Setzung 1.000, Spanne 500–2.000, jedes Kind zählt einmal im Eintrittsjahr), pro-1/pro-2 symmetrisch angehoben, con-4 mit Fehlbestand über die Wahlperiode 0,005→0,015; r 0,114→0,104; offen: Zugangs-Setzung und B10-Abgrenzung zum Schranken-Befund.

  3. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5keine Änderung nötig

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): keine Korrektur angewendet. 1 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  4. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/afd-lsa-sonderklassen.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →

Score-Einschätzung abgeben

Argument
Aktueller Score: –
Value – Impact – Plausibilität –
deutlich
niedriger
etwas
niedriger
passtetwas
höher
deutlich
höher
passt so

↔ Regler bewegen — die Begründungen passen sich deiner Einschätzung an:

Community-Ergebnis
Häufigste Begründungen