Randbebauung des Tempelhofer Felds

Das Abgeordnetenhaus soll das Bebauungsverbot aufheben und einen Randstreifen für rund 5.000 Wohnungen freigeben — in der bewerteten Fassung ohne erneute Abstimmung.

Land Berlin Vorschlag auf Landesebene (Berlin). Landesmaßnahmen erreichen im bundesweiten Maßstab kleinere Impact-Werte als Bundesmaßnahmen; der Maßstab dieser Seite ist entsprechend gesetzt.

KI-Bewertung · noch ohne menschliche Prüfung

Diese Auswertung hat ein KI-Modell erstellt und belegt; ein menschlicher Prüfdurchgang steht noch aus. Zahlen und Einordnung können sich dabei noch ändern. Das Prüfprotokoll steht am Fuß der Seite.Wie geprüft wird →

Das Tempelhofer Feld ist mit 303 Hektar eine der größten innerstädtischen Freiflächen Europas und wird im Mittel von rund 17.000 Menschen am Tag genutzt. Seine Bebauung ist seit 2014 gesetzlich ausgeschlossen: Am 25. Mai jenes Jahres stimmten 739.124 Berlinerinnen und Berliner mit 64,3 % für das Gesetz der Initiative und gegen den Senatsentwurf, der eine Randbebauung vorsah. Das Gesetz hat den Rang eines einfachen Landesgesetzes und kann mit einfacher Mehrheit geändert werden. Die FDP will genau das: den Rand freigeben, ohne erneut abstimmen zu lassen. Andere Parteien knüpfen die Bebauung an eine neue Abstimmung. Seit 2024 läuft ein Dialogprozess; zwei Werkstätten mit 275 zufällig ausgewählten Berlinerinnen und Berlinern lehnten die Randbebauung mehrheitlich ab, der internationale Ideenwettbewerb kürte im Juni 2025 sechs Entwürfe, davon zwei mit Wohnbebauung. Weil zwischen einer Gesetzesänderung und dem ersten Bezug ein Jahrzehnt liegt, ist dieser Vorschlag über zwanzig Jahre bewertet und nicht wie die übrigen über zehn.

Bilanz

Ausgeglichen · 0,51 alter Maßstab

Bilanz nach altem Maßstab. Für diese Bewertung liegt die Simulation der Bilanz 2.0 noch nicht vor. Die Kategorie kommt aus dem Anteil der Debatte auf der Pro-Seite (r).

Pro 17 · 51 % Contra 15 · 49 %
Größenklasse: klein Maßstab dieser Bewertung: Normalised Impact — einheitslos, auf dieses Thema kalibriert. Zum Vergleich: 1 Punkt entspricht hier rund 20 Mio. € pro Jahr. Woran diese Bewertung hängt: Seit dieser Fassung steht der Bau der Wohnungen als eigener Posten auf der Gegenseite — rund 21 Mio. € im Jahr an gebundenem Kapital und Instandhaltung, und genau so viel ist der Zugang wert, den dieselben Wohnungen schaffen: Beide Seiten sind mit demselben Preis (6.500 € je Quadratmeter im günstigsten Drittel Berlins, wo landeseigene Gesellschaften bauen) und derselben Fläche (70 Quadratmeter je Wohnung) gerechnet, weil der Marktpreis das ist, was die Bewohner zu zahlen bereit sind. Die Wohnungen selbst entscheiden die Bilanz damit nicht; mit dem vollen Erstverkaufspreis (8.108 €) wachsen beide Seiten gleichermaßen. Zu beachten: Dass zwei gleich große Posten auf beiden Seiten stehen, zieht das angezeigte Verhältnis rechnerisch näher an die Mitte, ohne dass sich am Nettoeffekt etwas ändert. Im Übrigen hängt sie erstens daran, ob gebaut wird — in vier von zehn Fällen angesetzt, weil ein zweites Volksbegehren angekündigt ist. Höher angesetzt hebt diese Annahme die Bilanz, niedriger senkt sie sie; um wie viel, ist hier nicht beziffert. Zweitens am übergangenen Volksentscheid: Ohne diesen Posten — also mit bestätigender Abstimmung — stünde das angezeigte Verhältnis bei rund 0,58 statt 0,51; mit dem Satz für einen vom Bund gesperrten Volksentscheid (70 statt 10 € je Stimmberechtigtem und Jahr) bei rund 0,29. Er ist der größte einzelne Posten der Gegenseite außerhalb des Mietdämpfungs-Paars. Die Zahl der Wohnungen (2.400 bis 10.000 statt 5.000) und die Bauzeit (Bezug ab 2032 oder ab 2037) skalieren beide Seiten gleich und verschieben das Verhältnis kaum. Die Erschließung ist je Nutzungsjahr verteilt; sie macht rund ein Hundertstel der Gegenseite aus und bewegt das Verhältnis nicht. Ohne die Bindung als eigenes Paar bleibt das Verhältnis bei rund 0,51; ohne das Mietdämpfungs-Paar dagegen stünde es bei rund 0,32, weil dessen Nettogewinn den gesamten Vorsprung der Pro-Seite trägt. Gerechnet sind zwanzig Jahre, weil der gesamte Nutzen und der gesamte Schaden erst nach dem siebten Jahr anfallen — über zehn Jahre gäbe es fast nur Planungskosten und den übergangenen Volksentscheid. Das Gewicht der Vermieter im Mietdämpfungs-Paar (0,8, Spanne 0,6 bis 0,9; in der alten Serie 0,72) verschiebt das Verhältnis wenig — über die Spanne bleibt es zwischen rund 0,50 und rund 0,55. Seit dem 19. September zählt der Wert der Wohnungen für ihre Bewohner mit demselben Gewicht wie ihre Herstellungskosten — beide Posten heben sich nun auch in der Gewichtung genau auf, vorher blieb ein Vorsprung von einem Fünftel zugunsten der Wohnungen. Dafür steht neu als eigener Posten, was im Marktpreis nicht steckt: dass am Ende der Umzugskette Menschen angemessen wohnen, die es sonst nicht täten, bewertet mit dem, was das Sozialrecht als angemessene Miete anerkennt. Endete die Kette nur bei 15 % statt bei 48 % der Wohnungen bei einem solchen Haushalt, halbierte sich dieser Posten, bei 60 % verdoppelte er sich. Wie wir bewerten →

Pro-Argumente

Contra-Argumente

13 Argumente bewertet · Scoring v1.3 Δ absolut +2

Argumente — Pro

6 Argumente · Top 3 angezeigt

Leichte Dämpfung der Berliner Mieten

13von 100

Rund 1.660 zusätzliche Wohnungen im Mittel des Zeitraums sind 0,08 % des Berliner Bestands und senken die Angebotsmieten nach der Messung an den deutschen Baufertigstellungen um rund 2,4 %. Weil über zwanzig Jahre gut die Hälfte der Mietverträge neu geschlossen wird, bleiben davon auf der gezahlten Mietsumme rund 1,24 %: rund 132 Mio € im Jahr, die bei Mieterhaushalten bleiben statt an Vermieter zu gehen. Die Gegenseite steht mit demselben Betrag in der Bilanz.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 8,6Plausibilität 3
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Wert

Der Strom ist Geld, das bei Mieterhaushalten bleibt und Vermietern entgeht. Betroffen sind alle Berliner Mieterhaushalte, mit dem Schwerpunkt bei denen, die neu anmieten und überwiegend in den unteren drei Fünfteln liegen; deshalb zählt ihr Euro hier mit 1,3. Die Vermieterseite steht mit ihrem eigenen Gewicht auf der Gegenseite. Der Wert ist mittel: ein Geldstrom zwischen Mietern und Vermietern, am allgemeinen Maßstab.

Impact

Berlin hat rund 2,06 Mio Wohnungen, davon 1,75 Mio Mietwohnungen, und die Angebotsmieten liegen mit 15,78 €/m² mehr als doppelt so hoch wie die ortsübliche Vergleichsmiete von 7,21 €/m² [7]. Wie stark zusätzliches Angebot dagegen wirkt, ist für Deutschland gemessen: Eine Auswertung aller Baufertigstellungen 2010 bis 2017 gegen die Inserate der drei größten Portale findet, dass ein Bestandszuwachs von 1 % die Angebotsmieten des Folgejahres um 29,8 % senkt (Standardfehler 10,5); die Quantilsregressionen derselben Arbeit zeigen, dass sich die ganze Mietverteilung verschiebt, nicht nur das teure Segment [12]. Der Bestandseffekt des Vorschlags ist klein: rund 1.660 zusätzliche Wohnungen im Mittel des Zeitraums, aus dem ersten Pro-Argument, sind 0,0808 % des Bestands — also 2,41 % niedrigere Angebotsmieten (Spanne: 1,56 bis 3,26 %). Gemessen sind damit Mieten in Inseraten, gezahlt wird aber auch in laufenden Verträgen: Rund 8 % der Mietverhältnisse enden im Jahr [13], über die zwanzig Jahre dieser Bewertung sind im Mittel 51 % der Verträge seit Wirkungsbeginn neu geschlossen. Auf die gezahlte Mietsumme wirkt die Dämpfung deshalb mit 1,24 %. Die Berliner Mietwohnungen bringen bei rund 7,50 € je Quadratmeter Nettokaltmiete und 70 Quadratmetern etwa 10,7 Mrd € im Jahr (Spanne: 9 bis 12 Mrd €); 1,24 % davon sind rund 132 Mio € weniger Miete im Jahr, die bei den Mietern bleiben statt an die Vermieter zu gehen. Mit dem Gewicht der Mieterhaushalte sind das 172 Mio €, auf der Karte 8,6 Punkte — gut das Achtfache dessen, was die zusätzlichen Wohnungen selbst wiegen (1,0), und anders als dort steht die Gegenseite mit demselben Betrag in der Bilanz. Der Impact ist mittel: Der Betrag summiert sich über sehr viele Haushalte, je Haushalt sind es rund 75 € im Jahr.

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1.663 Wohnungen
Zusätzliche Wohnungen im Mittel des Zeitraums
÷ 2,06 Mio Wohnungen Bestand nach IBB
0,08 % des Bestands
Anteil am Berliner Wohnungsbestand
[7]
× 29,8 Gemessen an allen deutschen Baufertigstellungen 2010–2017 gegen die Portal-Inserate, mit Regenschocks in der Bauphase als Instrument: 1 % mehr Bestand senkt die Angebotsmieten des Folgejahres um 29,8 % (Standardfehler 10,5, Spanne 19,3–40,3); die Quantilsregressionen verschieben die ganze Mietverteilung
2,41 %
Niedrigere Angebotsmieten (Spanne 1,56–3,26 %)
× 0,5135 Gemessen sind Angebotsmieten; sie schlagen nur in neu geschlossenen Verträgen durch. Bei 8 % Fluktuation im Jahr sind über die zwanzig Jahre dieser Bewertung im Mittel 51,3 % der Verträge seit Wirkungsbeginn neu geschlossen
1,24 %
Niedrigere gezahlte Mietsumme
× 10,7 Mrd € Nettokaltmiete im Jahr Setzung, Spanne 9–12 Mrd €: rund 1,75 Mio Mietwohnungen × 7,50 € je m² × 70 m² × 12 (Serien-Setzung Berlin)
132,3 Mio €
Weniger Miete im Jahr (Spanne 72–201)
[7]
× 1,3 Serien-Setzung Berlin, Spanne 1,1–1,6: neu anmietende Großstadt-Haushalte überwiegend in den unteren drei Fünfteln; Empfängerbein — das Vermieterbein steht im Gegenargument zu den Mieteinnahmen
172 Mio €
Gewichtet nach Einkommen der Mieterhaushalte
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
8,6
Normalised Impact
Score 8,6 Impact × 5 Wert × 3 Plausibilität ÷ 10 = 13 von 100

Plausibilität

Die Reaktionsstärke ist keine Setzung aus fremden Märkten mehr: Sie ist an allen deutschen Baufertigstellungen kausal geschätzt, mit Regenschocks während der Bauphase als Instrument für verzögerte Fertigstellungen [12]. Zwei Dinge bleiben offen, und sie tragen die Zahl. Erstens identifiziert diese Schätzung einen temporären Angebotsschock, während hier ein dauerhafter Bestandszuwachs über zwanzig Jahre gebucht ist; über diesen Zeitraum dämpfen Zuzug und die Anpassung des übrigen Neubaus den Effekt, und um wie viel, ist nicht gemessen. Zweitens ist die Kette davor — Freigabe → Planung → Bau → Bestand — für diesen Vorschlag in keinem Glied gemessen, und die Wohnungen entstehen ohnehin nur in etwa vier von zehn Fällen. Das Mietniveau ohne die zusätzlichen Wohnungen ist nicht beobachtbar, die Störgröße ist der Zuzug, der zusätzliches Angebot aufsaugen kann, und eine Umkehrkausalität scheidet aus. Der Beleg trägt deshalb die Reaktionsstärke, nicht die Kette: Die Zahl bleibt bei 3, und der Befund der offenen Kette bleibt stehen. Das Argument trifft in etwa drei von zehn vergleichbaren Fällen in der angesetzten Größe zu. Die Plausibilität ist niedrig: Die Reaktion ist gemessen, der Weg dorthin nicht — und an den Bau gekoppelt.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Kette offen · P 3–3,5

Kontrafaktum: Mietniveau ohne die 1.663 zusätzlichen Wohnungen — nicht beobachtbar, gerechnet über die gemessene Reaktion der Angebotsmieten. Design: Die Reaktionsstärke ist quasi-experimentell identifiziert (Regenschocks in der Bauphase als Instrument, Kleibergen-Paap F 16,1) [12]; die Kette Freigabe → Planung → Bau → Bestand ist für diesen Vorschlag nur mechanistisch, und die Stufe der Karte richtet sich nach dem schwächsten Glied. Störgröße: Zuzug, der zusätzliches Angebot aufsaugt, nur in P. Richtung: keine Umkehrkausalität. Empfängerbein des Transfers Vermieter → Mieter, Geberbein con-5, gleiche Menge und gleiches P; dieselbe Ob-Frage wie pro-1 (Bau kommt), darunter die eigene Frage, ob die Dämpfung eintritt. Offen bleibt der Unterschied zwischen dem gemessenen temporären Schock und dem gebuchten dauerhaften Zuwachs.

Belegleiter: Die Reaktionsstärke ist für Deutschland gemessen [12], die Kette Freigabe → Planung → Bau → Bestand nicht, und der gemessene Schock ist temporär, der gebuchte Zuwachs dauerhaft; der Gegenmechanismus Zuzug bleibt unbeantwortet, gleicher Ergebnisbegriff: Nettokaltmiete des Bestands. Rückleseprobe: die Dämpfung tritt in etwa drei von zehn vergleichbaren Fällen in der angesetzten Größe ein.

Offen: Eine Messung der Kette Freigabe → Planung → Bau → Bestand für dieses Quartier würde das schwächste Glied schließen und P auf 4 bis 4,5 heben; daneben stünde eine Langfristschätzung für einen dauerhaften statt temporären Bestandszuwachs — über die vier von zehn, in denen überhaupt gebaut wird, kommt beides nicht hinaus.

Wohnungen dort, wo alles schon da ist

2,1von 100

Rund 5.000 Wohnungen auf 30 Hektar an U-Bahn und Ringbahn, in der Größenordnung eines halben Berliner Baujahres; angesetzt sind 70 % davon als zusätzlich, der Rest entstünde anderswo. Weil Gesetz, Planung und Bau ein Jahrzehnt brauchen, stehen davon im Mittel der zwanzig Jahre rund 1.660 Wohnungen. Bewertet ist der Zugang zu einer Wohnung für die rund 3.300 Menschen, die darin leben.

Wert 5 · WohnwertImpact 1,0Plausibilität 4
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Wert

Der Strom betrifft die Zahl der Wohnungen in einer Stadt, die deutlich zu wenige baut. Er wirkt über Jahrzehnte, weil eine gebaute Wohnung bleibt. Existenz oder Gesundheit sind nicht unmittelbar berührt. Bewertet ist, was die Wohnungen denen wert sind, die einziehen — ihr Marktpreis, eine Zahlungsbereitschaft wie jede andere —, und deshalb steht der Strom seit dem 19. September am allgemeinen Maßstab, mit demselben Gewicht wie die Mittel, die ihr Bau bindet. Was Wohnraum zum Grundgut macht, steht als eigenes Argument daneben: das angemessene Wohnen derer, die es sonst nicht hätten. Der Wert ist mittel: der Wert der Wohnungen für ihre Bewohner, am allgemeinen Maßstab.

Impact

Freigegeben würde ein Randstreifen von rund 30 Hektar, auf dem etwa 5.000 Wohnungen Platz haben; die ernsthaft diskutierten Zahlen reichen von 2.400 im weitestgehenden prämierten Wettbewerbsentwurf über 4.700 im Senatsentwurf von 2014 bis zu 20.000 in einzelnen Architektenvorschlägen [5][9]. Nicht jede dieser Wohnungen ist zusätzlich: Ein Teil des Baugeschehens würde ohne das Feld an anderer Stelle stattfinden, weil die landeseigenen Gesellschaften ihre Vorhaben nach Grundstücken und Budget planen; angesetzt sind 70 % als zusätzlich (Spanne: 40 bis 100 %), also 3.500 Wohnungen. Entscheidend ist dann die Zeit: Vor dem ersten Bezug liegen die Gesetzesänderung, ein Wettbewerbsverfahren, ein Bebauungsplan mit Artenschutzprüfung, die Erschließung und der Bau selbst. Angesetzt ist der Bezug in acht Jahrgängen von 2034 bis 2041; im Zeitraum bis 2046 stehen diese Jahrgänge zwischen 13 und 6 Jahre, im Mittel 9,5 von 20 — deshalb zählen im Mittel rund 1.660 Wohnungen, und deshalb ist dieser Vorschlag über zwanzig Jahre bewertet und nicht wie die übrigen über zehn. In jeder Wohnung leben im Schnitt 2,0 Menschen, rund 3.300 Personen, die in einem Jahr eine angemessene Wohnung haben statt keiner oder einer zu kleinen. Bewertet ist der Zugang zu einer Wohnung je Person und Jahr mit dem, was diese Wohnung kostet: rund 6.500 € je Quadratmeter im günstigsten Drittel Berlins — dort, wo landeseigene Gesellschaften mit Bindungen bauen —, davon 2,5 % Kapitalkosten nach Abzug der erwarteten realen Wertsteigerung, dazu 15 € Instandhaltung, auf 35 Quadratmeter je Person: rund 6.210 € je Person und Jahr oder 520 € im Monat. Dieselbe Fläche und dasselbe Preisniveau tragen die Kostenseite, die Wohnungen selbst sind damit netto null. Zum Vergleich: Berlin hat 2025 insgesamt 11.027 Wohnungen fertiggestellt [8]. Auf der Karte ergibt das rund 1,0 Punkte — genau so viel, wie die Mittel wiegen, die dieselben Wohnungen binden, und weniger als der übergangene Volksentscheid auf der Gegenseite (1,2). Der Impact ist klein, obwohl das Quartier groß wäre — weil er fast vollständig in der zweiten Hälfte des Zeitraums anfällt.

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5.000 Wohnungen
Wohnungen im Randstreifen (Spanne 2.400–10.000)
× 70 % Setzung, Spanne 40–100 %: die landeseigenen Gesellschaften planen nach Grundstücken und Budget, ein Teil des Baugeschehens fände ohne das Feld an anderer Stelle statt; der Rest steht im Argument zur Innenentwicklung
3.500 Wohnungen
Davon zusätzlich, nicht anderswo gebaut
[8]
× Bezug 2034–2041 in acht Jahrgängen: (13 + 12 + 11 + 10 + 9 + 8 + 7 + 6) ÷ 8 ÷ 20 = 0,475 Setzung, Spanne 0,3–0,6: Gesetzesänderung 2027, Wettbewerb, Bebauungsplan mit Artenschutzprüfung und Erschließung bis 2033, Bezug in acht Jahrgängen 2034–2041; im Zeitraum 2027–2046 stehen die Jahrgänge 13, 12, 11, 10, 9, 8, 7 und 6 Jahre, im Mittel 9,5 von 20 — dieselbe Zeitrechnung auf beiden Seiten
1.663 Wohnungen
Wohnungen im Mittel des Zeitraums 2027–2046
[3]
× 2,0 Personen je Wohnung mittlere Haushaltsgröße
3.325 Personenjahre je Jahr
Menschen, die in diesen Wohnungen leben
× 6.210 € je Person und Jahr Marktwert nach der Buchungsregel wohnbau-kosten/1.0, nicht mehr über den Wohnraum-Anker: das günstigste Drittel Berlins — rund 6.500 € je m² × 2,5 % Nutzungskosten (4,0 % Zins abzüglich 1,5 % realer Wertsteigerung) + 15 € Instandhaltung = 177,50 € je m² und Jahr × 35 m² je Person; dasselbe Preisniveau und dieselbe Fläche wie auf der Kostenseite, die Wohnung selbst ist damit netto null; die Mietwirkung auf den übrigen Bestand steht im Argument zur Mietdämpfung
20,66 Mio €
Wert der Wohnung für ihre Bewohner je Person und Jahr
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,03
Normalised Impact
Score 1,03 Impact × 5 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 2,1 von 100

Plausibilität

Dass auf freigegebener Fläche gebaut wird, ist so sicher wie irgendetwas in der Wohnungspolitik: Der Boden gehört dem Land, die Lage ist begehrt, an Nachfrage fehlt es nicht. Unsicher ist, ob es dazu kommt und wann. Ein neues Volksbegehren gegen die Gesetzesänderung ist angekündigt [9], die zwei Dialogwerkstätten des Senats mit 275 zufällig ausgewählten Berlinerinnen und Berlinern lehnten die Randbebauung mehrheitlich ab, und vier der sechs prämierten Entwürfe kommen ohne Wohnbebauung aus [3][4][5]; die Artenschutzprüfung kann Teilflächen herausnehmen. Wie viele Wohnungen es werden und wie viele davon zusätzlich sind, steht als Spanne in der Rechnung, nicht hier. Gemessen wird gegen ein Feld, das gesetzlich unbebaubar bleibt; ein Design gibt es nicht, die Kette Freigabe → Planung → Bau ist mechanisch und ihr tragendes Glied — dass gebaut wird, bevor ein zweites Volksbegehren oder der Artenschutz die Fläche wieder schließt — hat die angekündigte Gegenbewegung gegen sich; die Störgröße ist die allgemeine Baukonjunktur, die auch ohne das Feld über die Menge entscheidet; eine Umkehrkausalität scheidet aus. Das Argument trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen in der angesetzten Größe und Zeit zu. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: sicherer Mechanismus, offener Zeitpunkt, angekündigter Widerstand.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: das Feld bleibt gesetzlich unbebaubar, Berlin baut anderswo wie bisher. Design: mechanistisch — Kette Freigabe → Wettbewerb → Bebauungsplan → Erschließung → Bau, kein Glied gemessen; Stabilitätsbedingung: kein erfolgreiches zweites Volksbegehren, Artenschutz lässt den Randstreifen zu. Störgröße: Baukonjunktur (Zinsen, Baukosten), die die Menge ohnehin bewegt — in der Spanne der Zusätzlichkeit (40–100 %). Richtung: keine Umkehrkausalität. Größenzweifel (Wohnungszahl, Zusätzlichkeit, Bauzeit) in den Spannen, der Zweifel am Ob (Volksbegehren) in P; Deckel 6,0 bindet nicht, das Band platziert darunter.

Richtung gestützt (Landesboden, Nachfrage, Senatsplanung seit 2014), aber das mengentragende Glied — dass tatsächlich gebaut wird — hat das angekündigte zweite Volksbegehren, die ablehnenden Dialogwerkstätten und vier von sechs prämierten Entwürfen ohne Wohnungen gegen sich [3][4][5][9]; gleicher Ergebnisbegriff: bewohnte Wohnungen im Zeitraum. Rückleseprobe: in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen entstehen die Wohnungen in der angesetzten Größe und Zeit. Ledger-Test: das Volksbegehren steht nicht als eigenes Gegenargument, nur als Umsetzungsschranke.

Offen: Ein beschlossener Bebauungsplan mit Artenschutzgutachten für den Randstreifen würde das Glied schließen und P auf 5,5 heben; ein gescheitertes zweites Volksbegehren auf 6.

Landeseigener Boden erlaubt echte Bindungen

0,8von 100

Auf eigenem Boden kann das Land den Bindungsanteil selbst festlegen; angesetzt sind 60 % statt der 30 bis 50 %, die sonst gelten, im Mittel des Zeitraums rund 1.140 zusätzlich gebundene Wohnungen. Der Mietvorteil gegenüber einer frei vermieteten Wohnung derselben Gesellschaften liegt bei rund 3.700 € je Wohnung und Jahr. Beschlossen ist dieser Anteil nirgends.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 0,4Plausibilität 4
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Wert

Der Strom ist Geld, das Haushalten mit kleinen Einkommen bleibt und dem Land entgeht. Erreicht werden Haushalte mit Wohnberechtigungsschein, überwiegend der ersten Förderstufe, für die der innerstädtische Neubaumarkt vollständig geschlossen ist; deshalb zählt ihr Euro hier mit 1,8, wie bei jeder Bindungsmaßnahme dieser Wahl. Auf der Zahlerseite stehen die landeseigenen Gesellschaften und der Landeshaushalt, deren Euro mit 1 zählt; sie stehen mit ihrem eigenen Gewicht auf der Gegenseite. Der Wert ist mittel: ein Geldstrom, der wegen seiner Zielgenauigkeit schwerer wiegt als ein allgemeiner Mietvorteil.

Impact

Der eigentliche Vorteil des Standorts ist nicht die Fläche, sondern der Eigentümer. Weil das Land den Boden besitzt, muss es keinen Planungsgewinn abschöpfen und stößt nicht an die Angemessenheitsprüfung, die im übrigen Berliner Neubau den gebundenen Anteil bei rund 30 % deckelt; die landeseigenen Gesellschaften bauen auf eigenen Grundstücken zur Hälfte gebunden. Es kann den Bindungsanteil selbst festlegen; angesetzt sind 60 % (Spanne: 30 bis 100 %). Von den im Mittel 2.375 Wohnungen des Zeitraums sind 70 % zusätzlich und tragen die volle Bindung, die übrigen entstünden anderswo mit rund 40 % Bindung und bringen nur die Differenz — zusammen ein wirksamer Bindungszuwachs von 48 % (Spanne: 25 bis 80 %), rund 1.140 Wohnungen im Mittel. Der Unterschied je Wohnung: Gebundene Wohnungen beider Förderstufen starten bei rund 8 €/m², die erste Stufe bei 7,50 €/m²; frei vermietete Neubauwohnungen der landeseigenen Gesellschaften liegen bei rund 13 €/m² (Spanne: 11 bis 19,97 €/m², dem Neubaumedian des freien Markts [7]). Bei 62 m² sind das rund 3.700 € im Jahr je Haushalt (Spanne: 2.200 bis 8.900 €), zusammen rund 4,2 Mio € im Jahr, die bei Haushalten mit Wohnberechtigungsschein bleiben; weil ihr Euro hier mit 1,8 zählt, rund 7,6 Mio €. Dieselbe Summe fehlt den Gesellschaften und dem Landeshaushalt und steht dort als eigenes Argument. Der Impact ist klein, aber er ist der zielgenaueste Teil des Vorschlags.

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2.375 Wohnungen
Wohnungen im Mittel des Zeitraums 2027–2046
× 0,7 × 60 % + 0,3 × 20 Prozentpunkte = 48 % Setzung, Spanne 25–80 %: 60 % Bindung (Spanne 30–100 %) auf den 70 % zusätzlichen Wohnungen; die übrigen 30 % entstünden anderswo mit rund 40 % Bindung (Berliner Modell 30 %, landeseigene Gesellschaften 50 %) und bringen nur die Differenz
1.140 Wohnungen
Wirksamer Bindungszuwachs
[1]
× (13 − 8) €/m² × 62 m² × 12 Monate = 3.720 € Setzung, Spanne 2.200–8.900 €: frei vermieteter Neubau der landeseigenen Gesellschaften rund 13 €/m² (Spanne 11 bis 19,97 €/m², dem Neubaumedian des freien Markts) gegen rund 8 €/m² gebundene Mischmiete beider Förderstufen (erste Stufe 7,50 €/m²)
4,24 Mio €
Mietvorteil je gebundener Wohnung und Jahr
[7]
× 1,8 Setzung, Spanne 1,5–2,5: Empfänger in den unteren zwei Fünfteln (Serien-Setzung Berlin für einkommensgeprüfte Empfänger); die Zahlerseite steht mit ihrem eigenen Gewicht im Gegenargument zum Mietverzicht
7,63 Mio €
Ein Euro zählt bei Haushalten mit Wohnberechtigungsschein
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,38
Normalised Impact
Score 0,38 Impact × 5 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 0,8 von 100

Plausibilität

Der Hebel ist real und einzigartig: Es gibt in Berlin keine zweite innerstädtische Fläche dieser Größe in Landeseigentum. Nur ist der Bindungsanteil eine Zusage, kein Beschluss. Das Wahlprogramm der FDP nennt die Freigabe, nicht die Sozialquote [1]; die Zahl 60 % stammt aus der Debatte, nicht aus einem Dokument. Erfahrungsgemäß sinkt der gebundene Anteil im Laufe eines Verfahrens, weil Erschließung, Infrastruktur und Ausgleichsmaßnahmen aus demselben Topf bezahlt werden müssen; umgekehrt wäre eine Gesetzesänderung ohne hohen Bindungsanteil politisch kaum durchsetzbar. Wie hoch der Anteil wird, steht deshalb als Spanne in der Rechnung. Ob es überhaupt zu gebundenen Wohnungen kommt, hängt an derselben Frage wie bei den Wohnungen selbst — ob gebaut wird, bevor ein zweites Volksbegehren die Fläche wieder schließt. Gemessen wird gegen ein Feld ohne Bebauung; ein Design gibt es nicht, die Kette Landesboden → Bindungsvorgabe → geförderte Wohnung ist mechanisch und ihr tragendes Glied — der Bau selbst — hat die angekündigte Gegenbewegung gegen sich; die Störgröße ist die Wohnraumförderung, die den Anteil ohnehin mitbestimmt; eine Umkehrkausalität scheidet aus. Das Argument trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen zu — in denselben, in denen die Wohnungen entstehen. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: realer Hebel, unbeschlossene Ausgestaltung, an den Bau gekoppelt.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: das Feld bleibt unbebaut; die Bindung, die anderswo entstünde (rund 40 %), ist im Bindungszuwachs abgezogen. Design: mechanistisch — Bindungsvorgabe auf Landesboden als Vertrags- und Förderfolge, kein Glied gemessen; Deckel 6,0, der bestehende Deckel 5 bindet nicht, das Band platziert darunter. Störgröße: Wohnraumförderung und Kalkulation der Gesellschaften, die den Anteil bestimmen — in der Spanne des Bindungszuwachses (25–80 %) und des Mietvorteils (2.200–8.900 €). Richtung: keine Umkehrkausalität. Dieselbe Ob-Frage wie pro-1 (Bau kommt), deshalb dasselbe P. Empfängerbein des Transfers Land/landeseigene Gesellschaften → Haushalte mit Wohnberechtigungsschein, Geberbein con-4, gleiche Menge und gleiches P.

Richtung gestützt (Kooperationspraxis der landeseigenen Gesellschaften, Senatsplanung), das mengentragende Glied — dass die Wohnungen gebaut werden — hat dieselben Befunde gegen sich wie das erste Pro-Argument; gleicher Ergebnisbegriff: bewohnte gebundene Wohnungen im Zeitraum. Rückleseprobe: in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen entstehen die Bindungen in der angesetzten Größe.

Offen: Ein Senatsbeschluss oder Vertrag, der den Bindungsanteil für den Randstreifen festlegt, würde die Größe schließen; das Glied selbst hebt derselbe Nachweis wie beim ersten Pro-Argument (Bebauungsplan, gescheitertes Volksbegehren) auf 5,5 bis 6.

Wohnraum für Unterversorgte

0,6von 100

Jede zusätzliche Wohnung löst eine Umzugskette aus, und bei knapp der Hälfte der Wohnungen (Spanne: 30 bis 70 %) — mehr als sonst, weil sechs von zehn Wohnungen gebunden wären — endet sie bei einem Haushalt, der sonst nicht angemessen wohnte — hier rund 1.600 Menschen im Jahr. Was ihr angemessenes Wohnen wert ist, steckt nicht im Marktpreis der neuen Wohnung: Es ist das, was die Gesellschaft dafür zu zahlen bereit ist, und steht im Sozialrecht. Das ist der Teil des Wohnungsbaus, dem keine Kosten gegenüberstehen.

Wert 6 · WohnraumversorgungImpact 0,3Plausibilität 4
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Wert

Der Strom trifft Haushalte, die ohne die zusätzlichen Wohnungen nicht angemessen wohnten: zu eng, bei Eltern oder Bekannten, in einer Wohnung, die sie sich nicht leisten können. Das ist kein Komfort, sondern der Teil des Wohnens, der Grundbedürfnis ist, und er betrifft Menschen, die ihre Lage am Markt nicht durch Zahlungsbereitschaft ausdrücken können. Deshalb steht er über dem Geldmaßstab, an dem der Wert der Wohnungen für ihre Bewohner und ihre Herstellungskosten gemessen sind. Unter der Existenzstufe bleibt er, weil die Betroffenen ein Dach über dem Kopf haben; drohte Wohnungslosigkeit, gälte ein eigener, höherer Maßstab. Die Verletzlichkeit der Gruppe trägt diese Stufe, kein Gewicht obendrauf. Der Wert ist mittel bis hoch: angemessenes Wohnen für Haushalte, die es sonst nicht hätten.

Impact

Die rund 1.660 Wohnungen, die im Mittel des Zeitraums zusätzlich stehen, sind in einem eigenen Pro-Argument mit dem bewertet, was sie ihren Bewohnern wert sind — dem Marktpreis —, und dieser Wert wird durch die Herstellungskosten auf der Gegenseite genau aufgewogen. Nicht im Marktpreis steckt, was am Ende der Umzugskette geschieht: Wer in eine neue Wohnung zieht, gibt meist eine andere frei, in die der Nächste zieht, und so fort. Für Helsinki ist mit Registerdaten gemessen, dass je 100 neuer Marktwohnungen 31 Wohnungen im untersten Einkommensfünftel frei werden [15]. Angesetzt ist, dass bei knapp der Hälfte der Wohnungen (Spanne: 30 bis 70 %) — mehr als sonst, weil sechs von zehn Wohnungen gebunden wären — die Kette bei einem Haushalt endet, der sonst nicht angemessen wohnte — bei rund 3.300 Bewohnern rund 1.600 Menschen im Jahr. Bewertet ist ihr angemessenes Wohnen mit dem Grundbedarf: die Miete, die das Berliner Sozialrecht als angemessen anerkennt, rund 270 € je Person und Monat [14] — das, was die Gesellschaft dauerhaft zu zahlen bereit ist, damit jemand angemessen wohnt. Auf der Karte sind das 0,26 Punkte, ein Viertel dessen, was die Wohnungen ihren Bewohnern wert sind. Der Impact ist klein: ein Bruchteil des Werts der Wohnungen selbst, aber der Teil, dem keine Kosten gegenüberstehen.

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3.325 Personenjahre je Jahr
Menschen in den zusätzlichen und früheren Wohnungen (pro-1)
× 48 % Setzung, Spanne 30–70 %: 60 % für den gebundenen Teil (60 % der Wohnungen), 30 % für den freien: Wer einzieht, gibt meist eine Wohnung frei; gezählt wird, wo die Kette bei einem Haushalt endet, der sonst nicht angemessen wohnte — je 100 neuer Marktwohnungen werden in Helsinki 31 im untersten Einkommensfünftel frei
1.596 Personenjahre je Jahr
davon am Ende der Umzugskette jemand, der sonst nicht angemessen wohnte
× 3.260 € je Person und Jahr Anker Grundbedarf Wohnen, Berliner Wert: Richtwert der AV Wohnen für zwei Personen, 543,40 € Bruttokaltmiete im Monat, je Person rund 270 € — was das Berliner Sozialrecht als angemessene Miete anerkennt. Was eine Wohnung darüber hinaus wert ist, zählt hier nicht; im Marktwert der Wohnungen nicht enthalten
5,2 Mio €
Grundbedarf Wohnen
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,26
Normalised Impact
Score 0,26 Impact × 6 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 0,6 von 100

Plausibilität

Ob die Wohnungen überhaupt entstehen, ist dieselbe Frage wie beim Wert der Wohnungen selbst, und deshalb trägt der Posten dieselbe Zahl; ein eigener Zweifel am Ob kommt nicht hinzu. Dass neue Wohnungen über Umzugsketten bis in die unteren Einkommensgruppen wirken, ist für Helsinki gemessen [15] (Kontrafaktum: dieselben Haushalte ohne den Neubau; Design: Verfolgung der Umzugsketten in Registerdaten, kein Experiment). Für deutsche Städte gibt es diese Messung nicht; die Übertragung ist eine Setzung und steht mit ihrer Spanne in der Größe, nicht hier. Störgröße ist der Zuzug von außen, der eine Kette vorzeitig beendet — er ist im angesetzten Anteil berücksichtigt; eine Umkehrkausalität scheidet aus. Wer die Wohnungen für wahrscheinlicher hält, muss auch diesen Posten im selben Maß für wahrscheinlicher halten. Die Plausibilität entspricht der der Wohnungen selbst: Der Posten hängt am selben Glied.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Gleiche Ob-Frage wie pro-1 (gemeinsame Eintrittsgruppe), dort ausgeführt. Für das Glied Neubau → Umzugskette → Haushalt, der sonst nicht angemessen wohnte: Kontrafaktum dieselben Haushalte ohne den Neubau; Design Registerdaten-Verfolgung der Umzugsketten in Helsinki [15], für Deutschland nicht gemessen — als I-Setzung mit Spanne geführt, nicht in P. Störgröße: Zuzug von außen. Richtung: keine Umkehrkausalität.

Wie pro-1: Das mengentragende Glied ist, ob die Wohnungen entstehen; gleicher Ergebnisbegriff: Menschen, die angemessen wohnen und es sonst nicht täten.

Offen: Eine deutsche Umzugsketten-Studie nach dem Vorbild Helsinkis würde den Anteil von einer Setzung zu einem Messwert machen; P bewegte das nicht, weil P am Entstehen der Wohnungen hängt.

Innenentwicklung statt Stadtrand

0,0von 100

Für die rund 30 % der Wohnungen, die sonst am Stadtrand oder im Umland entstünden, spart die Lage an U-Bahn und Ringbahn rund 2.000 Pkw-Kilometer je Haushalt und Jahr. Gezählt sind nur Klima, Luft, Lärm und Unfallrisiko — rund 0,1 Mio € im Jahr. Die Zeitersparnis der Bewohner ist nicht gebucht, weil der Wert der Wohnung schon ohne Lageaufschlag zählt.

Wert 7 · Umwelt & NaturImpact 0,0Plausibilität 4
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Wert

Der Strom betrifft Emissionen, Luftschadstoffe, Lärm und Unfallrisiko — Güter, die nicht einzelnen Haushalten zugerechnet werden, sondern der Stadt insgesamt, und die über Jahrzehnte wirken. Deshalb steht er auf der Stufe der breiten Teilhabe und der Umwelt. Der Wert ist hoch: Umweltwirkungen, die alle betreffen.

Impact

Wohnungen entstehen in Berlin sonst überwiegend am Rand oder im Umland, wo neue Straßen, Leitungen und Buslinien gebraucht werden und wo die Wege länger sind. Der Tempelhofer Rand liegt an zwei U-Bahn-Linien und der Ringbahn, mitten in der Stadt. Der Lagevorteil zählt aber nur für die Wohnungen, die ohne das Feld anderswo entstünden — angesetzt 30 % der im Mittel 2.375 Wohnungen des Zeitraums, rund 713 Haushalte; die zusätzlichen 70 % haben keinen anderen Standort, mit dem sich vergleichen ließe. Angesetzt sind rund 2.000 eingesparte Pkw-Kilometer je Haushalt und Jahr gegenüber einem peripheren Standort (Spanne: 800 bis 4.000), zusammen rund 1,4 Mio Kilometer. Gezählt sind nur die Folgen für Dritte: rund 0,08 € je Kilometer (Spanne: 0,05 bis 0,12) für Klima — 170 g CO₂ je Kilometer zu 100 € je Tonne, rund 2 Cent —, Luftschadstoffe, Lärm und Unfallrisiko; die Zeit, die die Bewohner selbst sparen, steckt in ihrer Wohnentscheidung und ist nicht gebucht, weil der Wert der Wohnung im ersten Pro-Argument ohne Lageaufschlag zählt. Das sind rund 0,11 Mio € im Jahr, auf der Karte 0,01 Punkte — ein Zweihundertstel des Wohnungsarguments. Der vermiedene Flächenverbrauch am Stadtrand kommt hinzu und ist nicht gesondert gebucht. Der Impact ist sehr klein: ein realer, aber schmaler Nebeneffekt der Lage.

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713 Haushalte
Haushalte, deren Wohnung sonst am Stadtrand entstünde
× 2.000 km Setzung: zentrale Lage an zwei U-Bahn-Linien und der Ringbahn gegenüber einem peripheren Standort; Motorisierungsgrad der Innenstadt weit unter dem des Umlands
1,43 Mio Pkw-km
Eingesparte Pkw-Kilometer je Haushalt und Jahr (Spanne 800–4.000)
[6]
× 0,08 € je km Setzung, Spanne 0,05–0,12 €: Klima 170 g CO₂ je km × 100 € je Tonne (Anker CO₂) = 1,7 Cent, dazu Luftschadstoffe, Lärm und Unfallrisiko rund 6 Cent; die Zeit der Bewohner ist nicht gebucht
0,11 Mio €
Folgen für Dritte je Kilometer
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,01
Normalised Impact
Score 0,01 Impact × 7 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 0,0 von 100

Plausibilität

Der Zusammenhang zwischen zentraler Lage und geringerer Verkehrsleistung ist gut untersucht und gilt für Berlin besonders deutlich, weil der Motorisierungsgrad in der Innenstadt weit unter dem des Umlands liegt. Offen ist die Übertragung auf diesen Standort: Wer in ein Neubauquartier zieht, kommt nicht zwingend aus dem Umland, und die Bewohner eines Randquartiers hätten sonst nicht alle am Stadtrand gewohnt. Gemessen wird gegen dieselben Haushalte an einem peripheren Standort; das Design ist assoziativ — Querschnitte von Lage und Verkehrsleistung, kein Vergleich zweier Standorte derselben Haushalte; die Störgröße ist die Selbstauswahl — wer zentral wohnen will, fährt auch am Rand weniger Auto; eine Umkehrkausalität ist möglich, weil autoarme Haushalte zentrale Lagen wählen. Ob überhaupt gebaut wird, entscheidet dieselbe Frage wie beim Wohnungsargument. Das Argument trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: belegter Zusammenhang, unsichere Übertragung, an den Bau gekoppelt.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 5,5 identifikation: Assoziativ · Stufen-Deckel 5,5 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: dieselben Haushalte in einem peripheren Neubauquartier. Design: assoziativ — Querschnitte von Lage und Pkw-Fahrleistung ohne Vergleich derselben Haushalte an zwei Standorten. Störgröße: Selbstauswahl autoarmer Haushalte in zentrale Lagen, nicht behandelt — in der Kilometer-Spanne 800–4.000. Richtung: Umkehrkausalität möglich (autoarme Haushalte wählen zentrale Lagen). Deckel 5,5, das Band platziert darunter. Dieselbe Ob-Frage wie pro-1 (Bau kommt).

Richtung durch die Querschnittsbefunde zu Lage und Verkehrsleistung gestützt, das mengentragende Glied — dass die Wohnungen gebaut werden und ihre Bewohner sonst am Rand gewohnt hätten — hat die Selbstauswahl und dieselben Befunde gegen den Bau gegen sich wie das erste Pro-Argument; gleicher Ergebnisbegriff: vermiedene Pkw-Kilometer. Rückleseprobe: in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen tritt die Ersparnis in der angesetzten Größe ein.

Offen: Eine Berliner Auswertung der Pkw-Fahrleistung von Haushalten, die aus dem Bestand in zentrale und in periphere Neubauquartiere gezogen sind, würde die Übertragung prüfen und P auf 5 heben.

Kürzere Wohnungssuche

0von 100

Wer eine passende Wohnung findet, gewinnt mehr als den Tausch von Geld gegen Wohnraum: Die Suche hört auf. Angesetzt sind 40 erzwungene Stunden je zusätzlicher Wohnung — bei 3.500 Wohnungen, die ab 2034 bezogen werden, rund 7.000 Stunden im Jahr über den Zeitraum. Dass der Randstreifen an U-Bahn und Ringbahn liegt, spart den Bewohnern zusätzlich Wege; das ist nicht beziffert und steht nicht in der Rechnung. Neben den Wohnungen selbst ist der Posten sehr klein.

Wert 9 · LebenszeitImpact 0Plausibilität 4
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Wert

Gezählt wird die Zeit, die Wohnungssuchende nicht mehr in Besichtigungen, Anfahrten, Bewerbungen und Absagen stecken. Sie ist erzwungen: Wer umziehen muss, weil Arbeit, Familie oder eine Kündigung es verlangen, kann die Suche nicht einfach lassen. Zurückgewonnene Zeit wiegt wie eine wache Stunde, die sonst ohne Gegenwert verginge, und steht damit einen Schritt unter Leben und Gesundheit. Derselbe Maßstab trägt auf der anderen Seite die längere Suche, die eine schärfere Mietregulierung erzwingt — Gewinn und Schaden sind damit vergleichbar. Ein Zuschlag für die Lage der Betroffenen kommt nicht hinzu: Dass es überwiegend Haushalte mit wenig Auswahl trifft, steckt schon in diesem hohen Maßstab. Der Wert ist hoch: zurückgewonnene Lebenszeit, auch wenn es je Haushalt um wenige Tage geht.

Impact

Der Tausch Geld gegen Wohnung ist fair bewertet: Was die Wohnung ihren Bewohnern wert ist, entspricht dem, was ihre Bereitstellung bindet — die Wohnung selbst hebt die Bilanz deshalb nicht. Was darüber hinaus gewonnen wird, ist die Suche, die aufhört. Der Berliner Markt ist angespannt: Der Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank weist eine Angebotsmiete von 15,78 € je Quadratmeter aus [7], und von 1.183 bundesweit Befragten suchten 54 % länger als ein Jahr, 23 % länger als zwei Jahre [11]. Angesetzt sind 40 erzwungene Stunden je zusätzlicher Wohnung (Spanne: 10 bis 130) — die Besichtigungen, Anfahrten und Bewerbungen des Haushalts, der sie bekommt, und der Haushalte, die in der Umzugskette nachrücken. Gezählt sind die 3.500 Wohnungen, die im Randstreifen zusätzlich entstehen und zwischen 2034 und 2041 bezogen werden [5]; über die zwanzig Jahre des Zeitraums sind das rund 175 Erstbezüge im Jahr und rund 7.000 erzwungene Stunden weniger. Weil der Randstreifen an U-Bahn und Ringbahn liegt, kommen kürzere Wege dazu; wie viele, ist nicht erhoben, und deshalb steht davon nichts in der Rechnung. Auf der Skala dieser Seite sind das weniger als 0,01 Punkte gegen 1,0 Punkte für die Wohnungen selbst und 8,7 für die Mietdämpfung — gegen die beide dieser Posten sauber abgegrenzt ist. Der Impact ist sehr klein: ein schmaler Gewinn, der zudem erst in der zweiten Hälfte des Zeitraums anfällt.

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175 Wohnungen je Jahr
Zusätzliche Wohnungen je Jahr des Zeitraums, erstmals bezogen
[5]
× 40 Stunden je Wohnung Setzung mit Spanne: Besichtigungen, Anfahrten, Bewerbungen und Nachweise einer Suche in einem angespannten Markt, in dem mehr als die Hälfte der Suchenden länger als ein Jahr unterwegs ist. Die Gegenrechnung über die Warteschlange — ein um 1 bis 2 % dünneres Angebot verlängert die Suche je Neuvertrag um rund drei Stunden, wie auf der Gegenseite der Mietpreisbremse gebucht — ergäbe hier das Drei- bis Fünffache; 40 Stunden je Wohnung ist bewusst die vorsichtigere Zählung und steht am unteren Rand der Spanne.
7.000 Stunden
Erzwungene Suchstunden je Wohnung (Spanne 10–130)
× 6,85 € je Stunde volle wache Stunde ohne Gegenwert, Anker Personenstunde
0,05 Mio €
Erzwungene Lebenszeit
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0
Normalised Impact
Score 0 Impact × 9 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 0 von 100

Plausibilität

Dass eine Suche endet, wenn ein Haushalt in eine zusätzliche Wohnung einzieht, folgt aus der Sache und nicht aus vermutetem Verhalten. Unsicher ist deshalb nicht das Ob, sondern die Größe: Wie viele Stunden eine Suche wirklich kostet, ist gesetzt und nicht gemessen — die Befragung belegt die Dauer, nicht den Aufwand je Suche [11]. Die Spanne von 10 bis 130 Stunden trägt diesen Zweifel. Das Ob hängt allein daran, ob der Randstreifen wirklich bebaut wird: Vor dem ersten Bezug liegen Gesetzesänderung, Wettbewerb, Bebauungsplan mit Artenschutzprüfung und Erschließung, und ein zweites Volksbegehren ist möglich [5]. Deshalb trägt dieser Posten dieselbe Zahl wie das Argument zu den Wohnungen selbst: Wer die Wohnungen für wahrscheinlicher hält, muss auch die gesparte Suche für wahrscheinlicher halten. Eine Umkehrkausalität gibt es nicht. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: Die Richtung ist sicher, die Größe gesetzt, das Ob hängt an derselben langen Kette wie die Wohnungen selbst.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: dieselben Haushalte ohne die zusätzlichen Wohnungen. Design: definitorisch — wer in eine zusätzliche Wohnung einzieht, sucht nicht weiter; keine gemessene Verhaltensänderung, keine Störgröße, keine Richtungsfrage. Größenzweifel (40 Stunden je Wohnung, Spanne 10–130) in der i_spanne; der Zweifel am Ob ist derselbe wie bei pro-1 und steht wie dort in P.

Belegleiter: Richtung definitorisch gesichert — der Einzug beendet die Suche. Das mengentragende Glied ist der Stundenansatz (40 Stunden je Wohnung), eine Setzung ohne Messung; die Dauer der Suche ist belegt, der Aufwand je Suche nicht. Platzierung unter 5 trägt den Eintrittszweifel, den diese Karte mit pro-1 teilt. Rückleseprobe: zwei von fünf Fällen.

Offen: Eine Erhebung des tatsächlichen Zeitaufwands je Wohnungssuche — Besichtigungen, Anfahrten, Bewerbungen — in angespannten Märkten würde die Größe belegen; ein gemessener Zusammenhang zwischen zusätzlichem Angebot und Suchdauer würde P auf bis zu 6 heben.

Argumente — Contra

7 Argumente · Top 3 angezeigt

Geringere Mieteinnahmen

7,9von 100

Der Betrag ist derselbe wie im Argument zur Mietdämpfung, nur von der anderen Seite gesehen: rund 132 Mio € im Jahr, die den Vermietern des Berliner Bestands entgehen, wenn 1.660 zusätzliche Wohnungen die gezahlte Mietsumme um rund 1,24 % dämpfen. Mit dem Gewicht der Vermieter sind das rund 106 Mio €.

Wert 5 · HaushaltsbudgetImpact 5,3Plausibilität 3
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Wert

Der Strom ist Geld, das Vermietern entgeht. Die Berliner Vermieterstruktur ist gemischt: rund ein Viertel des Bestands gehört landeseigenen Gesellschaften, rund ein Achtel Genossenschaften, ein weiterer Teil großen privaten Wohnungsunternehmen — ihr Euro zählt voll —, der Rest privaten Kleinvermietern, überwiegend in der oberen Einkommenshälfte, deren Euro mit 0,6 zählt. Im Mix zählt der Vermieter-Euro hier deshalb mit 0,8. Der Wert ist mittel: ein Geldstrom am allgemeinen Maßstab, mit dem Gewicht der Zahler.

Impact

Rund 1.660 zusätzliche Wohnungen im Mittel des Zeitraums sind 0,0808 % des Berliner Bestands von 2,06 Mio Wohnungen [7]; nach der an den deutschen Baufertigstellungen gemessenen Reaktion von 29,8 % Angebotsmiete je 1 % Bestand [12] sind das 2,41 % niedrigere Angebotsmieten (Spanne: 1,56 bis 3,26 %). Gemessen sind Inseratsmieten; sie schlagen nur in den Verträgen durch, die neu geschlossen werden. Bei rund 8 % Fluktuation im Jahr [13] sind das über zwanzig Jahre im Mittel 51 % der Verträge, auf die gezahlte Mietsumme also 1,24 %. Die rund 1,75 Mio Berliner Mietwohnungen bringen bei rund 7,50 € je Quadratmeter Nettokaltmiete und 70 Quadratmetern etwa 10,7 Mrd € im Jahr (Spanne: 9 bis 12 Mrd €); 1,24 % davon sind rund 132 Mio € im Jahr, die den Vermietern entgehen. Mit dem Gewicht der Vermieter sind das 106 Mio €, auf der Karte 5,3 Punkte — gut sechs Zehntel dessen, was derselbe Betrag bei den Mietern wiegt. Der Impact ist mittel und der größte Gegenposten dieser Bilanz: Der Betrag verteilt sich über hunderttausende Vermieter, je Wohnung rund 75 € im Jahr.

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132,3 Mio €
Weniger Miete im Jahr durch das gedämpfte Mietniveau (Spanne 72–201)
× 0,8 Serien-Setzung Berlin (Julian, 13.09.2026), Spanne 0,6–0,9: Berliner Vermieterstruktur — rund 25 % landeseigene Gesellschaften (1), rund 12 % Genossenschaften (1), große private Wohnungsunternehmen (1), private Kleinvermieter (0,6) — liegt im Mix nahe 0,8; Geberbein — das Mieterbein steht im Argument zur Mietdämpfung
105,8 Mio €
Gewichtet nach Einkommen der Vermieter
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
5,29
Normalised Impact
Score 5,29 Impact × 5 Wert × 3 Plausibilität ÷ 10 = 7,9 von 100

Plausibilität

Die Rechnung und die Unsicherheit sind dieselben wie auf der Mieterseite. Neu ist, dass die Reaktionsstärke nicht mehr aus fremden Märkten gesetzt, sondern an allen deutschen Baufertigstellungen kausal geschätzt ist, mit Regenschocks während der Bauphase als Instrument [12]. Offen bleibt zweierlei: Die Schätzung trennt einen temporären Angebotsschock, gebucht ist ein dauerhafter Bestandszuwachs über zwanzig Jahre, und die Kette Freigabe → Planung → Bau → Bestand ist für diesen Vorschlag in keinem Glied gemessen. Gemessen wird gegen das Mietniveau ohne die zusätzlichen Wohnungen, nicht beobachtbar; die Störgröße ist der Zuzug, eine Umkehrkausalität scheidet aus. Weil Empfänger- und Geberbein derselbe Strom sind, tragen beide dieselbe Plausibilität; der Beleg trägt die Reaktionsstärke, nicht die Kette, und deshalb bleibt die Zahl bei 3 und der Befund der offenen Kette stehen. Das Argument trifft in etwa drei von zehn vergleichbaren Fällen in der angesetzten Größe zu — in denselben wie die Dämpfung selbst. Die Plausibilität ist niedrig: dieselbe offene Kette wie beim Gegenstück.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Kette offen · P 3–3,5

Kontrafaktum: Mietniveau ohne die zusätzlichen Wohnungen — nicht beobachtbar, gerechnet über die gemessene Reaktion der Angebotsmieten (Spiegelbild von pro-4). Design: Die Reaktionsstärke ist quasi-experimentell identifiziert (Regenschocks in der Bauphase als Instrument) [12], die Kette Freigabe → Planung → Bau → Bestand für diesen Vorschlag nur mechanistisch. Störgröße: Zuzug, nur in P. Richtung: keine Umkehrkausalität. Geberbein des Transfers Vermieter → Mieter, Empfängerbein pro-4, gleiche Menge und gleiches P; dieselbe Ob-Frage wie pro-1. Offen bleibt der Unterschied zwischen temporärem Schock und dauerhaftem Zuwachs.

Belegleiter: dieselbe Lage wie im Argument zur Mietdämpfung — die Reaktionsstärke ist für Deutschland gemessen [12], die Kette Freigabe → Planung → Bau → Bestand nicht, und der gemessene Schock ist temporär; gleicher Ergebnisbegriff: Nettokaltmiete des Bestands. Rückleseprobe: die Einbuße tritt in etwa drei von zehn vergleichbaren Fällen in der angesetzten Größe ein.

Offen: Derselbe Nachweis wie beim Gegenstück — eine Messung der Kette Freigabe → Planung → Bau → Bestand und eine Langfristschätzung für einen dauerhaften Bestandszuwachs — hebt beide Beine gemeinsam auf 4 bis 4,5.

Ein Volksentscheid wird ohne neue Abstimmung überschrieben

3,9von 100

2014 stimmten 739.124 Berlinerinnen und Berliner mit 64,3 % für das Gesetz und gegen die Randbebauung. Die bewertete Fassung ändert es per Parlamentsbeschluss, ohne erneut abzustimmen. Angesetzt sind 10 € je Stimmberechtigtem und Jahr — so bewertet, als kostete es jeden anderthalb erzwungene Stunden im Jahr —, auf rund 2,48 Mio Stimmberechtigte; mit einer bestätigenden Abstimmung entfiele dieses Argument ganz.

Wert 9 · Verfassung & RechtsstaatImpact 1,2Plausibilität 3,5
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Wert

Der Strom betrifft die Frage, ob eine Abstimmung, zu der der Staat aufruft, bindet. Das gehört zum Kern der Verfassungsordnung und wirkt weit über den Anlass hinaus: Wer erlebt, dass ein Volksgesetz ohne neue Abstimmung ersetzt wird, wird auch bei künftigen Verfahren anders entscheiden — beim Unterschreiben, beim Abstimmen und beim Vertrauen in das Ergebnis. Deshalb steht er auf der Stufe des Verfassungskerns. Der Wert ist sehr hoch: die Verlässlichkeit direkter Demokratie.

Impact

Am 25. Mai 2014 haben 739.124 Berlinerinnen und Berliner mit 64,3 % für das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Felds gestimmt und den konkurrierenden Senatsentwurf, der genau diese Randbebauung vorsah, ausdrücklich abgelehnt; abstimmungsberechtigt waren rund 2,48 Mio [2]. Die hier bewertete Fassung will das Gesetz durch Parlamentsbeschluss ändern, ohne erneut abstimmen zu lassen [1]. Für den Schaden, der dadurch entsteht, gibt es keinen Marktpreis; er besteht darin, dass die Verlässlichkeit direkter Demokratie sinkt, und trifft alle Stimmberechtigten gleich, nicht nur die Befürworter von damals. Angesetzt sind 10 € je Stimmberechtigtem und Jahr über den ganzen Zeitraum (Spanne: 3 bis 35 €): so bewertet, als kostete das Übergehen jeden von ihnen anderthalb Stunden im Jahr ohne Gegenwert — über zwanzig Jahre rund 30 Stunden. Das ist rund ein Siebtel des Satzes, mit dem in dieser Sammlung ein vom Bund gesperrter, frisch gewonnener Volksentscheid je Geltungsjahr gebucht wird (70 €): Hier ändert das gewählte Landesparlament ein einfaches Landesgesetz zwölf Jahre nach der Abstimmung auf dem ordentlichen Weg, dort greift eine andere Ebene ein, bevor ein Gericht entschieden hat. Das sind rund 24,8 Mio € im Jahr, auf der Karte 1,2 Punkte — nach den beiden Mietargumenten der größte Posten dieser Bewertung, etwas mehr als die Wohnungen selbst (1,0). Der Impact ist klein in der Zahl, weil ein Marktpreis fehlt; die Bezugsgruppe ist die gesamte Wählerschaft.

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2,48 Mio Personen
Stimmberechtigte beim Volksentscheid 2014
[2]
× 10 € je Stimmberechtigtem und Jahr Setzung, Spanne 3–35 €: so bewertet, als kostete das Übergehen jeden anderthalb erzwungene Stunden im Jahr (6,85 € je Stunde), über zwanzig Jahre rund 30 Stunden — ein Vergleich, kein Zeitstrom; ein Siebtel des Satzes für einen vom Bund gesperrten, frisch gewonnenen Volksentscheid (70 € je Geltungsjahr), weil hier das Landesparlament ein einfaches Gesetz nach zwölf Jahren auf dem ordentlichen Weg ändert
24,8 Mio €
Schaden je Person und Jahr über den Zeitraum
[1]
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,24
Normalised Impact
Score 1,24 Impact × 9 Wert × 3,5 Plausibilität ÷ 10 = 3,9 von 100

Plausibilität

Der Vorgang selbst ist unstrittig, seine Bewertung nicht. Für einen kleineren Ansatz spricht einiges: Volksgesetze haben in Berlin den Rang einfacher Gesetze, eine Änderungssperre besteht nicht, zwölf Jahre sind vergangen, und ein 2026 gewähltes Parlament hat ein eigenes Mandat. Für einen größeren spricht, dass die Abstimmung von 2014 gerade die Randbebauung zum Gegenstand hatte, dass die Beteiligung mit fast der Hälfte der Stimmberechtigten hoch war und dass die Dialogwerkstätten des Senats 2024 und 2025 dasselbe Ergebnis brachten [4]. Wie schwer das wiegt, steht als Spanne in der Rechnung; hier steht die Frage, ob ein übergangener Volksentscheid das Zutrauen in das Verfahren überhaupt beschädigt. Gemessen wird gegen eine Änderung nach bestätigender Abstimmung; ein Design gibt es nicht, für den Verlust an Verfahrensvertrauen keine Studie und keinen deutschen Präzedenzfall; die Störgröße — allgemeiner Verdruss über die Wohnungspolitik — ist nicht abtrennbar; eine Umkehrkausalität scheidet aus. Vor allem aber ist der Verzicht auf eine erneute Abstimmung das eigentliche Merkmal dieser Fassung: Wird stattdessen abgestimmt und stimmt die Mehrheit zu, entfällt dieses Argument vollständig. Das Argument trifft in etwa jedem dritten vergleichbaren Fall in dieser Höhe zu. Die Plausibilität ist niedrig: klarer Vorgang, ungemessener Schaden, stark von der Ausgestaltung abhängig.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 4 identifikation: Unbestimmt · Stufen-Deckel 5 befundband: Kette offen · P 3–3,5

Kontrafaktum: dieselbe Freigabe nach einer bestätigenden Abstimmung. Design: unbestimmt — dass die Fassung ohne Abstimmung ändert, steht im Vorschlag [1]; für den Schaden am Verfahrensvertrauen gibt es weder Studie noch Präzedenzfall. Störgröße: allgemeiner Verdruss über die Wohnungspolitik, nicht abtrennbar. Richtung: keine Umkehrkausalität. Größenzweifel (3–35 € je Kopf und Jahr) in der Spanne, der Zweifel am Ob in P; der bestehende Deckel 4 bindet nicht, das Band platziert darunter.

Belegleiter: kein Träger — keine Studie, kein Präzedenzfall für ein per Parlamentsbeschluss geändertes Volksgesetz; Kette benannt (Änderung ohne Abstimmung → Entwertung der Abstimmung von 2014 → Verlust an Verfahrensvertrauen), das mengentragende Glied (was das den Stimmberechtigten wert ist) ungeprüft, Gegenmechanismus — ein neu gewähltes Parlament hat ein eigenes Mandat — unbeantwortet. Gleicher Ergebnisbegriff: Zutrauen in das Abstimmungsverfahren, nicht Wohnkosten. Rückleseprobe: etwa jeder dritte Fall. Count-once: Deckel 4 bepreist die Beleglage, das Band platziert darunter.

Offen: Eine Befragung der Berliner Stimmberechtigten zum Vertrauen in Volksentscheide vor und nach dem Beschluss würde P auf bis zu 4 heben; ein Vergleich mit anderen per Parlament geänderten Volksgesetzen (Berlin, Hamburg, Bayern) auf bis zu 5.

Baukapital und Instandhaltung

2,1von 100

Ein Quartier auf dem Feld muss gebaut werden: Im günstigsten Drittel Berlins, wo landeseigene Gesellschaften mit Bindungen bauen, kostet der Quadratmeter rund 6.500 €, was mit 2,5 % Kapitalkosten nach Abzug der erwarteten Wertsteigerung und 15 € Instandhaltung rund 178 € je Quadratmeter und Jahr bindet. Für die rund 1.660 Wohnungen, die im Mittel des Zeitraums stehen, sind das bei 70 Quadratmetern je Wohnung rund 21 Mio. € im Jahr — genau so viel, wie der Zugang zu diesen Wohnungen wiegt. Der Boden gehört dem Land, gebaut werden muss trotzdem.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 1,0Plausibilität 4
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Wert

Gezählt werden reale Mittel: Bau, Erschließungsanteil im Kaufpreis und das Kapital, das darin gebunden bleibt, dazu die laufende Instandhaltung. Gebaut wird überwiegend von den landeseigenen Gesellschaften, getragen werden die Kosten also vom Land und über die Miete von den Bewohnern; eine besonders verletzliche Gruppe steht hier nicht. Was in dieses Quartier fließt, steht für Wohnungsbau an anderer Stelle nicht zur Verfügung. Deshalb gilt der allgemeine Maßstab für Geld, ohne Zuschlag und ohne Abschlag. Dass der Zugang zu den Wohnungen auf der anderen Seite steht, ändert daran nichts: Es sind zwei verschiedene Ströme. Der Wert ist mittel: gewöhnliche Mittel am allgemeinen Maßstab.

Impact

Gerechnet wird mit dem Kaufpreis, nicht mit den reinen Baukosten: Er enthält Bau, Grundstück und Bauträgeraufschlag und ist damit das, was die Wohnung tatsächlich kostet. Gebaut wird hier von landeseigenen Gesellschaften mit Bindungen, also im günstigsten Drittel der Stadt: rund 6.500 € je Quadratmeter statt der 8.108 €, die der Berliner Erstverkauf im Mittel kostet [10]. Der Boden gehört bereits dem Land, sodass kein Kaufpreis für das Grundstück fließt — sein Wert bleibt trotzdem gebunden, weil die Fläche für nichts anderes mehr zur Verfügung steht. Das gebundene Kapital kostet den Bauzins bei zehnjähriger Bindung von 4,0 % (Spanne: 3,5 bis 4,5 %), abzüglich der erwarteten realen Wertsteigerung von 1,5 % (Spanne: 0,5 bis 2,5 %) — bleiben 2,5 %, also rund 163 € je Quadratmeter, dazu 15 € Instandhaltung: 177,50 € je Quadratmeter und Jahr. Dass hier das Land finanziert, ändert an der Höhe nichts, sondern nur daran, wer sie trägt: Auch öffentliches Kapital kostet Zinsen. Über den kurzen Horizont ist nur die Kapitalbindung gebucht, keine Rate, die den Bau abbezahlt. Angesetzt sind 70 Quadratmeter je Wohnung, die Fläche für zwei Personen im geförderten Bau, passend zu den 62 Quadratmetern, mit denen die Bindung rechnet — dieselbe Fläche wie auf der Nutzenseite. Für die rund 1.660 Wohnungen, die im Mittel der zwanzig Jahre stehen, ergibt das rund 20,7 Mio. € im Jahr. Auf der Karte sind das 1,0 Punkte, genau so viel wie der Zugang zu denselben Wohnungen. Der Impact ist klein: Die Mittel, die das Quartier bindet, entsprechen dem, was seine Wohnungen ihren Bewohnern wert sind.

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6.500 € je m²
Kaufpreis je Quadratmeter im günstigsten Drittel Berlins
× 4,0 % Zins − 1,5 % reale Wertsteigerung = 2,5 % Bauzins bei zehnjähriger Bindung, September 2026 (Spanne 3,5–4,5 %), abzüglich der erwarteten realen Wertsteigerung von 1,5 % (Spanne 0,5–2,5 %); der Satz gilt auch für öffentlich finanzierten Bau — wer zahlt, entscheidet nur die Inzidenz, nicht die Höhe; über den Horizont nur Kapitalbindung, keine Tilgung
162,5 € je m² und Jahr
Kapitalbindung je Jahr
+ 15 € je m² und Jahr Buchungsregel wohnbau-kosten/1.0
177,5 € je m² und Jahr
Instandhaltung
× 35 m² je Person × 2,0 Personen Fläche im geförderten Bau nach der Buchungsregel (Spanne 62–70 m²); die Bindung rechnet mit 62 m² — dieselben 35 m² je Person wie auf der Nutzenseite
12.425 € je Wohnung und Jahr
Wohnfläche je Wohnung
× 1.663 Wohnungen dieselbe Menge und Zeitrechnung wie im ersten Pro-Argument — die Freigabe ermöglicht diese Wohnungen, also zählen die vollen Jahreskosten
20,66 Mio €
Wohnungen im Mittel des Zeitraums 2027–2046
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
1,03
Normalised Impact
Score 1,03 Impact × 5 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 2,1 von 100

Plausibilität

Dass ein gebautes Quartier Kapital bindet und Instandhaltung braucht, folgt aus Preis und Zins, nicht aus vermutetem Verhalten; der Preis ist erhoben [10], der Zins ist der Marktsatz des Septembers 2026. Unsicher ist deshalb die Größe, nicht das Ob — und die Größe steht in der Spanne, die vom Bau ohne Grundstücksanteil bis zum vollen Erstverkaufspreis auf 90 Quadratmetern reicht. Das Ob hängt allein daran, ob überhaupt gebaut wird: Ein zweites Volksbegehren ist angekündigt, die Artenschutzprüfung kann Teilflächen herausnehmen [9]. Das ist dieselbe Frage wie im ersten Pro-Argument, und deshalb trägt der Posten dieselbe Zahl: In etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen entsteht das Quartier — und verbraucht dann auch die angesetzten Mittel. Wird nicht gebaut, fällt mit dem Nutzen auch dieser Posten weg; übrig bliebe die Planung, die in einem eigenen Gegenargument steht. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: Die Rechnung selbst ist sicher, sie hängt aber am selben offenen Ereignis wie der Nutzen.

evidence_basis: Studie · P-ceiling 9 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: dieselben Mittel ohne das Quartier. Design: definitorisch — die Kosten folgen aus dem erhobenen Berliner Kaufpreis [10] und dem Marktzins, keine gemessene Wirkung, keine Störgröße, keine Richtungsfrage. Größenzweifel (Preisniveau vom Bau ohne Grundstücksanteil bis 8.108 €, Zins 3,5–4,5 %, Fläche 62–90 m²) in der i_spanne; der Zweifel am Ob ist derselbe wie bei pro-1 und steht über die gemeinsame Eintrittsgruppe in P.

Der Rand ist der genutzte Teil

0,7von 100

Bebaut würde ein Zehntel der Fläche, angesetzt sind aber 20 % Wertverlust, weil der Rand die Zugänge, Gärten und Sportflächen trägt. Bei 6,2 Mio Besuchen im Jahr und 5 € je Besuch sind das rund 6 Mio € jährlich, ab Baubeginn rund 5 Mio € im Mittel des Zeitraums. Ein bebauter Rand kann die Nutzung des Restfelds auch verbessern — das ist offen.

Wert 7 · Umwelt und ErholungImpact 0,3Plausibilität 4
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Wert

Der Strom betrifft ein Gut, das niemandem gehört und allen offensteht: eine Freifläche im Zentrum, für die es in Berlin keinen Ersatz gibt, ihre Wirkung auf das Stadtklima der angrenzenden Kieze und den Lebensraum, den sie trägt. Er ist nicht auf Einzelne zugerechnet und wirkt über Generationen. Deshalb steht er auf der Stufe der breiten Teilhabe und der Umwelt. Der Wert ist hoch: ein unersetzbares öffentliches Gut im Zentrum der Stadt.

Impact

Bebaut würden rund 30 der 303 Hektar, also ein Zehntel der Fläche — aber nicht irgendein Zehntel. Der Rand trägt die Zugänge, die Gemeinschaftsgärten, die Sport- und Grillflächen; er ist der Teil, an dem die Nutzung stattfindet. Und die Weite selbst, der ungestörte Horizont, ist die Eigenschaft, wegen der das Feld überhaupt so genutzt wird. Erhoben sind im Mittel 17.000 Besuche am Tag, im Sommer 2020 rund 28.000 [6]; das sind etwa 6,2 Mio Besuche im Jahr. Mit 5 € je Besuch bewertet (Spanne: 2 bis 10 €) — so viel wie gut zwei frei gewählte Stunden —, ergibt sich ein Erholungswert von rund 31 Mio € jährlich. Angesetzt ist ein Verlust von 20 % (Spanne: 8 bis 40 %), also mehr als der Flächenanteil; die Kaltluftfunktion für die angrenzenden Kieze und der Lebensraum geschützter Arten kommen hinzu und sind nicht gesondert beziffert. Anders als der Nutzen tritt der Verlust schon mit der Baustelle ein: angesetzt ab 2031, also in 16 der 20 Jahre (Spanne: 13 bis 17), im Mittel rund 5 Mio € im Jahr, auf der Karte 0,25 Punkte — ein Viertel des Wohnungsarguments. Der Impact ist klein in Zahlen, aber er trifft täglich Zehntausende.

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6,2 Mio Besuche
Besuche im Jahr
[6]
× 5 € Setzung, Spanne 2–10 €: kein Anker für Erholung — so bewertet wie gut zwei frei gewählte Stunden (2,05 € je Stunde), ein Vergleich, kein Zeitstrom
31 Mio €
Erholungswert je Besuch
× 20 % Setzung, Spanne 8–40 %: ein Zehntel der Fläche, aber der Rand trägt Zugänge, Gärten und Sportflächen und die Weite; Kaltluft und Artenschutz nicht beziffert
6,2 Mio €
Verlust durch die Randbebauung
× 16 von 20 Jahren Setzung, Spanne 13–17: der Verlust beginnt mit der Baustelle 2031, drei Jahre vor dem ersten Bezug — dieselbe Zeitachse wie auf der Nutzenseite
4,96 Mio €
Jahre mit Verlust im Zeitraum 2027–2046
[3]
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,25
Normalised Impact
Score 0,25 Impact × 7 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 0,7 von 100

Plausibilität

Besucherzahlen und Fläche sind erhoben [6], der Wert je Besuch und der Verlustanteil sind gesetzt und stehen als Spanne in der Rechnung. Hier steht die Frage, ob der Rand am Ende verliert oder gewinnt. Für einen Verlust spricht, dass die zwei Dialogwerkstätten mit 275 zufällig ausgewählten Berlinerinnen und Berlinern die Randbebauung mehrheitlich ablehnten und dass vier der sechs prämierten Entwürfe ohne Wohnbebauung auskommen [3][4][5]. Dagegen spricht, dass 273 Hektar bleiben und dass ein bebauter Rand mit Cafés, Schulen und Läden die Nutzung des Restfelds auch verbessern kann; genau darauf zielen die Entwürfe mit Bebauung. Gemessen wird gegen das unbebaute Feld; ein Design gibt es nicht, für die Wirkung einer Randbebauung auf die Nutzung keine Studie; die Störgröße ist der allgemeine Nutzungstrend des Felds, der auch ohne Bebauung schwankt; eine Umkehrkausalität scheidet aus. Und der Verlust tritt nur ein, wenn gebaut wird — dieselbe Frage wie auf der Nutzenseite. Das Argument trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen in der angesetzten Richtung und Größe zu. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: erhobene Nutzung, gesetzter Wert, umstrittene Wirkungsrichtung, an den Bau gekoppelt.

evidence_basis: Projektion · P-ceiling 5 identifikation: Unbestimmt · Stufen-Deckel 5 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: das unbebaute Feld mit heutiger Nutzung. Design: unbestimmt — keine Studie zur Wirkung einer Randbebauung auf Nutzung und Erholungswert, nur die Nutzungserhebung [6] und die Werkstätten [4]. Störgröße: Nutzungstrend des Felds unabhängig von der Bebauung, nicht abtrennbar. Richtung: keine Umkehrkausalität. Größenzweifel (Wert je Besuch, Verlustanteil 8–40 %) in der Spanne; das Ob — Verlust statt Aufwertung, und ob gebaut wird — in P; Deckel 5 bindet nicht, das Band platziert darunter. Dieselbe Ob-Frage wie pro-1 (Bau kommt).

Richtung gestützt (ablehnende Dialogwerkstätten, Rand als genutzter Teil), das mengentragende Glied — dass die Nutzung netto verliert statt durch Cafés, Schulen und Läden zu gewinnen — hat die prämierten Entwürfe mit Bebauung gegen sich, und der Bau selbst hat dieselben Befunde gegen sich wie auf der Nutzenseite; gleicher Ergebnisbegriff: Erholungsnutzen der Besucher. Rückleseprobe: in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen tritt der Verlust in der angesetzten Größe ein.

Offen: Eine Vorher-Nachher-Erhebung der Nutzung an vergleichbaren, teilbebauten Parkrändern (etwa Gleisdreieck) würde die Richtung klären und P auf 5 heben.

Dieselbe Summe fehlt den Gesellschaften und dem Land

0,4von 100

Was den Haushalten mit Wohnberechtigungsschein an Miete bleibt, fehlt den landeseigenen Gesellschaften als Einnahme und wird über die Wohnraumförderung aus dem Landeshaushalt ausgeglichen: rund 4,2 Mio € im Jahr für die 1.140 zusätzlich gebundenen Wohnungen. Der Betrag ist derselbe wie auf der Pro-Seite, nur von der anderen Seite gesehen.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,2Plausibilität 4
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Wert

Der Strom besteht aus Einnahmen, die den landeseigenen Gesellschaften entgehen, und aus Fördermitteln, mit denen der Landeshaushalt diesen Verzicht ausgleicht — beides öffentliche Hand, deren Euro mit 1 zählt. Die Verwendung des Geldes steht nicht im Gewicht; dass die Empfänger einkommensgeprüft sind, trägt die Pro-Seite. Der Wert ist mittel: öffentliche Mittel am allgemeinen Maßstab.

Impact

Die Rechnung ist dieselbe wie im Argument zu den Bindungen: Von den im Mittel 2.375 Wohnungen des Zeitraums sind rund 1.140 zusätzlich gebunden, und jede von ihnen wird für rund 8 statt rund 13 €/m² vermietet — bei 62 m² rund 3.700 € im Jahr (Spanne: 2.200 bis 8.900 €), zusammen rund 4,2 Mio €. Auf Landesboden gibt es keinen Vorhabenträger, der diesen Verzicht aus einem Planungsgewinn trägt: Die landeseigenen Gesellschaften vermieten günstiger, und das Land gleicht das über zinsverbilligte Darlehen und Tilgungszuschüsse der Wohnraumförderung aus; ob der Euro bei der Gesellschaft oder im Landeshaushalt fehlt, ändert am Gewicht nichts. Auf der Karte sind das 0,21 Punkte, gut die Hälfte dessen, was derselbe Betrag bei den Haushalten mit Wohnberechtigungsschein wiegt (0,38). Nicht gebucht ist der Bodenwert des Feldes: Er ist die Zahlerseite dieses Transfers und würde gesondert doppelt zählen. Der Impact ist klein: rund 4 Mio € im Jahr aus öffentlichen Kassen, die zweite Seite der Bindung.

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4,24 Mio €
Mietvorteil der zusätzlich gebundenen Wohnungen im Jahr (Spanne 2,5–10,1)
[7]
× 1 landeseigene Gesellschaften und Landeshaushalt sind öffentliche Hand; Geberbein — das Empfängerbein steht im Argument zu den Bindungen
4,24 Mio €
Ein Euro der öffentlichen Hand zählt
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,21
Normalised Impact
Score 0,21 Impact × 5 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 0,4 von 100

Plausibilität

Dass gebundene Wohnungen der öffentlichen Hand Einnahmen kosten, folgt aus der Bindung selbst; die Höhe hängt am Bindungsanteil und am Mietabstand und steht als Spanne in der Rechnung. Der Posten fällt aber nur an, wenn die gebundenen Wohnungen entstehen — dieselbe Frage wie auf der Pro-Seite, und deshalb derselbe Wert. Gemessen wird gegen ein Feld ohne Bebauung; ein Design gibt es nicht, die Kette ist die der Pro-Seite; die Störgröße ist die Ausgestaltung der Förderung, in der Spanne; eine Umkehrkausalität scheidet aus. Das Argument trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen zu. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: sicher, wenn gebunden wird — und das hängt am Bau.

evidence_basis: Plausibilität · P-ceiling 5 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: das Feld bleibt unbebaut. Design: mechanistisch — Spiegelbild von pro-2, Mindereinnahme als Vertrags- und Förderfolge; nicht definitorisch, weil der Posten nicht anfällt, wenn die Maßnahme nichts bewirkt. Störgröße: Ausgestaltung der Förderung, in der Spanne. Richtung: keine Umkehrkausalität. Geberbein des Transfers Land/landeseigene Gesellschaften → Haushalte mit Wohnberechtigungsschein, Empfängerbein pro-2, gleiche Menge und gleiches P; dieselbe Ob-Frage wie pro-1.

Dieselbe Kette wie im Argument zu den Bindungen: das mengentragende Glied — dass gebaut und gebunden wird — hat die angekündigte Gegenbewegung gegen sich; gleicher Ergebnisbegriff: entgangene Einnahmen der öffentlichen Hand. Rückleseprobe: in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen fällt der Verzicht in der angesetzten Größe an.

Offen: Derselbe Nachweis wie beim Gegenstück — ein Senatsbeschluss zum Bindungsanteil und ein beschlossener Bebauungsplan — hebt beide Beine gemeinsam auf 5,5.

Planung und Verfahren kosten sofort

0,3von 100

Wettbewerb, Bebauungsplan, Artenschutzprüfung, Gutachten und die Auseinandersetzung um ein zweites Volksbegehren kosten rund 3 Mio € im Jahr über das erste Jahrzehnt — 1,5 Mio € im Mittel des Zeitraums. Diese Kosten fallen an, sobald das Gesetz geändert ist, auch wenn am Ende nicht gebaut wird.

Wert 5 · Vollzug & VerfahrenImpact 0,1Plausibilität 7
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Wert

Der Strom besteht aus Arbeitszeit der Verwaltung und aus Gutachten und Verfahren, die öffentliche Mittel binden — reale Ressourcen am allgemeinen Maßstab. Der Wert ist mittel: Verwaltungs- und Verfahrenskosten zum Nennwert.

Impact

Ein Quartier von 30 Hektar entsteht nicht durch eine Gesetzesänderung. Es braucht ein Wettbewerbsverfahren, einen Bebauungsplan, eine Umwelt- und Artenschutzprüfung mit Gutachten, Beteiligungsverfahren und — angekündigt — die Auseinandersetzung um ein zweites Volksbegehren [3][9]. Angesetzt sind rund 3 Mio € im Jahr über das erste Jahrzehnt (Spanne: 1,5 bis 6 Mio €), Personal in Senatsverwaltung und Bezirk und externe Gutachten zusammen; über die zwanzig Jahre des Zeitraums sind das 1,5 Mio € im Jahresmittel, auf der Karte 0,08 Punkte — ein Dreizehntel des Wohnungsarguments. Anders als die Erschließung fallen diese Kosten an, sobald das Gesetz geändert ist, und sie sind verloren, wenn ein neues Volksbegehren die Planung entwertet. Der Impact ist sehr klein: Verfahrenskosten im einstelligen Millionenbereich.

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3 Mio € je Jahr
Planungs-, Gutachten- und Verfahrenskosten je Jahr im ersten Jahrzehnt (Spanne 1,5–6)
× 10 von 20 Jahren das Verfahren läuft von der Gesetzesänderung bis zum letzten Bauabschnitt; Einmalposten über den Horizont verteilt
1,5 Mio €
Verfahrensjahre im Zeitraum 2027–2046
[3]
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,08
Normalised Impact
Score 0,08 Impact × 5 Wert × 7 Plausibilität ÷ 10 = 0,3 von 100

Plausibilität

Dass Bauleitplanung und Gutachten Geld kosten, folgt aus der Freigabe selbst: Der Dialogprozess und der Wettbewerb laufen bereits [3], das Bebauungsplanverfahren beginnt mit der Gesetzesänderung. Geschätzt ist allein die Höhe — wie viele Personen, wie lange, mit welchem Gutachtenaufwand —, und sie steht als Spanne in der Rechnung. Gemessen wird gegen ein Feld ohne Bauleitplanung; die Kette ist mechanisch — Gesetz, Verfahren, Gutachten — und hängt an keiner Reaktion Dritter; die Störgröße ist die Verfahrensdauer, in der Spanne; eine Umkehrkausalität scheidet aus. Der Posten fällt in jedem Fall an, ob am Ende gebaut wird oder nicht. Die Plausibilität ist hoch: sicherer Kostenanfall, geschätzter Umfang.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 7 identifikation: Definitorisch · kein Stufen-Deckel

Kontrafaktum: Feld ohne Bauleitplanung. Design: definitorisch — Kostenposten, der auch anfällt, wenn die Maßnahme nichts bewirkt (Verfahren beginnt mit der Gesetzesänderung, Prüffrage der Berlin-Serie); die Höhe ist eine Setzung und steht in der Spanne. Störgröße: Verfahrensdauer, in der Spanne. Richtung: keine Umkehrkausalität. P trägt hier nur die Höhe, nicht den Eintritt.

Erschließung von 30 Hektar

0,2von 100

Straßen, Leitungen, Grün, Schulen und Kitas für ein Quartier von 30 Hektar kosten einmalig rund 120 Mio €. Verteilt auf fünfzig Nutzungsjahre und die 13 Jahre, in denen das Quartier im Zeitraum steht, sind das rund 1,6 Mio € im Jahr. Sie fallen nur an, wenn gebaut wird.

Wert 5 · StaatsfinanzenImpact 0,1Plausibilität 4
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Wert

Der Strom besteht aus öffentlichen Mitteln, die anderswo fehlen — im Schulbau, im Verkehr, in der Wohnraumförderung. Ein besonderer Zweck, der ein höheres Gewicht rechtfertigen würde, ist nicht erkennbar; der soziale Zweck des Quartiers steckt bereits im Gewicht des zweiten Pro-Arguments. Der Wert ist mittel: gewöhnliche öffentliche Mittel am allgemeinen Maßstab.

Impact

Ein Quartier von 30 Hektar braucht Erschließung mit Straßen, Leitungen und Grün sowie Schulen und Kitas. Dafür sind 120 Mio € einmalig angesetzt (Spanne: 60 bis 250 Mio €), aus Vergleichsprojekten geschätzt und abhängig von Zuschnitt und Infrastrukturumfang; auf Landesboden trägt sie das Land, nicht ein Vorhabenträger aus dem Planungsgewinn. Die Erschließung dient dem Quartier über rund fünfzig Jahre; je Nutzungsjahr sind das 2,4 Mio €, ohne Abzinsung, und gezählt werden wie auf der Nutzenseite nur die Jahre im Zeitraum — ab dem ersten Bezug 2034 sind das 13 von 20. Das ergibt rund 1,6 Mio € im Jahr, auf der Karte 0,08 Punkte, ein Zwölftel des Wohnungsarguments. Würde der ganze Betrag den zwanzig Jahren zugerechnet, wären es 6 Mio € im Jahr. Die Kosten fallen früh an, der Nutzen spät; die Planungs- und Verfahrenskosten, die auch ohne Bau entstehen, stehen als eigenes Argument. Der Impact ist sehr klein: laufende Kosten im einstelligen Millionenbereich.

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120 Mio €
Erschließung von rund 30 Hektar einmalig (Spanne 60–250)
÷ 50 Jahre langlebiges Gut, ohne Abzinsung; gezählt werden nur die Nutzungsjahre im Zeitraum, wie auf der Nutzenseite (Konvention berlin-sozialwohnungsquote)
2,4 Mio € je Jahr
Je Nutzungsjahr der Erschließung
× 13 von 20 Jahren das Quartier steht ab dem ersten Bezug 2034 — dieselbe Zeitachse wie auf der Nutzenseite
1,56 Mio €
Nutzungsjahre im Zeitraum 2027–2046
[3]
÷ 20 Mio € je Punkt Maßstab dieser Seite
0,08
Normalised Impact
Score 0,08 Impact × 5 Wert × 4 Plausibilität ÷ 10 = 0,2 von 100

Plausibilität

Dass Erschließung Geld kostet, ist gesichert; die Höhe ist aus Vergleichsprojekten geschätzt und steht als Spanne in der Rechnung. Die Erschließung wird aber nur gebaut, wenn das Quartier kommt — sie hängt an derselben Frage wie die Wohnungen: ob ein zweites Volksbegehren oder der Artenschutz die Fläche wieder schließt, bevor gebaut wird. Gemessen wird gegen ein Feld ohne Bauleitplanung; ein Design gibt es nicht, die Kette Freigabe → Bebauungsplan → Erschließung ist mechanisch, ihr tragendes Glied ist der Bau; die Störgröße ist der Infrastrukturumfang, in der Spanne; eine Umkehrkausalität scheidet aus. Das Argument trifft in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen zu — in denselben, in denen die Wohnungen entstehen. Die Plausibilität ist mittel bis niedrig: sicherer Kostenanfall, wenn gebaut wird — und das ist die offene Frage.

evidence_basis: Mechanismus · P-ceiling 6 identifikation: Mechanistisch · Stufen-Deckel 6 befundband: Tragendes Glied bestritten · P 3,5–4

Kontrafaktum: Feld ohne Bauleitplanung und Erschließung. Design: mechanistisch — Kostenposten, dessen Anfall am Bau hängt; nicht definitorisch, weil er nicht anfällt, wenn die Maßnahme nichts bewirkt (Prüffrage der Berlin-Serie). Störgröße: Infrastrukturumfang (Schule, Kita, Grün), in der Spanne 60–250 Mio €. Richtung: keine Umkehrkausalität. Dieselbe Ob-Frage wie pro-1 (Bau kommt), deshalb dasselbe P; das Band platziert unter dem Deckel 6.

Richtung gestützt (jedes Quartier braucht Erschließung), das mengentragende Glied — dass gebaut wird — hat dieselben Befunde gegen sich wie das erste Pro-Argument; gleicher Ergebnisbegriff: Landesmittel für die Erschließung. Rückleseprobe: in etwa vier von zehn vergleichbaren Fällen fallen die Kosten in der angesetzten Größe an.

Offen: Derselbe Nachweis wie beim ersten Pro-Argument — ein beschlossener Bebauungsplan — hebt beide Seiten gemeinsam auf 5,5.

Summary

Berlin baut zu wenig: 11.027 Wohnungen 2025, Angebotsmiete 15,78 €/m² [7][8]. Das Tempelhofer Feld ist die einzige innerstädtische Fläche dieser Größe, die dem Land gehört — auf 30 Hektar am Rand hätten rund 5.000 Wohnungen Platz, und weil der Boden dem Land gehört, kann es den Anteil gebundener Wohnungen selbst festlegen, statt an der Wirtschaftlichkeitsgrenze privater Vorhaben zu enden. Nur kommt davon im laufenden Jahrzehnt nichts an: Zwischen Gesetzesänderung und erstem Bezug liegen Wettbewerb, Bebauungsplan, Artenschutzprüfung, Erschließung und Bau, weshalb diese Seite über zwanzig Jahre statt über zehn rechnet und im Mittel nur rund 1.660 zusätzliche Wohnungen zählt [3]. Auf der anderen Seite steht weniger der Flächenverlust — 273 der 303 Hektar blieben — als der Weg dorthin: 739.124 Berlinerinnen und Berliner haben 2014 mit 64,3 % für das Gesetz und ausdrücklich gegen die Randbebauung gestimmt, und die hier bewertete Fassung ersetzt dieses Ergebnis durch Parlamentsbeschluss, ohne noch einmal zu fragen [2]. Dieser Posten ist eine offengelegte Setzung ohne Marktpreis. Daneben steht seit dieser Fassung, was das Quartier an Kapital bindet: rund 21 Mio. € im Jahr — genau so viel, wie der Zugang zu diesen Wohnungen wiegt, denn beide Seiten sind an demselben Preis und derselben Fläche gemessen. Die Wohnungen selbst sind damit weder ein Gewinn noch ein Verlust; entschieden wird die Bilanz an dem, was die Freigabe sonst ändert. Entscheidend ist aber nicht nur er, sondern die Frage, ob überhaupt gebaut wird: Ein zweites Volksbegehren ist angekündigt, und in etwa sechs von zehn vergleichbaren Fällen bleibt am Ende nur die Planung, die Geld gekostet hat [9]. Würde vor der Freigabe abgestimmt und stimmte die Mehrheit zu, entfiele der größte Gegenposten neben den geringeren Mieteinnahmen, und dieselbe Maßnahme läge deutlicher vorn als heute.

Ausblick — Wirkung über die Zeit

Ausgeglichen · 0,51 alter Maßstab
heute Δ +2,0 F1 — mit Tempelhof bebauen F0 — Baseline ohne Maßnahme +10 Jahre +20 Jahre Normalised Impact → F0 konstant als Referenz · F1 über/unter F0 = positive/negative Nettowirkung · Δ = Nettoscore Band = Erwartungsbereich — reicht es unter F0, ist auch eine negative Wirkung plausibel Kurvenform und Höhe illustrativ · y-Achse bewusst ohne Skala

Quellen

  1. FDP Berlin: Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl 2026: Randbebauung des Tempelhofer Felds. fdp-berlin.de
  2. Landesabstimmungsleiterin Berlin: Volksbegehren und Volksentscheid über den Erhalt des Tempelhofer Feldes, 25. Mai 2014. berlin.de
  3. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: Dialogprozess Tempelhofer Feld: Dialogwerkstätten 2024/2025 und internationaler Ideenwettbewerb. berlin.de
  4. taz: Dialogwerkstatt zum Tempelhofer Feld: Mehrheit gegen Randbebauung (275 Teilnehmende). taz.de
  5. Tagesspiegel: Jury kürt sechs internationale Entwürfe — zwei mit Wohnbebauung, „Seilziehn“ mit 2.400 Wohneinheiten. tagesspiegel.de
  6. Brenck u. a., Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung: Gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes: 303 Hektar, im Mittel 17.000 Besuche pro Tag, im Sommer 2020 rund 28.000. ufz.de
  7. Investitionsbank Berlin: IBB Wohnungsmarktbericht 2025: Angebotsmiete 15,78 €/m², 97.040 gebundene Wohnungen. ibb.de
  8. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Baufertigstellungen Berlin 2025: 11.027 Wohnungen. statistik-berlin-brandenburg.de
  9. Tagesspiegel: Tempelhofer Feld bleibt politisch umkämpft und Wahlkampfthema. tagesspiegel.de
  10. Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin: Immobilienmarktbericht Berlin: Kaufpreise im Erstverkauf von Eigentumswohnungen 2025, rund 8.108 € je m². berlin.de
  11. ImmoScout24 / Scout24: Jede:r Zweite sucht länger als ein Jahr nach einem neuen Zuhause (Pressemeldung 25.04.2024): Befragung von 1.183 Suchenden, 54,4 % länger als ein Jahr, 22,7 % länger als zwei Jahre. scout24.com
  12. Andreas Mense: The Impact of New Housing Supply on the Distribution of Rents (Journal of Political Economy Macroeconomics 3(1), 2025; Arbeitspapier 2020): alle deutschen Baufertigstellungen 2010–2017 gegen die Inserate der drei größten Portale, Regenschocks in der Bauphase als Instrument (Kleibergen-Paap F 16,1), Koeffizient −29,8 (Standardfehler 10,5) auf den Anteil der Dezember-Fertigstellungen am Bestand. journals.uchicago.edu
  13. wohnungswirtschaft.online: Fluktuation (Umzugsquote): durchschnittliche Wohndauer 12 Jahre, Fluktuationsrate ca. 8 %. wohnungswirtschaft.online
  14. Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung Berlin: Rundschreiben Soz Nr. 03/2023 — Richtwerte der AV Wohnen für die angemessene Bruttokaltmiete (zum 01.01.2026 unverändert fortgeschrieben). sozialrecht.berlin.de
  15. Bratu, Harjunen, Saarimaa: City-wide effects of new housing supply: Evidence from moving chains (Journal of Urban Economics 133, 2023) — je 100 neuer Marktwohnungen werden 31 Wohnungen im untersten Einkommensfünftel frei. doi.org
Zuletzt geprüft von Claude Fable 5.1 · 19. September 2026 · 10× KI, noch nicht menschlich geprüft
  1. 19. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Wohnraum-Anker neu gefasst (Julian 17./19.09.2026): Grundbedarf nach Sozialrecht, regional, statt Mischwert 6.000 €. Wohnungskarte von V 6 auf V 5 (Marktwert über den Nennwert, gleiches Gewicht wie die Kostenseite), neue Karte Grundbedarf am Kettenende (V 6, additiv, ohne Kostenseite): pro-1 V 6→5, neu pro-6 I 0,0052 (48 % × 3.260 €, weil 60 % gebunden); r 0,511→0,515.

  2. 16. September 2026KI-PrüfungClaude Opus 5neu bewertet

    Mietdämpfung neu belegt: Setzung 1,67 ersetzt durch die gemessene Angebotsmieten-Reaktion (−29,8, SE 10,5) und den Fluktuationsschritt 0,5135 über zwanzig Jahre; pro-4/con-5 i 0,01876/0,01154 auf 0,172/0,1058, k 200 auf 50, r 0,3582 auf 0,5114 (Kategorie alter Maßstab: schlechter auf ausgeglichen).

  3. 16. September 2026KI-PrüfungClaude Opus 5neu bewertet

    Zugang und Passung (Regel Punkt 9): Neues Pro-Argument „Kürzere Wohnungssuche“ (Zugang und Passung): 175 Erstbezüge je Jahr × 40 h × 6,85 €; kürzere Wege genannt, nicht gebucht; r 0,3577 → 0,3582, Kategorie unverändert.

  4. 16. September 2026KI-PrüfungClaude Opus 5neu bewertet

    Zweite Fassung wohnbau-kosten/1.0 (Marktpreis = Nutzen, gleiche Fläche): Zweite Fassung wohnbau-kosten/1.0: Zugang und Baukapital gleichgesetzt (6.500 €/m², 70 m², 2,5 % + 15 €, Zins auch für öffentlichen Bau) — pro-1 i 0,03192 → 0,02066, con-7 0,0395 → 0,02066, je 20,7 Mio €; r 0,3696 → 0

  5. 16. September 2026KI-PrüfungClaude Opus 5neu bewertet

    Buchungsregel wohnbau-kosten/1.0: neues con-7 Baukapital (8.108 €/m² × 4,0 % + 15 € × 70 m² × 1.663 Wohnungen = 39,5 Mio €, größter Posten der Bilanz), Zugang auf das günstigste Drittel Berlins (9.600 €/Person); r 0,42 → 0,37 (ausgeglichen → schlechter).

  6. 14. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1keine Änderung nötig

    Gesamtprüfung 08.09. gegen v3: Wohnraumanker 6.000 €/Person seit v2 angewandt; Hochbaukosten und Ausbaupfad als alternative Annahmen verworfen; Bindungs-Paar neben Naturalie als Regelfrage offen; keine Änderung, r 0,42 → 0,42.

  7. 13. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Regel 3 (Julian 13.09.): Vermieterbein des Mietdämpfungs-Paars con-5 von w 0,72 auf 0,8 (Berliner Vermieterstruktur, Spanne 0,6–0,9), I 0,01039 → 0,01154, r 0,424 → 0,421, P(D>0) 0,27 unverändert „schlechter"; pro-4-Herleitung und massstab_hinweis (Gewicht verschiebt den Anteil nicht) nachgezogen; Bindungs-Paar Land/LWU w 1 unberührt.

  8. 10. September 2026KI-PrüfungClaude Fable 5.1neu bewertet

    Bilanz 2.0: Rechenweg, Normalisierung, Identifikation, i_spanne und Gruppe „feld-wird-bebaut“ an allen 10 Argumenten; Bindung als Paar (pro-2/con-4) statt Δw, Mietdämpfungs-Paar (pro-4/con-5) und Planung (con-6, definitorisch) neu, Wohnungen über Anker wohnraum-zugang mit Zusätzlichkeit 70 %; r 0,33 → 0,42, P(D>0) 0,27 „schlechter“; offen: 10-€-Satz je Stimmberechtigtem.

  9. 24. August 2026KI-PrüfungClaude Fable 5neu bewertet

    Prüfung gegen das Skill-Regelwerk (Prüfraster A1–H2): 1 Korrektur(en) angewendet (B1); r 0.364 → 0.332. 2 Punkt(e) offen für das menschliche Review.

  10. 23. August 2026KI-PrüfungClaude (Anthropic)Erstbewertung

    Import aus dem Wahl-Workspace (archiv/wahlen-2026-source-2026-08/evaluations/berlin-tempelhofer-feld.json); Bewertung unverändert übernommen, Review-Status in der Quelle: draft.

Bewertungen entstehen KI-gestützt und werden turnusmäßig auf neue Entwicklungen geprüft; menschliche Durchgänge sind eigens ausgewiesen.Wie wir prüfen →

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Argument
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niedriger
etwas
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passtetwas
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